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Erwachsene Kinder: ist es möglich, den Eltern zu verzeihen?

U|nkräu9tl=ein


Wie würde ich mich fühlen.....

Es ist doch ganz klar, daß man auch in einer Diskussion Meinungen zu hören bekommt, die einem nicht gefallen. Das ist es doch gerade was ich meine, Ihr wollt alle immer nur hören, daß ihr es richtig macht.

Sobald die Meinung von Euren Gefühlen abweicht, fühlt Ihr Euch unverstanden.

Nie haben Kleio und ich gesagt, daß wir nicht verstehen, daß Ihr Euch schlecht fühlt, nur wie Ihr damit umgeht finden wir nicht richtig.

Habe schon verstanden, um was es hier in dem Thema gegangen ist. Aber man kann doch nicht immer alles wiederholen, man muß doch einfach neue Gesichtspunkte finden und manchmal sind es gerade die ´"angeblich Gesunden" die eine andere Sichtweise haben, das ist doch auch ganz normal.

Klar tut es weh, wenn einem nicht immer wieder bestätigt wird, daß das was man tut, der richtige Weg ist. Aber so eine Diskussion soll doch auch zum Nachdenken anregen, für eine Therapie ist der Arzt da, wir sind doch alle nur Menschen, mit einem halbwegs gesunden Menschenverstand!

Nimm doch das Leben etwas leicht und denke an das noch halbvolle Glas.

Es stimmt, ich mag Kleio und ihre Artikel und finde es auch nicht gut, daß sie von Euch laufend so angegriffen wird. Sie meint es doch nur gut mit Euch!

Ich mag Euch alle, bin nur nicht immer Eurer Ansicht, aber deshalb heißt es ja auch Diskussions-Forum und nicht, wir sind alle einer Meinung!

MGano{n-MiAchou


Gerade merke ich, daß mich diese Diskussion im Moment überhaupt nicht weiterbringt, und deshalb werde ich meine Freizeit jetzt erst einmal dazu nutzen, besagtes Buch weiter durchzuarbeiten, als mich hier weiter einzubringen, da mir das, für mich und mein Problem, gerade ziemlich sinnlos erscheint.

Ich wünsche allen ein angenehmes Wochenende.

prhoe{bxe


Manon-Michou

ich kann sehr gut nachvollziehen was du meinst..und auch ich habe beschlossen mich nicht mehr zu äussern hier...tu es jetzt wegen dir aber dennoch. Ich habe einige Private Mitteilungen wegen dieses Themas erhalten..und einige sind völlig fertig deshalb...einer hat sich sogar vollends aus diesem Forum gezogen.

Dass dies solche Kreise zieht wagen Unkräutlein und Kleio überhaupt nicht zu bedenken..sie fühlen sich mit sicherheit immer noch auf der besseren seite..und sie merken nicht wie andere daran zugrunde gehen -mit diesen worten macht man menschen, die sich bemüht haben nämlich total fertig...man zerrt sie wieder dahin wo sie mal waren...schuldgefühle und ängste treten auf....

Ich finde das du gut reflektiert hast um was es hier ging..und ich will dich ermutigen weiter zu machen..

ja, es muss einfach sein...man muss schlimme dinge aufarbeiten..und dann irgendwann loslassen...ob nun mit oder ohne deine eltern das musst du selbst entscheiden..ich habe mich gegen sie entschieden..und habe so meinen frieden erlangt..weil mit ihnen meine seele immer weiterlitt...

ich hasse sie nicht...hab nie gehasst weil ich diese gefühle nicht im körper ertragen konnte..Ich denke das man sie sich mit hass auch nur näherholt!

Das Buch vergiftete Kindheit...ich habe es auch immer noch nicht ganz gelesen..es ist sehr schwer ..und ich nehme mir immer nur ein kapitel vor und wenn ich an meine grenzen komme dann lege ich es wieder beiseite. Es ist sehr gut finde ich. Lass dir auch Zeit damit.

Liebe Grüße

ULnkr'äutlexin


Finde es sehr schade.....

daß diese Diskussion jetzt so ausgegangen ist. Werde mich zu diesem Thema nicht mehr äußern, vielleicht wird dann für Euch alle, die alte Harmonie und Übereinstimmung wieder hergestellt.

Ihr habt eben eine andere Sichtweise der Dinge, die Kleio und ich "Unkräutlein" eben nicht nachvollziehen können.

Ich hoffe, es geht Euch allen bald wieder besser!

n5inMjxa


Manon Michou

mein Beitrag von den beiden Damen, die das Thema (nach ihren eigenen Aussagen) gar nicht betrifft, und die wieder und wieder und wieder hier ihre Meinung kundtun, einfach zerpflückt wird und auf keinen Fall verstanden wird, wovon ich eigentlich spreche. Das macht mich traurig.

genau deshalb halte ich mich zurück, denn die Art, wie manche hier diskutieren, geht mir so gegen den Strich, daß ich die Beiträge von ihnen nicht mal mehr lese. Denn ich bin nicht schmerzpervers... und ihre Beiträge tun mir weh, ich empfinde sie als anmaßend und arrogant, abgehoben und realitätsfremd.

Tolerieren würde ich diese Diskussionsweise nur, wenn sich die Betroffenen mit ihrer Sichtweise selber schützen müßten (z.B. weil ihr erlebtes Trauma derart schlimm ist, daß sie so empfinden müssen, um überhaupt damit klar zu kommen). Doch da dies hier ein offenes Diskussionsforum ist, wo jeder seine Sicht der Dinge darlegen kann, laß ich sie reden...

Falls Du unter anderen mich damit

Schade finde ich, daß sich seit einigen Tagen fast niemand von den Betroffenen, mit denen ich sehr gerne noch weiter über das Thema gesprochen hätte, mehr zu Wort gemeldet hat.

meintest, stehe ich Dir gerne im Rahmen von Mails oder PN hier im Forum Rede und Antwort.

...

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.

Kplekizo


Angst

Ich weiß nicht, wie Du verstehen definierst. Meine Mutter konnte ich fragen, wie sie damals ihre Situation erlebt hat, was ihre Gedanken waren und warum es dann dazu gekommen ist, dass sie ab und zu zuschlug oder mich anschrie oder sich so verhielt, dass ich das Gefühl hatte, dass sie mich ignorierte und ob sie das auch bezweckte, oder ob es bei mir nur so angekommen ist. Bei ihr konnte ich alles nachvollziehen in Berücksichtigung ihrer Charakterzüge, ihres Informationsstandes. Sie ging 3 Jahre zur Schule und fing mit 7 Jahren in den Ferien an zu arbeiten und seit sie 9 Jahre Alt war, ging sie ganz arbeiten, heiratete einen Alkoholiker, der jeden Penny fürs Trinken ausgab, sie wusste manchmal nicht, was sie mir zu Essen geben sollte, sie selber hat eine ganze Woche an ½ kg Brot gegessen und hatte keinerlei Unterstützung von irgendjemandem. Als sie es einmal meiner Großmutter erzählte, ihrer Mutter, sagte diese, dass sie sich den Mann ausgesucht habe und dass sie jetzt die Suppe selber auslöffeln dürfte. Meine Großmutter hatte 6 Kinder, mein Großvater lag 17 Jahre krank im Bett und so hatte sie 17 Jahre die ganze Familie ernährt. Keines der Kinder konnte einen Beruf erlernen und jedes von ihnen ging sobald es möglich war arbeiten. Meine Mutter sah mit 9 Jahren, dass sie meine Großmutter unterstützen müsste. Meine Mutter ist also in eine Armut hineingeboren, die sich heute die wenigsten Menschen vorstellen können – ich sicher auch nur annähern, aber das reicht mir. Sie war in einen jungen Mann verliebt, aber meine Großmutter erlaubte ihr nicht, diesen zu heiraten. Alle anderen Kandidaten wurden von ihr genauso abgelehnt, bis meine Mutter genug hatte. Sie sagte sich, der nächste, der mich heiraten will, den werde ich heiraten – das war mein Vater. Genauso war mein Vater keine Ausnahmeerscheinung. Dass der Mann trank und prügelte sah sie überall. Zusätzlich noch keine Miete bezahlen zu können, nicht zu wissen, wie man dem Kind das allernötigste zum Essen, für Kleidung geben zu können, nicht zu wissen, wo der Mann wieder Schulden macht, dass man da nicht das Kind anschreit oder zuschlägt, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich kann mich da nicht freisprechen, weil ich keine Ahnung habe, ob ich diese Situation unter diesen Umständen so gemeistert hätte. Wie gesagt, ihre Situation konnte ich nachvollziehen und verstehen

Mein Vater war solange ich zu Hause gelebt habe ein Alkoholiker, Schreien und Streit stand an der Tagesordnung. Mich hat er geschlagen, meine Mutter verprügelt, oft weil sie dazwischen gegangen ist, weil er mich schlagen wollte. Darüber konnte ich nie mit ihm reden, aber ich habe ihn nach seiner Jugend gefragt, was er sich gewünscht hatte. Mein Vater war das ungeliebte Kind. Sein Bruder wurde ihm immer vorgezogen. Er wurde von allen Seiten ignoriert und verprügelt und zwar krankenhausreif verprügelt oder anders misshandelt (mit Stöcken, Gürteln, usw.). Für meine Großmutter zählte Geld. Sie trieb mit ihrem Ehrgeiz meinen Großvater und ihre beiden Söhne an. Sie hatte eine Tochter, die sie sich sehr gewünscht hatte und diese starb. Mein Großvater war ein sehr disziplinierter Mann, den dann durch den Ärger mit meiner Großmutter oft meinen Vater verprügelte. Mit 14 kam mein Vater in die Lehre, aber ganz, also er wohnte auch dort und sein Meister hat ihn so behandelt, wie damals Lehrlinge – in den 40er Jahren – behandelt wurden. Er war ein besserer Sklave. In der Schule wurden sie von den Lehrern damals noch genauso geprügelt. Er las gerne, aber er war ein Bauernsohn, und nach der Schule hatte er zu Hause zu helfen. Er lernte nichts Anderes, als dass Männer die Familie zu erhalten haben. Er heiratete und wurde ein paar Wochen nach der Heirat eingezogen. Bis er wieder zurückkam, hatte seine Frau einen anderen (besseren, weil reicheren). Er entschied sich ein armes Mädchen zu heiraten. Er war der Meinung, dass diese ihm nicht wegrennen wird, weil sie ein reicher nicht haben will und so haben sich meine Eltern getroffen und geheiratet. Mein Vater verdiente zu wenig, wurde von seinem Arbeitgeber – wie damals üblich – genauso als Leibeigener behandelt. Er ist ein sehr stolzer Mann und nachdem er eine Familie hatte, musste er diese Behandlung über sich ergehen lassen. Das Ventil, das er sich fand, war der Alkohol. Nachdem seinem Bruder das Studium von seinen Eltern ermöglicht worden war und dieser sehr bald im Vergleich zu ihm viel Geld verdiente, zeigten seine Eltern nur seinem Bruder gegenüber Respekt aber nicht ihm gegenüber, der ja "nur" ein Bäcker war. Mein Vater bewunderte seinen Bruder auch und jeder, der weniger Schulbildung hatte als sein Bruder, war nichts "wert". Bäcker sind nichts "wert". Das sind die Verhältnisse, aus denen mein Vater kommt und in seinem Fall definiere ich verstehen als das, dass ich seine Geschichte so akzeptiere und respektiere, wie sie ist. Nachvollziehen kann ich es nur bis zu einem gewissen Grad, aber ich verstehe, dass das die Gründe für ihn waren, meine Mutter und mich so zu behandeln, wie er es getan hat. Ich verstehe, dass man ihm jegliches Gefühl der Zuneigung "herausgeprügelt" hatte und dass er nur noch über seinen Hass reagieren konnte. Verstehen ist für mich das Annehmen von Fakten.

Diese beiden Menschen hatten nicht die Möglichkeit, wie ich, dass ich mich an allen möglichen Quellen informieren kann, diese Menschen hatten nie die Zeit mal zu hinterfragen, ob sie sich dieses Leben wünschen, das sie führen, da sie zu sehr mit dem Überlebenskampf beschäftigt waren. Ich habe meinen Vater einmal gefragt, was er sich denn gewünscht hat, als er jung war. Ich werde dieses verständnislose Gesicht nie vergessen und nach einer Weile sagte er: Wünsche gab es damals nicht. Heute haben sie Zeit, heute brauchen sie nur den Fernsehen einzuschalten und sie haben die Möglichkeit sich kompetente Informationen über Kindererziehung, jegliche staatliche Unterstützung, ärztliche Hilfe, usw. zu holen. Heute wissen sie auch mehr darüber, was es für Folgen hat, wenn man dies und das tut und welche Handlungen für sie selber zu bestimmten Verhaltensweisen geführt haben, aber damals war die Situation so, wie ich es oben kurz beschrieben habe. Dass sie heute ein Kind anders erziehen würden, ist sonnenklar, aber das, was sie heute wissen, (meine Mutter mehr, mein Vater weniger), wussten sie damals nicht. Ich sehe da nichts mehr, was ich ihnen vorzuwerfen hätte, noch was ich zu verzeihen hätte.

Auch damit will ich nicht sagen, dass jetzt andere das genauso sehen sollen, denn jeder empfindet anders und jeder denkt anders.

Khlexio


Manon-Michou

Zitat: Vor Allem interessiert mich, ob es hier jemanden gibt, der seinen Eltern bereits verzeihen konnte, wie er das gemacht hat, und ob seine psychischen Probleme dadurch besser geworden, bzw. verschwunden sind?

Und ob so ein Verzeihen überhaupt die

Voraussetzung ist, um selbst gesund zu werden, oder ob man es auch so schaffen kann.

Das Thema betrifft mich als Partnerin (meinem Freund wurde dieser Weg von seinem Therapeuten geraten, und wir hatten schon einige Diskussionen darüber) und teilweise mich auch selbst, und auch als Mutter.

Für Antworten wäre ich dankbar. ZitatEnde

Nachdem die Frage auch an jene gerichtet war, bei denen die Probleme verschwunden sind, habe ich meinen Umgang mit meinen Kindheitserlebnissen mitgeteilt. Ich kann nicht zugleich Betroffene sein und das Problem überwunden haben. Ich war eine Betroffene.


Zitat: Schade finde ich, daß sich seit einigen Tagen fast niemand von den Betroffenen, mit denen ich sehr gerne noch weiter über das Thema gesprochen hätte, mehr zu Wort gemeldet hat. Aber auch ich hatte seit einigen Tagen keinen Mut mehr, etwas zu schreiben, weil ich einfach Angst hatte, daß mein Beitrag von den beiden Damen, die das Thema (nach ihren eigenen Aussagen) gar nicht betrifft, und die wieder und wieder und wieder hier ihre Meinung kundtun, einfach zerpflückt wird und auf keinen Fall verstanden wird, wovon ich eigentlich spreche. Das macht mich traurig. ZitatEnde

Wenn Du meine Kindheitserlebnisse nicht als Betroffene definierst, dann hättest Du Deine Ausgangsfrage klarer definieren müssen, was für Erlebnisse für Dich als Betroffene gelten.


Zitat: Und um das Thema an sich geht es ja hier leider auch schon lange nicht mehr, sondern nur noch darum, daß Kleio keine Probleme hat, weil sie so eine tolle Persönlichkeit ist und so eine klasse Lebenseinstellung hat und mit was auch immer so prima klarkommt.

Und daran können sich nun alle ein Beispiel nehmen, und wer es nicht tut, ist selbst schuld, daß es ihm nicht so gut geht, wie Kleio. ZitatEnde

Dass ich eine tolle Persönlichkeit habe, ist Deine Interpretation. Ich habe nirgends geschrieben, wofür ich mich halte oder wofür ich andere halte. Ich habe meine Einstellung beschrieben. Im Gegenteil. Viele hier haben sich auf meine Beiträge eingeschossen, weil sie diese als persönlichen Angriff empfunden haben.


Zitat: -Warum interessiert dich dieses Thema, wenn es dich doch so gar nicht betrifft? ZitatEnde

Das ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Ich beschäftige mich nicht mit meinen Kindheitserlebnissen sondern mit dem Thema, das mich nicht (mehr) betrifft.


Zitat: -Was veranlasst dich, fast täglich Beiträge zu diesem Thema zu verfassen? ZitatEnde

Ich setzte mich gerne mit vielen Themen auseinander.


Zitat: -erwartest du, daß alle Betroffenen, die hier geschrieben haben, durch deine Beiträge sofort von ihren "falschen" Einstellungen und Verhaltensweisen geheilt werden, wenn du ihnen "die Augen öffnest" oder willst du einfach nur provozieren? Und wenn ja, warum? ZitatEnde

Ich habe überhaupt keine Erwartungen, was hier irgendjemand tut. Erwartungen habe ich nur an reale Menschen, die ich kenne und deren Eigenschaften ich kenne. Ich denke, ich habe schon öfter festgestellt, dass ich es nicht für "falsch" halten kann, was andere für sich als richtig empfinden. Deine Einstellung ist für Dich richtig, vorausgesetzt, Du hälst es für richtig und meine Einstellung ist für mich richtig. Du hast eine andere Denkweise und ganz andere Empfindung als ich, insofern wäre es auch unlogisch, dass meine Denkweise für Dich die richtige wäre. Ich habe auch schon klar dargelegt, dass eine andere Denkweise für mich nicht heißt, dass sie falsch ist, sondern einfach anders. Ich habe auch schon wiederholt informiert, dass meine Aussagen weder als Provokation, noch als Heilversuch noch als Überzeugungsversuch gemeint sind. Für mich ist Diskussion ein Meinungsaustausch. Es ist einfach nur meine Einstellung – nicht mehr und nicht weniger.


Zitat: -Warum tust du dann genau das, nämlich dich seit Tagen ständig damit beschäftigen, was die anderen deiner Meinung nach alle falsch machen? ZitatEnde

Ich beschäftige mich mit einem Thema und aus welchen Gründen andere für Schlussfolgerungen ziehen und wie sie damit umgehen. Meiner Meinung nach machen die anderen nichts falsch. Das wird möglicherweise von einigen so interpretiert, obwohl ich es immer wieder wiederholt habe, dass ich es nicht so meine.


Zitat: -Und nachdem ich das hier gelesen habe, stelle ich wieder fest, daß du nicht die geringste Ahnung haben kannst, worum es hier eigentlich geht. Man konditioniert sich seine Probleme also selbst an, ja? ZitatEnde

Aber natürlich tut man das. Noch ein interessantes Thema ist, wie das Bewusstsein entsteht.


Zitat: Wer hier immer und immer wieder seine Meinung in langen Monologen wiederholt bist du, Kleio. Warum? Und ich zumindest bin wegen dir verstummt. ZitatEnde

Mein ich besteht aus etwas mehr, als ein paar Beiträgen in diesem Thread, aber wenn Dir diese für ein Urteil reicht, dann ist es so. Ich halte keine Monologe und aus meiner Erfahrung habe ich noch nie erlebt, dass jemand aus dem Grund verstummt ist, sondern weil der Betreffende eine andere (in diesem Fall meine) nicht wahrnehmen und akzeptieren wollte.


Zitat: Geneu wie in dieser oder anderen Diskussionen, ergeben sich unüberwindbare Konflikte, weil sich viele nur dann verstanden fühlen, wenn man dieselbe Meinung wie sie vertritt. Nur weil der Weg, der für mich richtig ist, für andere nicht richtig ist, heißt es nicht automatisch, dass das was andere tun, falsch ist. Für mich ist mein Weg richtig, für den anderen sein Weg. Wenn es dadurch zum Konflikt kommt, gibt es viele Möglichkeiten der Lösung und eine "richtige" ist, sich aus dem Konflikt zurückzuziehen. Ich verstehe es auch, weil man sich ja den subjektiven Film wieder abfährt, also sich nicht in die Denkweise des anderen vorstellt, sondern in der eigenen Vorstellung bleibt und natürlich jedes Wort als absolute Beleidigung empfindet und wieder nicht verstanden, weil man das Gesagte nach seinen eigenen Kriterien wertet.

Das ist eine gute Erkenntnis, Kleio, aber ich sehe nicht, daß du in der Lage bist, dich daran zu halten. ZitatEnde

Ich bin nicht beleidigt, wenn jemand anderer Meinung ist und ich gehe Konfrontationen auch nicht aus dem Weg, weil ich mich mit anderen Meinungen auseinandersetze. Wie Du mittlerweile weißt, gelten meine Wertungen nur für mich und ich schließe nicht von mir auf andere.


Zitat: Naja, Ethik und Moral sind Themen, über die man Jahre diskutieren kann. In Philosophieforen funktioniert es, aber nicht hier und ich denke der Sinn dieses Forums ist auch ein anderer.

Ich wünsche dir, Kleio noch viel Spaß in deine Philosophieforen. ZitatEnde

Danke. Ich habe daran Spaß mir die verschiedensten Vorstellungen durchzudenken.


KWleixo


Manon-Michou - Unkräutelein

Zitat Manon-Michou: Und jetzt lies die mal deine Fäden durch, wo es um deine Probleme mit deinem Mann geht, und denk darüber nach, wie du dich fühlen würdest, wenn du solche Antworten bekommen hättest, wie ich hier von Kleio und dir (als ihrem Fan) auf meine Frage. ZitatEnde

Manon-Michou

Lies doch bitte die Frage und Antworten von Unkräutelein durch. Sie hat von mir dieselbe Art Antworten bekommen, wie hier und in jedem Thread, indem ich antworte. Ich habe das Gefühl, dass sie sich darüber informieren will, was andere machen um Anregungen für ihre eigene Lösung zu finden. Sie hat sich nicht auf mich eingeschossen und mich zu analysieren versucht, sondern durchgedacht, was geschrieben wurde und entschieden, dass das für sie nichts ist oder dass sie sich darüber Gedanken machen wird. Letztlich hängt einfach alles davon ab, welche Antworten man zulässt und welche man überhaupt lesen will.


Zitat Manon-Michou: Natürlich habe ich mir das gedacht. Aber, daß diese Phase deines Lebens hinter dir liegt, das kann ich gar nicht glauben. Denn auch die Probleme, die du jetzt hast (mit deinem Mann) kann man darauf zurückführen. ZitatEnde

Manon-Michou

Du hast doch selber darauf hingewiesen, dass Du das Thema festgelegt hast. Wieso konzentrierst Du Dich auf Unkräutelein und vor allem warum glaubst Du ihr nicht, was sie schreibt?

K'lexio


Danke Unkräutelein!

Ja, ich habe wirklich mit sehr vielen Menschen zu tun. Du erinnerst mich an eine Frau, von der ich ganz besonders viel halte!

Schönes Wochenende!

-vAngsxt-


hmm.. viel geschreiben, wenig gesagt.. schade..

liebe kleio, ich freue mich sehr für dich, dass du es geschafft hast, deinen eltern "zu verzeihen". viele, so wie ich, sind noch nicht an diesem punkt.

diese dikussion hat sich selbst "überlebt" und bringt zumindest mich nicht weiter. ich hätte gerne mehr über all das gesprochen, was passiert ist. ich hätte mir gerne mehr meinungen angehört. ich hätte gerne näher erfahren, wie andere diesen weg zu gehen versuchen.

vieleicht habe ich in einer anderen diskussion oder einem anderen forum mehr glück..

ich wünsche euch alles gute

Angst

KYleixo


Angst

Ich fürchte, welches "wie" für Dich das richtige ist, das kannst nur Du herausfinden. Wie Du an den Beiträgen siehst, geht jeder anders mit dem Thema um. Je mehr Informationen man hat, umso mehr kann man feststellen, was man selber probieren könnte. Hier ist jeder kompetent für seine eigene Geschichte, aber wie Du es schaffen könntest, Deine Geschichte zu verarbeiten, dafür wäre meiner Meinung nach nur an kompetenter Stelle Rat zu holen, welche Wege es für Dich gibt, denn jemand, der kompetent ist, der geht genau auf Deine Bedürfnisse ein und erzählt nicht seine Geschichte, wie in einem Diskussionsforum.

sNensLuali sxma


es ist vielleicht sogar notwendig zu verzeihen

..aber leider nicht immer möglich.

Zumindest sollte man versuchen den Hass zu besiegen, durch Verstehen: warum war das damals so, was hat meine Eltern so werden lassen? Und: War ich gemeint, oder war ich nur hilfloser Blitzableiter / Stellvertreter für eigens erlittene Qualen?

Mit dem Thema habe ich auch Zeit meines Lebens so meine Qual...gehabt?

Derzeit verhält es sich bei mir so, dass ich, nachdem ich Jahre glaubte meinen Hass gegenüber meiner damals prügelnden und despotischen Mutter besiegt, ihr gar verziehen zu haben, nun wieder in einem Machtkampf gegenüber stehe. Den ich nicht brauche und nicht will. Ich entziehe mich jeglicher Überzeugungsarbeit und somit der Auseinandersetzung, denn es ist vergeudete Kraft wenn ich immer wieder erklären muss, dass sie nicht das Recht hat mich als Sündenbock für ihr eigenes defizitäres Leben zu missbrauchen. Das geschieht heute (ich bin ca. 40) auf subtilere Weise.

Diese Kraft brauche und habe ich für meine eigenen Kinder. mein 23jähriger Sohn hat leider einiges von meiner desolaten Kindheit erleben müssen, anders vielleicht, aber auf jeden Fall nicht förderlich für seine Entwicklung.

Hier habe ich jetzt nach einigen Dürrephasen die Erfahrung machen dürfen: Als ich endlich kapiert hatte, dass ich ihm noch etwas "schuldig" bin, dass ich ihm später noch etwas geben kann, und sei es nur "geradestehen" für Anklage, dass ich ihn liebe, so wie er ist, waren die Türen offen für eine neue Zeit.

Es hat Zeit gebraucht. Und die habe ich genutzt um: abzuwarten, ihn in Ruhe zu lassen. Auf (immer wieder) ihn zugehen, ohne aufdringlich zu werden. und dann, als er mir endlich mal alles vorwerfen konnte, zuzuhören.

Letzteres war alles andere als prickelnd. Schlimmer als das Gefühl Opfer zu sein, ist für mich dieses Schuldgefühl.

Aber ihm hat es gutgetan. Wir befassen uns jetzt eher mit gegenwärtigen und zukünftigen Themen, haben einen guten Kontakt. Reibungen gibt es zwar und wird es geben, aber wir lernen dazu, beide. Den Umgang miteinander in gegenseitiger Zuneigung und Respekt.

Im übrigen hat bei uns beiden sicher eine Therapieerfahrung (unabhängig voneinander) dabei weiter geholfen - rückblickend gesehen.

Mir ist es ganz wichtig die Priorität dabei nicht aus dem Auge zu vrelieren: Sein weiteres Wohlbefinden, weniger meine Freisprechung von Schuld.

Ich bin der Meinung, wer seine Eltern hasst, kann sich selbst nie richtig annehmen...

Wo aber die Kommunikation sich immer wieder in alten Strukturen wieder findet, kann kein gesundes Verhältnis entstehen - und das Opfer kann und sollte sich nicht alleinverantwortlich fühlen, dies herbeizuführen. Dann ist Abstand eher ratsam.

in jedem Fall ist professionelle Hilfe ratsam. Das wird, wenn auch nicht von heute auf morgen, einen immensen Vorsprung schaffen.

Alles Gute

MPanNon-Michxou


Ich habe beschlossen, mich doch noch einmal hier zu melden, vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen noch, wie es bei mir weiterging.

In der Zwischenzeit habe ich beide von euch empfohlenen Bücher gelesen (Vergiftete Kindheit und das innere Kind) und denke, dass mich die Lektüre, vor allem des Buches über das innere Kind auch schon ein bisschen weiter gebracht hat, bei meinen persönlichen Problemen.

Ich habe für mich entschieden, dass ich meine Eltern nicht (wie ja in dem Buch "vergiftete Kindheit" empfohlen wird) konfrontieren werde. Sie haben mir mein ganzes Leben lang das Gefühl vermittelt, nichts wert zu sein, und tun es auch heute noch. Sie damit zu konfrontieren, würde meiner Meinung nach nichts bringen, da ich weiß, dass sie es einfach nicht verstehen werden.

Und ich weiß auch noch nicht, ob es mir wirklich wichtig ist – ob sie mir wirklich so wichtig sind.

Stattdessen bin ich dabei, die Verbindung zu meinem inneren Kind zu suchen – was auch schon sehr gut funktioniert – und zu lernen, mich selbst zu lieben und mir selbst ein wichtiger wertvoller Mensch zu werden.

Meine beiden Töchter habe ich vor einiger Zeit gebeten, diese Beiträge hier im Forum zu lesen, und wir haben alle 3 zusammen noch einige sehr gute Gespräche geführt, die unser gutes Verhältnis, das wir schon seit einigen Jahren haben, noch inniger hat werden lassen, worüber ich sehr glücklich bin.

Mein Partner redet nicht so viel über seine Therapie – die ja der Anlass für mich war, mir über dieses Thema Gedanken zu machen, aber das Ganze läuft wohl so ab, dass er in den Therapiesitzungen mit 2 leeren Stühlen spricht, die seine Eltern verkörpern sollen (die schon seit einigen Jahren nicht mehr am Leben sind) und dass er durch diese Gespräche seine verdrängten und angestauten Gefühle von Wut, Hass, Trauer und Schuld, die ihn, solange er sie in seinem Innersten ständig mit sich herumtrug, was ihn sehr viel Kraft und Energie gekostet hat (sie unter Verschluss zu halten) sich bewusst macht und ihnen damit die Macht nimmt, die sie immer noch über ihn haben.

Heute habe ich alle Beiträge hier auf meine Frage noch einmal mit etwas Abstand gelesen. Und ich möchte noch mal allen danken, die sich an der Diskussion beteiligt haben. Ich konnte damals nicht mehr weiter schreiben, da ich zu dieser Zeit emotional zu sehr von dem Thema betroffen war und mir aus diesem Grund einige der Beiträge ziemlich weh getan haben, auch wenn das von den Schreibern, wie ich heute sehe, nicht beabsichtigt war – es ist eben nicht jeder schon ein gleich weites Stück auf seinem Wege vorangekommen, und wer schon weiter aus dem Sumpf herausgewatet ist oder glaubt, einen Weg heraus gefunden zu haben, der versteht es vielleicht nicht, warum Andere diesen – für ihn doch im nachhinein so einfachen und richtigen Weg nicht auch so leicht finden können.

Falls ich mit meinen Reaktionen auf bestimmte Beiträge jemanden verletzt haben sollte, so möchte ich mich hiermit dafür entschuldigen.

s(ens)ufalisfma


Manon-Michou

das freut mich für dich, dass du doch einen großen Schritt zu mehr Wohlbefinden geschafft hast!

die Auseinandersetzung kann auch stattfinden indem du dich abgrenzt, sei es passiv - kein oder wenig Kontakt zu den Eltern - oder aktiv - Selbstbehauptung ohne große Dialoge, eomtionalverbale Ausfälle (vergebliche Überzeugungsarbeit), doch keinerlei Dulden mehr jeglicher Abwertungen und Manipulationen, die das alte Muster der Eltern aufrechterhalten und fördern. Im Zweifelsfalle mit einer klaren Ansage einen Disput riskieren. ich fahre da sehr gut mit die letzte Zeit.

mir sind auch andere Menschen, eínschließlich mir selbst, wichtiger als einige Blutsverwandte.

Dein Partner ist auch zu beglückwünschen, dass er überhaupt die Therapie macht. darüber reden muss von ihm selbst kommen, das braucht Zeit.

Liebe Grüße

LIilihth8x2


habe mir nicht alle beiträge durchgelesen, aber

... meine persönliche meinung ist, dass ich nunmal nicht verzeihen kann und es auch niemals werde. die menschen, die einmal meine sogenannten menschen für mich waren sind mir mittlerweile komplett egal. ich habe seit jahren nicht mehr mit ihnen zu tun und möchte es auch nicht bzw. mir geht es viel besser jetzt und ich vermisse sie nicht. für mich sind sie tote oder nie existente personen.

solche sprüche wie "aber das sind doch deine eltern" ziehen bei mir nicht. ob eltern, geschwister oder werauchimmer. wer nicht mit seinem menschen umgehen kann, hat mit den konsequenzen zu leben. bei mir ist das halt absolute ignoranz.

LG

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