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Angst vor Übergriffen - Realität und Medien

CXomraxn


Ich habe einfach Angst. Die Ursache ist der Vorfall.

Deine Gefühle kann hier sicherlich jeder nachvollziehen. Gefühle können auch stärker sein als die Ratio. Das ist auch OK nach so einem Erlebnis. Ich hatte mal einen Autounfall mit Totalschaden, danach hatte ich noch wochenlang Panik, wenn ich vor mir Bremslichter leuchten sah. Aber das Ziel solcher Diskussionen soll ja sein, wieder den klaren Blick zurückzugewinnen. Dass die Gefühle einen nicht beherrschen. Und dann wirst du auch wieder anders damit umgehen.

Ich habe selbst auch schon eine Trillerpfeife

Der Taschenalarm, der hier schon erwähnt wurde, ist da viel besser. Meine Frau hatte mal einen, der wird am Karabiner z.B. an der Hose befestigt. Man muss nur einen Splint rausziehen, dann geht der Alarm los. Richtig laut. Die Dinger sind wirklich sehr effektiv. Eine Pfeife musst du erst greifen, dann in den Mund stecken, und blasen. Wenn du unmittelbar bedroht wirst, schaffst du das nicht mehr. Einen Splint zu ziehen geht fast immer, und dann lässt sich der Alarm nicht mehr stoppen.

Kann ich wirklich empfehlen!

C=omr,an


[[https://www.conrad.de/de/taschenalarm-schwarz-mit-led-100-db-kh-security-100188-1486568.html Hier so was]].

Sollte ein bisschen stabil sein, damit der Karabiner nicht direkt abreißt.

Das bisschen Geld sollte einem das wert sein, auch wenn man es nie braucht. Aber wenn man es mal braucht, hat es sich sofort bezahlt gemacht.

_5honey)moogn_


Ihr habt recht!

Danke. Ich habe vorhin einen bestellt. :)^

Maakkazbi


"Deutschland wird sich verändern. - und ich freue mich darauf!"

CbomraDn


Makkabi, das Zitat war an dieser Stelle wirklich dämlich und keineswegs gehaltvoller als von der Urheberin damals. Übrigens hatte meine Frau ihren Taschenalarm schon vor 15 Jahren. Da hatte man vor allem Angst vor Deutschen. Es war ein dummes Gefühl, Silvester in Berlin zu verbringen, wo doch gefühlt Brandenburg schon fest in Nazihand war und unser Aussehen nicht gerade stramm preussisch ist. Also lass ruhig mal stecken, OK? %-|

honeymoon, du wirst es vermutlich nie brauchen, aber es ist immer gut, so was in potenziellen Bedrohungssituationen dabei zu haben :)^ . Alle 2 Jahre mal die Batterien wechseln und gut ist ;-) .

hOeudteu_hier


Ich finde solche Art von "Bewaffnung" gegen schlimme Ereignisse da draußen im Leben verunsichern die Menschen eher, als dass es ein Sicherheitsgefühl vermittelt.

War mal mit einer Freundin im Urlaub, die ohne ihr Pfefferspray keinen Schritt aus dem Hotel gemacht hat. Sie war ständig auf der Lauer nach Gefahrensituationen - auch tagüber bei belebten Straßen. Es war furchtbar anstrengend und war überhaupt nicht entspannt.

Sehr viel wichtiger ist es, ein gesundes Selbstbewusstsein an den Tag zu legen, dass man nicht als [[https://www.psychotipps.com/opferrolle-aufgeben.html Opfertyp]] in Erscheinung tritt.

Es ist schlimm einen Überfall erleben zu müssen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Das Leben geht anschließend weiter. Bei mir war es so, dass ich vorerst einige Gegenden und Straßen bewusst vermieden habe. Nach einigen Tagen ebenfalls bewusst die Orte in Begleitung aufsuchte und nach ein paar Wochen überhaupt keine Ängste mehr hatte.

Viel hat mir auch geholfen, Wegstrecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Man ist auf dem Radel weniger angreifbar, schneller von A nach B gekommen und tut etwas für seinen Kreislauf. Vielleicht ist das auch eine Idee für dich.

Alles Gute @:)

L3ucix32


@ Makkabi

Ich stand am Bahnhof an die Treppe mit einen schweren Fahrrad. Ich bin körperlich schwerbehindert. Die Deutschen haben mir komplett ignoriert.

Plötzlich kamen 4 Flüchtlinge und zack wurde meinem Fahhrad die Treppen hochgetragen. Mit eine freundliches Lächeln.

Wir haben die meisten Flüchtlinge in ganz Deutschland. Bist jetzt ist mir nur eine wahnsinns Höflichkeit und Hilfsbereitschaft aufgefallen. Aber leider kaum bzw. gar nicht von die Deutschen.

Ja Ausländerin aber Engländerin. Sehe aus wie euch.

klleinRewr_ldra5chenstxern


Sehr viel wichtiger ist es, ein gesundes Selbstbewusstsein an den Tag zu legen, dass man nicht als [[https://www.psychotipps.com/opferrolle-aufgeben.html Opfertyp]] in Erscheinung tritt.

Da hast du völlig Recht, dabei kann aber manchen Leute auch helfen Pfefferspray o.ä dabei zu haben.

Ganz wichtig finde ich auch, rauszufinden welcher Typ man bei Bedrohung ist, also ob wann eher flieht, erstarrt oder aggressiv wird z.B., das kann man in guten Kursen zum Thema Selbstbehauptung/ Verteidigung rausfinden.

Und ich sagte ja auch schon: die TE muss ihre Ängste überwinden und rausgehen.

Ich spreche da auch aus Erfahrung, ich hatte da leider auch schon ein paar sehr üble Erlebnisse, die ich erst mal verarbeiten musste, die allerdings alle in der "guten alten Zeit".

hkeuteK_hier


@ Luci32

Ich bin Berlinerin und kann deine Beobachtungen nicht bestätigen. Wenn man Hilfe benötigt, kann man auch fragen. Woher soll jemand wissen, dass du Unterstützung brauchst? Das liegt auch an deinem Verhalten.

Das klingt nach Schwarz- und Weißmalerei: nur hilfsunwillige Deutsche und nur freundliche Flüchtlinge. Wenn du länger in der Stadt wohnst, dann müsstest du wissen, dass dem nicht so ist. Ich kann mit keinen Statistiken aufwarten (kannst du gern selber suchen), aber nur freundliche Menschen aus bestimmten Ländern: das Leben wäre ein Traum.

C9homs'ky


Ich finde solche Art von "Bewaffnung" gegen schlimme Ereignisse da draußen im Leben verunsichern die Menschen eher, als dass es ein Sicherheitsgefühl vermittelt.

Zwischen Pfefferspray und einem Taschenalarm liegen (für mich) Welten.

h1eut8e_hjier


@ kleiner_drachenstern

Vielleicht mag es Menschen geben, die sich dadurch sicherer fühlen.

Meine Erfahrung (nicht nur mit der einen Freundin) ist aber eine andere. Dieses ständige Nachschauen, ob der kleine Unterstützer auch wirklich griffbereit ist - das strahlt auf die Umwelt eine Unsicherheit aus, die angreifbar macht.

Ansonsten stimme ich deinen Ausführungen zu. Man muss schon etwas an sich arbeiten, um zu sehen wie es am besten für einen funktioniert.

Vorsichtsmaßnahmen wie hier beschrieben worden (im Dunkeln nicht allein durch unüberschaubares Gebiet zu laufen, unbekannte Gegenden in der Dunkelheit eher meiden und viel in Begleitung unterwegs zu sein) gelten für mich an jedem Ort dieser Welt. Trotzdem hilft es nicht immer, sich dadurch vor Überfällen zu schützen. Wenn man flinke Beine hat, ist das nicht nur hilfreich, um den Bus noch zu erreichen.

Ich hatte mal eine Situation, da musste ich nachts über eine dunkle Brücke. Mir war extrem unwohl und ich blieb dann erstmal stehen. Als ich irgendwo Leute sah, hab ich sie gebeten mich zu begleiten (5 Minuten Wegstrecke). Das haben die beiden gern gemacht. Ohne auf sie zugegangen zu sein, hätten sie keine Ahnung gehabt, dass ich gerade Unterstützung benötige.

CnoteuSauvaxge


Die Tat fand am Vormittag statt.

Ja und? Das allgemeine Lebensrisiko kann man halt nicht ausschalten. Wie ich schon schrieb, ich wäge ab, gehe unnötigen Gefahren aus dem Weg, aber lasse mir meine Lebensqualität dadurch nicht einschränken.

Euhemalige<r Nutze*r (#6x05677)


Übrigens finden die allermeisten Sexualdelikte nicht in der Öffentlichkeit statt, sondern im häuslichen Umfeld und werden von Partner, Nachbarn, Bekannten, Verwandten etc. begangen. Was NICHT heißt, dass es keine sexuellen Übergriffe im öffentlichen Raum gibt, aber denen wird so viel mehr Aufmerksamkeit zu teil, ist ja auch viel reißerischer.

kleiner_Drachenstern

Die öffentliche Sicherheit ist nunmal für alle interessant: Sowohl für die, die kriminelle bzw. hier sexuell übergriffige und/oder gewalttätige Ehepartner, Verwandte, Bekannte etc. haben, als auch für die, die kein derartiges privates Umfeld haben. Es geht denen, die bereits von ihren Ehepartner/Freunden misshandelt werden sicher besser, wenn sie dann nicht einmal draußen unterwegs halbwegs sicher sind vor Belästigungen und Übergriffen./ironie

Und zur Statistik, dass die große Mehrheit an Sexualdelikten im privaten Umfeld stattfindet, gilt zumindest für Vergewaltigungen in NRW:

Zusammensetzung der Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung bei Vergewaltigungen:

- keine Beziehung: 30,5 %

- Bekanntschaft/Freundschaft: 21 %

- Partnerschaft: 19,9 %

- flüchtige Bekanntschaft: 15,2 %

- ungeklärt: 6,2 %

- enge Freundschaft: 3,2 %

- Familie: 2,3 %

- formelle soziale Beziehung: 1,7 %

PKS 2016 NRW, S. 94 Abbildung 60

[[https://polizei.nrw/sites/default/fi...rbuch_2016.pdf]]

EBhemaEliger Nut"zer (#6R05677x)


[[https://polizei.nrw/sites/default/files/2017-04/170330_PKS_Jahrbuch_2016.pdf]]

EGhemaliLger Nutz{er (3#60567x7)


@ Luci32

Mache Kampfsport. So kann man im Falle des Falles sich verteidigen und man gewinnt allgemein viel an Selbstbewusstsein dadurch.

Ich bin 2 mal überfallen wurden. Einmal in London, einmal in Berlin. In beide Fälle handelte es sich um Raubüberfälle.

Die ersten mal war ich In London zwar ganz alleine, aber eben Kampfsport. Bin gut aus der Situation rausgekommen (der Räuber eher weniger). Er flug über eine niedrigen Mauer in eine Rosenbusch.

Ich stand am Bahnhof an die Treppe mit einen schweren Fahrrad. Ich bin körperlich schwerbehindert. Die Deutschen haben mir komplett ignoriert.

Plötzlich kamen 4 Flüchtlinge und zack wurde meinem Fahhrad die Treppen hochgetragen. Mit eine freundliches Lächeln.

Faszinierend ... du bist körperlich schwerbehindert, machst Kampfsport und bist in der Lage einen männlichen Räuber über eine niedrige Mauer zu werfen und fährst mit einem schweren (sic!) Fahrrad durch die Gegend. Aber die Treppe runtertragen kannst du das Fahrrad nicht. Und natürlich haben dich nur "die Deutschen" ignoriert an der Stelle während "die Flüchtlinge" dir edelmütig geholfen haben.

Is klar. Sehr glaubhaft deine Story.

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