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Trauma durch Autounfall?

mdimi:xxx hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben,

ich hatte vor ca 2 Wochen einen Autounfall auf einer Landstraße. Mir ist frontal jemand entgegen gekommen, und ich konnte nicht mehr ausweichen. Mein Auto ist ein Totalschaden (hab aber inzwischen ein neues) und verletzt worden bin ich zum Glück nicht. Stand aber ziemlich unter Schock. Ich muss diese Strecke jeden Tag zur Arbeit und seit Tagen zucke ich während der Fahrt zusammen, fahre ganz weit rechts, und bin schweißgebadet. Hat jemand einen Tipp für mich um wieder angstfrei fahren zu können? Ich habe mich auch erkundigt, es gibt keinen anderen Weg dahin auch keine Autobahn sondern nur den.

Antworten
L)u6ci3x2


Nur weiter fahren. Der Schreck lässt nach. War auch so auf die Autobahn (LKW ist mir im Stau hintern reingefahren). Wurde am Anfang sehr nervös und schaute ständig hinter mir. Nach ein paar Wochen hat es sich gelegt.

mjim,ix{xxx


Und ich bin vorher sehr gerne Auto gefahren und hätte nie damit gerechnet das so etwas mir mal passieren könnte😣

m#imirxxx


@luci32 das hoffe ich auch das es sich bald legt die Angst 🙈

Boenyit,aBx.


Jemanden aufsuchen, der EMDR macht.

Mache ich nach jedem Unfall.

mHimiTxxxx


Was bedeutet EMDR?

mwimixlxx


Wichtig ist doch das man sich der Angst stellt und sogar mehrmals am Tag fahren soll. Ist das so ?

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Weiter die Strecke fahren. Die Angst erstmal akzeptieren und nicht fürchten. Das ist ein Schock, davon muss man sich erstmal erholen. Bitte NICHT andere Strecke fahren, das wäre Vermeidung und füttert die Angst.

In dem Moment aber auch deutlich machen: JETZT passiert nichts. Es ist nur eine beliebige Straßenstelle wie alle anderen Stellen auch.

Notfalls mal am Wochenende 10, 20, 30, 40 Mal dort langfahren. Bis es langweilig wird. 1x pro Tag mit Angst an der Stelle "vorbeihuschen" ist weniger effektiv, als es wirklich bewusst anzugehen.

EMDR ist eine Therapietechnik aus der Traumatherapie - und sollte eigentlich "mal eben so" nicht gemacht werden. Sondern eingebettet in eine umfassende Therapie.

mKim8ixxxx


@ Sunflower 73

Hast du die Erfahrung selbst mal gemacht ? Danke für die Tipps. Ich komm eh nicht drum rum ich muss da jeden Tag zur Arbeit lang sind so ca 25 km.🙈

SounAflowe"r_7x3


Zum einen hatte ich tatsächlich 2010 einen Unfall mit Totalschaden. Zum anderen bin ich beruflich mit dieser Thematik befasst. ;-)

meimi'xxxx


Okay ja ich werd's versuchen die Strecke jetzt öfter zu fahren :)^

AyndAy(1604#71


kann mich sunflower nur anschliessen...fahr die situation oft und bewusst.ich hatte einen recht heftigen wildschaden,mir ist ein reh über eine hecke direkt vor das auto gesprungen.kleines bischen später und ich hätte es auf die motorhaube bekommen und würde wohl nicht mehr drüber schreiben,so aber war nur das auto hin und ich hätte ne schöne strieme vom gurt.an sich gings autofahren gleich wieder aber selbst im stadtbereich waren hecken für mich das grauen.ausserhalb panik pur...aber mit jeder "erfolgreichen "hecke wurde es besser und nach einigen monaten wars wieder gut.wenn dir das auto fahren vorher spass gemacht hat ,wird es das auch nach einiger zeit wieder machen

B{enixtaB.


Ich war jeweils immer nur einmalig zum EMDR. Grausame Szenen von Unfällen (ich kam meistens auf bereits geschehene Unfälle zu, die Bilder verfolgten mich) wurden s o f o r t abgemildert.

Mein letzter Unfall war kürzlich auf der Autobahn, wo ich einen runtergeworfenen Stein von der Brücke aufs Auto kriegte. Außer Blechschaden ist nichts passiert, aber auch das verfolgte mich, wie der Stein auf die Motorhaube flog.

Nach einer halben Stunde war ich da beim Therapeuten wieder draußen. Und ich bin die Strecke auch schon wieder öfter gefahren, ohne Probleme.

Was soll ich da denn therapeutisch aufarbeiten, die vielleicht böse Kindheit? Das Problem ist ein Unfall und sonst nix.

Sehe da keinen Sinn.... Zumal es ja einmalig auch ausgezeichnet hilft....

L_as]tSumxmer


BenitaB., es gibt verschiedene Formen der Therapie und es geht nicht immer um die "böse Kindheit"...

Manche Menschen brauchen länger um mit traumatischen Erfahrungen umzugehen. Geht ja oft nicht nur um die Bilder, sondern auch um Kontrollverlust etc.

Seuinflowe$r_7x3


Es gibt einfach auch eine "normale" Verarbeitungszeit, wo einem der Schreck in den Knochen steckt. Wenn man da nicht vermeidet, sondern die Angst akzeptiert und trotzdem weitermacht, wird es i.d.R. besser.

Mit therapeutischen Maßnahmen muss man nach gerade mal zwei Wochen nicht anfangen.

Mag jetzt nicht jedem gefallen, aber Traumatherapie-Elemente "mal eben so einmalig" sind nicht unbedingt ideal. Und man sollte kritisch hinterfragen, WER das so anbietet. Die Wirksamkeit von EMDR an sich ist unbestritten; der einmalige Einsatz ohne den Betroffenen genauer zu kennen... fragwürdig.

Es steht jedem frei, diesen Weg zu gehen - aber es gibt sowas wie Selbstheilungsfähigkeiten. Und ein Risiko bei best. Anbietern.

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