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Höchste Zeit für ein neues Gesicht!

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Zu still/emotionslos in der Therapiestunde

m4ond"+stxerne


Dankeschön. Und natürlich nicht schön, wenn es dir auch nicht besser geht. Warum geht es dir auch so?

Ich würde mich gerne mit anderen Usern austauschen. Deshalb antworte ich Dir jetzt.

Das geht jetzt schon seit über fünf Jahren so. Es hat machmal Ansätze von Austausch gegeben. Aber der große Erfolg ist ausgeblieben.

Das demotivert. Nur mal als ein Beispiel von vielen.

F"a{ntixK3


Jetzt bin ich bei der totalen Hoffnungslosigkeit angekommen. Panik, Flucht, Selbsthass - alles hat deutlich abgenommen.

Hallo Sternensegler,

es ist schön, wieder von Dir zu lesen.

...

Ganz offensichtlich ist, dass sich etwas bewegt, Du kommst in Deiner Therapie voran. Wobei das, was Du dabei beschreibst, die Hoffnungslosigkeit, nur ein vorübergehender Zustand sein kann. Bildlich stelle ich mir das vor, wie einen Aufstieg aus den Tiefen der Seele, der im Gange ist und nach oben geht. Klar fühlt es sich an, als würde es noch ewig dauern, doch diese Empfindung liest sich auch ein wenig aus Deinen Worten, die Du hier schreibst.

Der Begriff "ständig" weist auf eine Regelmäßigkeit hin, die bestimmten Gesetzen der Harmonie in einer bestimmten Form folgt. Dass etwas in einer bestimmten, festen Ordnung er-folgt, kann auch als "Regel" interpretiert werden. Diese zeigt, was in einem konkreten Fall geschieht oder - geschehen soll.

In Deiner Erzählung sitzt Du da und bist ständig am Weinen. Ich frage mich, ob diese Reaktion als Ausdruck von Schmerz vielleicht auch noch Zeichen für etwas anderes aus Deiner Vergangenheit sein könnte. ":/

Du schreibst sinngemäß auch "Ich weiss nicht, was ich machen soll" und das ist eine Aussage, die zugleich Aussicht auf Lösungsmöglichkeiten bietet. Wie wäre es, wenn Du Dir den Inhalt dieses Satzes einmal genauer anschaust. Es geht zuerst einmal allgemein gesagt um "Wissen", Wissen, das Dir mehr oder weniger fehlt. Allwissenheit aber kann kein Mensch für sich behaupten.

Anders gesagt geht es um eine veränderte Verhaltensweise, die zu einem bestimmten Ziel führen soll. Ganz viele Ziele lassen sich auf verschiedenem Wege erreichen. Es geht also darum, einen Weg zu finden, auf dem Du ein ganz bestimmtes Ziel erreichst. Dieser Punkt, an den Du kommen möchtest, liegt in der Zukunft. Klar, bisherige Versuche, dahin zu kommen, haben sich wiederholt als Fehlschläge erwiesen. :°_

Ich denke, es gab auch schöne Momente dabei, oder? Was aber, wenn der Umgang mit Enttäuschungen irgendwann einmal gelernt wurde?

Ich hab zurzeit null Energie. Ich hab jahrelang immer wieder versucht was zu machen, Menschen treffen, Vereine, Musikgruppen usw. Ich kam nie in die Gruppe rein, ich kam nicht mit den Menschen klar, ich hab mich selbst zum Außenseiter gemacht. Seit Jahren geht das so und ich fühl mich einfach unendlich verzweifelt deswegen.

Im Moment, und das sehe ich auch so, fehlt Dir etwas sehr Wichtiges, um sozusagen "in Gang", in Bewegung zu kommen. Das macht sich auch an dem empfundenen Stillstand bemerkbar, der hier zwischen den Zeilen zum Vorschein kommt. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass Du in Vereine oder Gruppen wolltest, die Dir zusagen. Oder waren auch welche dabei, die Dir weniger bedeutet haben, doch angesichts des Bedürfnisses, mit anderen Leuten etwas zu unternehmen, sind dann auch welche in den Vordergrund gerückt, die eigentlich in der "zweiten Reihe" stehen würden - einmal wertend gesagt ein "Qualitätsverlust", den Du hinzunehmen bereit warst?

Bei Vereinen ist das ein wenig anders als in einen Freundeskreis und insbesondere einem bereits bestehenden Freundeskreis. Da wird es noch einmal um ein Vielfaches schwieriger.

Ich kam nie in die Gruppe rein, ich kam nicht mit den Menschen klar, ich hab mich selbst zum Außenseiter gemacht. Seit Jahren geht das so und ich fühl mich einfach unendlich verzweifelt deswegen.

Das klingt beim Lesen so, als würdest Du versucht haben, in eine Gruppe rein zu kommen, um in einer Gruppe drin zu sein, weniger, weil Du hinein wolltest, sondern weil Du es irgendwie "musstest". In einem solchen Zusammenhang könnte ein Freundeskreis sich schon dagegen abschotten wollen, wenn es darum geht, Mittel zum Zweck zu werden.

Es scheint mir, als würdest Du nunmehr den Aufbau von Freundschaften als alleinige Angelegenheit der einen oder Seite betrachten, doch das ist er nicht. Die gegenseitige Zuneigung braucht Zeit, sich zu entwickeln, wenn da etwas gefordert wird, was erst noch wachsen muss, wird es gleich zu Beginn überfordert.

Infolge dessen wäre verständlich, dass Du etwas anderes versuchtest, um doch noch in eine Gruppe hinein zu kommen - Du hast Dich zum Außenseiter gemacht. Mit anderen Worten gingen Dir weitere Verfahrensweisen aus, dieses nun mittlerweile zu einem Problem angewachsene Ziel zu erreichen. Klar liegt es nahe, in Folge sich selbst als Ursache für diese Resultate zu identifizieren, doch eines hast Du dabei - ohne es zu wollen oder zu wissen - übersehen.

Und das konntest Du meines Erachtens beileibe auch nicht erkennen, weil es tief in Deinem Denken eingewoben ist, wie auch bei allen anderen Menschen. Tief sitzende Überzeugungen werden kaum hinterfragt, wenn sie nicht Unlustgefühle auslösen. Selbst dann mögen sie vielleicht nicht erkannt werden, da auf ihnen das eigene Gedankengerüst fusst.

Ja das ist wahrscheinlich ein Punkt, ich müsste davon überzeugt sein und positiv denken. Aber ich bin es nicht. Und mir das einzureden klappt auch nicht.

Wenn sich einer meiner Aussagen widerlegen würde, würde ich es vielleicht annehmen können. Aber es lässt sich keine widerlegen.

In der Theorie "müsstest" Du davon überzeugt sein, da stimme ich Dir zu. Die wird durch die "Praxis", damit meine ich die dabei verwendeten "Regeln", von denen ich weiter oben gesprochen habe, geradezu widerlegt. Da reicht schon eine aus, um widerlegt zu werden, Du erinnerst Dich sicherlich. ;-)

Selbst mit Exfreunden wo ich zusammen war, kam ich nicht in deren Freundeskreis rein. In der Arbeit bin ich auch die Einzelgängerin. Ich kann dieses Verhalten nicht ablegen indem ich mich zwinge auf Menschen zuzugehen und positiv zu denken. Es klappt nicht. Ich hab keine Lust. Ich hab keine Energie. Ich bin verzweifelt.

Im folgenden zitiere ich zwei Aussagen, die solche Punkte beinhalten und formatiere die Stellen, die mir dabei auffallen:

btw wird die folgende Beschreibung Zeit brauchen, um Verständnis aufzubauen. Vielleicht aber habe ich sie noch unzureichend ausgeführt, dann frag einfach nach.

Ich hab Angst, dass ich mein Leben nie auf die Reihe bekomme und mich ewig psychisch so schrecklich fühlen werde.

Mit solchen Worten wird eine Entwicklung "eingefroren", es wird Stillstand zum Grundsatz erhoben und ein Zustand, in dem etwas "ewig" fortgeschrieben wird, der "muss" dann auch eingehalten werden. Eine Zukunft, in der etwas "nie" erreicht werden kann, wird zu einem "muss" der Gegenwart. Auf dieser Grundlage, dass sich ein Moment "nie" ändern wird, erstarrt in der Wahrnehmung, was eigentlich in Bewegung befindet.

Ein Moment ist ein Zeitraum von begrenzter Dauer, und dieser Moment wird durch die Verwendung von verstärkenden Worten so lange "wiederholt", bis die Wiederholung als dauerhaft anwesend geglaubt wird.

Es ist ein Glaube und nicht die Wirklichkeit, denn Wirklichkeit ist der Bereich dessen, was als Erscheinung erfahrbar ist. Gefühle kann man aber nicht "einfrieren", sie lassen sich auf Dauer nicht zwingen, immer so in dem Zustand halten, wie sie gerade sind.

Beispiel: Würde die Wahrnehmung dessen, was JETZT gerade ist, immer so bleiben wie sie gerade ist, dann würde ich immer das Gleiche wahrnehmen und es würde Stillstand vorherrschen. Wie in einem Film, der angehalten wird und nun ein Standbild zeigt. Ja, ich glaube, diese Aussage trifft es ganz gut.

Was ich damit sagen will: eine veränderte Denk-weise führt (womöglich) zu anderen Ideen, Aktionen und Reaktionen. Was dem im Weg stehen könnte, ist der Grad an Überzeugung, der dem eigenen Selbstkonstrukt beigemessen wird. Dem, was ich glaube zu sein.

Es kostet viel Energie, die Regeln gegenüber der Wirklichkeit aufrecht zu erhalten.

PS: lass mal wieder von Dir lesen!

Sfterne.nsegdler1x23


Ich bin's mal wieder. FantiK3, danke dass du dir immer so Mühe gibt's mit einen Beiträgen :)

Ich kann leider gerade nicht zitieren, liegt am PC. Aber ja du hast recht, teilweise hab ich wirklich Dinge gemacht (z. B. Verein) um überhaupt in Gruppen reinzukommen. Deswegen auch nicht sehr verwunderlich dass es nicht klappt. Aber bei anderen klappt sowas ja teilweise auch. (Ich weiß, doofes Argument). Ich hab aber auch Dinge gemacht die ich wirklich machen wollte. Ich habe aber irgendwann so darunter gelitten, dass ich der Außenseiter war der einfach nicht mit den anderen reden konnte, dass ich damit irgendwann aufgehört habe.

Die Hoffnungslosigkeit ist immer noch da. Ich weiß inzwischen, dass ich keine Freundschaften erzwingen kann und versuche zu akzeptieren, dass ich einfach ziemlich alleine dastehe. Manchmal fühlt es sich gut an und ich mache Dinge alleine, wie z. B. zurzeit ein großes Puzzle, aber oft fühl ich mich schrecklich, würde so gerne mehr erleben, mehr rausgehen, mich austauschen usw. Erst am Wochenende dachte ich mir, bevor ich wieder die ganze Zeit nur alleine bin gehe ich abends einfach mal bisschen in die Stadt. An sich hab ich mit sowas auch kein Problem, aber irgendwann (meist nach einigen Stunden) hab ich mich so unglaublich allein gefühlt wenn um einen herum überall Menschen sind die jemanden zum reden haben, dass ich völlig fertig wieder heim bin, mich heulend im Bett verkrochen hab und wieder alles hinschmeißen wollte.

S}te<rnVeznsegOler123


Ich melde mich mal wieder, auch wenn ich nicht weiß ob überhaupt noch jemand mitliest.

Ich mache Fortschritte in Sachen Selbstbewusstsein in der Therapie. Ich trau mich gar nicht so die Einzelheiten zu schreiben weil ich Angst hab dass mich jemand erkennen könnte, auch wenn das warscheinlich totaler mist ist.

Ich möchte nur meine Gedanken niederschreiben, weil ich mich doch sehr alleine damit fühle und gerne darüber reden möchte.

Zurzeit ist es so, wenn mir gesagt wird dass ich etwas selbstbewusst wirke, der schüchterne Anteil in mir sofort laut aufschreit und weh tut, weil gegen ihn geredet wird. Es macht diesen schüchterne Anteil traurig, dass er immer mehr verschwinden soll, weil ich jahrelang doch genau so war oder immer noch bin. Das bedrückt mich gerade ziemlich.

l"uomarxen


Deine Persönlichkeit kann sich verändern. Es ist nicht so, dass unsere Charaktere in Stein gemeißelt sind. Wenn dieser Teil aufschreit, dann ist da noch etwas da, was Beachtung sucht, aber auch umgewandelt werden sollte. Das Buch [[https://www.amazon.de/Meine-Egos-ich-Lebensfreude-Selbstverwirklichung/dp/3843411611 Meine 26 Egos und ich]] könnte dir da weiterhelfen. Denn darin geht es um diese Art von Prozessen.

m{ond+mster(ne


Ich melde mich mal wieder, auch wenn ich nicht weiß ob überhaupt noch jemand mitliest.

Ja, ich lese hier noch mit, und es freut mich, wenn Du Dich immer mal wieder meldest.

Dich beschäftigt also gerade das Thema Selbstbewusstsein, und ich erlaube mir deshalb zu schreiben, was ich darunter verstehe.

Selbstbewusstsein, das ist das, was dir bleibt, wenn du kein Haus mehr hast, kein Auto und kein Boot, keinen Partner der dich hält.

Es ist das, was du fühlst, wenn du nachts alleine am Rande einer Wiese stehst, über dir nur die Sterne und der Mond.

:)_

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