» »

Erwachsene Kinder: ist es möglich, den Eltern zu verzeihen?

U.nkrä'utoleixn


Kleio, das sehe ich auch so ....

Irgendwann muß man ganz einfach Dinge abhaken, die im Leben einmal schlimm für einen gewesen sind, sonst kann man nie "normal" leben. Immer andere für sein eigenes "Fehlverhalten" verantwortlich zu machen, ist nicht gut!

Man sollte selber daran arbeiten, aber nicht "nur" mit dem Gedanken, das haben mir alles meine Eltern angetan. Wenn die nicht gewesen wären, ginge es mir besser! Dann wäre man erst gar nicht auf der Welt, könnte nichts Gutes und nichts Schlechtes erleben.

Außerdem sehe ich das so, daß wir uns alle unser Leben selber ausgesucht haben und was wir auf dieser Welt erleben, unser Wunsch war, diese Erfahrung machen zu dürfen. Deshalb geht es auch manchen Menschen besser und anderen wieder schlechter. Bin keine Esotherik-Tante, aber finde, diese Denkweise macht einem das Leben leichter und man kann auch leichter Unrecht verzeihen!

Hierzu ein sehr liebenswertes Buch von Ella Kensington: Mary - Die unbändige, göttliche Lebenslust

Thema: Ist es möglich, dass Glück und Unglück kein Zufall sind? Kann ich mein Glück wirklich beeinflussen? Was kann ich dafür tun, dass ich eine vollkommen glückliche Beziehung erlebe?

Die Lösung für alle Ihre Probleme ist einfach, wenn Sie wissen, wie Sie es anstellen können.

Sie werden merken, dass Sie die Welt zum Positiven verändern, wenn Sie sich selbst der Liebe und dem Glück zugewendet haben. Das Schönste und Wertvollste, was Sie für die Welt tun können, ist Ihr eigenes Glück und Ihre eigene Liebe der gesamten Welt zum Geschenk zu machen.

Kommentare zum Buch:

Noch nie hat mich ein Buch so tief berührt. Ich habe beim Lesen manchmal gleichzeitig geheult und gelacht.

Mary hat alle meine Erwartungen weit übertroffen. Es stimmt, dass einen dieses Buch bereits ein gutes Stück weiter bringt!

Mary ist mein absolutes Lieblingsbuch.

(Mein Lieblingsbuch übrigens auch - Unkräutlein).

Es ist erschienen im rnst Lenz Verlag, Bochum ISBN 3-9803939-8-4

Vorsicht!!!

Dieses Buch enthält ein Glücksvirus, das beim Lesen unbeabsichtigt aufgenommen werden kann. Dieses Virus ist hochinfektiös und nicht heilbar!

Die 7 Botschaften unserer Seele

Ich bin, was ich erlebe Ich erlebe, was ich denke Ich denke, was ich fühle Ich glaube, was ich will Ich will, was ich liebe ich liebe, was ich bin!

Euer

K,le9ixo


Unkräutelein

Das sind sicher alles gute Vorschläge, wenn man die Fähigkeit hat, zu dieser Erkenntnis zu gelangen und jeder Mensch hat die verschiedensten Kombinationen von Fähigkeiten und eben nicht alle. Therapeuten sind teilweise dieser Meinung. Ein Teil der Psychiater und Gehirnforscher, die meine Auffassung des Menschen haben, sind nicht der Meinung. Manche Genforscher behaupten sogar, dass es einen Glücks-Gen gibt.

Ich bin ja den ganzen Tag von Menschen umgeben und die wenigsten sind zufrieden und glücklich in ihrer Situation. Ich denke, dass manche Menschen einfach nur das halb-leere Glas sehen können und zwar aufgrund ihrer Veranlagung. Es nützt einfach nichts, dass man ihnen sagt, dass man das doch auch als halb-volles Glas sehen kann, weil sich hier Gefühl und Vernunft nicht vereinbaren lässt, oder sich manche Gefühle einfach nicht kontrollieren lassen. Man kann etwas auswendig lernen, was man von außen hört und sich so verhalten, solange es nicht aus einer inneren Erkenntnis herauskommt, wird man damit nicht glücklich.

Anleitung zum Unglücklichsein von Waclawick ist ein sehr lehrreiches Buch, wie es Menschen schaffen, immer einen Grund zu finden, um unglücklich zu sein. Ich habe es gelesen, weil ich bei vielen Menschen das Gefühl habe, dass sie es sich schon so richten, dass es gar nicht anders kommen kann, dass sie wieder unglücklich sind. Er war ja Therapeut und ich denke, er wird auch der Meinung gewesen sein, dass man möglicherweise durch die Bewusstwertung seines Handelns es doch noch ändern kann.

ULnkräu"tlxein


Ich kenne das Buch auch!

Halbleeres und halbvolles Glas ist ein gutes Beispiel. Habe auch an mir arbeiten zu müssen, um so weit zu kommen, wie ich jetzt bin und immer klappt es auch nicht. Insgesamt bin ich aber durch meine jetzige Einstellung viel umgänglicher und zufriedener geworden.

Man kann ja vieles doch nicht ändern und was einmal passiert ist, kann man nicht mehr rückgängig machen. Man muß positiv denken lernen und wirklich das halbvolle Glas zu bewerten, daß es ja noch halbvoll ist!

Muß noch mal arbeiten, mal sehen, wann ich wieder nach Hause komme!

Liebe Grüße an Euch alle!

KXl`eixo


Unkräutelein

Ich denke, dass es etwas bringen kann, wenn man sich dessen bewusst wird, wie man sich seine eigene Hölle schafft, weil ja dann auch klar wird, wie man sich eine andere Welt erschaffen kann, aber dazu muss man bereit sein überhaupt zu akzeptieren, dass man sich egal welche Welt, selber erschafft.

"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks

und der Anfang der Unzufriedenheit."

Soren Kierkegaard

Es gibt einen entzückenden Film. Darin geht es um ein kleines Waisenmädchen namens Polyana. Absolut überspitzt, aber daran sieht man, dass sich letztlich in jeder Situation etwas finden lässt, aber

"Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel".

Paul Watzlawick

U{nkrkäut8lein


Schade, daß sich niemand mehr an dieser Diskussion beteiligt

... ich denke, es gebe hierzu noch vieles zu sagen!

Ich hoffe nicht, daß Sie wegen uns verstummt sein "Kleio".

Bin sehr müde, hatte einen langen Tag und bin vor einer Stunde erst nach Hause gekommen. Gehe jetzt ins Bett.

Gute Nacht!

KOlWeixo


Unkräutelein

Natürlich sind sie nicht wegen "uns" verstummt - uns kennen sie ja nicht. Es ist in der Regel schwer, mit Betroffenen zu diskutieren, egal um welches Thema es sich handelt. In der Regel hört dann die Diskussion dort auf, wenn jeder seine Meinung mitgeteilt hat und kein Interesse da ist, die verschiedenen Standpunkte verstehen zu wollen, sondern die eigene Meinung immer wieder zu wiederholen. Für mich doch wieder eine Bestätigung, dass man eben nicht aus seiner Haut kann, eben genau das, was den Tätern vorgeworfen wird.

Nach diesen Kriterien zeigt es sich, dass Opfer auch Täter und Täter auch Opfer sind. Falls das schon wieder einige missverstehen wollen, damit sage nicht, dass Missbrauch richtig ist, ich sage damit auch nicht, dass es im Erwachsenenalter keine Folgen hat, ich weise einfach nur darauf hin, dass der Täter aus dem Grund so handelt, wie er handelt, weil er die Folgen seines Kindheits-Traumas durch Missbrauch Schwächerer und Abhängiger lebt.

Der eine kann es verzeihen, der andere nicht, auf den einen hat es jahrelangen Einfluss auf den anderen nicht und zwischen den Extremen gibt es noch Millionen von Facetten, wie Menschen damit umgehen, und für jeden einzelen ist das richtig, was sie für sich subjektiv als richtig definieren. Genau wie in dieser oder anderen Diskussionen ergeben sich unüberwindbare Konflikte, weil sich viele nur dann verstanden fühlen, wenn man dieselbe Meinung wie sie vertritt.

Nur weil der Weg, der für mich richtig ist, für andere nicht richtig ist, heißt es nicht automatisch, dass das was andere tun, falsch ist. Für mich ist mein Weg richtig, für den anderen sein Weg. Wenn es dadurch zum Konflikt kommt, gibt es viele Möglichkeiten der Lösung und eine "richtige" ist, sich aus dem Konflikt zurückzuziehen. Ich verstehe es auch, weil man sich ja den subjektiven Film wieder abfährt, also sich nicht in die Denkweise des anderen vorstellt, sondern in der eigenen Vorstellung bleibt und natürlich jedes Wort als absolute Beleidigung empfindet und wieder nicht verstanden, weil man das Gesagte nach seinen eigenen Kriterien wertet.

Naja, Ethik und Moral sind Themen, über die man Jahre diskutieren kann. In Philosophieforen funktioniert es, aber nicht hier und ich denke der Sinn dieses Forums ist auch ein anderer.

UgnkrRäutlexin


Danke, Kleio!

Ja, das verstehe ich! Ich glaube, Du hast sehr viel mit Menschen zu tun, ansonsten könntest Du nicht so fundiert und gut argumentieren.

Deine Ansichten finde ich ganz phantastisch und auch sehr menschlich!

Liebe Grüße

-AAn~gstx-


verständnis

verständnis... verzeihen... wie kann man verstehen, warum eltern ihren kindern weh tun? ein freund hat mir geraten, meine mutter zu fragen, warum sie so gehandelt hat. er meint, wenn ich verstehen würde, warum sie sich so verhalten hat, könnte ich ihr eines tages vielleicht verzeihen.

und wenn es keine gründe gab? wenn sie mich einfach nicht "mochte"? es gibt immer leute, mit denen man nicht auskommt, die einem einfach unsympatisch sind... kann das auch bei den eigenen kindern so sein?

jahre lang habe ich mir die schuld für das verhalten meiner mutter gegeben. und wenn es einfach keinen grund gibt? wenn keiner schuld an dem hat, was passiert ist? es erleichtert vieles, wenn man einen schuldigen hat... jemanden, den man für das was geschehen ist, hassen kann. der gedanke, dass es keinen "schuldigen" gibts, macht mir angst. keinen, den ich hassen kann, für die situation, in der ich bin. wie soll ich mich damit afinden, was geschehen ist? wie soll ich aufhören, mich für all das zu hassen? "jeder ist seines glückes schmied" haben wir einfach "pech" gehabt?

ich bin total verwirrt, weiß nicht, was ich weiter machen soll. der hass gegen mich, gegen meine mutter, hat mich oben gehalten. hat mich davon abgehalten, einfach an all dem zu verzweifeln.

und wenn ich nun all die jahre umsonst gehasst habe? was bleibt dann noch ???

U#nkräuvtle_in


Was bleibt dann noch...

Die Vergangenheit vergessen und im "Jetzt" leben. Das kann man doch nur, wenn man nicht immer wieder zrurück blickt, sondern nach vorne!

Das bleibt dann, der Gedanke, alles besser zu machen und sich endlich am Leben freuen zu dürfen.

-ZA4n-gst-


man kann die vergangenheit nicht einfach vergessen

um etwas vergessen zu können, muss man es zuerst verarbeitet haben. und zu diesem verarbeiten scheint das verstehen und verzeihen zu gehören. die einzige alternative wäre wohl, alles zu verdrängen... aber egal, wie tief man etwas auch verdrängen mag, irgendwann kommt es wieder an die oberfläche...

MfanonD-Mixchou


Danke für euere Antworten !

Das Buch Vergiftete Kindheit habe ich mir besorgt und es gerade zu lesen angefangen. Wahrscheinlich werde ich dazu auch noch einige Fragen haben.

Schade finde ich, daß sich seit einigen Tagen fast niemand von den Betroffenen, mit denen ich sehr gerne noch weiter über das Thema gesprochen hätte, mehr zu Wort gemeldet hat. Aber auch ich hatte seit einigen Tagen keinen Mut mehr, etwas zu schreiben, weil ich einfach Angst hatte, daß mein Beitrag von den beiden Damen, die das Thema (nach ihren eigenen Aussagen) gar nicht betrifft, und die wieder und wieder und wieder hier ihre Meinung kundtun, einfach zerpflückt wird und auf keinen Fall verstanden wird, wovon ich eigentlich spreche. Das macht mich traurig.

Und um das Thema an sich geht es ja hier leider auch schon lange nicht mehr, sondern nur noch darum, daß Kleio keine Probleme hat, weil sie so eine tolle Persönlichkeit ist und so eine klasse Lebenseinstellung hat und mit was auch immer so prima klarkommt.

Und daran können sich nun alle ein Beispiel nehmen, und wer es nicht tut, ist selbst schuld, daß es ihm nicht so gut geht, wie Kleio. Besonders an Kleio habe ich deshalb ein paar Fragen:

- Warum interessiert dich dieses Thema, wenn es dich doch so gar nicht betrifft?

- Was veranlasst dich, fast täglich Beiträge zu diesem Thema zu verfassen?

- Erwartest du, daß alle Betroffenen, die hier geschrieben haben, durch deine Beiträge sofort von ihren "falschen" Einstellungen und Verhaltensweisen geheilt werden, wenn du ihnen "die Augen öffnest" oder willst du einfach nur provozieren? Und wenn ja, warum?

Wenn ich mich ständig damit beschäftigen würde, wer was und wie hätte anders machen sollte, dann würde ich heute nicht wahrnehmen, was es für ein Tag ist, was es schönes entdecken könnte und welche Menschen mir heute begegnen und darum finde ich solche Gedanken absolut überflüssig.

- Warum tust du dann genau das, nämlich dich seit Tagen ständig damit beschäftigen, was die anderen deiner Meinung nach alle falsch machen?

Genauso wie diese erwachsene Persönlichkeit in der Lage ist für sich richtig und falsch zu definieren, das sie dann natürlich auch auf die Eltern anwendet, weil sie auch in der Lage ist, sich vorzustellen, wie sie als Kind war, sie sieht das ganze wie in einem Film und ergreift natürlich Partei für das wehrlose und ausgelieferte Kind, das sie einmal war und identifiziert sich jedes Mal aufs Neue mit diesem Kind, weil keiner da war, der ihm geholfen hat, weil es so ungerecht war, unmoralisch und lieblos... Man konstruiert sich immer wieder gedanklich Mitleid mit diesem Kind und natürlich wird der Hass auf die Täter durch den Gedanken wieder ausgelöst, weil man das als unverzeihlich definiert hat. Wenn man sich nicht immer wieder diesen Film vorstellen würde, dann würde man auch keinen Grund für den Hass haben, sondern das Thema abgehackt haben. Wenn jedes Mal ein subjektives Sucht- oder Fehlverhalten, das sich in der Kindheit manifestiert hat erkannt wird und das Kindheitstrauma nicht abgehackt ist, wird damit wieder der ganze Film abgerollt. So konditioniert man sich an, dass man auf Vorstellungen mit Gefühlen reagiert.

- Und nachdem ich das hier gelesen habe, stelle ich wieder fest, daß du nicht die geringste Ahnung haben kannst, worum es hier eigentlich geht. Man konditioniert sich seine Probleme also selbst an, ja?

Natürlich sind sie nicht wegen "uns" verstummt - uns kennen sie ja nicht. Es ist in der Regel schwer mit Betroffenen zu diskutieren, egal um welches Thema es sich handelt. In der Regel hört dann die Diskussion dort auf, wenn jeder seine Meinung mitgeteilt hat und kein Interesse da ist, die verschiedenen Standpunkte verstehen zu wollen, sondern die eigene Meinung immer wieder zu wiederholen.

Wer hier immer und immer wieder seine Meinung in langen Monologen wiederholt bist du, Kleio. Warum? Und ich zumindest bin wegen dir verstummt.

Genau wie in dieser oder anderen Diskussionen, ergeben sich unüberwindbare Konflikte, weil sich viele nur dann verstanden fühlen, wenn man dieselbe Meinung wie sie vertritt.

Nur weil der Weg, der für mich richtig ist, für andere nicht richtig ist, heißt es nicht automatisch, dass das was andere tun, falsch ist. Für mich ist mein Weg richtig, für den anderen sein Weg. Wenn es dadurch zum Konflikt kommt, gibt es viele Möglichkeiten der Lösung und eine "richtige" ist, sich aus dem Konflikt zurückzuziehen. Ich verstehe es auch, weil man sich ja den subjektiven Film wieder abfährt, also sich nicht in die Denkweise des anderen vorstellt, sondern in der eigenen Vorstellung bleibt und natürlich jedes Wort als absolute Beleidigung empfindet und wieder nicht verstanden, weil man das Gesagte nach seinen eigenen Kriterien wertet.

Das ist eine gute Erkenntnis, Kleio, aber ich sehe nicht, daß du in der Lage bist, dich daran zu halten.

Naja, Ethik und Moral sind Themen, über die man Jahre diskutieren kann. In Philosophieforen funktioniert es, aber nicht hier und ich denke der Sinn dieses Forums ist auch ein anderer.

Ich wünsche dir, Kleio noch viel Spaß in deinen Philosophieforen.

UgnkrzäutIleixn


Manon-Michou, mich interessiert Psychologie

und mich interessieren die Probleme anderer Leute. Ich denke mir, wenn man anderen zuhört, oder in diesem Fall sie liest, kann man auch viele Fehler an sich selber erkennen.

Glaubst Du denn, daß ich nicht auch Schäden aus meiner Kindheit mitbekommen habe. Sicherlich gibt es da auch noch viele Dinge, die noch heute mein Leben vergiften, aber ich denke nicht mehr laufend darüber nach und muß es auch nicht mehr jedem erzählen. Diese Phase meines Lebens liegt zum Glück hinter mir.

Wie schlimm Eure Mißhandlungen sind, kann ich nicht beurteilen, ich weiß nur, daß ich als Kind, als schon fast erwachsenes Kind, auch vielen Schikanen meines Vaters und meiner Stiefmutter ausgesetzt war.

Lieblosigkeit, Schläge und immer wieder irgendwelche Sanktionen auf Nichtigkeiten. Mein Vater hat seine Unzufriedenheit an mir ausgelassen und meine Stiefmutter hat das ausgenutzt, da ich ihr im Weg war.

Trotzdem habe ich heute meinen Frieden mit Ihnen geschlossen, ich liebe sie zwar nicht und vergesse auch nicht, was sie mir angetan haben, aber es ist mir nicht mehr wichtig, da es ja nichts mehr mit meinem Leben zu tun hat. Ich habe selber eine Tochter und mit der habe ich ein mehr als gutes Verhältnis.

Ich habe jetzt andere Probleme und ich denke mir mal, man wird immer wieder sich mehr oder weniger Problemen aussetzen müssen. Ich weiß es ist schwer, aber ich wünsche Euch allen, daß auch Ihr es schaffen werdet, die Schatten der Vergangenheit unwichtig werden zu lassen, vergessen wird man sie nie können, aber sie sollten eine immer kleinere Rolle in Eurem Leben spielen.

Glaubt nicht, daß ich Euch nicht verstehe, ich sehe es nur mittlerweile aus einer anderen Warte und das wünsche ich Euch auch.

MOan>on-]MicGhofu


Hallo Unkräutlein!

Glaubst Du denn, daß ich nicht auch Schäden aus meiner Kindheit mitbekommen habe. Sicherlich gibt es da auch noch viele Dinge, die noch heute mein Leben vergiften, aber ich denke nicht mehr laufend darüber nach und muß es auch nicht mehr jedem erzählen. Diese Phase meines Lebens liegt zum Glück hinter mir.

Natürlich habe ich mir das gedacht. Aber, daß diese Phase deines Lebens hinter dir liegt, das kann ich gar nicht glauben. Denn auch die Probleme, die du jetzt hast (mit deinem Mann) kann man darauf zurückführen. Das erkennt man schon daran:

... daß ich als Kind, als schon fast erwachsenes Kind, auch vielen Schikanen meines Vaters und meiner Stiefmutter ausgesetzt war.

Lieblosigkeit, Schläge und immer wieder irgendwelche Sanktionen auf Nichtigkeiten. Mein Vater hat seine Unzufriedenheit an mir ausgelassen und meine Stiefmutter hat das ausgenutzt, da ich ihr im Weg war.

Daß du dir nämlich unbewußt einen Partner ausgesucht hast, der dich GENAUSO behandelt. und daß du damit genauso wenig klar kommst, wie als Kind mit deinen Eltern.

... Ich habe jetzt andere Probleme und ich denke mir mal, man wird immer wieder sich mehr oder weniger Problemen aussetzen müssen. Ich weiß es ist schwer, aber ich wünsche Euch allen, daß auch Ihr es schaffen werdet, die Schatten der Vergangenheit unwichtig werden zu lassen, ...

Auch das sehe ich nicht so - du hast jetzt noch genau die selben Probleme, wie in deiner Kindheit. Auch dein offensichtliches Harmonie-Bedürfnis und deine Verlassenheitsängste (du überlegst, bei dem Mann zu bleiben, der dich nicht liebt, und nicht gut zu dir ist - nur um nicht ALLEINE zu sein) kommen daher.

Und indem man seine Probleme verdrängt, und immer so tut, als sei die Welt in Ordnung, ändert sich gar nichts.

... Glaubt nicht, daß ich Euch nicht verstehe, ich sehe es nur mittlerweile aus einer anderen Warte und das wünsche ich Euch auch.

Und ich wünsche dir, daß du es schaffst, deine Warte noch einmal zu überdenken, sonst wirst du nicht glücklich leben können, sondern immer weiter nur nach außen hin so tun.

Und ich wünsche dir viel Glück und Kraft dafür.

U5nkräuztlein


Man kann doch nicht immer gleich aufgeben...

Kann schon sein, daß die falsche Wahl meiner Männer mit meiner Kindheit zusammenhängt. Auch darüber habe ich schon nachgedacht.

Ich kenne eigentlich keinen Menschen, der nicht irgendwelche Verhaltensstrukturen hat, die er sich durch seine Umwelt (Familie, Ehe, Beruf, Freunde....) zugezogen hat.

Es kommt nur immer darauf an, wie man damit umgeht.

Es ist ja nicht so, daß ich mir alles gefallen lasse, ich kann mich schon wehren und daß man an einer Ehe, von der man sich was erhofft hat, erst mal festhält, sehe ich nicht als einen Fehler an.

Sage es noch einmal, sich seine Wunden laufend zu lecken, daß ändert nichts!

MXanon-hMicxhou


Darum:

... sich seine Wunden laufend zu lecken, daß ändert nichts!

Ging es mir doch auch gar nicht, als ich den Faden hier eröffnet habe. (Falls du dir die ersten Beiträge von mir vielleicht noch einmal durchlesen würdest.)

Falls die das Lesen zuviel Arbeit macht, hier nochmal mein Anliegen in Kurzform:

Mir ging es um Wege und Möglichkeiten, wie man Probleme, die man noch aus der Kindheit mit sich herumträgt aufarbeitet, anstatt sie zu verdrängen. Und dabei speziell um die Frage, ob es für eine erfolgreiche Aufarbeitung derselben nötig ist, zu verzeihen, oder nicht. Ich will mich von den Problemen BEFREIEN und nicht, mich bemitleiden lassen, oder sie immer wieder hervorholen, um mich daran zu "erfreuen" u.s.w., wie es hier unterstellt wird.

Und jetzt lies die mal deine Fäden durch, wo es um deine Probleme mit deinem Mann geht, und denk darüber nach, wie du dich fühlen würdest, wenn du solche Antworten bekommen hättest, wie ich hier von Kleio und dir (als ihrem Fan) auf meine Frage.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH