» »

Ich will nicht mehr so leben müssen...

Raikaxx3 hat die Diskussion gestartet


Seit der Kindheit immer nur abgeschoben worden zu den Großeltern, keine Liebe und Wärme von meinen Eltern erfahren dürfen. Immer nur niedergemacht und abgewertet. In der Schule schüchtern und Angst vor Kontakten. Mobbing über Jahre hinweg ein ganz großes Thema gewesen. Zog mich noch mehr zurück. Hatte eine Zeit lang Freunde. Wurde von ihnen am Ende doch nur ausgenutzt, verarscht, alleine gelassen. Ein paar wenige kurze Beziehungen konnte ich erleben. Alle endeten damit mich zu verletzen oder wie einen Kaugummi wegzuspucken, wenn er den Geschmack verloren hat. Ich wäre immer selbst schuld. Ich bin doch hier der Psycho, nicht die Anderen... Fachabi hingeschmissen, wäre dazu eh zu dumm, sagten sie.

Mit 17 zu den Großeltern gezogen, versucht eine Ausbildung zu suchen. Durch die Depris und die soziale Isolation immer mehr zugenommen. Kummer einfach in Süßkram erstickt. Alles wieder weggehungert. Alles wieder angefuttert. Versuche durch Psychologen und Psychiater wieder auf die Beine zu kommen missglückt. Großvater an Demenz und Krebs erkankt. Habe ihn mit Oma gepflegt so gut ich konnte mit etwa 20 Jahren. Großvater verstarb im November 2012. Jahre danach meien Oma gepflegt. Die COPD hat sie im April 2016 dahin gerafft. Die einzigen wichtigen Menschen in meinem Leben nicht mehr da, nie wieder erreichbar. Ganz alleine.Immer noch keine Arbeit...Keine Aussicht auf Besserung meiner psychischen Verfassung. Kleine, verzweifelte Versuche irgendwie voran zu kommen. Mal hier und da mit Psychologen und Psychiatern gesprochen. Kurze Berufsvorbereitung gemacht. Nichts gebracht. Nach Umzug immer noch allein ohne soziale Kontakte. Eltern und Bruder sehr kalt und abweisend.

Im November 2015 Partner gefunden, glücklicher als nie zuvor. Endlich ein Lichtblick. Nach einem Jahr viele Streits und Probleme, trotzdem zu ihm gezogen. Immer wieder neue Hochs und Tief. In der letzten Zeit nur noch Tiefs. Werde immer älter. Habe im Leben nichts erreicht und keine Person die mich stützt und da ist. Bin ganz alleine und niemanden kümmert es was in mir vorgeht. Der Wunsch einfach sterben zu können und dieses Leben endlich hinter sich lassen ist so groß....

Der einzige Funke Hoffnung der mich noch hält, ist dass der Mann den ich liebe und nie verlassen könnte irgendwann wieder der wird den ich kennenlernte, der sich sorgt und mich mit Liebe und Wärme umgibt, der da ist egal was passiert...Der damit aufhört mich so zu behandeln wie er es im Moment tut.

Antworten
A4nkelxina


Oje Rikax3

da hast und hattest du ja ein ganz schönes Päckchen zu tragen das tut mir sehr leid für dich .

Ich wünsche dir dass sich dein Partner wieder mehr um dich bemüht und dich so behandelt wie du es verdienst .

Daß was ich jetzt schreibe bitte nicht falsch verstehen ich möchte dich damit keinesfalls verletzen , aber könnte es nicht sein dass du durch die vielen negativen Erlebnisse die du hattest nicht etwas davon nach außen ausstrahlst?

Man wird dann auch von seinem Umfeld anders wahrgenommen als man möchte

Ich kann dich natürlich gut verstehen wenn man soviel negatives erlebt hat wie du ist es nicht leicht wieder Freude und Hoffnung zu entwickeln .

Doch glaube mir auch wenn du das jetzt vielleicht nicht so siehst es lohnt sich weiter zu kämpfen .

Dies schreibt dir jemand der in seinem Leben schon sehr viel Schweres erlebt hat aber trotz alledem für sein Leben ziemlich dankbar ist .

Ich schicke dir ganz viel Kraft und daß du bald wieder Glück hast und es auch empfinden kannst .

Alles Liebe für dich

nvobbei100


Ich sehe es etwas anders und habe gelernt dass man sich nur auf sich selbst verlassen kann. Ich habe nach der Lehre mit null angefangen nach zwanzig Jahren Ehe soliden Vermögen war ich wieder bei null, eigentlich Minus aber ich habe nie aufgegeben und heute kann ich wieder auf ein solides Leben in Sicherheit und finanzielle Unabhängigkeit bauen. Zunächst mal würde ich Arbeit suchen und wenn ich Arbeit habe würde ich weiter nach besserer Arbeit suchen und als nächstes Ziel würde ich einen eigenen Haushalt sehen. Ich weiß dass es ein schwerer und langer Weg ist aber wenn man daran arbeitet dann schafft man es, zumindest meistens. Es gibt natürlich auch welche die es nie schaffen aber bei denen darf man sich nie sehen.

RCikaxx3


@ Ankelina:

Ich strahle alles negative nach Außen auf. Ich habe womöglich Borderline. Zwar hat kein Arzt je eine explizite Diagnose gestellt, aber alles was sie sagten ging immer in diese Richtung. Das habe ich lange nicht verstanden.

Mittlerweile schon. Ich reagiere über, wenn mich etwas verletzt und das sehr heftig.

Mein Partner versteht das nicht. Anfang unserer Beziehung war er für mich da, wenn ich Depris wegen anderen hatte oder es mir einfach so sehr schlecht ging. Er sorgte sich um mich wie ich es noch nie erleben durfte.

Mittlerweile streiten wir seit November/DEzember letzten Jahres so alle paar Wochen und jedes mal sagt er Dinge, die mich zur Verzweiflung bringen und mir richtig dieses Gefühl aufdrücken ich sei wertlos. Es sind viel schlimme Dinge passiert.

Ich habe ihm viel vorgeworfen und geweint, bedrängt aus Angst alleine gelassen zu werden von dem Menschen den ich so sehr liebe. Zwischendurch ging es immer wieder gut. Ich erholte mich davon, aber der nächste Sturm kam meist ganz plötzlich.

Vor 10 Tagen war der letzte Streit. Ich stand auch schon in der Tür mit gepacktem Koffer, weil er es so wollte. Durfte dann aber doch bleiben. Seitdem ist alles sehr kühl auch wenn es zwischendurch Momente gab wo ich dachte, dass er mich doch noch so sehr liebt wie am Anfang. Kann eben nur nicht alles so zeigen weil er ebenfalls Angst hat. Denn als ich meine Sachen zusammen gepackt habe, sagte ich ihm, wenn es das ist was er will er es bitte laut aussprechen soll, aber er lag nur im Bett und hat geweint und geweint und geweint. Naja... an meinem Geburtstag hat er mir gratuliert Dienstag, mich auch in den Arm genommen, mittags zusammen gegessen, abends im Bett händchenhaltend eingeschlafen. Am Freitag schlief ich auf der Couch ein und er weckte mich lieb mit den Worten "Na meine verschlafene Traumfrau". Darüber habe ich mich sehr gefreut, weil ich fühlen konnte, dass es ist wie früher, wenn auch nur ein kleines Bisschen. Gestern war er wieder sehr fies zu mir. Sollte ihn nicht dauernd nerven und stören. Haben dann am Abend noch etwas gestritten, aber wirklich nicht doll.

Schlief dann einfach auf der Couch und ging zu ihm vorhin rüber, aber er sah mich nicht an. Als ich frage ob er mich ansehen könnte, sagte er nein. Durfte mich aber zu ihm kuscheln auch wenn er sich kurz danach umdrehte. Als ich fragen wollte was ihn ihm so vorgeht, wies er mich wie immer ab. Er redet nicht. Kein Bisschen. Wenn ich frage ob er mich liebt, sagt er ja. Ich weiß nicht was das alles bedeutet. Ich will wieder zu dem Menschen zurück finden den er kennengelernt hat. Ich möchte wieder so sein können damit er mir wieder näher kommen kann. Ich will keine Zeit verschwenden mit Streits und Ärger. Ich will nur eine glückliche Beziehung ohne diese Zwischenfälle. Er will das auch, denke ich, aber ich komme seit vor 10 Tagen kaum noch an ihn ran und es fällt mir schwer die Tränen zu unterdrücken, wenn er mich in einem Moment zurückweist.

Was soll ich nur machen? Bin so verzweifelt...wie kann er mir wieder seine Liebe zeigen ohne Angst zu haben? Wie kann ich ihn dazu bewegen sich mir wieder zu öffnen? Es tut im Herzen weh, wenn ich dran denke, dass Momente vor unserem letzten Streit alles noch so schön war, lange ohne Probleme, gerade neue Wohnung bezogen und es jetzt wieder so kalt ist alles.

Ich will nicht so leben müssen. Was soll ich tun ??? ?? :°( :°(

@ nobbi100:

Ich kann mich nicht mal auf mich selbst verlassen. Ich habe kein Selbstwert. Ich habe nichts. Ich schaffe es ja kaum einkaufen zu gehen durch meine soziale Phobie. Der Gedanke an ein Vorstellungsgespräch löst in mir schon fast eine Panikattacke aus. Selbst die Suche nach einem Therapeuten im Moment fällt mir extrem schwer.

Und alleine wohnen möchte ich auch nicht mehr... Ich habe sehr viel Kraft durch meinen Freund gewinnen können, aber seit einiger Zeit eben nicht mehr.

M)!ssz_Del6iocious


Ich finde was DU alles durchlebt hast, dafür bist du eine ganz schöne starke Frau!!! Du hattest es von Anfang an schon schwer. Und kämpfst weiter, mein größten Respekt hast du. Ich kenne es leider auch zu gut, Mobbing. Schon von der ersten Klasse an bis zur 10. Klasse hindurch, sehr extremes Mobbing, war schon so verzweifelt, das ich nicht mehr leben wollte. In jeder Schule war es das gleiche. Hatte auch einen schweren Start ins Leben, mit 2 Jahren hatte ich einen schweren Unfall mit heißem Wasser, wovon ich schwere Verbrennungen davon getragen habe. Das war auch immer wieder der Grund wieso ich ausgeschlossen wurde (und und und). Du hattest einen anderen schweren Start als ich, aber ich kann das sehr gut nachvollziehen, alleine durch Mobbing verliert man mehr und mehr an Selbstwert!!!! Hatte auch nie wirkliche Freunde, nicht viele gehabt, auch ähnlich wie bei dir, dachte ich die, die ich hätte wären goldwert, ich wurde enttäuscht. Und habe den Kontakt abgebrochen! Heute ist mir mein Freund geblieben, meine Familie, und 1 gute Freundin von früher, die ich aber auch nur selten sehe. Fühle mich auch oft alleine, da ich auch im Schichtdienst arbeite und auch dort Mobbing an der Tagesordnung ist!!!

Wie lange bist du mit deinen jetzigen Partner zusammen? Und darf ich wissen wie alt du bist ???

PIlüs"chbixest


Ist dein Partner ebenfalls psychisch krank?

Meiner persönlichen Erfahrung nach haben psychisch kranke Menschen sehr häufig in ihrem Umfeld ebenfalls psychisch kranke Menschen. Oft ist der krank ohne es zu wissen bzw. wahr haben zu wollen.

Und wenn sich jemand psychisch krank ist hat das fast immer Auswirkungen auf den Partner.

Geh doch einmal mit deinem Freund zu einem Paartherapeuten.

Rmikaxx3


@ M!ss-Delicious:

Ich bin mittlerweile 26, am Dienstag erst geworden und habe das Gefühl mein ganzes Leben ruiniert zu haben. Ist einfach so...Ich habe nunmal nichts erreicht und in der heutigen Zeit interessiert es einen eventuell zukünftigen Arbeitgeber eben nicht was man erlebt hat, woher diese riesen Lücken im Lebenslauf kommen, ob man sich um Angehörige gekümmert hat, ob man psychische Erkrankungen hat usw.

Ich hab das Gefühl ich werde das nie ändern können.

Und es tut mir leid, dass es dir auch so schwer ergangen ist und immer noch geht. Mobbing ist schlimm und hat mein Leben auch stark beeinflusst bis heute.

Wir sind etwas über 1 1/2 Jahre zusammen. Er ist 22. Ich bin jetzt 26 geworden, wie gesagt.

@ Plüschbiest:

Ich würde nicht sagen, dass er psychisch krank ist, aber er hat in seinem bisherigen Leben auch viel durchmachen müssen. Wurde von seinem Vater und Bruder von einen Tag auf den anderen verlassen. Da gab es lange nur seine Mutter und ihn. Der neue Partner seiner Mutter starb nach kurzer Zeit. War für ihn auch eine starke Bezugsperson nachdem sein Vater weg war. Irgendwann gab es wieder einen Mann und zu ihm konnte er keine Verbindung mehr aufbauen obwohl seine Mutter und er jetzt lange verheiratet sind und eine Tochter haben, seine Halbschwester.

Er hat sich seiner Mutter nie groß geöffnet oder über seine Sorgen gesprochen. Er war und ist bis heute ein sehr verschlossener Mensch. Wir haben uns übers Internet kennengelernt, genauer ein Spiel. Schrieben dann viele Wochen täglich und später telefonierten wir. Ich war die erste, die gesehen hat was hinter all dem steckt und er hat mir davon erzählt auch wenn er es nicht mochte. Ich habe ihn direkt darauf angesprochen und beschrieben was ich glaube was er durchgemacht hat und warum er so verschlossen ist. Ich habe ihn verstanden ohne dass er mir viel erzählen musste. Denke, dass hat ihn irgendwo glücklich gemacht, dass da jemand ist, der einfach so sehen kann was wirklich in ihm steckt. Irgendwann haben wir uns getroffen und kurz darauf sind wir zusammengekommen.

Mir mir ist er seine erste richtige Beziehung eingegangen. Vor mir gab es zwar eine, aber er konnte keine Gefühle zu ihr entwickeln und so war das nach einem Monat auch schon vorbei mit den beiden.

Nun ja, weiß nicht was ich noch schreiben soll...

Er hatte es definitiv auch nicht leicht und ich würde so gerne meine Fehler gut machen oder zumindest in Zukunft keine mehr machen. Ich wünsche mir, dass es wieder unbeschwerter wird und wir wieder zusammen lachen, weinen, Spaß haben können usw. Ich zog nach nicht mal einem Jahr zu ihm. Meine Großmutter war da nicht ganz ein halbes Jahr verstorben und ich dachte es wäre gut neu bei ihm anzufangen da mich in meiner vorherigen Heimat nichts mehr hielt.

Ich würde so gerne alles wieder in Ordnung bringen. Einer Paartherapie würde er nie zustimmen. Muss er auch nicht. Das ist okay für mich. Es würde uns schon helfen, wenn er sich wieder öffnen würde und wir wieder zusammen unsere Probleme und Sorgen angehen, einfach füreinander da sind.

Wie kann ich ihm dieses Gefühl wieder näher bringen? Ihn so lassen wie er ist? Einfach da sein und warten, dass er von sich aus zu mir kommt?

Eines nachts nach dem Streit, weckte er mich auch auf und fragte ob er sich zu mir auf meine Seite ankuscheln darf, weil er nicht schlafen kann und sich Gedanken macht. Das hat mich sehr gefreut...

Ich möchte gerne, dass es immer so ist und er sich nicht von mir abkapselt und mit mir redet. Ich habe es ja schon einmal geschafft als wir uns kennenlernten. Das möchte ich gerne wieder....

BYlackVSwaxn87


Wenn ich deine Zeilen so lese, fällt mir nur eins ein: Lerne dich selbst zu lieben! Du bist ein liebenswerter und wertvoller Mensch und solltest aufhören, dich nach Leistung zu beurteilen.

"Was haben sie denn in Ihrem Leben schon großartig auf sie Beine gestellt? - "Mich. Immer wieder."

Werde dir dessen bewusst und dass es niemals, auch mit 30 oder 40 nicht zu spät ist, seine Berufung zu finden.

Du bist nicht allein, selbst wenn dein Freund nicht da wäre - du hast dich :)*

BjenitaxB.


Du hast sehr hohe Ansprüche. Willst geliebt werden, der Mann soll wieder so werden...

Verabschiede Dich von diesen Ansprüchen. Die Welt liebt Dich nicht? Dann akzeptier das und liebe Dich selbst. Kümmere Dich um Dich. Du hast sämtliche Freiheiten, genau die Dinge zu erwählen, die Dir erst mal äußerlich wohltuen. Dieses Gefühl kann man pflegen.

Und akzeptier, dass der Partner eben so ist, wie er ist. Wenn Dir das nicht paßt, liegt es an Dir. das zu ändern. Sich einen zu suchen, der genau das bietet, was man gern hätte. #

Einsehen, dass man sich im Partner täuschen kann. Und bei der Vergangenheit wiederholen sich Muster. Die muß man durchbrechen, indem man genau die Menschen, die einem nicht gut tun, ihren Weg gehen läßt und sich selbst einen neuen Weg bahnt. Abschied nimmt. War ich vor fast 50 Jahren so naiv, in einem mich nicht wirklich achtendem Mann alles zu geben und immer mehr dabei zu verlieren, habe ich nach der Trennung auch noch nicht das Gelbe vom Ei gefunden. Weil ich die Muster nicht durchbrochen hatte.

Nach und nach wurde es besser. Es kamen 3 große Lieben, leider alle schon verstorben. Aber da gab es nicht mal Höhen und Tiefen, da wurde geachtet, auf Händen getragen. Und nun, im Alter, hat sich nichts Neues ergeben. Aber nie, nie und noch mal nie würde ich es aushalten bei jemandem, der eben nicht meinen Vorstellungen entspricht. Das habe ich gelernt.

Beim 1. Anzeichen eines Mannes, der bestimmte Verhaltensmuster zeigt, mach ich die Biege. Mir ist mein Seelenheil wichtig. Und entweder stimmt es oder es stimmt nicht. Dann wähle ich.

Es ist mein Leben. Und nur ich kann es gestalten. Ich will irgendwann aufs Leben Rückblick halten und sagen können: das habe ich nie mehr nötig. Es war ein Lernschritt, auf sich selbst zu achten. Aber das mit zunehmendem Erfolg.

Das wünsche ich Dir auch.

Selbst wenn Du nie mehr auf einen Mann treffen würdest, wie würdest Du das Leben gestalten? Welche Dinge hätten trotzdem darin Platz? Was macht Freude, das ist das einzige Lebensgeheimnis, was man pflegen könnte. Wenn man will. Das Leben ist offen.

wkolfbaiker


Hallo,

ich kann es sehr gut nachfühlen, dass Du in Anbetracht der Ereignisse, ob sie gegenwärtiger oder vergangener Natur sind, eine enorme Last auf Deinen Schultern spüren musst. Ich behaupte, fast kein Mensch der Welt geht es derartigen Erlebnissen freudestrahlend aus und baut mal eben sein neues Leben auf. Soll es gegeben haben, aber es ist kein muss. Wir sind Menschen mit einer gewissen psychischen Kapazität. Irgendwann ist diese aufgebraucht und man läuft irgendwann auf Block und merkt, dass man erstmal an einem Punkt nicht mehr weiterkommt bzw. mit Ach und Krach noch weiterkommt, die Dinge sich dann aber wiederholen und man noch mehr in der Jauchegrube steckt.

Ich spreche leider aus Erfahrung, dass man, sobald man selbst etwas ins schwimmen kommt, für andere zur sauren Essiggurke wird. Und im Ernstfall leider viele, sehr viele Kontakte wegbrechen.

Leider kann ich Dir keine praktischen Tips geben. Ich bin selbst dran, eine neue Lebensstrategie zu entwickeln, die aus mehr besteht als bloß zu Überleben.

Ich glaube, 2 wichtige Punkte stehen am Anfang des Weges.

1) "Ja" sagen zu sich selbst und sein Selbstbild sogut es geht von der äußeren Welt abzukoppeln. Am Anfang steht der Selbst-Wert. Wahrscheinlich müssen wir erst mal lernen, wie man diesen unabhängig von den äußeren Begebenheiten erfahren kann.

2) Immer Schritt für Schritt vorgehen. Beim Blick auf das große Ganze wird mir meistens schlecht und ich will dann garnicht mehr aufstehen, da oft alles so verstrickt und überfordernd aussieht. Aber es gibt immer einen kleinsten Schritt, den man tätigen kann. Sei er auch noch so winzig. Doch der kleinste Schritt kann Dir Deine Handlungsfähigkeit zurück geben und Dich mehr und mehr von der Ohnmacht erlösen.

Es gibt das Bild vom Straßenkehrer, der nie müde wird, die immer wieder verschmutzte Straße zu säubern - er blickt niemals die gesamte Straße an, sondern immer nur die Stelle, die er gerade saubergemacht hat.

Alles gute.

M)!ss_zDelicxious


Ich bin 31. Es stimmt auf jeden Fall das man sich selbst lieben soll so wie man ist. An manchen Tagen ist es einfacher als an anderen. Ich akzeptiere mich immer mehr, was auch daran liegt, das ich meinen Blickwinkel nun endlich auf mich richtig geworfen habe, früher immer auf sogenannte Möchtegern-Freunde. Habe ihnen immer gerne geholfen, aber zum Schluss zu erfahren wie sie über einen geredet haben, hat mich dazu veranlasst, heute, ganz genau hinzusehen, wie jemand wirklich tickt. Dann bin ich eben lieber alleine ohne Freunde/Bekannte!!!! Das Wort Ehrlichkeit und Loyalität kennen nur noch wenige. Die meisten sind lieber Mitläufer und Arschkriecher, ist der bequemste Weg. Warum nimmt Mobbing immer mehr zu? Die Gesellschaft war schon immer oberflächlich, aber es wird leider immer schlimmer. Aussehen wird total überbewertet, dazu Geld, Geld und nochmals Geld. Deinen Charakter interessiert so gut wie niemanden mehr. Es ist sogar willkommen egoistisch zu sein. Nur dazu möchte ich mich nie dazuzählen zu solchen Menschen!! Ich bleibe mir da treu auch wenn ich alleine dastehen sollte. Klar gibt es auch Tage wo man sich alleine fühlt, aber ich bin dennoch so besser dran, als mit den falschen Leuten!

A!nkel|ina


Wäre es dir vielleicht möglich ihm mal einen ausführlichen Brief zu schreiben indem du ihm dies was du uns hier so offen und ehrlich geschrieben hast mitteilst ?

Auch deine Ängste die dich gerade so belasten und dass dir seine Kälte sehr weh tut oder hast du dies schon in einem persönlichen Gespräch getan ?

Ich kann es gut nachvollziehen wie sehr dich dieses Verhalten und sein Rückzug schmerzt

Für mich liest sich deine Geschichte ein bisschen so als ob er gerade auch an seine Grenzen stößt und dir keine große Stütze sein kann .

Ich glaube ihr braucht beide Hilfe um euch wieder mehr aufeinander zu bewegen zu können .

Vielleicht kann er es gerade nicht so gut ertragen dass du ihn so stark brauchst.

Eine so große Fixierung auf einen Menschen ist glaube ich auf Dauer auch nicht gesund.

Dass man sich in einer Beziehung unterstützt und stärkt ist natürlich wichtig aber jeder sollte auch für sich selbst sein Leben meistern können .

Sonst kann der Andere es irgendwann als Last empfinden .

Ich weiß dass du gerade mit deiner Diagnose Stabilität und Verlässlichkeit brauchst aber ich denke die kann er dir momentan nicht geben .

Aber dass er dich nach wie vor liebt bezweifle ich nicht .

Ich drücke euch ganz fest die Daumen dass ihr euren Weg als Paar bald wieder gemeinsam gehen könnt.

PllüsYchbiexst


Nach einem Jahr viele Streits und Probleme, trotzdem zu ihm gezogen. Immer wieder neue Hochs und Tief. In der letzten Zeit nur noch Tiefs.

Kann es sein, dass du einen Partner brauchst, weil du dich alleine nicht lebensfähig fühlst?

Wünscht du dir jemanden der dich mit Schwung un Energie durchs Leben zieht, dir quasi Rückenwind gibt?

Für so etwas ist ein psychisch kranker Mensch nicht geeignet.

Was denkst du, hast du für Fehler gemacht?

Hast du mal eine Therapie gemacht?

MM!ss_Dekli cious


Rikax3wollte mal hören wie es dir geht? LG @:)

R+ihkax3


Mir geht es sehr schlecht....Mein Partner weißt mich nur zurück, kann mir nicht sagen warum er mich liebt. Außer dummen Scherzantworten wie "Dass du klein bist, dass du gut kochen kannst, dass du einen schönen Vorbau hast" kommst nix. Es müsste ja als Beweis reißen, dass er "Ich liebe dich" sagt, nicht fremdgeht usw.

Er schiebt mich immer nur weg, sitzt den ganzen Tag vom Zeitpunkt des Aufstehens bis zum Schlafgehen nur am PC, vielleicht mal eine halbe - ganze Stunde wo er was anderes tut. Wenn ich ihn dabei störe werde ich ignoriert oder angemault, wenn ich glück habe bekomme ich eine halbwegs normale Antwort, aber auch nicht mehr. Gespräche kommen nicht zustande, weil ich aufhören soll Fragen zu stellen. Also halte ich den Mund...

Gestern und vorgestern hatte er so liebe Momente. Zum Beispiel sagte er, dass ich, wenn ich draußen unterwegs bin und mich unwohl fühle (weil Übergewicht, null Selbstbewusstsein), dass ich zuhause einen Freund habe der mich über alles liebt und wunderschön findet. Und am gleichen Abend kommen wieder Gemeinheiten, weil ich mit ihm etwas machen oder reden will.

Ich verstehe es einfach nicht...

Noch vor 2-3 Wochen war er viel lieber.. :°( Grade eben schob er mich aus dem Badezimmer mit der Begründung er will in Ruhe duschen obwohl ich gerade etwas von ihm wissen wollte... Musste wieder anfangen zu weinen.

Wenn er raus kommt, wird er sicher wieder nur die kalte Schulter zeigen. Wie kann ich das ändern? :°(

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH