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"Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon."

D`é.lZiée


Wieso fühlt sich das immer an, als wäre es vollkommen egal, was ich tue?

Weil alles so komplex ist und das einfach nicht hilft, an einer Ecke anzusetzen?

DAS meine ich mit Auswegslosigkeit ;-) .

d{anpae8x7


Ich glaube, weil im Kern um ein großes Grundproblem geeiert wird. Den eigentlichen Kern, so fürchte ich, hast du noch nicht gefunden.

lhuomkarxen


Mir fällt dazu nur ein, dass immer noch überhaupt nicht geklärt ist, was du persönlich eigentlich willst. Momentan richtet sich dein Leben immer noch nach den Bedürfnissen anderer (Doppelleben, hohe Ansprüche, etc.). Besteht deine Aufgabe wirklich darin, die Probleme deiner Kindheit immer weiter aufzudröseln und damit anderen Menschen zu helfen?

Sorry, ich kann das momentan nur so als Frage formulieren, die auch noch alles anzweifelt. ;-D

lOuomarxen


Außerdem hattest du eine anstrrengende Woche. Vielleicht hast du einfach den Schlaf gebraucht, um wieder zu funktionieren.

DUé.l ixée


Ich weiß nicht, was ich will.

Was ich wollen würde, werde ich sowieso nicht schaffen. Ich will ein normales Leben, aber es kann nunmal niemand rückgängig machen, was passiert ist. Oder mir all das abnehmen, was mich daran hindert, ein normales Leben zu führen. Auch keine Therapie.

Ich schaffe das nicht mehr gut mit den Triggern, ich habe schon ständig Angst in der Vorlesung davor und es kommt natürlich immer wieder.

Ich habe einen Termin bei der Beratung, aber ich weiß nicht, ob ich hingehe.

Ich habs getan und ich hätte am liebsten gar nicht mehr aufgehört, obwohl ich weiß, wie falsch es ist. Deshalb war es nicht richtig befriedigend, weil es nicht genug war. Ich hatte mir mehr erhofft, viel mehr und ich bin unglücklich, dass nicht einmal das sich so richtig gut anfühlt. Währenddessen schon, aber nicht genug, um zu helfen

Eigentlich war die Woche nicht so anstrengend, weniger anstrengend als die anderen Wochen, weil ich auch was frei hatte. Diese Woche nicht. Morgen ist die erste Besprechung zu der Übung.

l{uomar-en


Was ich wollen würde, werde ich sowieso nicht schaffen.

Danke für diese selbsterfüllende Prophezeihung und außerdem haust du dir gerade mal wieder ziemlich selbst auf den Schädel. Du machst dich gerade klein.

Oder mir all das abnehmen, was mich daran hindert, ein normales Leben zu führen.

Das kannst nur du selber.

Ich habe einen Termin bei der Beratung, aber ich weiß nicht, ob ich hingehe.

Jetzt hast du schon etwas erreicht, aber du sabotierst dich wieder selbst. %-| Ich würde hingehen.

Was immer du in den Sternchen gemacht hast, es funktioniert nicht mehr so gut wie in der Vergangenheit. Das ist gut. Du hast dich verändert.

d'anaBe87


Erzähl mal von dem was du sonst so machst? Häkeln, Hörbuch hören? Spazieren gehen? Löcher in die Luft atmen?

DCé.lyxe


Hm. Irgendwie glaube ich, dass meine Gruppe in Bezug auf das Rollenspiel das jetzt gecheckt hat %:| . Irgendwie ist das so passiert und ich weiß nicht, wie ich mich damit fühle... oder was die jetzt genau denken. Mehr ungut als gut, ich weiß nicht? Ich weiß auch nicht, wie ich jetzt damit umgehen soll...

Du machst dich gerade klein.

Ne, das ist faktisch so ;-) . Ich habe mir eine Perspektive ausgesucht, der ich in meinem jetzigen Zustand wahrscheinlich eher nicht nachgehen kann ;-) .

Was immer du in den Sternchen gemacht hast, es funktioniert nicht mehr so gut wie in der Vergangenheit. Das ist gut. Du hast dich verändert.

Ich weiß nicht, da bin ich mir nicht so sicher. Etwas geholfen hat es ja, ich habe bloß nicht komplett nachgegeben. In Bezug auf meine Impulskontrolle habe ich mich vielleicht verändert, aber ich bleibe da noch vorsichtig, wie nachhaltig das ist.

Erzähl mal von dem was du sonst so machst?

Schlafen. Momentan komme ich von der Uni heim, schaue bisschen Serie und versuche dabei einzuschlafen. An kurzen Tagen oder wenn ich frei habe auch. Ich schlafe viel.

Dazwischen ab und an WG-Besichtigungen, aber danach bin ich auch total kaputt. Einen Mittag habe ich auch mal kurz gehäkelt, aber fällt mir arg schwer.

Das ist nicht optimal, ich weiß das. Auch, weil der Berg immer weiter wächst an Aufgaben und jetzt ALLES ansteht. Naja.

dPanaex87


Ich find das mit der Impulskontrolle einen guten Anfang und das mit der Gruppe, könntest du dir vorstellen da aktiv nachzufragen statt passiv zu verharren?

DQé.qliée


Inwiefern nachfragen? Bzgl. was? Und wieso?

d$anxae87


Na du schreibst, dass du gar nicht weißt, was sie nun genau denken. Wäre es nicht möglich, falls es dich umtreibt, da ein wenig nachzufragen, so vorsichtig?

l\u@om^aren


Ich habe mir eine Perspektive ausgesucht, der ich in meinem jetzigen Zustand wahrscheinlich eher nicht nachgehen kann ;-) .

%-| %-| %-| Ist es nicht Sinn einer Perspektive, dass du sie in der momentanen Situation nicht tun kannst? Als ich ganz unten war, konnte ich nicht arbeiten, aber ich wollte es. Das war meine Perspektive.

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Es war mir irgendwie klar, dass du um das Thema deiner Vergangenheit bei dem Studiengang nicht damit durchkommen würdest, alles unter den Teppich zu kehren. Ich habe bei meiner Rückkehr an die Arbeit recht offensiv kommuniziert, dass ich einen Burnout hatte. Ich setze mich gerade mit dem souveränen Umgang mit auch komischen Themen auseinander. Hättest du eine Möglichkeit, relativ neutral folgendes zu sagen: "Ich habe das schon erlebt. Ich war damals nicht in der Lage mich zu wehren, würde das aber mittlerweile machen. Ich kann verstehen, dass ihr neugierig seid. Bitte fragt mich dazu nicht aus, weil ich darüber momentan nicht sprechen möchte."? Dann kommst du aus einer passiven Rolle raus, und normalweise bekommst du Bewunderung, dass du so souverän damit umgehen kannst. Die Formulierung muss natürlich für dich passen und es gehört auch ein wenig Mut dazu. Vielleicht habe ich dir auch eine männliche Lösung präsentiert. Aber du kannst mal darüber nachdenken.

D é.liPée


Ne, ich spreche das von mir aus nicht mehr an, sondern lasse das ruhen.

Ist es nicht Sinn einer Perspektive, dass du sie in der momentanen Situation nicht tun kannst?

Schon klar, aber man sollte sich halt auch keine utopischen Ziele und Perspektiven setzen. Und ich bin mir eben nicht so ganz sicher, ob meine das nicht vielleicht ist.

Hm, zum anderen:

An meiner alten Uni bin ich irgendwann auch offen damit umgegangen, aber auch, weil ich ja ständig in der Klinik war und sich gewundert wurde, wo ich bin. Das ist auch für mich soweit okay gewesen, ich habe da auch kein Problem mit, in meinem Freundeskreis offen umzugehen. Da wissen auch so gut wie alle Bescheid und das ist auch okay.

Aber in der Uni ist das was anderes. Ich kenne diese Menschen privat gar nicht wirklich und okay, die Essstörung lässt sich nicht verstecken und das ist mir auch schon irgendwie egal, aber von Borderline und Posttraumatischer Belastungsstörung müssen die nichts wissen (auch, wenn ein paar jetzt eben bestimmt was zu PTBS ahnen). Das sind Dinge, für die ich mich ziemlich schäme und sozusagen mein großes... Geheimnis?

Mir spuckt auch immer im Kopf umher, was durch die Krankheit kaputt gegangen ist, WEIL ich so kompliziert bin, weil Menschen davor zurückschrecken und überhaupt. Mir wurde erst kürzlich gesagt: "Man will nunmal nicht unbedingt jemanden mit Problemen. Man will nicht immer Mitleid haben müssen". Ich will kein Mitleid, Mitleid bringt mir überhaupt gar nichts, aber ich kann nichts dafür, dass viele Menschen schnell Mitleid mit mir empfinden.

Ich will einfach normal wirken.

Und ich kann ja auch gar nicht sagen, dass ich das mittlerweile verarbeitet habe ;-) . Habe ich ja nicht. Ich stehe eigentlich noch davor und ich brauche keinen Tritt in das Loch. Metaphorisch weiter gedacht klammere ich mich gerade an die Felskante und komme ganz und gar nicht damit klar, weder mit BPS noch PTBS. Es wäre also gelogen, wenn ich sagen würde, dass es mir diesbezüglich gut geht und - man mag es kaum glauben - ich lüge eigentlich nicht. Nicht so. Das sind andere Dimensionen als "Hast du heute schon was gegessen?".

Wäre das alles Geschichte, dann wäre es leichter, das zu kommunizieren, aber ich stecke halt eben mittendrin.

dBa2naex87


Ich will einfach normal wirken.

Aber dafür dürfen die Leute dich nicht sehen. Also als Person. Jeder mit Augen in Kopf und einem Hauch an Interesse am Gegenüber kann es nicht übersehen. Obwohl die Augen im Kopf optional sind. ;-D ;-D

"Man will nunmal nicht unbedingt jemanden mit Problemen. Man will nicht immer Mitleid haben müssen"

Die Person die das gesagt hat, hat offensichtlich ein Problem mit Abgrenzung im Nahbereich. Denn ich hab kein Mitleid mit dir und ich glaub, ich bin dir schon nah, denke ich. Also jedenfalls für mich fühlt es sich so an. Mitleid muss man nicht haben. Das hat man oder nicht und das hängt sehr mit der Perspektive zusammen, für die man sich entscheidet.

Ich will kein Mitleid, Mitleid bringt mir überhaupt gar nichts

Aber etwas willst du über deine Optik schon erreichen, wenn vielleicht auch so in zweiter Reihe, nach Kontrolle über dich. Als es dir wegen der einen Sache so schlecht ging meintest du, die betreffende Person müsste es doch sehen, so wie du zur Zeit aussiehst. Da kommunizierst du wohl über deine Krankheit, deine Optik und versuchst ein wenig auch eine bestimmte Reaktion beim Gegenüber zu erzielen. Weil das nicht klappt fühlst du dich dann hilflos und ausgeliefert und unsichtbar und unwichtig und übersehen

Wäre das alles Geschichte, dann wäre es leichter, das zu kommunizieren, aber ich stecke halt eben mittendrin.

Ja, aber Kommunikation dient ja auch der Kontrolle. Also, wenn man kommuniziert, dann kann man das Bild der Anderen besser beeinflussen, man kann die eigene Gefühlslage besser transportieren und soweiter. Ich nerv dich damit ja nicht aus Spaß, sondern weil du dringend einen besseren Weg der Kommunikation mit aussen brauchst, als deine Optik. Und Kommunikation brauchst du, wie alle Menschen, weil Menschen Gemeinschaft brauchen und die nur über Kommunikation entsteht.

Wenn du dagegen nur so kommunizierst, dann hast du sehr sehr wenig Kontrolle über das, was die Leute sich so zusammenreimen, bleibst passiv und wieder ausgeliefert. Du wiederholst das Drama deines Lebens so immer wieder.

Und nun mal zu mir, haha. Ich bin krank. Nervt voll. Und überhaupt kotzt mich gerade an, dass ich über die Familie in so ein enges zeitkorsett eingespannt sind. Allerdigns wächst mein Salat super und die Kartoffeln und Sonnenblumen kommen und der Kürbis macht und tut. Und sogar die Zucchini. Wenn du also zu Besuch kommst, kannst du das Gemüse frisch vom Strauch ernten. :-D :-D

l|uomar7exn


Ich will einfach normal wirken.

Ich setze mich momentan mit meinem persönlichen Außerseitertum auseinander. Muss ich als Außerseiter mich so anpassen, dass ich ein Normalo bin, oder darf ich auch besonders sein? Ich weiß noch nicht, ob ein gewisser Status einem einen Freibrief gibt. Ich bin auch nicht sicher, ob negative Erfahrungen die Ausbildung eines positiven Bildes als Außerseiters verhindern.

"Man will nunmal nicht unbedingt jemanden mit Problemen. Man will nicht immer Mitleid haben müssen".

Und ich sage, dass derjenige, der das gesagt hat, ein Problem damit hat, Stellung zu beziehen und klar seine Befindlichkeit zu kommunizieren. Wenn er das könnte, hätte er "ich" statt "man" verwendet.

Ich will kein Mitleid, Mitleid bringt mir überhaupt gar nichts

Na ja, wenn du mit Mitleid überschüttet wirst, dann kommuniziert wahrscheinlich mehr dein Körper, dass du eine ordentliche Portion Mitleid haben mchtest. Das scheint zumindest bei deinen Gegenübern anzukommen.

Wäre das alles Geschichte, dann wäre es leichter, das zu kommunizieren, aber ich stecke halt eben mittendrin.

Das Gefühl kann ich nachvollziehen, weil mein letzter Arbeitgeber nun wirklich Geschichte ist, ich aber gefühlt immer noch drinstecke.

Ich möchte ein bisschen danae widersprechen, denn Kommunikation ist ein gewisses Glückspiel. Denn du kannst nie sicherstellen, dass deine Message auch so ankommt, wie du sie meintest. Nichtsdestotrotz kannst du natürlich beeinflussen, was du aussendest. Wenn du souverän sein möchtest, ist es wichtig, dass du den Rücken gerade hast. Es ist erstaunlich, aber diese Haltung verleiht uns auch eine psychische und kommunikative Stabilität.

Ich glaube, dass es wichtig ist, dass du etwas Zeit dahin investierst, wie du aktiver kommunizierst. Ich stimme danae in ihren Gedanken zu passiver Kommunikation wiederum zu.

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