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"Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon."

DcéP.Cliéxe


Ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage!

Das Treffen war okay... zwischendrin war ich immer mal wieder wütend, weil er Sachen (Thema Erziehung bzw eher Eltern-Kind-Beziehung) gesagt hat und ich mich innerlich gefragt habe, warum ich das alles nie haben durfte, warum ich so hart für Dinge bestraft wurde und regelrecht um Entschuldigung betteln musste, dass er mit mir redet, wenn ich als 5/6/7-jähriger Knopf was falsch gemacht habe, was kleine Kinder halt so tun, usw. Es ist schön, dass er jetzt anscheinend ein komplett anderer Mensch ist, aber... ach, keine Ahnung. Immerhin darf ich jetzt ja krank sein und er macht weniger Druck. Wie es finanziell weitergeht, joa, keine Ahnung.

Ansonsten holt mich die Verzweiflung wieder ein, die Suizidgedanken, der Schmerz. Die BA hat mich halt nur abgelenkt und jetzt kommt alles wieder.. mir macht das Angst, weil ich nicht mehr weiß, was ich noch tun soll.

Coomrxan


Die BA hat mich halt nur abgelenkt und jetzt kommt alles wieder.. mir macht das Angst, weil ich nicht mehr weiß, was ich noch tun soll.

Ich kann mich daran erinnern, dass dich die BA am Anfang zusätzlich belastet hat. Jetzt betrachtest du sie rückblickend als positive Ablenkung.

Bleib in Bewegung - was könnte deine nächste Herausforderung werden?

Versuche, die Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus zu finden. Aktivität und Ruhe müssen in die Waage kommen. Im Verlauf deines Fadens hast du mit beiden "gestritten". Vor der Aktivität hattest du Angst und Sorge, dass dir die Kraft fehlt - in der Ruhe konntest du diese nicht erlangen, weil dich die Dinge belasteten, die nicht geregelt waren. Dabei lief es doch am Schluss recht gut mit der Arbeit, oder? Versuche, aus diesem emotionalen Niemandsland herauszukommen, indem du mehr schwarz und mehr weiß in deine Wahrnehmung bringst. Aber den Rhythmus dafür musst du selbst finden (oder jemanden haben, der dich dazu anleitet). Und wenn es nur am Anfang kleine Ausschläge sind. Ich glaube immer noch, dass dir ein Tagesplan, der in Ruhe aufgestellt wird, viel helfen wird.

Alles Gute für die letzten beiden Tage des Jahres. Bald beginnt ein neues, und du bist einen Schritt weiter (die BA ist fertig). :)*

dJanae8l7


Die BA hat mich halt nur abgelenkt und jetzt kommt alles wieder.. mir macht das Angst, weil ich nicht mehr weiß, was ich noch tun soll.

Ach Schnucki, wussten wir beide oder? Man kann sich auch mit harter Arbeit selber Foltern und sich vom denken abhalten. Work-aholics arbeiten ja auch nicht aus Spaß und Erfüllung. ;-)

Jetzt bleibt nur: Traurig sein und einen neuen Umgang mit Gefühlen lernen. Neues Jahr, neue Aufgabe. :)_

Doé.l7iée


Etwas verspätet, aber ich hoffe, ihr seid gut reingerutscht!

*

Naja, positive Ablenkung würde ich das nicht nennen, aber Ablenkung schon, ja.

Noch habe ich mit der Arbeit ja eigentlich gut zu tun, um die Korrekturen einzuarbeiten, aber ich bin so durch. Nach Silvester war wieder so eine extreme emotionale Achterbahnfahrt, sehr ähnlich mit der letztes Mal. Also wieder volles Programm und Bedarfsmedikation ohne Ende. Wieder in Bezug auf diesen einen Menschen und dazu noch absolute Panik vorm neuen Jahr.

Und ich finde die Arbeit so schrecklich. Ich kann mich überhaupt nicht aufraffen, da noch irgendwas dran zu tun, weil ich sie einfach schlecht finde. Mittlerweile habe ich sogar Panik, dass ich aus Versehen Plagiate drin haben könnte, weil ich die Sätze manchmal nur leicht umgestellt habe und theoretisch müsste ich jetzt nochmal alle Quellen durchgehen %:| .

Ja, und die Rückmeldungen haben mich ziemlich umgeworfen, weil sich halt gezeigt hat, dass sie tatsächlich nicht so doll ist. Ich konnte mir die Anmerkungen noch nicht einmal richtig anschauen, weil ich so Panik davor habe, was alles nicht gut ist. Der Druck wächst halt auch immer weiter in Bezug auf die Note.

Bleib in Bewegung - was könnte deine nächste Herausforderung werden?

Ich weiß nicht? Erstmal werde ich wahrscheinlich überwiegend nichts tun außer Sport, Serien schauen und schlafen ;-D . Naja, parallel habe ich jetzt auch schon nach ein paar Masterstudiengängen geschaut, aber das entmutigt mich nur, weil da meistens ein Aufnahmegespräch dran gekoppelt ist und ich sowas nicht kann. Aber falls ich mich bewerben will, muss ich die Fristen einhalten, also Ende Januar.

*

Natürlich wusste ich, dass nach der BA alles einbricht (dabei ist das ja noch nicht einmal vorbei), aber das Wissen bringt mir halt nichts. Mir bringt gar nichts irgendwas, weil ich auf der Stelle stehe. Vorwärts würde es nur mit Therapie gehen, weil ja jetzt offensichtlich deutlich wurde, dass ich so gut wie gar nicht klar komme, sobald es irgendwie schwer wird. Zwischenmenschlich auch so gar nicht. Ich weiß aber immer noch nicht, wo ich wohnen werde, ob ich meinen Master mache, wenn ja, wo und wann und überhaupt. Mein Leben ist gerade ein riesiges Fragezeichen und das tut mir überhaupt nicht gut. Ich kann gerade aber keine Antworten erzwingen, weil ich eben an Fristen und Vorgaben gebunden bin. Da kann man gerade einfach nichts dran ändern und ich halte das nicht gut aus.

Und traurig sein will ich gerade ganz und gar nicht. Ich weiß, dass ich es sein muss, aber das artet immer so aus, dass ich richtig lebensmüde werde. Das ist ein fieser Kreislauf von Traurigkeit, Suizidgedanken, Medikamenten und Betäubung. Und weinen und die Emotionen rauslassen hilft mir nicht. ich weiß, dass man immer sagt, dass weinen befreit, aber ich steigere mich da einfach nur rein.

l(uo=maren


Für die nächste Arbeit würde ich dir einfach mitgeben, dass du die Leute vielleicht schon einmal früher drüberschauen lässt. Es wird dann nicht so viel auf einmal, auch für dich. Außerdem kannst du auch schon früher auf konstant geäußerte Änderungswünsche eingehen.

Es ist klar, dass du in der jetzigen Situation einfach von deiner psychischen Konstitution nicht unbedingt eine super Arbeit schreiben kannst. Gleichzeitig willst du eine gute Note haben. Wenn ich dich in Watte packe, hilft es für die Note nicht. Wenn ich dich nicht in Watte packe, haut es dich aus der Bahn. Wie heißt es so schön: Einen Tod musst du sterben. ;-D Ich finde es besser, wenn du noch etwas korrigieren kannst.

DHé.Mliéxe


Das Traurige ist, dass meine psychische Konstitution schon seit Jahren nie gut genug ist, um gute Leistungen zu erbringen. Deshalb fällt es mir auch immer so leicht, mir Vorwürfe zu machen, dass ich mich nicht genug angestrengt habe, nicht alles gegeben habe und deshalb selbst schuld bin. Wenn mein Leben von Zahlen bestimmt wird und vom Wenigerwerden. Dass ich letztendlich zu schwach bin, der Krankheit den Kampf anzusagen. Oder nein, ich tue es, aber eben nicht genug.

Nein, ich scheitere dann einfach auf allen Ebenen, weil ich nichts von allem so tun kann, als hätte ich mich endgültig dafür entschieden.

lSuom,arexn


Ich wollte damit nicht ausdrücken, dass du keine guten Leistungen erbringen kannst. Du schaust einfach nur auf die Note und bewertest dich damit. Ob du die erreicht hast, obwohl du eigentlich nur 60% deiner Kräfte auf die Arbeit einsetzen konntest, ist für dich nebensächlich.

Mir fehlt so ein bisschen: Oh, trotz der ganzen Umstände habe ich immer noch die Note erreicht. Cool. 8-)

Ich wollte damit nur ausdrücken, dass unter Umständen ein gleich gute Note für dich eine größere Anstrengung bedeutet als für deine Kommilitonen. Das rechnest du nie ein. *:) Es kann sein, dass momentan eine 2,5 für die BA mit all den Umständen eine sehr gute Note ist.

An mir selbst merke ich gerade, dass es so einen Unterschied macht, ob du positiv in die Zukunft schaust oder nicht. An den ganzen Untergangsfantasien beteilige ich mich deshalb nicht.

DFé.lxiée


Habe ich auch nicht so aufgefasst ;-) . Aber ja, ich bewerte mich anhand von Noten. Ob ich gut genug bin, da zählen immer irgendwelche Leistungen. Oder Zahlen. Naja, Noten sind ja auch Zahlen.

Ich kann aber halt nicht rückblickend stolz auf irgendwas sein, wenn es nicht gereicht hat. Das liegt aber am NC, wenn der nicht wäre, wäre da weniger Druck und es wäre weniger dramatisch. Ich wäre wahrscheinlich trotzdem unglücklich, aber nicht in dem Ausmaß. Ich verbaue mir meine komplette Zukunftsperspektive und ich will keine Alternativen wählen müssen. Das betone ich hier aber auch immer wieder, weil es eben nicht reicht, nur zu bestehen und irgendwie durchzukommen.

Dem Arbeitgeber bzw. der Platzverteilung für den Master ist es vollkommen egal, wie die Umstände meines Studiums waren. Zu schlechter Schnitt, zack, aussortiert. Mir ist das einfach wichtig. Mir ist mal was anderes wichtig als die Krankheit. Die ist nicht unwichtig, aber ich halte mich gerade so an meiner mir erwünschten Zukunftsperspektive fest, dass ich irgendwas habe, woran ich mich festhalten kann.

In der Hinsicht schaue ich sogar positiv in die Zukunft ;-) . Ich bin momentan gar nicht so in Weltuntergangsstimmung. Ich habe da gar keine Ressourcen für ;-D . Nur nachts, da holt es mich ein. Ich träume immer einen ähnlichen Traum, bei jedem Mal wieder einschlafen nach dem Hochschrecken. Ganz klassisch mit Verlustsangst zu deuten und die passende Person dazu kommt auch noch drin vor, wie praktisch. Aber das laugt aus. Ansonsten kämpfe ich meinen üblichen Körperkampf, aber das zähle ich ja meistens schon gar nicht mehr wirklich, weil das zu meinem Alltag gehört.

D$é.lixée


Die Hochschule nervt. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar, aber ich Doofie habe mich schon vorher beworben und muss jetzt bis Anfang nächster Woche so viel Zeugs besorgen und beglaubigen lassen und und und, dass das ganz schön stressig ist %:| .

Die ganzen Unterlagen kann ich vielleicht gar nicht so schnell zusammenkramen und das wäre voll doof, weil die Bewerbung dann verfällt. Nargh, früh ist nicht immer gut. Nein.

Ansonsten waren die letzten Tage eher turbulent. Zum Glück stand die Arbeit weitestgehendst. Babysitten, Zimmer umräumen und Babyplatz herrichten. Ich bin jetzt zweifach Tante. Ich hab den Kleinen kurz gesehen, aber so richtig kennenlernen kann ich ihn morgen, nach dem Druck der Arbeit :-D .

Mittwoch ist Abgabe. Ich hab richtig Angst. Eine Freundin gibt zeitgleich ab und wir treffen uns, aber ich hab trotzdem Angst vor den Gefühlen. Ich muss schon ganz früh losfahren, weil ich ja 3 Stunden fahre und eben ganz viele Unterlagen einsammeln muss (die haben Öffnungszeiten, boah), danach wollen wir anstoßen, aber ich weiß ganz genau, dass sich bei mir das Gefühl von Erleichterung mit Panik paart. Panik vor dem Danach, vor der Zukunft allgemein und irgendwie auch dem vorläufigen Abschied von der Stadt. Klar, ich bin derzeit oft da und witzigerweise mehr unter Menschen als zu der Zeit, in der ich da gewohnt habe, aber mein Studium ist dann eben vorbei. Und dann bin ich "frei"?

Dwé.lxiée


Achja, ganz vielleicht ist tatsächlich sogar ein bisschen Stolz dabei. Das weiß ich noch nicht so genau ;-) .

Vielleicht, wenn ich die Arbeit morgen ausgedruckt in der Hand halte. Ich mein, das sind jetzt wirklich wirklich viele Seiten geworden, gerade mit den Korrekturen und Papier kann ganz schön dick sein. Und wenn es aufeinandergestapelt ist, kann es wirklich wirklich einen dicken Haufen abgeben. Vielleicht fühlt sich das gut an, wer weiß?

d{anaex87


Tu dir nen gefallen: GUCK NICHT REIN! man sieht sofort und immer einen Fehler. Immer. Das macht einen nur irre. ;-)

DLé.liéxe


Dabei ist die Versuchung so riesig.

Ich lese jetzt schon ständig als tausendmal, jedes neue Speichern, ob es auch das richtige ist und eieieiei ;-D .

Aber stimmt schon, sollte man nicht tun. Ich werde versuchen, mich zu beherrschen und nur drüber zu schauen, ob es schön aussieht, nicht, ob es schön ist ;-D .

d9anaxe87


Sehr gut. ;-D Und sage nicht, ich hätte dich nicht gewarnt. ich hab auch reingeguckt, wider besseres Wissens

Dzé.}liée


Ich bau mir gerade den Mittwoch schön und verabrede mich mit Menschen. Eine Freundin gibt mit mir ab, danach wollen wir anstoßen und vielleicht treffe ich noch andere Menschen :-) . Wenn ich schon 3 Stunden fahre.

d/anae98x7


Sehr klug! Dann wird der Fall nicht so übel. Und sieh zu das du dir gezielt Ruhezeit einräumst in der du nichts vorhast sondern nur sacken lassen kannst. Ich hab nach der Abgabe erstmal geheult und dann meinen Mann verhauen um Dampf anzulassen.

Nimm dir was für jeden Tag vor, was kleines, und sei ein wenig geduldig mit dir. Das kannst du ja so gut. :-p

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