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Reden mit Kuscheltier

P1ulli#Mastxer hat die Diskussion gestartet


Erstmal wünsche ich allen Lesern und Leserinnen einen angenehmen Tag,

Als erstes sollte man für die Beantwortung einer Frage ein par Sachen wissen, welche ich nur kurz erläutern will. Ich versuche niemanden damit in "Richtungen" zu leiten sondern ledeglich meiner Frage nachzugehen.

- Ich bin nicht bei meinen Eltern aufgewachsen

-> Ich habe meinen Vater einmal gesehen und sehe meine Mutti 3x pro Jahr, sonst wohne ich bei meinen Großeltern (nicht leiblich, da meine Mutti adoptiert wurde)

- ich habe einen älteren Bruder

- ich hatte nur eine kurze Kindheit

- ich bin 17 Jahre alt, männlich und Single

- Mache Momentan Abitur

So, genug Informationen, nun zur eigentlichen Frage.

Wenn ich abends im Bett liege fange ich an mit meinen Plüsch-Hund zu reden. Ich unterhalte mit ihm über viele Themen, was passiert ist und auch über Gedanken. Danach kuschel ich mit ihm und schlafe ein, bei ihm fühle ich mich sicher und verstanden, er war mehr für mich da als alle anderen, und er weiß über alles immer Bescheid. Bevor ihr jetzt denkt das ich bekloppte bin, mir ist bewusst das dieser Hund nicht direkt lebt. Ich habe ein par Phobien und andere Defizite, doch trotzdem stehe ich mit beiden Beinen im Leben. Aber trotzdem kann ich mich irgendwie auf eine bestimmte Art mit meinen Plüsch-Hund unterhalten, und er hat mir oft weitergeholfen. Trotzdem denke ich, das etwas mit mir nicht stimmt. Mein Hund und auch ich selber rate mir von einem Psychologen ab.... er versteht nicht was ich denke und interessiert sich eventuell nicht für die Lösung, außerdem habe ich Angst mit jemandem darüber zu sprechen.

Ihr könnt jetzt denken was ihr wollt, aber ich wende mich an euch um von euch zu erfahren waß ich tun soll. Ich wäre euch sehr verbunden wenn ihr mir sagt, was jetzt schlau wäre zu tun.

Über kompetente und ehrliche Hilfe wäre ich sehr dankbar ^-^

Mit freundlichen Grüßen: Pulli

Antworten
EJlaf"RemRiCch08x15


Ich sehe hier erstmal gar kein Problem...

Trotzdem solltest du versuchen neben deinem Plüsch-Hund auch mit echten Menschen über all diese Dinge zu reden. Denn sonst drehst du dich nur um deine eigenen Gedanken und bekommst keinen Input von außen, der dir vielleicht neue Erkenntnisse und Gedanken bringt. Das muss natürlich kein Psychologe sein, aber ein guter Freund dem man vertraut und mit dem man über solche Dinge sprechen kann braucht doch irgendwie jeder...

E{le7onoxra


Ich sehe auch kein Problem. Jeder hat seinen persönlichen Rückzugort und etwas an dem er hängt.

So lange es dir gut tut und du für dich zurecht kommst, ist alles in Ordnung.

Wie ElafRemich schon sagte: Sprich aber auch mit Anderen (Vertrauten) über das was dich bewegt.

Vyampy7x7


Genau das. Rede auch mit anderen, ansonsten ist das für mich einfach eine andere Art des Tagebuchschreibens, wenn ich abends meine Gedanken niederschreibe, dann kommen mir auch Lösungen, die in der Hektik des Tages nicht da waren. Man macht die Seele leer und kann in Ruhe schlafen. Du schreibst halt nicht, du redest, wenn es dir gut tut und du andere Gespräche nicht aus den Augen verlierst, ist doch alles im grünen Bereich.

P.s. wenn es hart auf ganz hart kommt, spreche ich auch mit meinem Hund (okay, nicht aus Plüsch) und wenn die Dicke sich dann ankuschelt, schlaf ich auch besser. ;-)

w#inte1rsondne 0x1


Mein Hund und auch ich selber rate mir von einem Psychologen ab

":/

das klingt etwas merkwürdig....dir ist aber schon bewusst, das der Hund dir keine Ratshläge geben kann? dir höchstens zuhören....

MWiQlky@_ex77


Manche reden mit ihrer Katze.

Die lebt zwar, kann aber auch nicht verstehen und nicht antworten ;-)

Ich sehe kein Problem dabei.

Im Prinzip ist es ein Selbstgespräch, nur halt laut ausgesprochen und nicht nur im Kopf gedacht.

Aber hoffe du hast trotzdem Menschen, mit denen du reden kannst und die dir auch ein Feedback bzw. Rat geben können.

mBond+/sterxne


Ich möchte Dich fast bestärken in dem, was Du tust. Denn Du brauchst einen Ersatz für Vater und Mutter, weil Dir da etwas fehlt.

Für wen ist Dein Plüschtier ein Ersatz für den Vater oder für die Mutter?

Was könnte ein Ersatz für den anderen Elternteil sein, der Dir fehlt?

Wegen der Sache mit dem Kuscheltier brauchst Du ganz sicher keinen Psychologen. Gibt es sonst noch was, worüber Du mit Deinem Kuscheltier nicht reden kannst, weil Du dafür einen echten Menschen brauchst?

Über kompetente und ehrliche Hilfe wäre ich sehr dankbar ^-^

Dies ist ein Laienforum. Du bekommst hier Hilfe von Laien für Laien. Um Ehrlichkeit habe ich mich dabei bemüht. An die Kompetenz darfst Du hier aber nicht zu hohe Erwartungen knüpfen.


Ich danke Dir für die rührende Geschichte, die Du hier mit uns geteilt hast.

:)^

*:)

Myelfe?te


PulliMaster

So, genug Informationen, nun zur eigentlichen Frage.

Wie ist die Beziehung zu deinen Großeltern, zu deinem Bruder? Hast du Freunde? Redest du mit denen über Dinge, über die du mit deinem Hund redest?

Wenn ich abends im Bett liege fange ich an mit meinen Plüsch-Hund zu reden. Ich unterhalte mit ihm über viele Themen, was passiert ist und auch über Gedanken. Danach kuschel ich mit ihm und schlafe ein, bei ihm fühle ich mich sicher und verstanden, er war mehr für mich da als alle anderen, und er weiß über alles immer Bescheid. Bevor ihr jetzt denkt das ich bekloppte bin, mir ist bewusst das dieser Hund nicht direkt lebt.

Ich habe einen Bären, mit dem ich lange geredet habe und ich bin bei meinen Eltern aufgewachsen. Mein Bär wusste auch lange alles, weil ich ihm alles erzählt habe. Gut, manchmal flog er auch durch die Luft, wenn ich wütend war. ;-D Mittlerweile sind es eher Selbstgespräche, die genauso helfen, um mich zu reflektieren, um über Probleme nachzudenken, eine Sache von mehreren Seiten zu betrachten. Ich habe auch Freunde, mit denen ich rede.

Ich habe ein par Phobien und andere Defizite, doch trotzdem stehe ich mit beiden Beinen im Leben.

Welche Phobien und Defizite siehst du bei dir?

Trotzdem denke ich, das etwas mit mir nicht stimmt.

In welcher Beziehung? Wegen dem Hund oder der Phobien?

Mein Hund und auch ich selber rate mir von einem Psychologen ab....

Da dein Hund ja deine eigene Stimme ist, ist es auch klar, dass er dir von einem Psychologen abrät. Wie kam denn dein Gedanke, dass du zu einem Psychologen gehen solltest?

er versteht nicht was ich denke und interessiert sich eventuell nicht für die Lösung, außerdem habe ich Angst mit jemandem darüber zu sprechen.

Wenn das so wäre, dann hätte er den falschen Job, denn er sollte dich verstehen und Lösungsstrategien haben, die du anwenden kannst und die dir helfen.

Über kompetente und ehrliche Hilfe wäre ich sehr dankbar ^-^

Die kompetente Hilfe wäre der Psychologe oder ein Therapeut. Hier gibt es nur Laien.

NFo!wherxegirl


Wenn ich abends im Bett liege fange ich an mit meinen Plüsch-Hund zu reden. Ich unterhalte mit ihm über viele Themen, was passiert ist und auch über Gedanken. Danach kuschel ich mit ihm und schlafe ein, bei ihm fühle ich mich sicher und verstanden,

Das ist ja der Sinn und Zeck eines Kuscheltiers. Ob du nun 7, 17 oder 70 bist ist wurst.

Das ist sogar super, dass du so einen Mechanismus beibehalten hast und zeigt, dass er dir ja scheinbar effektiv nützt und du damit wahrscheinlich einiges kompensieren kannst und gar Kraft tanken.

Du bist nicht der einzige, der noch Kuscheltiere hat und mit diesen hinter verschlossenen Türen redet. Ich wünschte ich könnte das noch. Aber ich bin eine stink faule Socke, um ihn extra hervor zu hohlen. :)z

Mir kommt die Idee gar nicht mehr. Eigentlich traurig.

Mein Stofftierchen habe ich zur Geburt geschenkt bekommen und seit dem schleppe ich ihn überall hin wo ich hinziehe. Aber mehr nebenbei. 99,9% der Zeit habe ich ihn gar nicht mehr im Bewustsein. Ab und zu endecke ich ihn irgendwo in der Ecke oder in einer Tasche und dann sage ich automatisch in Gedanken oder vielleicht auch laut etwas zu ihm. Aber was ist daran schlimm? ":/

Knuddel deinen Hund solange du willst. Und selbst wenn ihm irgendwann die Augen davon abfallen. Das ist nämlich vielleicht das schlimmste was dir passieren kann.

Es gibt keinen Grund warum du ein Kuscheltier nicht nutzen darfst.

Musst es ja niemanden erzählen, so wie alle anderen da draussen, die ihre Drachen-, Schildkröten- und einäugigen Kakalakenstofftierchen knuddeln und im Schlaf voll sabbern, gegebenenfalls nuckeln sie noch am Daumen dabei und stehen dann morgens auf und machen sich für die Arbeit oder Schule zurecht.

Trotzdem denke ich, das etwas mit mir nicht stimmt. Mein Hund und auch ich selber rate mir von einem Psychologen ab.... er versteht nicht was ich denke und interessiert sich eventuell nicht für die Lösung, außerdem habe ich Angst mit jemandem darüber zu sprechen.

Du quälst ja keine Tiere im Keller. Pathologisier deine kleine Insel der Geborgenheit nicht. Alles was dir gut tut und niemand anderes schadet ist gut.

Selbst wenn du deinen Popel heimlich zur Beruhigung isst unter der Bettdecke.

Ich habe ein par Phobien und andere Defizite, doch trotzdem stehe ich mit beiden Beinen im Leben.

Hat jeder. Und wenn du der Meinung wärst nichts von all dem zu haben, dann wärst du ein Fall für die Therapie.

Wenn etwas in eine Therapie gehört, sind es Sorgen und Probleme, die du aufgrund deiner Geschichte hast und andere Dinge, die dich am Leben irgendwie hindern. Depressionen. etc.

Das mit dem Kuschelttier wird für einen Therapeuten unrelevant sein.

Der denkt dann vielleicht selber an seine rosa Plüschgiraffe und lacht sich einen ab innerlich, dass ihm jeder dritte Patient mit der Stofftiergeschichte kommt als wäre es was besonderes :-)

Erst wenn du in der Schule oder auf Arbeit anfängst mitten im Unterricht oder in einer Besprächung dein Stofftier raus zu hohlen und ihm Fragen stellst vor allen Leuten, dann solltest du anfangen über Therpie nach zu denken. ;-)

_PSaurfzerin


das klingt etwas merkwürdig....dir ist aber schon bewusst, das der Hund dir keine Ratshläge geben kann? dir höchstens zuhören....

Warum nicht? Der Teddy "kann schon antworten". Man redet ihm was in den Kopf rein. So wie man es früher mit den Puppen gemacht hat, mit denen man spielte. Die sagten ja auch immer was, immer das, was das phantasievolle Kind in die Puppe hineinredete. So entstanden dann halt richtige Dialoge mit dem Kind und der Puppe oder mit zwei Puppen....total normal.

Wieso sollte man das als Erwachsener nicht auch tun. Es hilft dem TE doch ungemein.

Ich finde es ok! :)* @:)

LkuciS3x2


Warum nicht?

Was du quasi machst ist wie eine Tagebuch führen. Was ist daran seltsam?

Wenn du Sorgen oder Gesprächsbedarf hast, wäre einer Therapie vielleicht sinnvoll.

Ich bin Psychologin und finde was du machst, ist überhaupt nicht seltsam. Es klingt aus die ferne nur etwas einsam. Mangelt es dir an einer Gesprächspartner mit den du über alles reden kannst? Oder ist der Stofftier nur ein Zusatz?

MIeletVe


Luci32

Ich bin Psychologin und finde was du machst, ist überhaupt nicht seltsam.

Sind wir hier alle. ;-D Spielt also keine Rolle, weil es trotzdem noch ein Laienforum ist.

Fvlamechexn79


Sind wir hier alle. ;-D Spielt also keine Rolle, weil es trotzdem noch ein Laienforum ist.

also ich bins nicht,wie kommst du darauf, sowas zu behaupten? ":/

M*elexte


also ich bins nicht,wie kommst du darauf, sowas zu behaupten? ":/

Der Smily steht nicht grundlos hinter dem Satz. ":/

FXlamechxen79


dieser Scherz war deplatziert ;-)

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