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"Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon."

D:é.lniée


Sviva

Ich weiß nicht, wenn ich beschäftigt bin, dann bin ich meistens in der Gegenwart, gerade momentan bei der vielen Arbeit auf dem Bau. Da funktioniere ich einfach, aber immer funktioniert das natürlich nicht und dann gerate ich ins Grübeln. Da spielt die Vergangenheit halt total mit rein, mittlerweile ja auch die Zukunft, was vorher nicht so der Fall war. Ich hatte mein Studium und wusste, was die nächste Zeit ansteht, aber jetzt ist da nur Leere - abgesehen halt von der BA, aber wenn die rum ist, dann IST da nur noch Leere.

Zum Thema Schreiben: Jein, nicht wirklich verloren. Ich habe hier sehr viel geschrieben, aber es gibt und gab ja nie den Fall, dass ich nach außen dicht gemacht habe. Das Forum ist für mich kein Ersatz mit Therapeuten zu reden, wenn ich denn in Therapie bin. Ich habe hier nie etwas geschrieben, was ich nicht letztendlich doch in der Klinik angesprochen habe. Manchmal Rückversicherung, ja, aber das war ganz am Anfang der Therapie. Wenn ich aber nicht gerade in der Klinik bin, dann ist "außen" ja niemand, dem ich Dinge nicht erzählen könnte, die ich hier schreibe. Ich habe halt einfach keine ambulante Unterstützung, also gibt es ja niemandem, dem ich gegenüber zumachen könnte ;-) .

luomaren

Ich habe ab und zu das Gefühl, du bräuchtest eine Art Metatherapie, damit du therapiefähig wirst. Da würde es erst einmal mehr über deine Verbote, dein Schamgefühl etc. gehen, um es aus dem Weg zu räumen.

Das hätte ja schon längst passieren sollen, in all den vorherigen Aufenthalten. Ich war ja schon ziemlich weit, bin bei Flashbacks zu Therapeuten und habe geredet, bin beim Selbstverletzungsdruck meistens zu den Therapeuten und wenn nicht, habe ich zumindest danach erzählt, dass es passiert ist, usw. Wäre die Pause nicht gewesen, wären wir tiefer eingestiegen. Das ist jetzt auf beider Mist gewachsen. Die Pause an sich war nicht meine Idee, nur wenn schon, dann wenigstens lang genug. Es gibt ein paar wenige Menschen dort in der Klinik, mit denen ich reden kann! Das meine ich damit, dass ich mein "Netz" und das Gefühl hatte, "sicher zu sein".

Du schaust dir an, was dir gut tut und was dir nicht gut tut. Von dem, was dir gut tut, versuchst du mehr zu machen; von dem, was dir nicht gut tut weniger.

Hach, das ging alles am Anfang so viel besser. Jetzt tun mir gefühlt Dinge gut, die mir nicht gut tun dürften und wenn ich mich mal hinsetze und z.B. Klavier spiele, dann fühle ich mich so nutzlos. Hier am PC bin ich einfach nur besessen davon, Dinge zu recherchieren, also tue ich schon irgendwas nützliches, aber nicht in dem Bereich in dem ich es sollte. Stattdessen gehts wieder viel um Ernährung, Sport und so. Ist ja auch schön, wenn ich da viel zu weiß, aber das ist wieder so ein Schritt in die falsche Richtung zurück, weil sich mein Alltag nur noch darum dreht.

Ich bin aber auch wirklich richtig verzweifelt, was mein Körpergefühl angeht und immer, wenn das der Fall ist, kommt diese Obsession hoch...

Ich wünsche Dir eine schöne Woche! @:)

Ankelina

Mir hilft es auch, hier zu schreiben. Abgesehen von meiner gestressten Familie seid ihr hier meine einzigen Sozialkontakte im näheren Umfeld. Gut, mein alter Freundeskreis von vor ein paar Jahren ist auch hier in der Nähe angesiedelt, aber da schaffe ich es momentan einfach nicht hin, aus vielerlei Gründen.

Von meinen Problemen ablenken tue ich mich dadurch ja nicht, eher im Gegenteil? Wenn ich hier schreibe, liegt mein Fokus auf meinen Problemen. Gut, durch das Querlesen in anderen Threads lenke ich mich schon ab, ja ;-D .

danae

Naja, das ist faktisch nur ein Punkt ;-D . Exposé. Das Ding ist eigentlich nicht schwer, aber ich schaffe es nicht. Ich sitze jetzt seit heute morgen da dran und bis auf das Deckblatt habe ich nichts. Mehrere Ansätze, aber ich kanns halt einfach nicht in Worte fassen, was ich eigentlich genau will. Ich kann auch überhaupt nicht formulieren, da kommt nichts intelligentes raus, sondern einfach nur Rotz. Normalerweise fällt mir sowas am Anfang ganz kurz ganz schwer, aber dann läufts und gut ist. Jetzt passiert gar nichts, ich schreibe und lösche direkt wieder, weil es einfach Müll ist. Und ich kämpfe auch immer noch mit dem Titel, weil mir der so nicht passt. Ich bin überfordert und jetzt dazu auch noch ziemlich frustriert und wütend, weil ich anscheinend gerade zu blöd bin. Yeah, Futter für die Versagensängste, wenn man schon im Vorfeld an so einer simplen Sache so hochkant scheitert %:| .

dlanae8x7


Dann schick mir den Mist mal und ich mach ein paar Anmerkungen dazu. Du musst das nicht ALLEINE schaffen, es ist total in Ordnung sich Hilfe zu suchen. Haus rüber, ich lieg gerade eh flach.

DVé.l<iée


Hast eine Mail @:) . Gefühlt habe ich gerade haufenweise Buchstaben gekotzt. Uargs. Normalerweise fühle ich mich so erst am Ende einer Hausarbeit, nicht bevor die Arbeit erst so richtig angefangen hat ;-D %:| .

*schade, es gibt zwar neue Smileys, aber immer noch keinen, der kotzt* 8-(

dRa}nae987


Ich seh noch keine neuen Smileys in meiner Liste. Ich gucks mir an wenn die Kinder im Bett sind. :-*

DWé.lNiée


Ich könnte mir schon vorstellen, dass ich das nicht alleine schaffen muss, aber ich stelle es mir halt äußerst schwer vor, wenn ich am Anfang jetzt schon so scheitere und mich so schwer damit tue. Wo führt das denn hin?

Wie soll man da bitte keine Versagensängste und -gefühle haben? :°(

d4an!ae8x7


Mir ging das am Anfang nicht besser. Volle Panik und das kam mehrfach im Schreibeprozess wieder. Man darf Angst haben, sich nur nicht von ihnen kontrollieren lassen.

D-é.lrixée


Ich kenne das so halt nicht und leider weiß ich keinen Weg, wie die Angst mich nicht so kontrolliert. Angst lähmt mich.

Die nächsten Tage kommen meine Ergebnisse der letzten Klausur und auch hier herrscht die Angst. Der Dozent hat uns den Notendurchschnitt schon geschickt und er ist nicht gerade gut. Da kann ich aber auch so schwer einschätzen, wie es denn nun gelaufen ist.

CYomrxan


Die Angst vor dem weißen Papier nehme ich mir immer, indem ich einfach mit groben Stichworten anfange, diese umstrukturiere, in eine Reihenfolge bringe, dann immer mehr verfeinere und weiter untergliedere, und irgendwann habe ich ein Gerüst, auf dessen Basis ich den ersten Entwurf aufbauen kann. Im Kopf ist dann aber die ganze Struktur gewachsen und ich beherrsche sie.

Nur so ein Tipp :)*

S(hoxjo


Welcher Praktikant hat denn diese Billigsmileys von Aldi mitgebracht? Holy fucking shit, die sind übel. %:|

Ich schreib manchmal einfach erst mal Blödsinn und albere rum. Bei Bewerbungen für Jobs neben dem Studium früher, beim Entwurf von Hausarbeiten - erst mal einfach nur vergnügten Blödsinn. Und dann später schauen, was davon doch irgendwie brauchbar ist. Oft erstaunlich viel, und Spaß macht es so meistens auch.
Meine Schwester arbeitet jetzt seit ungefähr zwei Jahren in einem Job, für den sie sich anfangs gar nicht qualifiziert fühlte, weshalb sie sich mit der Bewerbung sehr schwergetan hat. Da haben wir einen Nachmittag mit der Bewerbung verblödelt, aus dem leider verschollenen Resultat hat sie dann die Bewerbung gestrickt, die sie auch abgeschickt hat, und es hat geklappt. Das ist eine sehr schöne Erinnerung, da müssen wir immer noch manchmal drüber kichern. ;-D

d*ana\e87


Das klingt vergnüglich und ich werde es für meine Bewerbung an der ich hänge auch so versuchen, danke. ;-D

De.liee, bisher hast du Angst einfach verdrängt. Jetzt geht es darum mit ihr umzugehen. Das ist eine konkrete Frage die du an deine Therapeutin stellen kannst, die du hier stellen kannst, wie geht ihr mit Angst um? und dann kannst du nur rumprobieren und gucken was für dich passt.

Ich tanze für gewöhnlich eine Weile um das rum, wovor ich Angst habe und begucke es von allen Seiten. Und dann beginne ich es klein zu machen. Ich überlege mir alle möglichen Szenarien. Ab Beispiel einer Stelle: Was passiert wenn ich sie bekomme? Ok, folgende Probleme würden sich sofort stellen, die könnte ich unter diesen und diesen Umständen gut lösen unter anderen könnte ich einfach ablehnen. Wenn ich den nicht bekomme? Dann hat das diese und jene Vorteile. Solange bis ich das Gefühl habe ich wäre einigermaßen gerüstet für die möglichen Eventualitäten. Dann stürz ich mich drauf.

Ich mache mir also meinen Handlungsrahmen bewusst. Das macht mich größer im Vergleich zum Angst-Ding.

Die Spaß Alternative von Shojo gefällt mir, dass versuch ich auch, das klingt gut.

D_é.Rlixée


Die groben Stichpunkte hatte ich ja schon, sogar eine vorläufige Gliederung, aber ich kann nicht die Fragestellung präzise formulieren.

Shojo, danke für diese zutreffende Benennung dieser Dinger, die Smileys darstellen sollen :-D. Ich finde die so furchtbar und werde mich tunlichst davor hüten, sie zu verwenden. Das hätte echt schöner sein können.

Inwiefern verblödeln? Ich kann mir darunter gerade leider nichts vorstellen. Die einzige Blödelei (die ich definitiv nicht schreiben sollte!) ist eine zu meiner Motivation, gerade dieses Thema zu bearbeiten :-D!

Aber dass es Deiner Schwester ähnlich ging mit dem Gefühl und auch die Aussagen im anderen Thread lassen wohl erahnen, dass ich mich eine ganze Weile zu blöd und sozial inkompetent für den Job fühlen werde %:| .

D>é.l;iXée


danae

Du hast in der Mail den Anhang vergessen ;-)

Hm, naja, ich tanze jetzt schon eine ganze Weile... aber ich weiß nicht, wie ich mir das ausmalen soll.

Bestehe ich die BA mit einer sehr guten Note, dann werde ich wahrscheinlich ziemlich erleichtert sein.

Tue ich das nicht oder falle gar durch, wird für mich gefühlt die Welt untergehen und ich werde verdammt wütend auf mich sein. Und momentan sehe ich mich grandios scheitern. Scheiße, nein, ich will das so nicht, das fühlt sich alles jetzt schon beschissen an und ich will keine beschissene BA schreiben und eine beschissene Note kriegen, weil ich zu beschränkt bin, irgendwas Intelligentes zu schreiben.

Mir fällt zu meinem Studiengang gerade allgemein nichts mehr ein, auch kein Alternativthema. Da ist gerade einfach nur pure Abneigung und ich frage mich, wie ich so bescheuert sein konnte, zu glauben, dass ich mich irgendwann im Kontakt mit anderen Menschen nicht mehr so unfähig und sozial ziemlich inkompetent aufführe.

Und ich hätte gerade nicht einmal eine Idee, was ich stattdessen gerne machen würde.

Ich will die Decke über den Kopf ziehen und heulen und liegenbleiben, ehrlich.

d'anaae87


Ja ja ja. Es geht dir mieserabel und du hast Angst. Das hab ich mitbekommen, aber das nützt ja nun auch nichts sich darin noch ein wenig zu wälzen.

Es geht nicht darum wie du dich fühlen wirst. Es geht um KONKRETE Folgen. Was passiert nicht in dir sondern ausserhalb, ganz real? Welche konkreten Folgen hat es also wenn du sehr gut schreibst? Was wenn du durchfällst? Was wenn der Schnitt eher bescheiden ist?

Mail kommt noch einmal.

DQé.lixée


Wäre die BA nicht, würde es mir gar nicht schlecht gehen ;-).

Die Folgen? Alles, was ursprünglich der Plan war, würde dann nicht mehr gehen. Der Master, die Ausbildung danach. Ich habe nur das hier jetzt studiert, damit ich diese Ausbildung danach eben machen könnte. Danach könnte ich also noch viel weniger mit meinem Studium anfangen, als ich es jetzt könnte, wenn ich selbstsicherer und stabiler wäre. Nämlich so gut wie nichts, weil das niemals der Plan war und nie werden wird. Ja, da habe ich relativ genaue Vorstellungen, aber das sehe ich nicht als kritisch. Man braucht Ziele, um aufzustehen und zu handeln und es ist halt nicht immer möglich, Kompromisse zu schließen oder neue Pläne zu finden.

lBuComa9ren


Wenn ich unbedingt etwas machen will, dann ignoriere ich, dass ich Angst haben könnte und mache es einfach. Ich bin gerade etwas platt, weil ich sowieso nicht viel Auto fahre und jetzt noch ein paar Meilen auf der falschen Straßenseite gesammelt habe.

Es kann passieren, dass man bei langfristig sich auswirkenden Entscheidungen nach einiger Zeit merkt, dass die Entscheidung nicht so super war. Ich hätte mein Zweitstudium auch abbrechen können, hatte aber so viel Arbeit schon hineingesteckt, dass der Abbruch keinen Sinn mehr gemacht hat.

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