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Angst vor Übergriffen - Realität und Medien

Bala^ck xGun


@ comran:

nein, es liegt nicht so sehr an der besiedelungsdichte sondern an sozialen spannungen und ungleichheit.

Dann braucht die Gesellschaft also keine Waffen, sondern höhere Bereitschaft zu teilen. Oder woher kommen soziale Spannungen und Ungleichheit? Bekämpfen Waffen die Wurzel des Übels? Sicher nicht. Überleg nochmal deine Argumentationskette. :)z

ich habe bewusst von sozialer ungleichheit und von sozialen spannungen als zwei getrennten sachverhalten geschrieben. mit "soziale spannungen" meinte ich vor allem auch ethnische konflikte (zb türken und kurden, oder zwischen den verschiedenen balkanvölkern), oder kulturellen unterschieden (zb rolle der frau, autorität und rolle des staates, die bedeutung von ehre im vergleich zu körperlicher unversehrtheit), die zu reibereien und gewalt führen können.

BTW: hat das einen besonderen Grund, dass du dich Black Gun nennst, oder ist das Zufall? Nur mal so aus Interesse.

den nickname benutze ich schon seit deutlich über 10 jahren. seinen ursprung hatte er, als ich mir als teenager im computerspiel "need for speed II" einen schwarzen ferrari als auto designt habe, mit dem ich bei virtuellen rennen antreten konnte. mein pubertäres ich fand den nickname seinerzeit waaaahnsinnig cool. ;-D

mit meiner nicht völlig ablehnenden haltung zu privatem waffenbesitz hat das nicht das geringste zu tun, zumal ich den nickname geschaffen habe, bevor ich mich überhaupt für solche themen interessiert habe.

Aber jetzt, wo man einen insgesamt einstelligen prozentualen Anstieg von sexuellen Übergriffen auf Zuwanderer zurückführen kann, ist plötzlich der Ruf der Waffen da.

Die Motivation ist da für mich sehr deutlich. Ich finde das durchschaubar, da es Macht- und Rachegelüste wiederspiegelt, die man in dieser Form vor 15 Jahren nie gehört hatte. Und ich finde es weder gut noch konstruktiv, den Frauen deswegen die totale Bedrohung einzureden, die gar keine totale Bedrohung ist. Sie ist nicht einmal viel anders geworden als sonst.

ich habe vor einigen seiten bereits für das beispiel NRW dargelegt, dass dort innerhalb der letzten zwei jahre die anzahl der vergewaltigungen durch fremde um 91% gestiegen ist. und diese art von vergewaltigung ist es, die besonders 'angstwirksam' ist und für das bedrohungsgefühl maßgeblich. auch wenn sehr viele (viel zu viele) übergriffe durch partner, freunde oder bekannte stattfinden, werden wohl nur die allerwenigsten frauen angst davor haben, dass ihr partner oder ihre freunde plötzlich über sie herfallen könnten. auch sollte offensichtlich sein, dass ein anstieg um 91% innerhalb von zwei jahren sehr wohl relevant ist. deine behauptung, "die bedrohung ist nicht einmal viel anders geworden als sonst", stimmt schlichtweg nicht.

@ kleiner_drachenstern:

Und weil immer wieder LE auftaucht: Hypezig hat in den letzten 15 Jahren über 60.000 mehr Einwohner bekommen, da steigt auch die Kriminalität, wie in allen Städten, die hip sind.

Auf dem Kaff mit abnehmender Bewohnerzahl wohl eher nicht.

selbstverständlich wird unter "kriminalität" in fachkreisen die kriminalitätsrate gemeint, also die anzahl an delikten pro (zb) 100000 einwohner. diese unterscheidung kann man weitgehend vernachlässigen, wenn man städte, bundesländer oder staaten mit über den vergleichszeitraum (annähernd) konstanter bevölkerungszahl vergleicht, aber logischerweise nicht bei rapide wachsenden städten.

die kriminalitätsrate kann übrigens sehr wohl auch in boomenden, hippen städten sinken - wenn ausreichend gentrifizierung stattfindet und eine effektive verbrechensbekämpfung. man denke zb an new york city, das in den 80er und frühen 90er jahren eine berüchtigte verbrechenshochburg war und heute eine der sichersten städte der usa, trotz (moderatem) bevölkerungszuwachs in dieser zeit.

B_lbackR Gxun


@ doomhide:

[...]

der jäger hätte die polizei gerufen und so schnell hätten die sich dort nicht mehr blicken lassen. einbrecher sind was anderes als banden, die revieransprüche markieren und durchsetzen wollen.

schusswaffengebrauch gegen personen sollte auch in notwehrsituationen die absolute ultima ratio bleiben. ja, in dem konkreten fall damals fand ich den schusswaffengebrauch zur notwehr rechtfertigbar. dass dabei ein mensch - so sehr er es durch sein kriminelles verhalten auch provoziert haben mag - zu schaden kam, ist dennoch tragisch und nichts, das man gut finden muss. %-| :-/

gut fände ich es vor allem, wenn es zu so einer situation gar nicht erst kommen würde.

Cbo|mraxn


Was ist das für eine Welt, die ihr euch da wünscht?

[...]

Das wünsche ich mir auch. Und zwar nicht erst seit 2 Jahren. Und schon gar nicht durch die Vorstellung gelöst, bald Schießereien zu haben, wenn immer mehr Waffen in privater Hand sind. Ganz im Gegenteil - würden wir die Waffenmenge verringern, gäbe es auch schon eine bessere Welt. Ihr habt euch da einseitig in etwas verrannt.

dZoomhXide


gut fände ich es vor allem, wenn es zu so einer situation gar nicht erst kommen würde.

Das stimmt allerdings. :)^

s4ensibe%lmannx99


[...]

Mit Aufklärung verbinde ich auch entsprechende Tätigkeit der Justiz.

Und ja, da hapert es enorm- nicht zuletzt weil die deutsche Justiz mit sehr viel Pillepalle beschäftigt wird und sich oft mehr um Täterschutz ("der hat es ja so schwer im Leben" ...) kümmert denn um Bürgerschutz. Oft sollte es nicht vorrangig um eine Bestrafung eine Täters gehen, sondern um eine sichere Verwahrung, damit der Täter nicht weiterhin Gefahr für andere Bürger ist.

CYomQra'n


Ein Euro für honeymoons Gedanken, wenn sie sich die Entwicklung ihres Fadens anschaut. (...) [Bezug auf gelöschte Inhalte]

m>usBicus_x65


Der Faden ist bis auf weiteres geschlossen. In den letzten 80 Minuten haben einige User Beiträge gemeldet bzw. der Moderation mitgeteilt, daß sie den jüngsten Verlauf dieser Diskussion sehr bedenklich finden.

Einige Beiträge werden evtl. gelöscht oder editiert, und wir werden im Team über eine eventuelle Fortsetzung der Diskussion beraten.

m6usi[cus,_65


Mehrere Beiträge wurden gelöscht.

H}ypezrion


Der Faden ist wieder geöffnet

Von einigen Usern wurde ein abenteuerliches teils überdrehtes Szenario entworfen ( größtenteils gelöscht), zur Bewaffnung ( Selbstjustiz) geraten, unterschwellig gegen Zuwanderer gehetzt, Links und Videos zu Überfällen und Verbrechensstatistiken seit 2015 gepostet. Teils menschenverachtende Äußerungen wurden inzwischen ebenfalls gelöscht.

Ich bitte darum den Fokus auf Angst der TE zu legen, ihr einen Weg aufzuzeigen was man gegen die Angst tun kann. Wie man mit Angst und Panik umgehen kann. Dazu gehören keine Vorschläge das man sich Waffen kaufen soll.

Es ist nicht sinnvoll und nicht hilfreich der TE weiter Angst zu machen mit Statistiken, Videos ect

Sollten hier weitere Beiträge gepostet werden die mit den Regeln und der Themenbeschränkung nicht konform sind, Hanebüchene Szenarien entworfen, unterschwellige Hetze gegen Zuwanderer fortgeführt oder zur Bewaffnung geraten werden, hat das Konsequenzen seitens der Moderation.

MKakkxabi


ihr einen Weg aufzuzeigen was man gegen die Angst tun kann.

[...]

B4lCack Gxun


@ Hyperion:

Ich bitte darum den Fokus auf Angst der TE zu legen, ihr einen Weg aufzuzeigen was man gegen die Angst tun kann. Wie man mit Angst und Panik umgehen kann. Dazu gehören keine Vorschläge das man sich Waffen kaufen soll.

in bezug auf schusswaffen, messer und co absolut nachvollziehbar. aber nur aus interesse gefragt: zählt für dich in diesem sinne auch pfefferspray als "waffe", deren erwähnung einem ärger mit der moderation einbringt?

Es ist nicht sinnvoll und nicht hilfreich der TE weiter Angst zu machen mit Statistiken, Videos ect

ist es hilfreich, zu beschwichtigen im stile von "ist alles nicht so schlimm/das bildest du dir alles nur ein/deine angst hat keine reale grundlage"? ":/

wie ich schon mehrfach schrieb: meiner ansicht nach wird man weder übertriebene noch begründete angst besiegen, indem man versucht sie zu verdrängen oder wegzudiskutieren.

[...]



@ honeymoon:

ich wünsche dir von herzen, dass du einen für dich passenden und wirksamen weg findest, mit deiner angst umzugehen. menschen sind unterschiedlich, und meine art mit angst umzugehen ist für dich wohl nicht hilfreich, insofern bin ich dann mal raus hier. *:)

SQviOva


Welche Angst ist "berechtigt", welche exisitiert allein in der Gedankenwelt und wird vor allem durch die Konzentration darauf noch gefördert?

Ich gebe dann auch gleich selbst meine Antwort auf die Frage: JEDE Angst existiert erst einmal nur im Kopf, auch die "berechtigte". Keine wird allein durch eine statistische Wahrscheinlichkeit zu einem realistischen Erlebnis. Nur erscheint uns das Ereignis desto wahrscheinlicher und damit die Angst berechtigter, je mehr wir uns damit befassen - ein Teufelskreis.

Liebe TE, deshalb würde ich allenfalls zu Selbstverteidigungsaktivitäten, die über bloße Strategien wie nachts allein draußen zu sein hinausgehen, nur dann raten, wenn Du selbst meinst, dass sie Dir mehr Sicherheit vermitteln könnten. Mir hilft es besser, mich von Ängsten abzuwenden. Solange ich darüber nachdenke, geschweige denn nachgrüble, wird es damit nur schlimmer.

Aber hätte ich das Gefühl, es würde mich von meinen Ängsten befreien, wenn ich beispielsweise einen Selbstverteidgungskurs besuche - was hindert mich, es zu tun?

C1om0ran


[...]

Niemand will einem eine Angst ausreden. Die meisten möchten sie nur in die richtigen Relationen zurückrücken und den emotionalen Schub dahinter wieder in Richtung Ratio bewegen. Andere hingegen möchten den emotionalen Schub nutzen und für ihre Belange am Leben erhalten.

Ich glaube, niemand war so verwegen und hat gesagt: "Hey, die Angst ist völlig unbegründet, dir kann nie etwas passieren.".

[...]

Das finde ich etwas polemisch, denn es wäre eine objektive Lüge. Die Aussage von Gauloise hingegen kann man korrigieren, als dass "hier" und "noch nie" in Zeit und Raum mal präzisiert werden müsste, damit es nachvollziehbar bleibt. Jeder stellt sich darunter nämlich etwas anderes vor. Wer Brennpunkte wahrnimmt, nimmt die Situation ja auch aus einer anderen Perspektive wahr als jemand, für den die Geschehnisse tatsächlich nur Zahlen aus den Statistiken sind (womit wir wieder bei der Urangst der TE wären). Ich könnte dann natürlich sagen, dass es bei uns im Ort und im Umkreis noch keine Übergriffe gegeben hat und der einzige Vergewaltiger hier in der Region über die letzten 15 Jahre war Deutscher. Aber wem hilft es? Deswegen ist die Aussage aber nicht falsch. Man kann nicht einfach die Spitze eines Problems (deren Existenz auch niemand leugnet) mit der Gießkanne über das ganze Land ausbreiten und drastische Maßnahmen ableiten, als sei man im Bürgerkrieg.

HUypxerioxn


2 Beiträge gelöscht

SJvivAa


Was ist das denn für ein schrecklicher Faden?

Ich komme mir hier gerade vor wie beim Ku-Klux-Klan!

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