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Depressionen nach jahrelangen Vergewaltigungen

g'asot90 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community

Ich habe diese Frage in einem anderen Ratgeber Portal schon gestellt, aber habe dort Kommentare gekriegt wie "geh zum arzt, wenns nichts hilft bring dich um". Viellicht krieg ich hier eine nettere antwort. Vielleicht auch nicht. Wenn ihr denkt dass meine frage fake ist, dann denkt das. Ich weiss ja dass es nicht so ist. ch weiss auch so WIRKLICH kann mir das nur ein Arzt beantworten, aber ich möchte auf keinen Fall zum Arzt gehen damit..dann müsste ich ihm das alles erzählen. Ich wurde seit ich 13 bin bis 21 einige Male vergewaltigt und missbraucht. Ich bin jetzt 22 Jahre alt. Das letzte Mal war vor gut 8 Wochen. Seither bin ich..anders geworden. Nicht mehr ich. Ich rede kaum noch, heul fast jede Nacht, treff mich nicht mehr mit Freunden und wenn ausnahmsweise mal dann nur sehr kurz. Ich verletze mich selber und merke wie ich unvorsichtiger werde, wie ich immer mehr Blut sehen will und ich bin am liebsten alleine mit mir und meinen Gedanken. Ich fühle einen Druck in meiner Brust der mir manchmal den Atem raubt...als ob es mich innerlich zerquetscht.. Meine Frage ist nun: kann es sich dabei um Depressionen handeln OBWOHL es schon 2 Monate her ist? Und wenn ja wie lange dauert es bis ich von denen und von den ganzen Erinnerungen an die Missbrauche geheilt bin? Ich will dass es aufhört.

Danke schonmal für eure Hilfe.

Antworten
tRha t's thJe wayV itx is


Ich glaube aufgrund deiner Schilderung nicht, dass du alleine, oder durch ein paar Worte im Internet von Laien, ohne professionelle Hilfe weiter kommst. Egal was du hier hörst, es wird dir höchstens kurzzeitig ein bisschen helfen. Lass dir von jemandem helfen, der etwas davon versteht.

Dein Hausarzt oder ein Allgemeinmediziner ist der falsche Ansprechpartner. Ich würde direkt zu einem Neurologen/Psychiater oder, wahrscheinlich noch besser, zu einem Psychotherapeuten.

Die Wartezeiten sind oft lang. Mach es dringend, du kannst dir von einer Krankenkasse einen Therapeuten "besorgen" lassen. Oder erwähne, dass du über Suizid nachdenkst, dann hört man dir auf jeden Fall sofort zu.

Ich wünsch dir viel Glück @:)

m*ugl<dDugxl


Meine Frage ist nun: kann es sich dabei um Depressionen handeln OBWOHL es schon 2 Monate her ist?

Natürlich kann das sein. So wie du das beschreibst klingt es für mich nach einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Damit solltest du dir unbedingt Hilfe suchen. Wenn du nicht direkt zu einem Psychologen gehen magst/kannst, solltest du dich an eine Stelle wenden, die in solchen Fällen Beratung und Hilfe anbietet, z. B. Wildwasser: [[http://www.wildwasser.de/]]

Eflitxh


Tut mir sehr leid, was du erleben musstest. Und es ist unverständlich für mich, was dir auf dem anderen Portal gesagt wurde.

Meine Frage ist nun: kann es sich dabei um Depressionen handeln OBWOHL es schon 2 Monate her ist?

Ja. Wenn jemand so schlimmes erlebt hat, können sich verschiedenste Symptome entwickeln und die können unbehandelt jahrzehnte- oder lebenslang anhalten. Deshalb wäre es wichtig, dass du Hilfe in Anspruch nimmst. Ein Therapeut, der sich mit dem Thema auskennt, wird nicht nach Details fragen. Er oder sie weiss, wie schwierig es ist, darüber zu reden. Es reicht wenn du sagst: Mir ist schlimmes passiert, aber momentan kann ich nicht darüber reden.

Es wäre meiner Meinung nach sinnvoll, wenn du nach einem Therapeuten oder einer Therapeutin suchst, die sich mit Traumata auskennt. Indem du zum Beispiel bei einer Fachstelle anrufst oder ihnen eine Mail schreibst (die haben oft die Adressen) oder in einem spezifischen Forum nachfragst.

Ich war in Therapie wegen Posttraumatischer Belastungsstörung und in einer spezifischen Klinik. Wenn du möchtest und Fragen hast wie es in einer Therapie so abläuft oder andere Fragen hast, kannst du mir auch gerne eine private Nachricht schicken. Allerdings kenne ich mich nicht aus, wie man in Deutschland Therapie beantragen kann.

Was ich dich noch fragen möchte: Bist du jetzt in Sicherheit vor den anderen? Das hat erste Priorität.

LG

AGBC40x1


Meine Frage ist nun: kann es sich dabei um Depressionen handeln

Kann gut sein das eine Depression mit dabei ist.

Ich verletze mich selber

Das klingt nach Borderline. Wenn Du noch nichts davon gehört hast dann suche einmal im Internet danach.

Wenn du Dich selbst verletzt dann ist Dein Selbstwert schlecher geworden.

Wenn Du vergewaltigt wirst kannst Du nichts dafür. Stell das ab. Mache eine Anzeige. Auch wenn Dir das vielleicht extrem schwer fällt und es vielleicht jemand aus der Familie ist. Das ist unbedingt notwendig.

Ansonsten brauchst Du psychologische Hilfe. Man entwickelt Persönlichkeitsstörungen die man so einfach nicht mehr los wird. Das kann man nicht mit sich machen lassen. Das macht einem das ganze Leben kaputt und geht auch nicht mehr so einfach weg von alleine.

Versuche mit jemand im Vertrauen darüber zu sprechen. Vielleicht kannst Du irgendwo ein anonymes Hilfe Telefon finden wo Du bessere Beratung bekommst. Dann bereite Dich innerlich vor das aufzudecken und mach das wenn Du Dich stark genug fühlst.

eksgehytw[i#e>der


Hallo,

dass du in dem anderen Forum so rücksichtslose Antworten bekommen hast ist traurig. Es zeigt aber auch, in was für einer oberflächlichen und gleichgültigen Gesellschaft wir leben (und wie viele Menschen ihre eigene Meinung zu wichtig nehmen und zu allem möglichen ihren Senf dazugeben müssen).

Das was du erlebt hast und immer noch erlebst, hat sich tief in deinem Unterbewusstsein (in deinen Nervenverbindungen, in deinem Gehirn) festgesetzt. Das wirst du nicht einfach so hinter dir lassen können, so wie man z.B. ein Kleidungsstück ablegen kann. Weil es emen tief in deinem Innersten verwurzelt ist. Solche Erlebnisse zu verarbeiten ist oftmals eine Lebensaufgabe... tut mir leid, dass ich dir da keine bequemere Antwort geben kann.

Was ich aus deiner Nachricht auch herauslese ist, dass du dich vor den Vergewaltigungen und dem Missbrauch nicht schützen kannst und immer noch in einem Umfeld lebst, wo du diesen Risiken ausgesetzt bist. Wenn du an deine "Heilung" denkst, dann sind das vielleicht die zwei entscheidensten Punkte: Ohne dass du die Fähigkeit entwickelst, dich vor solchen Übergriffen konsequent schützen zu können, wird es keine wirkliche Heilung geben. Und kein hinter dir lassen deiner Vergangenheit. Weil sie eben durch deine eigene Schwäche jederzeit wieder zu neuen Situationen kommen kann. Auch mit anderen Menschen, z.B. einem Partner.

Was den anderen Punkt betrifft: Um innerlich zur Ruhe kommen zu können und um das was dir wiederfahren ist aufarbeiten zu können, brauchst du ein "geschütztes Umfeld", in dem du deine Ängste und deine Schwäche zulassen kannst. Und das wird vermutlich nicht gehen, so lange du in dem Umfeld bist, das dich immer wieder in die Vergangenheit zurückreißt und dich damit konfrontiert, dass du dich nicht schützen konntest...

Du fragst in deinem Beitrag, ob es sich um Depressionen handeln könnte. Darin sehe ich vor allem einen Verdrängungsmechanismus deinerseits... um dich mit einer relativ neutral und verbreitet klingenden Diagnose von dem abzulenken, worum es wirklich geht. Von den Vergewaltigungen und dem Missbrauch, von deiner persönlichen Schwäche und Unfähigkeit, dich vor solchen Übergriffen zu schützen...

Tut mir wirklich leid, dass ich dir nichts Hoffnungsvolleres schreiben kann... ich wünsch dir trotzdem von Herzen, dass du einen Weg für dich findest, auf dem du es schaffst, dich vor solchen Übergriffen in Zukunft zu schützen, und nach und nach deine Erlebnisse aufzuarbeiten.

mVugZlduxgl


Das klingt nach Borderline.

:-o

Nicht jedes selbstverletzende Verhalten hat was mit Borderline zu tun! Gerade bei Missbrauchserfahrungen kommt es recht häufig vor.

bGlue lheroxn


Nicht jedes selbstverletzende Verhalten hat was mit Borderline zu tun!

Danke, das wollte ich auch gerade schreiben.

Hol dir auf jeden Fall Hilfe. Wildwasser wurde ja genannt, Frauennotruf z.B. bietet zum Teil auch Krisenintervention an. Und sicher auch Beratung, wie du mit der aktuellen Situation umgehen kannst. Wahrscheinlich bekommt man da auch schneller Beratungstermine als einen Therapieplatz. Ansonsten glaube ich auch, dass aufgrund deiner Erfahrungen eine therapeutische Begleitung angeraten wäre. Der Zeitraum zu welchem es dir so geht spielt dabei glaube ich gar keine Rolle. Bei manchen kommen die Symptome Jahre später.

Krleixo


gast90

Ich weiss ja dass es nicht so ist. ch weiss auch so WIRKLICH kann mir das nur ein Arzt beantworten, aber ich möchte auf keinen Fall zum Arzt gehen damit..dann müsste ich ihm das alles erzählen.

Naja, so funktioniert das auch nicht. Kein Arzt kann dich zwingen etwas zu erzählen, was Du nicht erzählen möchtest. Aber vielleicht ist es ja mal ein Schritt, dass Du vielleicht hier in der Lage bist, alles zu reflektieren und es zuerst versuchst hier schriftlich zu formulieren. Auch hier ist es so, dass Du auf nichts eingehen musst, was Dir unangenehm ist. Es wäre vielleicht auch eine Übung, es dann auch zu schreiben, dass Du darauf jetzt noch nicht eingehen kannst. Aber das ist jetzt nur die Möglichkeit, die Du vielleicht für Dich nutzen möchtest. Die Entscheidung triffst natürlich Du alleine.

Hast Du es auch noch nie jemand anderem gesagt? Hast Du eine Vertrauensperson, mit der Du Dir vorstellen könntest, mit ihr darüber zu reden?

Ich wurde seit ich 13 bin bis 21 einige Male vergewaltigt und missbraucht. Ich bin jetzt 22 Jahre alt.

Das sind sehr schlimme Erfahrungen, die Du gemacht hast und leider noch immer machst. Traust Du es Dir zu es zu versuchen zu formulieren, wie es dazu kam und kommt? Wenn nicht, ist es auch völlig okay.

Das letzte Mal war vor gut 8 Wochen. Seither bin ich..anders geworden. Nicht mehr ich. Ich rede kaum noch, heul fast jede Nacht, treff mich nicht mehr mit Freunden und wenn ausnahmsweise mal dann nur sehr kurz.

Es hört sich so an, als wäre es nur das letzte Mal gewesen, das auf Dich diese Auswirkungen hatte. Wie ging es Dir denn in den letzten Jahren damit? Hast Du da anders reagiert? Hattest Du es für Dich versucht zu verarbeiten?

Ich verletze mich selber und merke wie ich unvorsichtiger werde, wie ich immer mehr Blut sehen will und ich bin am liebsten alleine mit mir und meinen Gedanken. Ich fühle einen Druck in meiner Brust der mir manchmal den Atem raubt...als ob es mich innerlich zerquetscht..

Hast Du Dich auch vor dem letzten Mal selbst verletzt oder seit dem letzten Mal? Wie kommt es, dass Du Dich verletzt?

Meine Frage ist nun: kann es sich dabei um Depressionen handeln OBWOHL es schon 2 Monate her ist?

Ich verstehe nicht ganz, wie die Frage gemeint ist: Was meinst Du damit, wenn Du schreibst "obwohl es schon 2 Monate her ist"?

Ob es eine Depression ist oder etwas anderes, das könnte Dir nur ein Fachmann sagen, aber da willst Du ja zumindest im Moment noch nicht hin.

Und wenn ja wie lange dauert es bis ich von denen und von den ganzen Erinnerungen an die Missbrauche geheilt bin?

Hast Du denn bisher etwas getan, damit Du geheilt wurdest? Wie bist du bisher damit umgegangen?

Ich will dass es aufhört.

Dann müsstest Du bereit sein etwas zu ändern. Bist Du denn dazu bereit?

Danke schonmal für eure Hilfe.

Was würde dir denn helfen?

Ber|emensGie


Hallo Gast 90,

fühl dich von mir erst einmal ganz fest in den Armgenommen und wenn es dir hilft kannst du auch ganz doll dabei deinen Tränen freien Lauf lassen.

Du bist noch so jung und hast schon schlimmes erfahren müssen.

Genau wie meine Vorrednerinnen kann ich Dir nur sagen dass du professionelle Hilfe brauchst. Es scheint mir auch wichtig dass du ganz schnell aus dem Umfeld raus kommst in dem du dich derzeit befindest.

Wenn du in einer Stadt wohnst fällt mir nur noch die Option Frauenhaus ein. Dort könntest du wenigstens etwas zur Ruhe kommen. Dort könntest du mit professioneller Hilfe dann klären wie deine nächsten Schritte aussehen könnten. Im Frauenhaus triffst du auch auf Frauen die so ein ähnliches Schicksal erlitten haben wie du.

Ich wünsche dir alles Gute

P>lüscAhbiexst


Wenn es dir nicht möglich ist darüber zu reden, dann schreibe es auf.

Diese Aufzeichnungen könntest du einer Psychologin zu lesen geben.

nZeverth)elxess


Dein Hausarzt oder ein Allgemeinmediziner ist der falsche Ansprechpartner.

Wieso der falsche Ansprechpartner? Als ich damals Angst hatte, mir Hilfe zu holen und nicht einmal wusste, an wen ich mich überhaupt genau wenden soll, war mein Hausarzt für mich genau der richtige Ansprechpartner. Ich bin ohne Termin in die Sprechstunde und habe auch nur am Empfang gesagt, dass ich gerne den Arzt sprechen möchte. Unter Tränen habe ich ihm mein Problem geschildert und er hat mir zugehört. Er hat für mich noch in diesem Moment ein paar Telefonate erledigt und mich Heim geschickt mit den Worten "heute ruft Sie noch meine Sprechstundenhilfe an und gibt Ihnen den Termin für den Psychologen durch". Und genau so war es auch.

Ansonsten kann ich Beratungsstellen auch empfehlen. Da hast du immer ein offenes, professionelles Ohr und wirst an die richtigen Stellen weiter geleitet bei Bedarf.

LG

Pslüschbixest


Ich denke auch dass der Hausarzt ein geeigneter Ansprechpartner sein könnte.

Das Problem hier ist aber wohl, dass die TE einfach nicht über das Erlebte sprechen kann.

Vielleicht möchte sie es auch geheim halten um zum Beispiel der Mutter nicht weh zu tun,

falls diese von dem Geschehen bislang nichts mitbekommen hat?

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