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"Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon."

b*lue he|roxn


Danke danae |-o. Ich versuche das gerade auch zu lernen. Es ist verdammt schwer Geduld zu haben, vor allem wenn vieles in Leben und Alltag eben nicht funktioniert wie bei anderen. Deswegen kann ich auch die Frustration so gut verstehen. Aber in Zeiten, wo es mir mal gelingt fühlt es sich irgendwie....gesünder an.

l}uomaxren


Ich kann meine Haut immer noch nicht steuern. ;-D Auf deine Frage gibt es folgende Antwort:

Ich habe akzeptieren müssen, dass ich auch meine Grenzen habe und wenn ich müde bin, dann liegt das daran, dass ich viel gemacht habe. Ich weiß mittlerweile, dass ich so viel gearbeitet habe, dass wirklich mehr nicht ging. Selbst wenn ich mittlerweile "normal" arbeite, dann ist das immer noch viel. Es war extrem wichtig, dass die Maßstäbe endlich mal geradegerückt wurden. Es gibt übrigens immer einen, der in einem Teilgebiet besser als du ist. Meinen Meister für Pingeligkeit und Genauigkeit habe ich gefunden. Es macht einen nur menschlich, wenn auch mal was nicht so gut läuft. Ich bin kein Roboter. ;-D

Der Rest besteht aus Achtsamkeitsübungen. Ich habe mittlerweile ein extrem gutes Körpergefühl. Das läuft hauptsächlich über Ausprobieren und Beobachten, zum Beispiel, was ich essen möchte. Mein Körper kann sich vorstellen, dass eine Reittherapie für dich eine Herausforderung ist, weil du das Pferd nur mit deinem Körper steuern kannst und du ihm auf eine gewisse Weise ausgeliefert bist.

Außerdem habe ich einen Raum für Nichtstun geschaffen. Ich kann damit umgehen, dass Muße auch einen Wert hat.

Das, was ich an Gewalt erlebt habe, war definitiv massiv. Auch andere hätten dabei Schaden genommen. Es ist zwar vieles bearbeitet, aber auf körperlicher Ebene werde ich sie noch bis zu meinem Lebensende mitschleifen. Es wird nie mehr so wie vorher sein.

dManaqe87


Ach ja, Geduld. Auch nicht meine Königsdisziplin, besonders mit mir. Aber das wird schon. Und ich bin vielleicht nicht mehr ständig high, aber auch nicht mehr so down. Und schön ist es ja auch dazwischen, wenn man sich erstmal die Zeit genommen hat zu lernen das dazwischen, die Grautöne, überhaupt zu sehen und zu schätzen.

DGé.lPiée


Ankelina

Ich glaube, das liegt einfach daran, weil es einfach nicht passiert. Ich würde mir schon erlauben, auch mal glücklich zu sein, aber ich bins nicht. Und es gibt ja leider keinen Schalter? Ich kann schöne Dinge erleben, aber darüber ist immer dieser unglückliche Nebel. Natürlich sage ich mir manchmal auch bewusst, dass ich nicht glücklich oder gesund werden darf, aber ganz oft läuft das unbewusst ab, wenn ich eigentlich versucht habe, glücklich zu sein und schöne Dinge zu tun.

Beim Reiten z.B. habe ich mir ja viel erhofft, unter anderem eben auch, dass es mir Spaß macht und ich mir sicher bin, dass ich das weitermachen möchte. Dann kamen aber die ganzen negativen Gedanken und haben das so getrübt...

Ich war auch schon ganz unten aber ich habe mich wieder an die Oberfläche gekämpft weil mir bewusst wurde dass aufgeben niemals eine Option für mich wäre.

Für mich war aufgeben immer eine Option. Chronisch suizidal bin ich seit vielen Jahren, aber dann war ich es plötzlich sehr akut. Eigentlich war mir nach der Klinik schon klar, dass ich leben will. Hatte ich ja auch geschrieben. Auch da waren die Suizidgedanken noch sehr präsent, aber ich dachte, ich könnte die in Schach halten. Jetzt sind sie aber wieder so lange schon so präsent, dass sie wieder viel akuter werden, weil ich glaube, alles versucht zu haben und jetzt am Ende bin.

Ich habe auch sehr oft das Gefühl, dass mir niemand helfen kann?

Alles, was ihr schreibt, verstehe ich rational, aber es kommt nicht wirklich bei mir an, weil ich gar nicht mehr in der Lage bin, irgendwas zu ändern. Die Depression ist gerade so allumfassend, dass es mir scheint, als müsste ich entweder genau so jetzt für immer leben oder halt aufgeben. Weil sich nichts ändern wird, auch, weil ich nicht weiß, wie und die ganze Zeit Therapie mir in dem Punkt überhaupt nicht weitergeholfen hat. Ich bin mit schweren Depressionen eingewiesen worden und mit schweren Depressionen entlassen. Selbst mein Arztbericht liest sich so trostlos und hoffnungslos.

Ich wünsche dir dass du irgendwann ganz viel Zuversicht und Vertrauen in dich selbst bekommen wirst .

Ja, aber wie?

Das kommt ja nicht einfach vom Himmel gefallen, aber alle Versuche, es zu bekommen, gingen nach hinten los. Trotz Therapie.

Wieso werde ich eigentlich von Gruppe zu Gruppe und Therapeut geschubst? Auch hier ambulant sind mal wieder alle überfordert und verdammt irritiert, mit was für einem Medikamentencocktail ich durch die Welt laufe, da fühle ich mich ja richtig sicher.

blue heron

Ich finde auch, dass du wirklich gute Worte für das alles findest. Auch das mit dem Selbstmitgefühl.

Ich habe das Gefühl, dass da eine unglaubliche Gnadenlosigkeit mitschwingt bei allem was du tust, oder eben nicht tun kannst.

Ja, ich vergleiche mich mit der, die ich gerne wäre bzw. mittlerweile der, die ich in der Klinik war. Was ich alles wollte und konnte und überhaupt. Aber dort bin ich anscheinend nicht die, die ich eigentlich bin, weil Zuhause kann ich gar nichts.

Weil es eine Krankheit ist und keine persönliche Willensschwäche.

Viele Menschen sagen einfach, dass man nur "wollen" muss. Du musst es nur wollen, du musst nur essen, zunehmen, akzeptieren. Immer du, du, du. Folglich liegt der Fehler dann ja bei mir, weil ich es nicht genug will?

Ja natürlich ist es eine Krankheit, aber anders als bei körperlichen Erkrankungen schwingt da eben genau das immer das mit. In psychischen Therapien kann man so viel besser versagen, nämlich immer dann, wenn es nicht klappt.

Mitgefühl für sich selbst aufbringen.

Das ist so verdammt schwer, wenn man sich die Schuld dafür gibt, dass es einem so geht wie es eben ist... ich kann dafür kein Mitleid aufbringen, ich weiß nicht wie?

Also ich unterschreibe sofort, was du schreibst! Auch, wenn ich mit anderen in den Therapien geredet habe, war ich ganz anders als zu mir. Verständnisvoll, mitfühlend, aber sobald es um mich geht, bin ich so hart. So von wegen "Du hast es so gewollt", weshalb ich nicht anders sein kann, als so festgefahren?

Aber sich dem Schmerz emotional zu stellen, ist eine der schwersten Übungen meines Lebens und ich versage auch immer wieder.

Aber wie macht man das? Wie stellt man sich emotional dem Schmerz?

Ich habe Emotionen hochkommen lassen, versucht auszuhalten, zwischendrin auch mal Ablenkung, aber sehr viel aushalten. Weniger wurde dadurch gar nichts. Wenn ich weine, fühle ich mich nicht besser, sondern der Schmerz wird nur viel mächtiger und größer und fordernder, dass ich aufhöre zu kämpfen und einfach liegenbleibe. Deshalb habe ich aufgehört, auszuhalten und die Emotionen durchzustehen. Ich kann hier nicht Ewigkeiten liegen und weinen und dabei hoffen, dass ich mir auch keinen Fall etwas antue, weil ich das nicht versichern kann. Ich würde es tun, ich weiß es. Und niemand könnte mich davon abhalten, weil ich es nicht schaffen würde, um Hilfe zu bitten. Das war in der Klinik schon verdammt schwer und ich stand ständig mit einem Fuß in der Geschlossenen. Aber da war ich unter "Aufsicht" und hier kann ich machen, was ich will. Niemand weiß, was ich in so einem Moment dann will, aber ich kann es eben erahnen.

_kitsune

Diesbezüglich hat dir Therapie nicht weitergeholfen, den Grundselbsthass besser zu verstehen (das fällt ja nicht vom Himmel) und ggf. Möglichkeiten zu entwickeln, diesen Prozess auch wieder stoppen zu können, wenn er mal wieder sehr aktiv ist?

Nicht wirklich. Skills und so helfen mir einfach nicht, weil sie letztendlich immer darauf hinauslaufen, dass ich mir doch schade. Alles zu exzessiv mache.

Macht dir das ansonsten Spaß und fühlst du dich da tendenziell wohl? Gibt es dabei eigentlich überhaupt die Möglichkeit, durchzufallen/zu versagen bei den Reittherapiestunden?

Ja, es macht mir schon Spaß. Aber wenn ich bedenke, dass meine Kraft, überhaupt aufzustehen und erst recht das Haus zu verlassen, immer weniger wird, zweifle ich ganz stark an, dass ich das durchhalte. Vielleicht würde ich ein zweites Mal gerne hingehen, das dritte Mal dann schon weniger, aber beim vierten Mal hätte ich wahrscheinlich gar keine Kraft/Lust dazu, dass ich mich entweder hinquälen oder eine Ausrede finden würde. Ich weiß, dass ich geizig bin, was Geld angeht ( ;-D ), weil ich ständig für irgendwas spare, von dem ich noch gar nichts weiß, aber für eine Quälerei ist mir das Geld dann halt zu schade. Und es ist eben nichts langlebiges. Mir wurde mal eingeredet, dass Reitstunden voll unsinnig sind, weil man außerhalb derer überhaupt keine Möglichkeit hat zu reiten, wenn man nicht gerade ein eigenes Pferd hat. Werde ich niemals haben, Reitbeteiligung auch nicht, also ist es nur etwas für den Moment, also ja, zu geizig.

Versagen, keine Ahnung. Nicht offiziell, aber ich kann mich schon danach schlecht fühlen. Wenn das Pferd macht, was es will und ich komplett überfordert oben drauf sitze, dann habe ich wohl versagt. Wenn es nach links anstatt nach rechts läuft, dann wohl auch eher ;-) .

danae

Vielleicht begleitet mich das eine oder andere bis ins Grab.

Bei manchen Sachen kann ich mir das auch denken, aber nicht bei etwas so Existenziellem wie gerade. Manches kann ich ja hinnehmen, aber gravierendes eben nicht und dann kann ich so nicht denken.

luomaren

Es gibt übrigens immer einen, der in einem Teilgebiet besser als du ist.

Ich erwarte ja auch überhaupt nicht, die Beste zu sein. Das mag hier vielleicht so rüberkommen, aber so ist es nicht. Ich habe keinen besonders stark ausgeprägten Wettkampfgedanken und kam immer damit klar, dass ich nicht die Allerschnellste war, sondern nur Platz 4, also auch immer glatt an einer besonderen Medaille vorbei ;-D . Natürlich hat es sich toll angefühlt, sehr toll sogar, als wir Landesmeister wurden (nicht im Laufen, sondern JRK), aber es war okay, dass wir nicht z.B. Bundesmeister werden konnten, weil es in diesem Jahr keinen Wettkampf in unserer Altersklasse gab.

Ich weiß, dass ich nicht die besten Noten schreibe oder überhaupt in irgendwas die Beste bin ;-) . Würde ich so denken, wäre ich noch mehr vom Versagen geprägt, als ich es eh schon bin.

Ich weiß nicht, wie ihr darauf kommt, dass ich die Beste, die Dünnste oder so sein will. Ich will nur für meine Maßstäbe diejenige sein.

Ich habe mittlerweile ein extrem gutes Körpergefühl.

Und wie hast du das geschafft?

Mein Körper kann sich vorstellen, dass eine Reittherapie für dich eine Herausforderung ist, weil du das Pferd nur mit deinem Körper steuern kannst und du ihm auf eine gewisse Weise ausgeliefert bist.

Ja ;-D . Ich spüre meinen Körper schwer positiv. Ich spüre sehr gerne meine körperlichen Grenzen, aber das ist was anderes, als den Körper gern zu spüren. Mal als Beispiel: Das fängt schon damit an, wenn ich im Bett liege oder irgendwo sitze. Kein Körperteil darf das andere berühren oder normal aufliegen, weil ich das nicht gut aushalte. Entweder stehe ich, bin beim Sitzen extrem angespannt und darauf bedacht, dass ich nicht das Gefühl habe, auseinander zu fließen, oder alles ist mit zig Decken und Kissen zwischengepolstert (bin Seitenschläfer, unpraktisch, aber zum Glück drehe ich mich nicht hin und her, wenn ich alleine im Bett bin, also kann da nichts verrutschen). Ich kann auch nicht gut aus dem Haus. Bei Fremden geht es noch, aber bei Bekannten? Niemals. Ich weiß, dass ich beim Laufen kein Erdbeben auslöse. Erstaunlicherweise weiß ich sogar, dass ich nicht dick bin, weil ich faktisch untergewichtig bin, aber es fühlt sich trotzdem so an und darum gehts.

Das bestimmt derzeit meinen Tag! Und glaubt mir, ihr findet wahrscheinlich schwer eine Person, die das lächerlicher findet als ich.

D\é.lxiée


Pferden ist aber meist auch herzlich egal, was ich da oben veranstalte. Ich bin nicht sonderlich stark und wahrscheinlich merken die gar nicht so viel davon ;-D . Ich bin mal auf einem Pferd geritten, das war so so einfühlsam, da habe ich allein mit Atmung und ganz sachten Bewegungen die Gangart wechseln oder abwenden können.

danae

Und ich bin vielleicht nicht mehr ständig high, aber auch nicht mehr so down. Und schön ist es ja auch dazwischen, wenn man sich erstmal die Zeit genommen hat zu lernen das dazwischen, die Grautöne, überhaupt zu sehen und zu schätzen.

Das ist für mich ein perfektes Beispiel, warum für mich gerade alles so kryptisch ist.

Ich sehe weder Highs noch Downs? Zwischentöne schon gar nicht. Alles wabert tief unten. Nicht ganz unten, sondern gerade so tief, dass es mir schlecht geht, aber ich mir noch nichts antue. Natürlich hüpft es dann mal hier, mal da über die Grenzen, aber die meiste Zeit über tue und fühle ich nichts. Aber ganz ehrlich, das finde ich schlimmer. Wenn da gar keine Gefühle mehr da sind.

lzuom<aren


Ich weiß nicht, wie ihr darauf kommt, dass ich die Beste, die Dünnste oder so sein will.

So wie du hier herumgezetert hast, welche Note du in der BA brauchst und welchen Eindruck du bei deinen Kommilitonen hinterlassen hast, kann man da schon daraufkommen. ;-D Das hat noch nicht einmal etwas mit Wettkampf zu tun. Ich bin auch nicht wettkampforientiert, weil das in gewissen Bereichen sozial nachteilig ist, wenn man als Klugscheißer dasteht.

Ich habe mittlerweile ein extrem gutes Körpergefühl.

Und wie hast du das geschafft?

Nach 10 Jahren Taichi und 2 Jahren intensiver Beobachtung, was ich essen möchte, stellt sich das von alleine ein. ;-D

Das fängt schon damit an, wenn ich im Bett liege oder irgendwo sitze. Kein Körperteil darf das andere berühren oder normal aufliegen, weil ich das nicht gut aushalte. Entweder stehe ich, bin beim Sitzen extrem angespannt und darauf bedacht, dass ich nicht das Gefühl habe, auseinander zu fließen, oder alles ist mit zig Decken und Kissen zwischengepolstert (bin Seitenschläfer, unpraktisch, aber zum Glück drehe ich mich nicht hin und her, wenn ich alleine im Bett bin, also kann da nichts verrutschen).

Kannst du da nicht irgendwie eine Desensibilisierungsstrategie entwickeln, und wenn du damit anfängst, dass du mal fünf Minuten ohne Kissen dich hinzulegen? Ich könnte dir jetzt einen längeren Vortrag dazu schreiben, wie diese Haltungen dir Energie (Qi) rauben und wie es damit zusammenhängen könnte, dass du dich so schlecht fühlst. Das Schreiben macht nur Sinn, wenn du dafür offen bist.

d&anaQe8x7


Ne, du bist gerade, gemessen an deinem normal null, ziemlich down. Soweit so ekelig-normal. Der Punkt ist, die einzigen Highs, die einzigen Erfolge die du dir gerade noch vorstellen kannst sind alle in der Essstörung verankert. Da kannst du dir welche erarbeiten, da weißt du was du tun sollst. Nur bedeutet die Essstörung auch immer das du die destruktiven Bahnen in deinem Hirn weiter ausbaust.

Was ich meinte mit Akzeptanz ist: Nicht die Essstörung benutzen. Ich weiß du kommst mir nun wieder mit der Gefahr dich dann umzubringen, nur das tust du ja eh. Du bist da nicht realistisch, mir klar, aber mit der Magersucht bringst du dich auf Dauer um. Nun wirst du mir mit "Aber was ich anpeile ist Untergewicht aber medizinisch nicht bedenklich" kommen, aber das ist ja keine Angabe für jeden Körper und ganz sicher keine Angabe auf Dauer und für ein Leben. Die Angabe sagt nur, dass mit diesem Gewicht keine akute Lebensgefahr besteht, aber eine deutlich Unterversorgung des Körpers gegeben ist.

Der logische Menschenverstand sagt einem schon, dass sowas auf Dauer nicht gut geht. Dann kommst du mir nun sicher wieder mit deinen guten Blutwerten. (Lustig oder, wenn man eine Unterhaltung gleich kompett führen kann, mh ;-D ) Und dann sage ich dir:"Wer weiß schon welche deine Organe dafür schon anverdaut wurden? Immerhin hast du ja nun auch soviele gesundheitliche Probleme die darauf schließen lassen das dein Körper endgültig den Halt verliert, dass man das ruhig ernst nehmen dürfte.

fazit: Du bringst dich auf der einen Strecke sicher um und das nur weil du das Risiko scheust die andere könnte schief gehen. Das ist in etwa wie sich auf die Gleise zu legen damit man nicht das Risiko eingehen muss, bei einem Autounfall zu versterben.

Und nachdem wir das abgearbeitet haben würde ich gerne das übliche Gebla verlassen. Du bist depressiv, dass ist eine Phase und die geht vorbei, ob du hungerst oder nicht. Die Frage ist ob du den Mut aufbringst das Risiko einzugehen. Soweit so klar. Nun also zu den interessanten Fragen des Tages: Was hast du heute so gemacht?

Ich hab heute Efeu aufgerollt, wie einen Rollrasen der etwas mehr als etwas Wiederstand leistet. Und das mit rumkugelnden Kindern die mir total wichtig helfen und dabei ständig nach hinten kippen weil das Kraut mehr Kraft hat als sie. ;-D ;-D

Außerdem hab ich hier fast sowas wie aufgeräumt. Ich brauch nur noch Staubsaugen und wischen. Diese Woche muss ich das nämlich machen, der Mann vergisst immer die Spinnenweben an der Decke und heute bin ich durch eine Tür gegangen und hatte eine ganze Spinnwebe sammt Bewohnerin im Gesicht. Urgh.

Dwé.glié/e


luomaren

So wie du hier herumgezetert hast, welche Note du in der BA brauchst und welchen Eindruck du bei deinen Kommilitonen hinterlassen hast, kann man da schon daraufkommen.

Ich kann ja nichts dafür, dass meine Kommilitonen mich für überschlau halten ;-D . Und das mit der Note meinen Ansprüchen angepasst. Ich bin halt sonst nicht zufrieden. Dass ich sehr streng mit mir bin, weiß ich aber. Ehrgeiz muss ja aber nicht immer was Schlechtes sein?

Ich könnte dir jetzt einen längeren Vortrag dazu schreiben, wie diese Haltungen dir Energie (Qi) rauben und wie es damit zusammenhängen könnte, dass du dich so schlecht fühlst.

Wie meinst du das?

danae

Lustig oder, wenn man eine Unterhaltung gleich kompett führen kann, mh ;-D

Naja, dann muss ich ja gar nichts mehr sagen.

Die Frage ist ob du den Mut aufbringst das Risiko einzugehen.

Ehrlich gesagt gerade nicht, nein.

Nun also zu den interessanten Fragen des Tages: Was hast du heute so gemacht?

Und genau deshalb wollte ich vorerst nicht hier schreiben. Weil ich ganz genau weiß, dass ich kreisel und wieder an einem Punkt bin, an dem ich vor einer Weile schon einmal war. Nur vielleicht ein kleines Bisschen sturer, weil ich gerade keine Energie dafür aufbringen kann, gegen irgendwas zu kämpfen, gegen das ich augenscheinlich sowieso erstmal keine Chance habe. Und dafür reichen meine Ressourcen nicht. BA läuft gerade richtig beschissen, weil ich auch dafür keine Energie habe und wir immer noch nicht richtig auf einen Nenner gekommen sind. Mir geht da langsam alles aus an Ideen und Vorstellungen, wie ich das Ding irgendwie stemmen kann. Das deprimiert mich noch mehr. Wenn wir mal davon ausgehen, dass ich mich auf meinen nächsten Schritt konzentrieren soll. Das ganze andere Theater, dass ich mir eigentlich einen Psychiater suchen müsste oder halt gezwungenermaßen aufhöre, meine Tabletten zu nehmen (die ja eh nicht wirken), aber auch dafür habe ich keine Energie. Ich habe keine Strategien, mich zu irgendwas aufzuraffen. Dass ich massiven Zeitdruck mit der BA habe ist auch noch mehr oder weniger unbedacht und dass ich langsam anfangen müsste, mich um einen Job zu kümmern, auch. Wie realitätsfern das halt einfach ist, dass ich arbeite. Ja, ich bin depressiv, weiß ich auch. Das Wissen bringt mir aber nichts und nein, diese Phase geht anscheinend nicht wirklich vorbei, weil die habe ich seit Juni. Nur ist sie jetzt schlimmer, aber niemand kann mir sagen, ob es wieder besser wird oder nicht.

Aber da ich gerade nichts konstruktives oder produktives zu sagen habe, wollte ich meine Klappe halten.

Ich kann vor mich hin jammern, dass ich nichts auf die Reihe kriege, ändert aber nichts.

Also was soll ich dann erzählen?

"Heute habe ich ein bisschen Schokolade gegessen"

"Heute Nacht habe ich nur 14 Stunden geschlafen anstatt 16"

Das meine ich mit reinziehen. Es ist meine Sache, was ich mir antue, aber eine andere, ob ich es hier mitteile und andere Menschen sich darüber vielleicht noch Gedanken machen oder eben nicht. Letztendlich ist es nur Gejammer, vielleicht ab und an mal anders verpackt. Und man kann mir ja auch raten, was man will, ich bin stur. Du drückst das wunderschön aus, es ist einfach nur Gebla.

P.S. Was hast du mit dem Efeu vor? Efeu ist schön, aber leider so zerstörerisch.

Spinnen, ach Spinnen. Seit eine Vogelspinne meine Mitbewohnerin ist, bin ich etwas abgehärteter. Heißt aber nicht, dass es mir nicht jedes Mal eiskalt den Rücken runter läuft, wenn ich am Terrarium vorbei muss (und früher musste ich das immerhin täglich mehrmals, weil die im Flur vor meinem Zimmer stand). Ne, du hast mein vollstes Mitgefühl, die muss man nicht im Gesicht haben, neinein.

DYé.lxiée


Versteh mich nicht falsch, ich schreibe hier gern und ich bin Dir dankbar für das, was du da gerade tust, aber ich empfinde mich als sehr unfair, wenn ich so bin wie ich gerade bin. Du weißt ja selbst wie ich gerade bin, denn genau aus dem Grund kannst du so fast zutreffend voraussagen, was ich gerade denke oder ansetzen würde zu schreiben.

So ist das einfach nicht fair.

dVan4aeP87


Ah, aber ich leide nicht enorm, mach dir da mal um mich keinen Kopf und alle anderen hier sind auch groß und können sich einfach zurückziehen oder nach Büchern fragen die du gerade liest, wenn ihnen der Rest zuviel ist. Man kann das hier ja einfach überlesen.

Boah, 14 Stunden Schlaf? Ich bin neidisch. Die Große hat gestern zuviel Sojasahne gegessen und kam heute nach bei mir ins bett um dann da rumzuhampeln, weil sie ja nicht wieder einschlafen kann und so unruhig wird von dem Zeug. "Mein Körper zappelt von alleine.", sagt sie dazu.

Ich bin also entsprechend im Eimer. Egal, ich muss heute noch was schaffen, da wartet Arbeit auf mich und inzwischen habe ich ein Zeitproblem. Was durch die Zahnbehandlung Morgen *Freude* und die Arbeit für die Pferde am Freitag auch keinesfalls besser werden wird. Wieder zwei Vormittage die mir fehlen. :=o :=o

Dafür lese ich gerade ein super tolles Buch von einem Prof aus Wien über die Kleine Eiszeit und die Auswirkungen dieser auf die Gesellschaft des 16/17 Jahrhunderts. Der hat einen Philosophiegeschichtlichen Schwerpunkt und das gefällt mir total gut. Muss Spinoza lesen, denke ich.

Ausserdem schlage ich mich mit meinem Brennprogramm rum, welches zwar CD1 einer Reihe kopieren wollte, alle folgenden CDs aber nicht mehr findet. Und ausserdem spackt meine Spülmaschine. Das ist ein Supergau. Ehrlich. Wieso das Mistteil?

Und ich hatte immer noch keinen Elektriker hier. Ehrlich, solangsam wirds zu dunkel um auf die Lampe über dem Küchentisch zu verzichten. Die Bastelarbeiten sehen zunehmend experimentell aus. Bei meinen Nähprojekten könnte das spassig werden. ]:D ]:D

Efeu? Ich verbrenne den, sonst wächst der ja wieder an und ich hab wahrlich genug von dem Zeug. Allerdings lasse ich ein paar Bäume damit überwuchern, Naturschutz und schick und so. Nur möchte ICH gerne die sein die aussucht welche und vorallem welche nicht. Der Efeu ist da immer so promiskuitiv.

Häkelst du gerade was? Hörst du ein nettes Hörbuch? Und wenn welches? Schon Blätter gesammelt oder werden die bei dir noch nicht bunt? Und Kastanien? Habt ihr Kastanien? Hier sind leider fast alle krank, aber eine nette Userin hat welche für die Kinder gesammelt und geschickt. Ich hab mich sooo gefreut. :-D :-D

d~anwaex87


Und wer von deiner Bande hat bitte ne Spinne? Dein Bruder?

Dbé.lsiée


Das meine ich nicht... mir ist schon klar, dass hier jeder freiwillig mitliest, aber darum gehts eben nicht.

Und nein, die 14 Stunden Schlaf sind scheiße. Ich wache nämlich totmüde auf, brauche ewig um Aufzustehen und dann bin ich den ganzen Tag körperlich so müde, dass eigentlich gar nichts geht.

Ich kann gerade weder körperlich noch psychisch irgendwas leisten. Aber das ist so ziemlich egal, die Welt nimmt auf sowas keine Rücksicht. Klar auch.

Klar, lange schlafen ist schön, aber nicht, wenn Dich schlafen nur noch müder macht. Wie gesagt, ich warte nur drauf, dass ich wieder ins Bett kann.

duanaex87


Und nein, die 14 Stunden Schlaf sind scheiße. Ich wache nämlich totmüde auf, brauche ewig um Aufzustehen und dann bin ich den ganzen Tag körperlich so müde, dass eigentlich gar nichts geht.

Dat hab ich auch, egal wieviel ich schlafe, wenn ich so einen Schmerzschub habe. Nervt voll.

Die anderen Fragen, Schnucki, die anderen Fragen. ;-)

Dxé.l i\ée


Es geht um das:

Vielleicht brauche ich das. So sehr mir das Alleinsein Angst macht, so sehr muss ich es wahrscheinlich lernen. Hm, vielleicht brauche ich es. Ich weiß, dass ich eigentlich nicht alleine bin, aber ich fühle mich so allein, weil ich die bin, die gerade niemanden sehen, mit niemandem sprechen will. Vielleicht fühle ich mich irgendwann ja nicht mehr einsam, wenn ich weiß, wie es ist, wirklich alleine zu sein?

Mein Kopf schreit danach, alleine zu sein und vielleicht sollte ich ja einmal auf ihn hören.

Ich habe es nicht lange mit mir ausgehalten, so gar nicht lange.

w=intaeVrsonne x01


14 h Schlaf.... sicher nicht gut für dich in deinem mementanen Zustand. Stell dir doch einen Wecker ...9 h ist ausreichend und steh auf, egal wie fertig du dich fühlst und gehe aus, mache kleine Spaziergänge., auch wenn du keine Kraft oder auch Lust dafür spührst, wenigstens eine Stunde. ":/

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