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Sohn (18) ist immer sehr Distanziert und Gefühlskalt

JjulixaT


aufgrund von 2 Aussagen, die 1. war als die Klassen (es waren 3) in die Gaskammer waren und der Lehrer sagte, sie sollten nie witze über so etwas machen, da sie jetzt sehen wie schrecklich das ganze ist, darauf Antwortete mein Sohn sehr Trocken, das er (mein SOhn) derjenige währe, der auf die Tür schlägt, aber um diese zu schließen, da die Riegel so wie sie aussehen klemmen würden.

":/ ???

E-hemaliger8 Nutze4r (#605x677)


Irritierend finde ich, dass du das nicht schlimm/ok zu finden scheinst:

stimmt, da er auch kein rassist ist und schon einmal einen Nazi aufgrund einer antisemitischen Aussage zusammen geschlagen hat.

Er schlägt also Andersdenkende zusammen, deren Meinung ihm nicht genehm ist.

Wenn dein Sohn ein Psychopath oder Soziopath wäre, hätte es dafür nicht erst für dich mit seiner Volljährigkeit Anzeichen gegeben.

Aber kommt auch darauf an: Manchmal wollen Eltern diesbzgl. an das Gute im Kind glauben und unschöne Tatsachen nicht wahrhaben bzw. verdrängen unangenehme Erkenntnisse über ihren Sprössling wieder. Das würde sonst auch Zweifel bzgl. der eigenen Erziehung(sleistung) wecken. Umgekehrt gehört das massive und "bösartige" Täuschen & Tricksen auch gegenüber engsten Familienmitgliedern bei manchen Kindern bereits zum Grundrepertoire. (Nicht nur bei psychopathischen Kindern; es gibt auf dem Feld der unangenehmen Charaktere - von "Arschloch" aber aus klinischer Sicht psychisch normal bis zu den schwer pathologischen Fällen diverse Abstufungen. Und der verbreitete Irrtum ist, dass solche Menschen nur ihre für andere unangenehmen Seiten zeigen würden).

Wie kommst du auf deinen Verdacht, dass er ein Soziopath oder Psychopath sein könnte?

Deine Beispiele würde ich unter unreife Provokation seinerseits einordnen. Hintergrund kann alles Mögliche sein. Als Elternteil wirst du über ihn doch deutlich mehr wissen, als diese Beispiele. Das wirkt etwas sehr "unzusammenhängend" dahingeworfen, was du über deinen Sohn schreibst.

m1ar%iposxa


Elke_1, wie schätzt Du eigentlich das Verhalten Deines Sohnes ein? Ich lese da an manchen Stellen eine gewisse Bewunderung für sein Verhalten heraus, die ich nicht teilen könnte. Aber vielleicht liegt es daran, dass Dein Text nixht durchgehend verständlich überkommt.

EVhemaligre*r Nutzer (v#605s677)


Hast du denn den Eindruck, dass er wirklich Defizite beim Mitgefühl hat und wenn er mal Mitgefühl äußert, dies nur Mittel zum Zweck ist/ aus manipulativen Gründen geschieht?

(Das würde ihn übrigens noch nicht zum Psychopathen machen; es kann auch eine Form von Narzissmus sein bzw. einfach ein "neurologisches Defizit" oder es fehlt "nur" durchgehend die Bereitschaft zum Mitgefühl mit anderen, was durchaus normal sein kann. Normal sein heißt ja nicht, dass man ein für andere angenehmer Mitmensch sein muss.)

phe>luzt_ieSr86


Ich finde es eine Unart alles sofort immer auf die (vermeintliche) Hochbegabung zu schieben, und jegliches Fehlverhalten mit dieser oder (vermeintlich) assoziierten Verhaltensstörungen zu entschuldigen.

Auch für mich ist am Text einiges nicht verständlich. Dennoch klingt es für mich nicht nach einer Persönlichkeitsstörung, sondern danach, dass dem Jungen nie Grenzen gesetzt wurden.

Denn ob hochbegabt oder nicht (was man m.E. nicht allein von einem IQ-Test abhängig machen sollte - es gibt meiner Erfahrung nach genug Kinder und Jugendliche, die mit dem Label "HB" anhand eines IQ-Test versehen werden, meinem Erleben und meiner Einschätzung nach jedoch nicht außergewöhnlich intelligent sind) - auch Kinder und Jugendliche brauchen gewisse Regeln und Grenzen.

Und so ein Benehmen wie beim Besuch des KZs geht gar nicht (...und lässt mich fast an seiner hohen Intelligenz zweifeln...).

Allenfalls könnte man noch ein atypisches Aperger-Syndrom in den Raum werfen, wobei einiges wiederum auch überhaupt nicht nach Asperger klingt.

snchVnittxer


Normal sein heißt ja nicht, dass man ein für andere angenehmer Mitmensch sein muss.

Mahahahaha!!! :D

E>vol'uz\zer


Hat dein Sohn Probleme im sozialen Umgang, oder bist das nur du, die Probleme mit ihm hat?

Da müsste es in unserer Gesellschaft ja von Psychopathen und Soziopathen nur so wimmeln...

Überdurchschnittlich intelligent, eher still und zurückgezogen, bei emotionalen und empathischen Themen irgendwie daneben, da vermute ich eher etwas aus der Autismus-Ecke, möglicherweise Richtung Asperger.

Lass deinen Sohn einfach mal einen Selbsttest im Internet machen, die findet man auf Autismus- und Asperger-Seiten. Lies dir selber mal die Asperger-Seiten durch, vielleicht findest du da einen Hinweis der auf deinen Sohn passen könnte.

Vorsicht jedoch mit vorschnellen Diagnosen. Der eine empfindet eine "Diagnose" als hilfreich und erleichternd, für andere ist es ein Weltuntergang. Abzuwägen ist immer, ob es einfach nur eine "Macke", ein erziehungstechnisches Problem innerhalb der Familie, oder eine wirkliche Beeinträchtigung ist.

SRunfl_ojwer_x73


Zu Asperger-Autismus passt aber bspw. dieses gezielte Zusammenschlagen nicht...

ETvol)uzzexr


@ Sunflower_73

Zu Asperger-Autismus passt aber bspw. dieses gezielte Zusammenschlagen nicht...

Wo liest du etwas von "gezieltem Zusammenschlagen"?

Asperger ist nicht gleich Asperger. Außerdem können "Asperger" durchaus einmal aus der Haut fahren.

Pauschalisierungen taugen bei diesem Breiten Spektrum sowieso nicht, da muss man schon auf die Feinheiten schauen.

EOla#fRemiSch081x5


Hochbegabt, Asperger, Soziopath...

Also eine Entschuldigung, verbunden mit einer hochwissenschaftlichen Diagnose und einer Behandlungsstrategie und/oder einer Vermeidungsstrategie im Umgang mit ihm.

":/

Vielleicht ist er einfach nur ein ungezogener Rotzlöffel der seine Grenzen nicht kennt...

EAvol6uzzexr


@ ElafRemich0815

Hochbegabt, Asperger, Soziopath...

Also eine Entschuldigung, verbunden mit einer hochwissenschaftlichen Diagnose und einer Behandlungsstrategie und/oder einer Vermeidungsstrategie im Umgang mit ihm.

":/

Vielleicht ist er einfach nur ein ungezogener Rotzlöffel der seine Grenzen nicht kennt...

Wir wissen es nicht. Wir diskutieren hier aber hoffentlich auch keine "Entschuldigung", sondern eine mögliche Erklärung. Finde den Unterschied. :=o

E%lafReFmich08x15


Nun, ich würde zunächst einmal die einfachste Erklärung heranziehen. Stellt dich das als falsch heraus die nächstkompliziertere.

Finde den Unterschied:

Der 18jährige Sohnemann benimmt sich z.B. beim Besuch eines KZ völlig daneben.

- Ist er einfach ein unerzogener Rotzlöffel, der keine Grenzen kennt und nicht merkt wie sein Verhalten nach außen wirkt?

- Ist er ein soziopathischer Autist mit Asperger Eigenschaften, dem man erstmal mit zahlreichen Test und Untersuchungen kommen muss um ihm am Ende eine ganze Latte an Behandlungen angedeien zu lassen?

Hmm, hat ihn schonmal jemand gefragt und auf einer ernsthaften Antwort bestanden warum er so gehandelt hat?

g2au7loisxe


Wir sollten vielleicht keine Diagnosen in den Raum schmeißen, bevor die TE mal ein paar einfache Fragen beantwortet hat.

H_ype^rion


Würde ich auch sagen, warten wir erst mal ab was Elke noch an Infos hat :)D

Edvolu,zzxer


@ ElafRemich0815

Stellt dich das als falsch heraus die nächstkompliziertere.

Ich nehme das jetzt mal nicht persönlich, auch wenn da ein Gruß von Freud dahinterstecken könnte. ;-D

Vielleicht ist die KZ-Episode ja auch kein sehr gutes Beispiel für das Verhalten ihres Sohnes.

Möglicherweise benimmt er sich außerhalb von KZ-Gedenkstätten ganz "normal".

Vielleicht ist unser durchschnittliches Pietätsgefühl in Bezug auf KZ-Gedenkstätten nur sehr viel strenger, was das Verhalten von Menschen und dessen Beurteilung angeht. Möglichweise wird hier mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen. Ein größtenteils unauffälliges Verhalten wird hier plötzlich zum Eklat.

In den sogenannten guten alten Zeiten hat man sich um mögliche neurologische Ursachen von rotzlöffelartigem Verhalten keine Gedanken gemacht, weil man es bis dato eben nicht besser wusste.

Als Entschuldigung soll dies heute ebenso wenig gelten. Während damals Prügel als akzeptable Therapieform galten, bemüht man sich heute eben um angepasstere Therapieformen.

Das finde ich durchaus angemessen und sinnvoll, denn die Betroffenen sind oft selbst nicht wirklich glücklich mit ihrem Anderssein.

Warten wir ab, was Elke_1 uns noch berichten kann.

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