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Genitalien entfernen lassen

Pnlüs,chbliest


In Amerika amputieren sie ja schon Arme und Beine etc., aber ob das der richtig Weg ist?

K=lau[s3x3


@ that's the way it is

Das Ignorieren funktionert nicht. Das ist schon abgeharkt.

@ Plüschbiest

Gutachter sind nicht da um überzeugt zu werden, sondern um sich eine eigene unabhängige Meinung zu bilden. Und da hat man mehre Termine. Sonst wären die als Gutachter völlig fehl am Platze. Und um den "falschen Körper" (den es gar nicht geben kann, da es nur den einen gibt) gings ja garnicht. Ging vom Prinzip her um gutachterliche Attestierung des Problems. Das funktioniert ja nicht, fix im Lager mal nen anderen "richtigen" Körper suchen und dran schrauben. Der Körper bleibt immer der selbe.

Aber wo jetzt genau in deiner letzten Antwort der Bezug liegt zur unnötigen Amputation, die weder medizinisch nutzen haben bzw. klinisch-relevant sind, und meinem Problem ist fraglich. Ich möchte gar nicht erst anmerken, dass du hier von einer Hochkultur sprichst, die Trump wählt, man 3jährigen ne entsicherte, scharfgeladene Waffe in die Hand drückt, oder wo "Vorsicht, nach erwärmen heiß" auf Pizzapackungen steht oder im "Pet Shop" noch zu Sicherheit man erklären muss, dass die Katze nicht in die Mikrowelle, im Wäschetrockner oder Backofen gehört, sondern von ganz allein trocknet... Genug Clichee-Bingo.

@ Sunflower_73

Transexuallität hab ich sowieso von Anfang an auch ausgeschlossen, zumal ich nichtmal Bock hab als Transe mein Dasein zu fristen, mich in die Arbeitslosigkeit zu werfen und deswegen mich dann prostituieren zu müssen und in sozialer Isolation dahin zu gammeln... sogar kein Bock drauf. Nö, lieber lassen wies ist. Und überhaupt, ich hab da auch selbst schon sehr viele Argumente dafür gelifert, warum TS nicht zutreffen kann. Das siehst du also völlig richtig, zumal ich mich gewohnheitsgemäß ja selbst als sowas wie männlich einsortiere. Und wie erwähnt war das eine bis ein bisschen in die Pupertät hineinreichende Phase. Sagte ja auch Phase. Ich hab mich - find ich jedenfalls - sehr gut arrangiert als männlich, zumal die Vorteile überwiegen und Probleme gabs auch nie. Und das ist das wichtige, egal ob die Zuordnung "richtig" oder "falsch" ist, aber ist gewohnt - "Never change a running system" sagt man. Und das rumgelaufe als Tunte war nur fürs Protokoll. Gestört hats mich aber auch nicht, warum auch? Wer zusammengenähten Stofffetzen, Kleidung, irgendwo einem Geschlecht zuordenet, dem ist schließlich nicht zu helfen. Kleidung hat maximal nen Schnitt, aber kein Geschlecht - ist defakto an sich geschlechtslos.

KD kann ich per notwendiger Symtomatik eigendlich ausschließen, denk aber auch ist weise, wen dennoch mal abklopfen zu lassen. AliceimWonderland's Theorie mit dem "ablehnenden Bezug" fand ich wohl eher schlüssig, nur da find ich einfach nix, was aber nicht bedeutet, dass ich das nicht trotzdem im Auge behalte. Die Hoffnung ist zwar tot, dass ich das einfach als "Wurmfortsatz 2.0" sehe - genauso überflüssig, aber halt da und stört nicht, jedenfalls nicht so das einem übel von wird. Abgefunden hab ich mich jedenfalls schon mit lebenslangem Hormonpräperate-einwerfen, ist dann halt so. Wobei das auch nicht schlimm ist (abgesehen von der Leberbelastung), da ich die Effekte da schon als positiv wahrnehm.

Ab Ende diesen Monats wird da erstmal gebohrt und wenn auch das nix bringt, dann bleibt nix anderes übrig. Abgefunden hab ich mich schon damit, auch dass das Entfernen niemand wohl macht, was deutlich unkomplizierter wäre. Ist hier aber auch längst geklärt. Aber - und dass ist wenigstens ein kleines "Plus" - es ist möglich sich keinen Scheidenkanal anlegen zu lassen, was dem nahe kommt, auch unter dem Gesichtspunkt der operativen Komplexität. Hab nämlich so gar kein Bock aufs Beine breit machen müssen beim Gyn, aufs lebenslange Bougieren usw.

@ klein_schlumpfine

Genau, Vagina wäre nicht widerlich in dem Sinn, aber die sinnbefreiten, schmerzhaften Unannehmlichkeiten machen das dann schon widerlich. Das es eine "Geschlechtsumwandlung" nicht gibt, sondern maximal ne "Angleichung", das ist genau mein Reden. Und es geht mir ja gar nicht um eine Angleichung, es geht ums loswerden und da bleibt ja nur noch Plan B, ne GaOp, aber wenigstens ohne unnötige, komplexe Vaginoplastik. Das hingegen macht es nun weniger widerlich. Und da bevorzuge ich aber Kurts Salamitaktik, was der operative Ablauf anbelangt. Soweit das, worauf es nunmal hinausläuft, sofern sich bis dahin nicht doch noch andere Möglichkeiten oder sogar therapeutische Lichtblicke auftun. An letzteres glaub ich allerdings schon seit Jahren nicht mehr dran. Da sowieso noch etwas Wartezeit besteht und an sonsten nur noch Däumchendrehen übrig bleibt, fand ich Kurt's Grundsatzidee auch sinnvoll, derweile noch nen Psychologen zusätzlich ins Boot zu hohlen und noch bisschen zu bohren. Schlimmstenfalls dreh ich da eben Däumchen und es bleibt so wie es geplant ist. Kann maximal nur besser werden.

tRhatR's thje way it5 ixs


Ich fabuliere mal ins Blaue: So einen Penis sieht man im Gegensatz zu einem Arm ja ohnehin nicht allzu lange am Tag, ist ja Stoff drüber. Die wenigen Minuten die man zum Waschen/Urinieren braucht, kann man die Augen schließen.

Klar, da bleibt noch das Wissen, dass er da ist. Glaubst du, es wäre möglich, dir mit einiger Übung zu suggerieren, dass er gar nicht da ist? So wie sich einsame Menschen imaginäre Freunde erfinden oder mit ihnen reden, konträr zu ihrem eigentlichen Wissen dass sie nicht da sein können? Religion wäre auch ein Beispiel, und die praktizieren Milliarden ohne sichtbaren Beweis, also sollte es doch das Gegenteil eigentlich auch möglich sein.

Du wirkst eher rational, daher dürfte das schwierig sein, aber vielleicht wäre das einen Versuch wert?

EEhemaliAger =Nutz4er |(#6056x77)


Nein, nicht schlimm. Asexuell bin ich nicht, sondern Hetro.

Der Gedanke kam mir selbst auch schon mit 16 oder 18. Gibt inzwischen ja auch ein AVEN-Forum für. Asexuelle praktizieren ja _nur_ keinen GV, bedeutet nicht das sie nicht trotzdem Sex haben -miteinander oder auch nur Autostimmulativ. Und Partnerschaften/Bindung oder Sexualkontakte liegen auch in deren Interessen. Ist bei mir ja nicht.

Sex ist ja nicht GV. GV ist nur eine Variante der Außenstimmulation. Sex findet (irgendwo mal gelesen) zu über 90% im Kopf statt, bedarf als sehr wenig Außenstimmulation. Klassisches Beispiel wäre Petting. Wir halten Fest: die praktizieren Sex und Sex ist nicht GV, GV ist nur eine mögliche physikalische, sensitive Option zur Außenstimmulation. Berühren erogener Zonen auch. Asexuall bzw. Hetro-asexuell in ich nicht. Nur Hetro.

Ich brauch garnicht ergründen warum ich keinen "richtigen" Sex - und ich erweitere das - und allgemeim keine Sex haben will. Die Begründung kann ich liefern: keinen Bock drauf und nie irgendwie Bedürfnis gehabt. Das halt interessiert mich einfach nicht. Da ist Sebfgläser, die aufm Fließband vorbeilaufen, die man Zähl, genauso interessant für mich. Das ist ernstgemeinter Vergleich.

Und zu wem ich mich hingezogen fühle, definitiv Frauen. Man kann herlich mit den quatschen, sich austauschen, Unternehmungen machen und so. Ich Smalltake aber mit Männer ab und an auch, nur ist das Themen- und Interessensspektrum begrenzt. Jedenfalls die Schnittmenge. Bevorzuge immer Frauen.

Ich denke du meins "wen guckst du an und denkst scharfe Schnitte". Also da bei keinen wirklich,wobei ich Frauen hüpscher finde. Klar gibt hüpsche Frauen und Männer, aber ich glotz ganz ehrlich eher fast nur aufs Outfit und den "süße Sneaker", "also die Farbkombi ist mal sehr grenzwertig", usw. Bei Frauen denk ich manchmal (vom Makeup her) "völlig zuzimentiert", "oh man, farbtopf in vollster Kriegsbemalung" oder aber "genau die richtigen Vorzüge dezent betont, ohne unnatürlich zu wirken oder was zu verstecken". Und bei Plakaten und im TV wenn die Damen in Unterwäsche zu sehen sind, da kommt eigendlich nur der Gedanke "Die ham wohl nix zum anziehen, die Armen". Jedenfalls sexuell anziehend ist so überhaupt nix.

Für mich beschreibst du fast schon den Prototyp eines asexuellen Menschen, der sich romantisch zum anderen Geschlecht hingezogen fühlt, also hetero-romantisch ist (und asexuell). Mich wundert, dass du dieses oben beschriebene Bild von Asexualität hast.

Selbstbefriedigung schließt Asexualität nicht aus, gehört aber nicht notwendigerweise dazu. Dass du kein Interesse an Selbstbefriedigung hast, schließt Asexualität also nicht aus. Ebenso bedeutet Asexualität nicht, Interesse an Sex zu haben - und sei es nur als geistige Beschäftigung oder im Rahmen von Selbstbefriedigung.

Es gibt zwei Definitionen von Asexualität - eine aus dem amerikanischen Raum und eine eher aus dem europäischen Raum, die das deutschssprachige Aven verwendet.

Im amerik. Raum wird darauf abgestellt, keine sexuelle Anziehung zu Mitmenschen zu empfinden, salopp gesagt auf niemanden scharf zu werden. Im europ. Raum wird darauf abgestellt, kein Bedürfnis nach Sex zu haben. Gängig und verwendbar sind beide Definitionen; sie überschneiden sich schließlich auch. Es gibt dann noch so Diskussionskleinkriege online darum, welche Definition die richtige sein soll mit irgendwelchen Beispielen aus dem Graubereich. Darin geht es darum, dass theoretisch eine asexuelle Person "trotzdem" mit zig Menschen Sex haben kann nach der amerik. Definition, ohne dass das an ihrer Asexualität etwas ändern würde. Nach der europ. Definition würde man dann jedoch vor der Frage stehen, ob so eine Vielzahl an Sexualkontakten nicht ein Bedürfnis der Person nach Sex nahelegt oder wie man sonst den Begriff "Bedürfnis" dabei auslegen soll. Im Grunde ähnlich wie die Frage, ob und ab wann ein heterosexueller Mensch bisexuell wird, wenn er mit mehreren Männern Sex hat (aber angibt, nicht sexuell von denen angezogen gewesen zu sein).

Dann gibt es noch die Asexuellen, die mit sexuellen Partnern zusammen (gewesen) sind und aus verschiedenen Gründen Sex mit denen haben/gehabt haben. Asexualität bedeutet ja nicht, Sex eklig zu finden bzw. antisexuell zu sein. Wobei es immer auf die Person selbst ankommt, ob es für sie ok ist, auch ohne eigene Lust mit jemanden zu schlafen. Nur weil man etwas nicht gleich eklig findet, muss man das ja nicht tun.

Vielleicht ist auch dadurch der Eindruck bei dir entstanden, dass Asexuelle doch recht "sexuell" drauf sind?

Heißt auch nicht, dass du asexuell bist, aber ein falsches Bild davon erschwert auf jeden Fall eine treffende Selbstzuordnung.

Was hier auch schon genannt wurde (glaube ich), war, dass es Menschen gibt, die mit ihren Genitalien (oder ihren Brüsten bei Frauen) nichts anfangen können und diese Körperteile als nutzlos bis störend empfinden und je nach Ausprägung ein biologisch-androgynes Äußeres anstreben. Ich könnte mir persönlich auch vorstellen, dass mich ein Penis samt Hoden zwischen den Beinen stören würde, erst recht, wenn man keinerlei Verwendung dafür hat außer zum Urinieren. (Klar das mit dem stören liegt natürlich auch daran, dass ich nicht damit aufgewachsen wäre an meinem Körper, aber ich finde es nicht so seltsam, dass man auch als biologischer Mann seit der Geburt seine Genitalien störnd findet und diese eigentlich gerne entfernen lassen würde. Ob man dann das Risiko einer OP mit all der langen und zeit- wie kosteninteniven "Vorbereitung" durchziehen will oder sich doch lieber irgendwie mit seinen Genitalien arrangiert, ist eine andere Frage. ... Ungewöhnlich finde ich für mich nur das Ausmaß der Ablehnung, dass du mit dem selbstverletzenden Verhalten gezeigt hast.)

gore=ta_


Eine Frage. Könntest du deinen Penis nicht einfach als Organ zum Urinausscheiden betrachten und fertig? Ich meine, ich finde auch einiges an mir nicht unbedingt schön, aber es muss halt sein. Ich finde weder Darm noch Anus oder den Gedanken an Kot besonders angenehm, aber ohne Verdauen und Ausscheiden kann man nun mal nicht leben. Du musst doch niemals Sex haben, aber pinkeln musst du. Ich glaube, dass du an den Schmerzen nach einer Entfernung sehr lange zu knabbern hättest. Kannst du nicht lernen, all deine Körperteile zu akzeptieren, auch die nicht so schönen? Vieles im Leben ist unangenehm, aber oft ist sowas doch schnell vorbei. Die Morgenlatte ist doch kein Dauerzustand. Andere Menschen leben mit chronischen Kopfschmerzen oder Zwangsgedanken, die leiden auch, arrangieren sich aber damit.

Willst du nicht nochmal versuchen, Frieden mit deinem Körper zu schließen und dich auf andere Sachen zu konzentrieren? Ich nehme mein Geschlechtsorgan die meiste Zeit am Tag nicht wahr, das kannst du doch auch versuchen.

P.lüscWhbiexst


Wenn das so einfach wäre greta_.............

K5lafus3x3


Hallo

@ that's the way it is

Sehen ist die eine Sache. Der kann man ansatzweise abhelfen: Augen zu/Licht aus, Sonnenbrille mit Küchenfolie umwickeln (verschwommene Optik), bei Duschen Badeshorts tragen, Umziehen mit drumgewickeltem Handuch, aufm Bauch schlafen, usw. Da lässt sich viel machen zum visuellen "Ausblenden". Problem bleibt aber bestehen, das Gefühl: sobald du Schlübbi an oder ausziehen musst, beim waschen "da", im Sommer weite und schlabbrige Hosen wenn der Wind an dehn Hosen schlabbert, im Winter enge anliegende Unterwäsche die dagegen drückt, beim Hinsetzen und Aufstehen merkst dus, usw. Und das lässt sich nicht lösen, außer du hörst auf dich überhaupt zu bewegen. Kennst du Kaffe mit Senf, statt Milch? Übelkeitsfaktor vergleichbar genau so. Einreden hilft da wenig. Wie ich dir ja schrieb, ignorieren funktioniert nicht. Ich würde das nicht schreiben, wenn ich nicht wirklich alles schon durchprobiert hätte. Trotzdem danke.

@ _Polarfuchs_

Oha, informativ. Mein Input ist schon soviele Staubschichten her und ne Ami-Definition war mir auch nie bekannt. Ich lern gern dazu. Nach dem Aspekt darf ich mir ruhigen Gewisssens ja das Label "asexuell" geben. Erstmal gut zu wissen, ob das was jetzt dran ändert, welches Label ich da drauf kleb? Im Grunde doch nicht - ob man sich jetzt als unsexueller Hetro, hetro-asexueller, "ein süßes Alpaka" oder wie auch immer man das nennen will beschreibt, das ist völlig egal. Deswegen ist man nicht aufeinmal (a)sexuell anders. Ich kleb mir aber jetzt doch mal das Label auf Kopf, wobei das eh keiner sieht und uninteressant ist. Jedenfalls für die Außenwelt. Ich frag die Erna an Kasse 4 bestimmt nicht, ob sie ne "warme Schwester" ist, zumals mich auch nix angeht. Ich dank dir für die Info. Jedenfalls sortiere ich mich in deine Definition ein. Aber woran ich mich stoße ist "Prototyp eines Asexuellen"... können wir uns da nicht auf "langweiliges Serienmodell" einigen, statt "Prototyp". Das klingt sonst so bischen wie "asexuell, aber anders - wir basteln noch dran für die Marktreife". Asexuell Punkt.

@ greta_

Erstmal danke für deine Antwort. Aber erstmal drei Punkte: (1) es geht nicht um "irgendwas nicht schön an sich finden" oder allgemein eine Schönheitsfrage, (2) es geht nicht nur um den Penis, sondern die Genitalien, sagen wir einfach um anatomische Fortpflanzungsorgane und (3) oft genug hier auch schon an gesprochen und geklärt, dass es leider nicht geht.

Den gesammten Körper genauso aktzeptieren bedeutet, dass man Frieden schließt - und das geht eben in diesen Leben nicht. Und das weiß ich. Was ich aber habe schließen können ist in der Pupertät einen Waffenstillstand mit meiner körperlichen Entwicklung, abgesehen von den Genitalien. Und solang ich auch daran nichts dranrütel, mich eben an die anatomisch männliche Entwicklung gewöhne und nicht in Frage stelle, diese Unstimmigkeit zu kritisieren, solange bleibt dieser Waffenstillstand. Ich sortieren mich nicht umsonst eben aus Gewohnheit irgendwo als männlich ein, weil das eben anatomischer Fakt ist. Eben genau das, was ich in die Welt werfen muss. Was im Kopf ist, das siehst du nicht und ich sortiere das auch seither nicht mehr ein. Und das funktioniert. Ich unterbinde ja nicht um sonst Brustwachstum, jedenfalls so das genau dieses gewohnte Bild nicht ändere. Und selbiges galt damals für den auf erlegten Altagstest, wo ich ganz bewusst als Tunte abgegammelt hab. (Ich meine damit das absichtlich völlig übertriebene Aussehen, was auch klar in die Welt werfen soll "Ich bin männlich"). Die Geschlechtszugehörigkeit belasse ich einfach so, definiere mich nicht als Transsexuell, Körpererscheinung belass ich auch sofür die Umwelt und alle Papiere bleiben ebenfalls exakt so. Andernfalls explodiert sonst eine innerliche Atombombe. Die man nicht entschärfen kann, man kann aber ne Decke drüberwerfen - aus dem Kopf, aus dem Sinn. Das läuft. Das einzigte wo ich nicht wenigstens diesen Waffenstillstand hinbekomme sind die Genitalien. So funtioniert alles andere ja am und im Körper wie der nun mal ist. Sag auch nicht umso, damals wars ne Phase und ich hab mich gut arrangiert als ne Art männlich. Das ist genau dieser Waffenstillstand.

Du kannst es dir vorstellen wie so ein Clownskostüm, das ist dein Körper, dass du nie ausziehen kannst oder unter Klamotten verstecken im allgemeinen. Nun malst du dich grün an, läuft, nur die rote Nase sitzt fest, symbolisch für die Genitalien. Ist da, das weißt du, siehst du und merkst du. Atmen, das alltägliche wo es auffällt, ist nicht möglich. Also die rote Nase weg, dann gehts. Grün an malen... das ändert da nix. Verstehst du? Da find ich kein Arrangement.

@ Plüschbiest

Naja, es gibt immer einfache Lösungen. Auch dafür, aber ob das so gut ist, am Baum abzuhängen? Dann bliebe Teil dran und stören tuts mich auch nicht, aber dann gibts auch mich nicht mehr... Das wäre dann auch wieder ein Problem - ist ergo nur Problemverlagerung. In der Mathematik stellt man nur die Gleichung, im Leben ist das leider nicht so einfach.

L0u,ci32


Ich finde du pauschalisiert sehr stark.

Mit Brüste schläft man durchaus auf dem Bauch.

Ich hatte ein Patient der seine Muskeln ekelig fand. Körperdysmorphische Störung kann alles betreffen. Auch Körperteile die man nicht unbedingt sieht. Meiner Patient trug immer lange Klamotten, besass keine Spiegel usw. Er war nur auf sein Muskeln fixiert. Er hatte mit Absicht sehr wenig.

Das Gleiche gilt für deiner Penis. Nur du siehst es ja und findest es ekelig.

Finde du solltest diese Möglichkeit betrachten.

Komplett asexuell bist du nicht ganz.

Du hast auch kein Angst, dass du etwas böses mit deinem Penis anrichten könntest (häufigste Grund für Kastrationwünsch).

CIS bist du auch nicht, also besteht es keine falsche sexuelle Identität im Sinne von im falschen Körper geboren zu sein.

AlliceiemWondTerlxand


AliceimWonderland's Theorie mit dem "ablehnenden Bezug" fand ich wohl eher schlüssig, nur da find ich einfach nix, was aber nicht bedeutet, dass ich das nicht trotzdem im Auge behalte.

Was ist mit der älteren Schwester (wieviel Jahre älter ist sie denn?) Vielleicht hat sie als Kind irgendwas gesagt, was ablehnend gemeint war, oder auch gar nicht, aber was Du als Ablehnung verstanden hast. Es muss jemand mit Körperkontakt gewesen sein, bzw. jemand, der Dich nackt sieht. Und jemand, der weiblich ist, würde ich vermuten. Da kommt ja die ältere Schwester auch in Frage.

Dass Dir nichts einfällt, heißt nicht unbedingt, dass nichts war. Natürlich weiß ich auch nicht ob was war. Es ist ja nur meine Theorie. Aber ich finde sie denkbar...

Es ist ja so, dass Du eine ungesunde und unrichtige Bewertung eines Körperteils vornimmst. Du, Du allein(?), bewertest es als nutzlos (was es definitiv nicht ist) und Du (?) bewertest es als eklig (da spielen vielleicht spezielle sexuelle Moralvorstellungen mit).

Um ein Körperteil zu entfernen muss ein wichtiger medizinischer Grund vorliegen. Es muss besser für den Körper sein, wenn das Körperteil fehlt. Das ist aber nicht der Fall. Deine Sichtweise ist verkehrt, verdreht. Nicht das Körperteil muss (in diesem speziellen Falle) entfernt werden, sondern es wäre aus meiner Sicht wünschenswert, wenn Deine Sichtweise diesbezüglich korrigiert würde. Da fällt mir nur ein, dass das das Handwerk eines Psychologen sein sollte. Ich finde beim Chirurgen bist Du nicht gut aufgehoben. Nicht umsonst bist Du ja hier im Unterforum Psychologie gelandet.

Ist Dein Elternhaus religös?

P]lüschb^iest


Besser für den Körper ist es nicht, wenn man da was amputiert, aber in vielen Fällen ist es besser für die Seele!

Ich sah kürzlich eine Doku, in der ein Bein amputierter im Rollstuhl saß und meinte, dass es ihm seit der Amputation deutlich besser geht.

Er hatte sein Bein immer als Fremdkörper der nicht zu ihm gehört empfunden.

AaliiceiKmWon9derland


Wenn man es als nichtzugehörig empfindet. Der TE empfindet es aber als nutzlos und eklig. Er bewertet es als negativ. Ich finde, das sind Unterschiede.

KNla>us3x3


@ Luci32

Das mag schon sein, dass ich sehr stark pauschalisiere, bezieh das aber in der Regel auf mich bzw. meine Sichtweise. Von daher unproblematisch.

Bitte nicht schon wieder mit der KD anfangen... Ich zähl schon garnicht mehr mit, wie oft ich das auch vermittelt hab: nur weil ich es für mich ausschließe, bedeutet es nicht, das ich dem nicht trotzdem professionell nachgehe. Kann man das KD-Thema lassen und andere "Ursachen" finden, warum ich mich da irgendwie nicht arrangieren kann mit? Wäre hilfreicher, wenn man ne Liste basteln kann, was noch so in Betracht käme, was man mit professioneller Hilfe vielleicht noch abgrasen könnte. Wenn dann kann man die Zeit dort zumindestens noch als Versuch "verschwenden". AliceimWoderland glaub ich, liefert einen wichtigen Anstoß, und brachte mich grad auf was.

Und ja den seh nur ich - gut, in 2 Wochen auch ein Urologe noch ggf. noch in 3 Wochen ein Dermatologe, auf mnef's Sepsis-Panik-geschiebe hin - sonst niemand. Völlig richtig. Und nein, ich bin nicht drauf fixiert, jedenfalls so, dass ich den außerhab jener Situationen bemerk oder dran denk. Und nein, ich staar weder hin, noch gibts prüfendes gestaare dahin, noch häng ich Spiegel ab.

In _Polarfuchs_ Asexuellen-Spektrums-Beschreibung find ich mich schon genau da wieder. Von daher kann ich mich da einsortien, aber wenns dich beruhigt, du mich nicht als "komplett" asexuell definierst, dann darfst du mich in hetro oder wo auch immer du magst einsortieren. Ändert ja nix am Sachverhalt und eigendlich geht es hier auch garnicht um irgendeine sexuelle Sache. Aber, nur so aus Neugier interessierts mich doch, wann wäre denn man "komplett asexuell", wos doch verschieden Abstufungen gibt? Kann man auch "nicht komplett Hetro" sein, wenn man trotzdem nur und außschließlich auf Frauen stünde, sich nur in diese verlieben kann? Und wie schauts aus mit "nur so ein bisschen tot, also so halb verstorben" - gibts das denn auch? Meinte ja nur...

@ AliceimWonderland

Du hattest beim Lesen mich auf etwas gebracht, allerdings musste ich deine Theorie leicht modifizieren. Also meine Schwester ist fast 11 Jahre älter und wir hatten auch immer ein gutes Verhältnis.

Aber gehen wir mal davon aus, die Situation betrifft nicht mich, sondern sie... dann finden wir was, was sehr möglich klingt:

Als sie 16 war wurde sie mal Vergewaltigt, da war ich dann 5/6 Jahre. Ich kann mich entsinnen, dass Gespräch mit ihr und meine Eltern fetzenweise mitbekam (indirekt, Nachbarraum), als die sich den anvertraute.

(1) Vielleicht gabs mal irgendwie unterschwellig ablehnende Bemerkungen mir gegenüber irgendwann? Wüsste ich eigendlich nicht, aber da könnte Hypnose buddeln.

(2) Oder vielleicht als eine Überlegung, so die Assoiationskette eines kleinen Kindes: "Mann = Penis; Penis = Aua Schwester; Aua Schwster = böser Mann; Mann = alter Junge; Junge = Penis; Penis = böse"? Wäre auch denkbar, nur kann ich mich so überhaupt an kein wörtliches Satzpuzzel erinnern. Ich weiß nur, da gabs sowas. Also auch da Hypnose buddeln lassen.

Hmmm... Probleme sind jetzt nur:

* bei (1) müsste das Verhältnis zu Frauen oder einigen oder zumindestens zu meiner Schwester irgendwie gestörrt sein, glaub ich. Das trifft aber nicht zu.

* bei (2) seh ich das Problem, dass es nicht direkten Bezug auf meine Genitalen hätte und dann müsste ich Penise allgeimein ablehnen (also auch ein gestörtes Männerverhältnis haben). Und dann müsste auch irgendwie gestörtes Frauenverhältnis sein. Ich hab aber schon in der Kindheit durch die Bank weg immer viele Freundinnen (weiblich) gehabt, aber nur ganz wenige Freunde (männlich), aber lag eher dran, dass ich die meisten Jungs blöd fand und lieber mit Mädels gespielt hab. Denk mal, wenn irgendwo was gestört wär, dann hätte sich was daran ändern müssen, oder? Und dann die Frage, ob meine kognitive Fähigkeiten mit 5/6 solche Ketten hätten bilden können? Kann ich nicht beurteilen, hab keine Zeitmaschiene, möglich wäre es ja.

Da kann man den Bohrer ansetzen lassen, wäre zumindestens "ablehnender Genitalbezug" in dem Sinn.

Eltern sind nicht religiös.

Inwiefern meinst du "vielleicht spezielle sexuelle Moralvorstellung"?

"Nutzlos" ist aber "nicht zugehörig" - eben "gut gemeint", aber "völlig falsch". Nutzlos eben.

Axlicei=mWondekr\land


Als sie 16 war wurde sie mal Vergewaltigt, da war ich dann 5/6 Jahre.

OK. Ich suche ein Ereignis, wo Du jünger als sieben Jahre alt warst und eine Person, die Dir wichtig ist. Ich vermute, dass Du einen guten Kontakt zu Deiner Schwester hast. Du kommst ja mit Frauen gut aus, so habe ich das jedenfalls verstanden.

Man könnte jetzt spekulieren, dass Du Dich "ungefährlich" für Deine Schwester machen möchtest, indem Du Dich, bzw. ein potentiell gefährliches Körperteil "opferst". Jetzt hast Du natürlich nicht die Idee, Deine Schwester zu vergewaltigen als fünf bis sechsjähriger, aber Du übernimmst Verantwortung, wo Du sie nicht übernehmen musst. Du hast was mitgekriegt, was Du schrecklich gefunden hast (weil es auch schrecklich ist) und willst es wieder gut machen (auf Deine Art und Weise als Fünfjähriger, weil Dir Deine Schwester und deren Wohlergehen wichtig ist. Als fünfjähriger könnte man u. U. so heldenhafte Anwandlungen kriegen. Das muss man dem inzwischen Erwachsenen ausreden.

Zudem Du ja auch sehr heftig auf Ereignisse reagierst. Zwölf Jahre lang fährst Du nicht Straßenbahn nach einem dramatischen Ereignis. Würde nicht unbedingt jeder so darauf reagieren.

Ich halte es für plausibel, dass der fünjährige Klaus 33 den Helden spielen wollte und sich entmannen möchte, weil er seine Schwester liebt. Macht für mich alles Sinn. Da braucht man jetzt keine Religiösität mehr bemühen, oder die Mutter. Du bist keine fünf Jahre mehr alt und verstehst jetzt die Zusammenhänge, also musst Du das gar nicht mehr tun. Dich trifft doch keine Schuld.

A_licei=mWonZderlaxnd


Vielleicht gabs mal irgendwie unterschwellig ablehnende Bemerkungen mir gegenüber irgendwann?

Das glaube ich jetzt gar nicht mehr. Du hast einfach gedacht: "Oh je, ich bin ja auch ein "Mann" (zumindest warst Du ein potentieller Mann zu dem Zeitpunkt).

AFliceimmWonoderlanrd


bei (1) müsste das Verhältnis zu Frauen oder einigen oder zumindestens zu meiner Schwester irgendwie gestörrt sein, glaub ich. Das trifft aber nicht zu.

Es wurde durch Deine Erläuterungen klar, dass Du zu Frauen ein gutes Verhältnis hast. Zumindest hast Du geschildert, dass Du Dich gerne mit ihnen unterhältst. Das verstehe ich jetzt, da Du ja mit einer Schwester aufgewachsen bist, ist das natürlich für Dich.

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