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"Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon."

Dié.lixée


Woah, mein Kopf raucht und ich habe nicht einmal eine einzige Zeile getippt, seit Stunden. Ich weiß nicht, woran es hängt. Beim Quellendurchgehen merke ich halt, dass ich keine wirklich guten Quellen habe und überhaupt keine Ahnung mehr habe, wie ich die Seiten füllen soll. Das reicht vielleicht für eine Hausarbeit, aber nicht für eine BA %:| .

Die Literatur ist mehr als dürftig und mir fehlt immer noch das Verständnis, über was ich da schreibe. Also ja klar, da gibt es diese eine Institution, aber was da alles dazu gehört und überhaupt, das weiß ich nicht und finde auch nichts dazu. Wenn ich aber nicht endlich weitere Informationen finde, dann schaffe ich das nicht.

Ich würde am liebsten jetzt das ganze Thema über den Haufen schmeißen, ich weiß jetzt schon, dass ich das nicht kann. Und da hilft auch kein "Das wird schon, wenn du angefangen hast, was dazu gelesen hast". Ich HABE bereits angefangen und werde kein bisschen schlauer. Mir erschließen sich da auch absolut keine Zusammenhänge und durch diese erneute Änderung des Themas hat sich letztendlich die komplette Kernaussage der Arbeit geändert, das, was ich eigentlich hauptsächlich diskutieren wollte, was nicht so eindeutig erkennbar war, als ich dem zugestimmt habe. Das ist wie ein komplett neues Thema und hat gar nichts mehr mit dem zu tun, was ich noch hätte vereinbaren können.

Aber jetzt ist es zu spät und ich kann nicht einmal den Dozenten irgendwas fragen dazu, weil ich gar keine konkreten Fragen formulieren kann. Ich weiß überhaupt nicht, was der eigentlich von mir will oder erwartet, aber die Frage kommt ziemlich ungut, wenn ich sie stelle.

ich musste lange nicht mehr so kämpfen, nicht zu heulen und mich nicht zu verletzen. Das häuft sich gerade so massiv, dass alles schiefgeht. Körper scheiße, BA scheiße, Situation zuhause scheiße, weil Essen scheiße, Sport läuft scheiße. Ich hatte lange nicht mehr so ein riesiges Verlangen, mich so selbst zu verletzen, aber vielleicht ist es mir jetzt auch einfach egal. Ist eh alles egal, dieser Satz begleitet mich jetzt seit Wochen und ist halt echt so. Wen interessierts? Mich mittlerweile nicht mehr. Dann kämpfe ich halt nicht mehr gegen den ganzen Scheiß an, auch egal. Manchmal schleicht sich mir der Gedanke ein, dass es doch eh nur besser werden kann. Meine Destruktion hat ja eine Funktion und für die habe ich nunmal keine Alternative, also was wird da von mir erwartet? Dass ich einfach nichts tue - ist schon nicht so schlimm - und das einfach aushalte? Ganz ehrlich, nein. Mir reichts.

bYlue_ heroxn


Und einmal Gedankenstopp bitte! Mach keinen Mist, hinterher fühlst du dich noch blöder... (Heulen ist erlaubt ;-) )

Wenn das Thema trotz aller Beschäftigung damit Mist ist, dann hilft nur ein Gespräch mit dem betreuenden Dozenten, und zwar ein ehrliches. Mir wurde auch mal eine Thema zugeteilt, das einfach nicht funktionierte. Nach gefühlt hundert Nervenzusammenbrüchen bin ich hin und habe das ganz ehrlich thematisiert. Heraus kam zu meiner großen Überraschung eine Entschuldigung, ein neues Thema und eine Verlängerung der Abgabefrist. Das Thema hatte den Professor interessiert und er hatte keine Ahnung, dass es nicht funktioniert, weil er sich noch nicht wirklich damit auseinander gesetzt hatte. Wenn du argumentieren kannst warum es nicht läuft, sollte Ansprechen ok sein.

D}é.liéxe


Mein letzter Versuch ist gerade alles über Bord zu werfen und das Thema so abzuändern, dass ich was damit anfangen kann und dann dem Dozenten schicken...

Dvé.lixée


Ja, ich mache gerade mein eigenes Ding, halte mich nicht so genau an die Absprache, sondern an meine Meinung zu bestimmten Dingen und bin jetzt bei der Gliederung angekommen. Hah, jetzt wird das Ding wohl nur leider fast schon eine Doktorarbeit ;-D . Ich hasse so Vorgaben, wie viel man schreiben darf %:| . Also wieder was rauskürzen ;-D .

Ich muss das Ding schon irgendwie heute fertig bekommen, damit das zeitlich noch hinhaut. So langsam muss der Dozent nämlich mein Thema weiterleiten und danach ist die Überschrift ja fix.

Dsé.lJiée


Exposé ist fertig, den Themenschwerpunkt habe ich verändert und ist wohl durch so.

Woah, das war erst der Anfang %:| .

l|uoqmareen


Glückwunsch. Einmal auf die Schulter klopfen. ;-D

Mach dir keinen Kopf, du kriegst das schon hin, wenn du kontinuierlich und diszipliniert daran arbeitest.

Nur um meine Nerven zu schonen: Gehört du zu den Leuten, die erst kurz vor Ablauf einer Deadline richtig produktiv werden? Dann bin ich als Unterstützung draußen. Das halte ich nicht aus. Ich bin eher so der Typ, der ewig früh anfängt, um jeden Tag ein kleines Stückchen zu schaffen.

Dcéy.3lié+e


Hm, weiß nicht. Unter Druck arbeite ich besser, ja, aber die letzte Zeit hatte ich ja keine Fristen mehr. Auf jeden Fall habe ich diesmal nicht vor, die Frist auszureizen. Ich will am Dienstag oder Mittwoch in die Bib fahren und die Bücher holen und dann eigentlich schon anfangen. Ich habe mir schon überlegt, ob ich mir einen Spaß daraus mache und versuche, die BA bis zu meinem offiziellen Start schon fertig zu haben ;-D .

Ich bin eher so der Typ, der ewig früh anfängt, um jeden Tag ein kleines Stückchen zu schaffen.

Das schaffe ich nicht, also immer so ein Stückchen. Ich brauche einen gewissen Flow, aber wenn ich mal drin bin und es flüssig läuft, dann schaffe ich auch einiges. Ich zweifel nur ein bisschen an meinen kognitiven Fähigkeiten.

Nein, es gibt ja immer noch die Überlegung, ob ich danach wieder in die Klinik gehe. Aber da bin ich mir unschlüssig, weil mir die Situation dort gerade nicht passt. Also alle Therapeuten, mit denen ich gut konnte, sind jetzt in anderen Gruppen und dafür sind da welche, bei denen ich weiß, dass das gar nicht geht. Also gar nicht. Mittlerweile kenne ich die Klinik gut genug und weiß, was ich brauche und was nicht geht. Natürlich kann ich denen das sagen, aber bisher haben sie mich immer wieder ins eiskalte Wasser geschmissen und die ganze Zeit ging dafür drauf, irgendwie dort in den neuen Gruppen anzukommen, den neuen Therapeuten zu vertrauen usw.. Da habe ich einfach keine Zeit mehr für, irgendwann ists halt auch mal gut, ich will da - ehrlichgesagt - nicht mehr so halb wohnen. Dummerweise erfährt man erst, wenn man dort ist, in welche Gruppe man kommt, etc., sonst könnte ich mir vorher schon überlegen, ob ichs nochmal versuche oder nicht.

dAanaxe87


Guck dir die Klinik an wenn es überhaupt Thema wäre. Jetzt erstmal BA. Reicht offensichtlich voll und ganz.

DHé.;liéxe


Klinik IST aber schon ein Thema, da bringt das nichts, das jetzt zu ignorieren.

Derzeit habe ich keinen Grund, warum ich überhaupt irgendwas tun sollte. Auch keinen, warum ich mich mit der BA beeilen sollte (außer vielleicht ein Wettkampf mit mir selbst).

Da wartet nichts auf mich. Also wozu?

Klinik kann ein Hoffnungsschimmer sein. Ich kann mir sagen, versuche es nochmal, aber wenn ich mich dagegen entscheide, dann kann ich das ALLES lassen, weil dann habe ich absolut keine Perspektive mehr und dafür brauche ich dann auch keinen Abschluss.

Ihr sagt, es wird besser und ich frage, wann?

Kann niemand beantworten, weiß ich.

Klinik ja oder nein ist jetzt ein Thema für mich.

d:anaex87


Also geht es darum jetzt, auch ohne fertige BA in die Klinik zu gehen?

l_uomarxen


Da wartet nichts auf mich. Also wozu?

Mein erster Studienabschluss war das letzte Mal, wo ich ein greifbares, zeitlich definiertes Ziel in meinem Leben hatte. Man könnte es auch so formulieren: Rein versicherungsmathematisch hast du noch gut 55 Jahre vor dir, in denen du dafür sorgen muss, dass du alles nötige zum Leben hast und dich selbst bespaßen darfst, damit es nicht zu öde ist. Die meisten Leute suchen sich dafür erstmal eine Arbeit und gründen dann eine Familie. Das Modell hat sich bewährt und funktioniert auch schon eine ganze Weile... Wenn du nicht diesem Modell folgen möchtest, dann musst du trotzdem überlegen, was du machen möchtest. Ich glaube, ich brauche dir nicht zu erklären, wie zäh ein Körper sein kann.

Wenn du in die Klinik möchtest, dann ist das erst einmal legitim. Die zweite Frage für mich wäre dann aber auch: Was ist der richtige Zeitpunkt? Deutschland ist ein Land, was extrem an Zertifikaten hängt. Ohne Zertifikat kannst du nichts, auch wenn du jahrelange Erfahrung hast. Mit Zertifikat kannst du alles, auch wenn du überhaupt keinen Plan hast. Auch wenn du nachher nur Taxi fahren solltest, wäre es schon sinnvoll, dass du dich auch mit dem Bachelor schmücken kannst, weil sonst einfach die ganze investierte Zeit umsonst gewesen wäre. Ich würde erst einmal die BA fertig machen.

Ich habe übrigens den Eindruck, dass es auch jetzt besser wird. Ich habe in der letzten Woche extrem konstruktiv über deine BA sprechen können. Früher war da immer ein Gefühlschaos.

DNé.lUxe


Ne, schon die BA schreiben, aber es ist ein Unterschied, ob ich mich bemühe, weil ich danach ein Ziel habe oder ob mir alles egal ist und ich trödel. Wenn ich WILL, könnte ich wahrscheinlich realtiv zügig fertig werden. Also weiß ich nicht, aber normalerweise brauche ich für Hausarbeiten nicht lange.

Die meisten Leute suchen sich dafür erstmal eine Arbeit und gründen dann eine Familie. Das Modell hat sich bewährt und funktioniert auch schon eine ganze Weile...

Ich kann so nicht arbeiten in dem Zustand und eine Familie ist ja nunmal unendlich utopisch.

*

Mein Termin war heute und die Skepsis war sehr berechtigt. So viele dumme Sprüche, dass der Job (die fragen ja immer, was man macht und was ich denn studiere) schon mal gar nichts für mich ist, meine Medikamente, naja (ich weiß sehr wohl, dass ich ein arg heftiges Medikament nehme) und ich ja anscheinend überhaupt ziemlich kaputt bin und alles mitgenommen habe, was so geht an Diagnosen. Absolut unsensibel von wegen, ob ich die Pille nehme (man sieht mir momentan in Bezug auf meine Haut ziemlich an, dass meine Hormone durcheinander sind) - nein -, aber einen Freund hätte ich ja bestimmt - nein -, "naja, aber Jungfrau werden Sie ja wohl nicht mehr sein". Ich habe dann nach den ganzen Provokationen den Kampf gegen die Tränen verloren und ich hasse es, wenn mich jemand provoziert bis ich heule. Aber wenn sich mein Leben normalisieren soll, dann müsse ich was dafür tun (ähm, JA?! Was habe ich 13 Monate getan %-| ).

Äußerungen über mein Äußeres und meinen Körper gabs dazu geschenkt.

Dementsprechend schlecht geht es mir seitdem, jetzt sind "diese" Gefühle, der Ekel und dazu, mich nicht genug bemüht zu haben, wieder so präsent und Autofahren war spaßig, so am Rande vom Abdriften. Ich bin begeistert %-| und habe wieder wasweißich für Fantasien bzgl. SVV..

Ich soll zur Akupunktur kommen, aber werde ich wahrscheinlich nicht tun. Übernimmt die KK wahrscheinlich eh nicht und außerdem müsste ich dann ständig dahin fahren. Er ist ja überzeugt, dass das bei Depressionen hilft. Ich habe mich damit bisher nie beschäftigt.

E2he5malig&er Nutzer 5(#611x899)


Termin

Was war das denn für ein Termin?! Liest sich sehr speziell ... .

(Die Frage, ob man die Pille nehmen würde, ist aber eine Standardfrage bei Frauen und man wird meiner Erfahrung nach teils (negativ) als Exot behandelt, wenn man diese Frage verneint. Mit entsprechend unqualifizierten unsachlichen Kommentaren dazu ... .)

Ddé.lxiée


Das war aber ein Psychiater, der meine Berichte vor sich liegen hatte, in die er laut seinen Aussagen ja schon reingeschaut hat (da steht ganz genau drin, warum das Thema bei mir gar nicht geht, GAR nicht!), weiß, dass ich eine Posttraumatische Belastungsstörung habe. Vielleicht klingt das jetzt logischer für Dich, da kann man schon mehr Feinfühligkeit erwarten ;-) . Er war auch sichtlich geschockt, dass mich das so heftig getroffen hat. Ich bin aber momentan auch ganz empfindlich was das Thema angeht, da muss nur eine Szene in einem Film sein, wo sich Menschen sehr nahe kommen oder irgendein dummer Spruch und ich will mir die Haut regelrecht abziehen.

Da geht dann meine volle Kraft drauf, nicht zu dissoziieren und gleichzeitig nicht durchzudrehen auf irgendeine meiner Arten.

E[hemaligefr Nutzer (#6P1189x9)


Vielleicht klingt das jetzt logischer für Dich

Oh das war ein Missverständnis. Mit speziell meinte ich, dass die Art so wie du sie hier schilderst von ihm recht grob/fragwürdig rüberkam. Auch ohne PTBS, aber mit ist es vermutlich richtig übel.

Das hier

aber einen Freund hätte ich ja bestimmt - nein -, "naja, aber Jungfrau werden Sie ja wohl nicht mehr sein"

Äußerungen über mein Äußeres und meinen Körper gabs dazu geschenkt.

hätte ich von einem Psychiater eher nicht erwartet. Auch wenn es natürlich oft auf die genaue Formulierung und den Tonfall + Mimik etc. ankommt, mit dem das gesagt wurde, und das umgekehrt ausgerechnet wunde Punkte bei dir sind. Wenn er sichtlich geschockt war, wird ihm das immerhin nicht bewusst gewesen sein, wie das bei dir angekommen ist. Aber ob es das besser macht oder erst recht bezeichnend ist?! ... Mir sind persönlich die "Naturfeinfühligen" lieber, als die, denen man erst sagen muss, dass sie gerade auf dem eigenen Fuß stehen, weil die das selbst nicht merken. (Meine ich auch nicht so, dass die hellseherisch begabt sein müssen. Bei dir stand es zB ausdrücklich in der Akte.)

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