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"Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon."

Dmé.l6iée


Oder ich boykottiere das einfach und lass es bleiben. Und ganz ehrlich, dazu tendiere ich gerade. Durch diese ganzen zwischenmenschlichen Geschichten bugsiere ich mich von einer Krise in die andere und wenn ich das einfach vermeide, dann ist Ruhe. Ja, dann bin ich alleine, aber war ich die letzten Jahre auch. Es ist blöd, wenn man weiß, wie es sich anders anfühlt und ich bin deshalb auch ziemlich wütend auf mich selbst, weil ich diese Probleme vor ein paar Wochen noch nicht hatte, aber irgendwann werde ich mich da auch wieder dran gewöhnen und gut ist.

Anscheinend ist es für mich einfach nicht richtig. Und ich weiß sehr wohl, dass da jeder arme Teenager da mal durch muss (und Erwachsene auch immer wieder), aber ich denke mir halt gerade einfach, dass ich - metaphorisch gesagt - vielleicht nicht gerade ausprobieren muss, ob mich einer festhält, wenn ich springe. Ich habe gerade genug Probleme, hier flattern die ersten Mahnungen rein wegen den Büchern, die ich wegbringen muss (verlängern geht nicht) und ich habe sie noch nicht einmal aufgeschlagen, seit ich sie mit nach Hause genommen habe. Aber es geht halt einfach mal wieder gar nichts mehr, gar nichts. Ich war ein paar Tage weg, da war es weitestgehendst okay, aber kaum bin ich wieder hier, fällt mir die Decke auf den Kopf, die BA haut mir in die Fresse und ich bin gedanklich schon wieder in der selbstschädigenden Welt unterwegs, weil das einfach was ist, was ich kann. Das andere Zeug kann ich nicht. Gefühle, Menschen, Leistung, blabla.

Da geht es auch nicht um "mehr Zeit". Mir ist das alles einfach zu viel, egal mit wieviel Zeit.

Deshalb ärgert mich das alles auch so, weil ich es nicht einmal könnte, wenn ich es wollen würde. Ich habe da gar nicht wirklich die Wahl, weil ichs eben nicht kann und das nervt mich am meisten.

dManxae87


Böp.

Kannst du mal in die Bib fahren und deine Bücher scannen?

DHé.li6ée


Ne... ich muss die jetzt am Freitag zurückbringen und bis dahin irgendwas damit gemacht haben.

Aber ich fahre ja auch noch in meine alte Stadt Bücher holen. Leider ist da eins schon vergriffen bis Januar, arghs.

Heute ist der offizielle Start meiner Schreibzeit! %:|

dWana]e87


Na, irgendwo wirst du die doch komplett scannen können oder nicht? Also das hab ich mit Büchern nach dem Limit gemacht. ;-D

DYé.Jlixée


Lach nicht, aber in Frankfurt habe ich das nicht gefunden (Kopierer schon) und die wollen da sowieso Geld für. Geld zum Scannen, wie mies.

Ich fotografiere die Seiten meistens mit der guten Kamera ab, dann geht das auch, aber ich hasse es, wenn ich die Bücher nicht in der Hand haben kann beim Arbeiten.

Und das alles ändert auch überhaupt nichts an dem Gefühl, dass ich nicht bereit dafür bin.

doan8aea87


Tja, das Vermissen der Bücher (ich wie ich dich verstehe) habe ich immer als strafe dafür betrachtet, dass ich meinen Arsch vorher nicht hochbekommen habe. :=o :=o

Mach halt erstmal die Bilder, bereit oder nicht, die Zeit läuft. Das ist auch wie bei der Geburt, bereit oder nicht, das Kind wird kommen.

D9é.lixée


Das bringt halt alles nichts gegen die Panik. Dadurch wird sie eigentlich nur noch schlimmer.

d8anKaeX87


Dann überleg ob dir was gegen die Panik einfällt. Sitzen und warten? Geht sie einfach rum wenn du da zwei Stunden wartest wie eine echte Panikattakte oder bleibt sie die ganze Zeit erhalten. Erwacht jedesmal wenn du dich den Büchern zuwendest?

Belohnung, sich selbst bescheißen und sich erzählen das es nur ein kapitel ist und das für die arbeit noch gar nichts heißt, laute Musik und einfach drauf (mein bevorzugter Weg) was hilft dir? Weiter wie ein Karnickel vor der Schlange zu sitzen löst dein Problem jedenfalls nicht.

D8é.eliéxe


Ich muss die Bücher nur sehen oder irgendjemand sagt die Worte Bachelorarbeit, Master oder Arbeiten.

Ich gehe an die Decke, fauche und in mir drin schreien dann erst recht die Suizidgedanken los, weil ich das ALLES nicht schaffe und nicht kann.

Wie ich es löse? Ich gehe laufen. Hat irgendwie was von weglaufen, immer weiter und weiter.

Betäuben. Hat auch was von weglaufen?

Irgendwas blockiert mich da so gewaltig.

dwanaxe87


Das zählt nur dann als Lösung wenn du danach was tun kannst. Sonst ist es Flucht. Hier war es nicht ganz so übel oder?

DHé.liaée


Hach, hier ist es gerade brenzlig. Ich kann auch nicht mehr gut aus dem Haus, weil ich ständig Angst habe, dass ich draußen wieder so zusammenbreche. Ich hatte in der Bahn wohl sowas wie eine heftige Panikattacke, nachdem mein Wochenende absolut eskaliert ist mit Schlafmangel und überhaupt. Nachdem der Zugbegleiter sich irgendwie davon hat abbringen lassen, dass ich "Hilfe brauche", habe ich telefoniert. Danae kann ein Lied davon singen |-o . Aber das nagt an mir und ich kann nicht mehr raus...

Irgendwie ist die Situation Zuhause auch eskaliert und ich bin wohl komplett auseinander gebrochen (das war kurz danach, als ich endlich Zuhause ankam). Das hat sich in mir emotional einfach alles so zugespitzt, dass ich das erste Mal in meinem Leben freiwillig drüber nachgedacht habe, ob ich nicht verschlossen besser aufgehoben wäre. Naja, nachdem das dann aber so aus mir rausgeplatzt ist alles, dachte meine Mutter das zwischenzeitlich auch und sie hat mich zwar nicht eingewiesen, aber trotzdem.

Das war so ein harter Schlag. Alles würde ich so langsam über alles die Kontrolle verlieren... über alles!

Das war jetzt auch ein total falscher Zeitpunkt für so zwischenmenschliche Geschichten und ich denke ziemlich oft drüber nach, wie man sowas aushält. Und ob ich bereit bin, dieses Risiko zu tragen oder ob ich wieder zu diesem Stein werden will. Ich sage nicht, dass Nähe und sowas nicht schön ist, aber vielleicht ist mir der Preis zu hoch?

Aber dann kommen gleichzeitig die Gedanken, dass mein Leben sowieso schon so trist ist und dann platzt dieses Dilemma hoch. Daraus entstehen dann momentan hauptsächlich diese Suizidgedanken? Weil ich weder das eine noch das andere will und kann und überhaupt.

Doch, ich bin gerade richtig richtig unglücklich und halte mich irgendwie weiterhin nur damit über Wasser, dass ich alles betäube. Ich will schlafen bis sich diese komische zwischenmenschliche Geschichte irgendwie wieder legt, ich hoffe, dass das schnell passiert, weil ich mich fühle, als würde ich noch mehr auseinander fallen.

Ich muss nächste Woche zum Arzt und ich will gar nicht so recht, weil ich gleichzeitig auch immer gefragt werde, wie es mir sonst so geht. Ich stammel immer vor mich hin, dass es schon geht und so, aber momentan geht es eben nicht wirklich und meine Mauer ist schon so niedergerissen, dass ich es einfach nicht mehr verbergen kann. Und Angst davor habe, wie ich auf die Frage reagiere...

Gerade kann ich aber auch einfach nicht viel tun. Ich kann jetzt nicht in die Klinik. Klar, für ein paar Tage einweisen lassen, aber was bringt mir das? Nichts?

Ich glaube die ganze Zeit, dass es schon noch irgendwie geht, aber ich glaube, ich will auch nicht den Zeitpunkt verpassen, wenn es nicht mehr geht. Ich sitze mittlerweile an der BA und lenke mich damit ab, aber die Konzentration ist natürlich nicht gerade mein Freund und in mir entsteht ein Gemisch aus vollkommener Leere und gleichzeitig so absolut erdrückender Schwere...

l.uom,arexn


Na ja, ich habe so das Gefühl, dass es nicht nur ein paar Tage in der Klinik werden... Mich hat es nicht verwundert, dass deine Fassade nach außen eingestürzt ist. Es kostet halt auch Energie, das aufrecht zu erhalten. Ich finde es gleichzeitig bewundernswert, dass du dich doch an deine Bachelorarbeit gesetzt hast. Vielleicht wird beides dann zu viel. @:)

Ich weiß halt nicht, wieviel Energie du noch übrig hast. Für mich liefe die Abwägung auf folgenden Achsen: a) die BA fertig schreiben und danach aber auf jeden Fall in die Klinik, um dort auseinanderzubrechen und dich danach neu zusammenzupuzzeln. b) Erst in die Klinik und dann den zweiten Versuch der BA in Angriff nehmen. Ich gehe davon aus, dass du die jetzige BA durch den Klinikaufenthalt nicht auch noch rechtzeitig fertig bekommst.

Wir hatten ja ein paar Diskussionen, wie tief man fallen kann. Ich hoffe, dass der Abgrund, der sich gerade auftut, ausreicht, dass du loslassen kannst. @:) :)_ Mehr kann ich momentan nicht machen. ;-D

DUé.lxiée


Ich sehe halt jetzt, wie wenig mir die ganze Klinikzeit gerade hilft.

Ist ja schön, dass ich jetzt Emotionen habe, aber das bringt mir nichts, wenn ich kein bisschen mit ihnen umgehen kann.

Mir bringt auch die Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit nichts, wenn ich sie nicht stillen kann.

Könnte ich es rückgängig machen, würde ich es tun, weil ich jetzt einsamer bin als je zuvor. Sonst war es mir egal, allein zu sein, ich habe alles dafür getan, dass mir niemand nahe kommt und jetzt wünsche ich mir fast nichts sehnlicher und es zerreißt mich.

Und ja, beides ist zu viel. Ich habe so gut wie gar keine Energie, das merke ich mittlerweile beim Laufen, eigentlich überall.

Gerade habe ich aber auch keine Ahnung, ob Klinik nochmal in Frage kommt.

Ich weiß aber nicht, was du mit loslassen meinst? Ich sitze ja nicht hier und weigere mich partout, aber ich kann auch nicht einfach sagen, dass ich jetzt loslasse. Was loslasse?

Gerade versuche ich meine Einzelteile wieder zusammenzusetzen und ja, es rückgängig zu machen. Ich will kein nähebedürftiges Wesen sein, abhängig sein, einsam sein. Ich will meine Mauer zurück, ich will nicht so verletzlich sein.

lnuomaxren


Mit Loslassen meine ich, dass du die Mauer nicht mehr aufbauen kannst. Du bist durch die biologische Programmierung des Körpers ein nähebedürftiges Wesen. Mehr kann ich gerade nicht schreiben. Bin selber recht platt. (Du brauchst mich jetzt nicht aufzubauen, mir fehlt einfach Schlaf.)

Diéu.liMéxe


Ich weiß nicht, das ist wie ein Automatismus?

Wir schweigen hier Zuhause über die letzte Woche. Ich glaube, meine Mutter hat auch viel zu viel Angst, zu fragen. Aber sie kann das auch einfach nicht verstehen, niemand in meiner Familie, weil sie es alle nicht kennen. Meine Mutter kennt dieses Monster nicht, das mich auffrisst und sie sagt selbst, dass sie einfach nicht nachvollziehen kann, warum ich so bin.

Deshalb bin ich jetzt irgendwie trotzdem alleine, auch, wenn sie eigentlich wissen, dass etwas nicht stimmt.

Sie wollen aber auch nicht sehen, wie ich verzweifelt vor meinen Büchern sitze und nichts mit dem Wissen anfangen kann, was drin steht. "Du kannst doch so gut schreiben, das fällt Dir doch sonst immer so leicht".

Das ist hier die reinste Lüge und da brauch sich niemand wundern, dass ich eine Mauer habe und dass sie wieder da ist.

Ich habe aber auch keine Tränen mehr.

Das mit der Nähe ist so eine Sache. Ich weiß wirklich nicht, wie Menschen dieses emotionale Durcheinander ertragen. Ich glaube, ich habe das jetzt geklärt, aber wehtun tut es trotzdem noch sehr. Und ich vermisse. Hm, ich weiß nicht wie das wird, wenn wir uns wiedersehen. Am liebsten will ich diesen Menschen aber sofort wiedersehen. Auch ohne Nähe.

Ich dachte echt, ich hätte das hinter mir gelassen, aber es ist immer noch da. Wenn ich Menschen zu nah an mich heranlasse, dann will ich sie ganz festhalten und nicht mehr loslassen. Und greife dann so oft irgendwie ins Leere?

Deshalb will ich keine Nähe, weil Nähe für mich immer Abhängigkeit bedeutet.

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