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"Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon."

dEanae8x7


Deshalb bin ich jetzt irgendwie trotzdem alleine, auch, wenn sie eigentlich wissen, dass etwas nicht stimmt.

Blabliblupp anders willst du es doch nicht. Du hattest die Wahl.

DUé.!lixée


Ich beziehe das ganz allein darauf, wie es HIER ist.

Ich weiß, dass ich die Wahl hatte und dass ich es hätte anders haben können, aber ich wohne nun mal hier.

Vielleicht ist das eigentlich ein wichtiger Schritt gewesen, dass es hier Zuhause gekracht hat und die Maske gefallen ist, aber bringt mir halt nichts, wenn es von meiner Familie nicht gesehen wird (oder werden will).

d5aZnae8x7


Das hattest du doch alles schon tausend Mal. Sie können es nicht. Sie werden es auch beim tausendsten Mal nicht können und du kannst dich zugrunde richten bis du umfällst, sie werden dir nie geben können was du willst.

Und das weißt du im grunde auch, aber wegzufahren wäre das Eingeständnis dessen gewesen. Geht offenbar nicht, willst du nicht. Ist in Ordnung, aber dann wunder dich nicht über Einsamkeit. Die hast du dir ausgesucht.

Dbé.Jlixée


Naja, in dem Ausmaß eben nicht. Ich saß noch nie heulend vor meiner Mutter und habe ihr gesagt, dass ich sterben will. Jetzt.

Das ist neu, aber ich akzeptiere, dass sie es nicht können. Schade finden kann ich es ja aber trotzdem.

Das mit der Einsamkeit, hm, ich meine eher das Gesamtpaket. Weil ich eben immer merke, dass ich mich verrenne, wenn ich zu viel Nähe zulasse. Die Einsamkeit meine ich, dass ich merke, dass ich wieder in die Abhängigkeitsfalle rutsche.

Das hatte ich vor Jahren hier im Forum schon, das hatte ich bei Vertrauenspersonen früher, bei Therapeuten in Kliniken, bei Dir und jetzt eben auch bei ihm. Das zerreißt mich, die Tatsache, dass ich merke, dass ich mich zurückziehen muss, weil ich sonst wieder gefangen bin.

l>uomRaren


Das mit der Nähe ist so eine Sache. Ich weiß wirklich nicht, wie Menschen dieses emotionale Durcheinander ertragen. Ich glaube, ich habe das jetzt geklärt, aber wehtun tut es trotzdem noch sehr. Und ich vermisse. Hm, ich weiß nicht wie das wird, wenn wir uns wiedersehen. Am liebsten will ich diesen Menschen aber sofort wiedersehen. Auch ohne Nähe.

Ich dachte echt, ich hätte das hinter mir gelassen, aber es ist immer noch da. Wenn ich Menschen zu nah an mich heranlasse, dann will ich sie ganz festhalten und nicht mehr loslassen. Und greife dann so oft irgendwie ins Leere?

Das wird auch solange nicht funktionieren, bis du dich auf einen Mittelweg zwischen den beiden Extremen Anziehung und Abstoßung einlassen kannst bzw. bis du einen Mittelweg finden kannst. Die meisten Leute kommen mit dem Mittelweg ganz gut klar. Selbst mit dem Mittelweg lassen sich nicht alle Probleme vermeiden. @:) Das ist auch deine Wahl oder Entscheidung, was du daraus machst.

d0anaex87


Naja, in dem Ausmaß eben nicht. Ich saß noch nie heulend vor meiner Mutter und habe ihr gesagt, dass ich sterben will. Jetzt.

Du hast das aber auf alle möglichen Arten durchexerziert. Körperlich, mit Drogen, mit Alkohol, mit HUnger, mit Sport. Es liegt nicht daran das du nicht fies genug durch bist, es liegt nicht daran das sie gemein sind oder so. Geht einfach nicht. Natürlich darfst du das traurig finden, aber die logische Konsequenz ziehen solltest du halt auch.

Und nein, die ist nicht ewig einsam zu bleiben. Du hast ein trauermeer zu durchschwimmen. Sowas tut niemand alleine. Man lässt sich auf der Strecke trösten, braucht jemanden, ist angewiesen und abhängig. Unabhängigkeit üben kann man danach. Nicht dabei.

DJé.Kliée


Mittelweg... klingt mal wieder perfekt für mich ;-D . Ohmann, nimmt das jemals ein Ende, dass ich ständig irgendwas "Menschliches" nicht kann? In Bezug auf meinen EQ nach Goleman muss ich unterirdisch sein.

Danae, ich pack das Trauermeer aber nicht. Du wirst jetzt sagen "doch", aber ich sage "nein". Weil ich will nicht mehr abhängig sein. Ich will nicht meinen ganzen Lebenswillen von einem oder mehreren anderen Menschen abhängig machen. Und genau das war jetzt mal wieder der Fall.

Ist das nicht gemein? Jetzt habe ich mich mal ein kleines Bisschen aus meinem Gefängnis getraut und versucht zu "leben" und es endet mal wieder mit einem Schlag ins Gesicht. Wie soll ich mich denn immer wieder da raus trauen, wenn es immer schiefgeht?

Und ich bin so verzweifelt, dass ich wieder versuche, mein Nähebedürfnis wegzuhungern. Ne, ich versuche es nicht, ich tue es. DAS ist meiner Mutter aufgefallen. Dass ich wieder richtig scheiße aussehe. Und das Fiese ist, dass es sich gut anfühlt. Als hätte ich wieder die Kontrolle (ich weiß, dass ich sie nicht habe). Als wollte ich ihm und der Welt zeigen, dass ich diese (seine) verdammte Nähe nicht brauche und dass mich niemand anfassen soll.

Das macht mich eigentlich schon traurig, glaube ich.

d}anaes8x7


Weil ich will nicht mehr abhängig sein.

Wirst du aber, solange du da nicht durch bist. Abhängig davon zu hungern, dich zu quälen, dich unter Kontrolle zu halten.

D-é.Mlixée


Wieso fällt mir das um so einiges leichter? Also mich selbst so heftig zu verletzen und zu zerstören anstatt zu reden oder bla?

dsanaBe987


Weil du darin übung hast. Das ist alles.

leuNomarexn


Weil ich will nicht mehr abhängig sein.

Obwohl ich verstehe, was danae meint, möchte ich noch folgendes einwerfen: In unserer arbeitsteiligen Welt wirst du immer wieder von jemandem abhängig sein, und sei es nur jemand, der dir die Haare schneidet. Unsere gefühlte Unabhängigkeit ist nur möglich, indem wir uns immer wieder für kurze Zeit von jemandem abhängig machen.

Ich bin übrigens dazu über gegangen, das Lernen von Taichi als unendliches Scheitern darzustellen. Selbst als Lehrer hast du nie die perfekte Form, irgendetwas ist immer. Es geht nur darum, die Abweichung zu merken und anzupassen. Du bist beim Öffnen zum Leben gerade einmal gescheitert und willst schon aufgeben. Ich habe in den letzten drei Jahren auf der Suche nach Ms. Right gefühlt 50 Körbe kassiert und ich mache trotzdem weiter. @:) Wenn alles funktioniert hat, erzählen wir gerne, wie einfach alles war. Die Realität sieht meist anders aus. ;-D

Und ja, du hast sehr viel Übung darin, dich selbst zu zerstören.

d{ana8e87


Natürlich sind wir alle immer irgendwo abhängig. Vom Arbeitgeber, von den Auftraggebern, vom Amt und die alle sind auch abhängig und so sind wir am Ende abhängig von ganz vielen für uns weder sicht- noch beeinflussbaren Faktoren. Der Unterschied zu dem hier gemeinten ist allerdings auch deutlich sichtbar. Im normlane Leben sind wir nicht auf Gedeih und Verderb von irgendwem oder was abhängig. Es geht immer irgendwas und sei es an anderer Stelle. Unsere eigene Fähigkeiten fallen ins Gewicht.

Bei der Abhängigkeit die hier gemeint ist geht es ja um eine weit existentiellere Abhängigkeit. Um ein "entweder dies oder das oder ich sterbe" Gefühl. Diese Art von Abhängigkeit ist, anders als das Netz an Abhängigkeiten das eine soziale Gemeinschaft nunmal kennzeichnet, nicht normal, scheinbar unbeherrschbar und macht einen damit selbst wehrlos. Entbindet einen natürlich auch von jeder Verantwortung.

D0éI.lixée


Nein, luomaren, das ist nicht das erste Scheitern, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht ;-) . Deshalb fiel es mir auch so schwer, mich diesmal dafür zu öffnen. Und jetzt "offen zu bleiben". Ich merke wieder diese innere Aggression, ich merke richtig, wie sie hinauf kriecht und in meinem Kopf schreit. Dieses Misstrauen.

Aber danae hat recht, ich meine diese Symbioseverhalten, in das ich immer wieder in Beziehungen rutsche. Das war in der Klinik schon irgendwie Thema, aber eher nur, dass mir das eben immer wieder passiert und nicht, wie ich es verhindern oder damit umgehen kann, wenn es passiert ist.

Ich mutiere dann teilweise richtig zum Stalker und das finde ich selbst schrecklich gruselig. Aber ich kann es auch nicht lassen

d.asnaNe87


Das war in der Klinik schon irgendwie Thema, aber eher nur, dass mir das eben immer wieder passiert und nicht, wie ich es verhindern oder damit umgehen kann, wenn es passiert ist.

Du bist also auf der Suche nach einem konkreten Maßnahmenkatalog?

D_é.lHixée


Sozusagen. ;-D

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