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Panikattacken während der Fahrt

BneautidfulDay89


Ja und das wirst du sicher auch bald wieder können aber bis dahin bis du eine Gefahr für dich und andere und diese Dauer gilt es zu überbrücken. Wenn du die Angst weiter mit Angst befeuerst kann dieses Trauma nicht verarbeitet werden. Du nährst es immer weiter und weiter...

Bitte tu dir und den anderen Verkehrsteilnehmer den Gefallen und fahre nicht weiter in diesem Zustand und such dir SOFORT psychologische Unterstützung und nicht erst in ein paar Monaten.

L1ucDi]32


Ich glaube du solltest schleunigst nach einer Therapeuten suchen!

Nimm auch ein paar Fahrstunden mit einer Fahrlehrer.

mUimixexx


Ja werde morgen zum Arzt gehen hoffe er versteht mich🙈

mAs9x2


Ich finde Fahrstunden ziemlich gut. Da hast du keine Wartezeit. Erst eine allgemein und dann evtl. Deine Strecke.

mfs92


Vom Verständnis des Hausarztes hast du genau gar nichts. Der kann dich krankschreiben, was du nicht willst oder weiter schicken. Beruhigungsmittel gehen ja nicht.

H0ann:ah0Wxe


Liebe Mimixxx,

ich schreibe jetzt mal in die völlig andere Richtung als die anderen hier, auch, weil ich selbst genau weiß, wie du dich fühlst.

Du musst da durch. Und zwar jetzt, sonst geht das nicht wieder weg. 3 Wochen ist ein klacks, wenn es um die Psyche geht.

Ich hatte vor einigen Jahren einen schweren Autounfall, bin vorher viele Jahre gut und gerne Auto gefahren. Ich war ziemlich schwer verletzt und das Auto natürlich ein Totalschaden. Nach dem Unfall, der auch nicht selbst verschuldet war, war ich eine Weile krank geschrieben bis die Verletzungen heilten. Da ich auf dem Land arbeite, wo es keine öffentlichen Verkehrsmittel gab, war es am Anfang schwierig. Mein Chef holte mich am ersten Tag von Zuhause mit dem Auto ab, damit ich wieder zur Arbeit kommen konnte. Ich ging davon aus, das er mich auch wieder nach Hause fahren würde, was er aber nicht tat. Stattdessen bekam ich abends den Schlüssel zu einem Firmenwagen und den Tipp: Wenn du es jetzt nicht schaffst, die Angst zu überwinden, wird es nicht besser.

Ich kann dir zum Ablauf folgendes sagen: Die ersten 3 Wochen habe ich vor und nach der Fahrt im Auto vor Angst geweint, die Hände haben gezittert, das Herz gerast, mir war schwindelig. Während der Fahrt musste ich mich extrem konzentrieren und fühlte mich permanent in Lebensgefahr. Aber ich hielt durch, weil ich sonst meinen Job verloren hätte. Sobald ich den Schlüssel rumdrehte und das Auto ausschaltete liefen vor abfallender Anspannung die Tränen. Nach 3 Wochen wurde es etwas besser, die Angst bliebt. Bei jedem weißen LKW, an dem ich vorbei fuhr fing ich an zu zittern.

Aber ich tat es. Immer wieder.

Nach 3 Monaten ging die Angst beim Autofahren langsam zurück, das zittern hörte auf, die Gedanken wurden ruhiger.

Noch weitere 2 Jahre bin ich nur Auto gefahren, wenn das Ziel absolut nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen war. Zur Arbeit und zurück. Zum Arzt und zurück. Alles andere mit der Bahn. Noch immer hatte ich das Gefühl, gerade so dem Tod entsprungen zu sein und kein unnötiges Risiko eingehen zu wollen.

Heute, über 6 Jahre später, fahre ich wieder völlig angstfrei Auto, auch längere Strecken, auch Autobahn. Ich hatte nie wieder einen Unfall, und bin eine vorsichtige Fahrerin.

Meine Schwester hingegen hatte als junge Erwachsene einen kleinen Auffahrunfall, den sie verursacht hat, und fährt seitdem nicht mehr Auto. Sie musste direkt danach nicht mehr fahren und hat sich ihrer Angst nicht gestellt. Heute lebt sie in der Stadt und braucht kein Auto.

Wenn du kannst, fang langsam an: Fahr zur Schule und zurück. Zur Arbeit und zurück. Immer die gleiche Strecke. Es wird weniger mit der Angst, versprochen. Aber nur, wenn du es trotz Angst tust.

Erinnere dich daran, dass du Auto fahren kannst und alle Vorsichtsmaßnahmen triffst, die du treffen kannst. Das Autofahren ist nicht gefährlicher als vor 4 Wochen, nur versteht das dein Kopf zur Zeit nicht, denn der verknüpft gerade "Autofahren = Lebensgefahr". Du musst so lange wieder fahren, bis der Kopf wieder versteht "Autofahren = Das Stinknormalste der Welt, tägliches Programm, wie Zähneputzen".

Du fährst ruhig und aufmerksam, aber du fährst. Und zwar ohne Beruhigungsmittel. Das ist nämlich erst wirklich gefährlich.

Wenn man vom Pferd fällt muss man schnell wieder aufsitzen, sonst steigt man nie wieder drauf. Und das würde deine Lebensqualität doch ziemlich einschränken, oder?

m@imxixxx


@ HannahWe

Du sprichst mir aus der Seele. Genauso erlebe ich das grade🙈🙈 am liebsten würde ich die Arbeitsstelle aufgeben und mir eine Arbeit hier im Umkreis suchen, weil ich denke das ich mich in Lebensgefahr befinde. Ich weine abends, während des Aurofahrens, nachts. Durchgehend, wenn ich dran denke dss ich da lang muss, das ist wirklich schlimn. Ich habe grade eben einen Termin bekommen bei einer Heilprakterin, und sie versichert mir heute noch keine Angst mehr zz haben. Bin mega nervös, die Feuerwehr hat uns diese Dame empfohlen, soll gut sein . Ich hoffe ich kann nachher sagen das ich keine Angst mehr habe🙈wäre natürlich ein Traum. Und ja ich fahre jetzt gleich wieder Landstraße, ich stelle mich dem jetzt. Sind aber auch nur 5 km🙈 wünscht mir Glück

VTerhueZter


Du wolltest doch keine Auto mehr fahren?!

HlanLnaxhWe


Du sprichst mir aus der Seele. Genauso erlebe ich das grade🙈🙈 am liebsten würde ich die Arbeitsstelle aufgeben und mir eine Arbeit hier im Umkreis suchen, weil ich denke das ich mich in Lebensgefahr befinde. Ich weine abends, während des Aurofahrens, nachts. Durchgehend, wenn ich dran denke dss ich da lang muss, das ist wirklich schlimn. Ich habe grade eben einen Termin bekommen bei einer Heilprakterin, und sie versichert mir heute noch keine Angst mehr zz haben. Bin mega nervös, die Feuerwehr hat uns diese Dame empfohlen, soll gut sein . Ich hoffe ich kann nachher sagen das ich keine Angst mehr habe🙈wäre natürlich ein Traum. Und ja ich fahre jetzt gleich wieder Landstraße, ich stelle mich dem jetzt. Sind aber auch nur 5 km🙈 wünscht mir Glück

Also Glück wünsche ich dir schonmal, und vor allem ganz viel Selbstvertrauen und RUHE beim Fahren. Du bist vorher monatelang oder Jahrelang sicher und problemlos Auto gefahren und so wird es auch wieder werden.

Das mit der Heilpraktikerin, tja, davon halte ich nicht viel.

Ich prognostiziere mal folgenden Ausgang: Sie wird dir viel Geld aus der Tasche ziehen und am Ende hast du trotzdem noch Angst.

Die geht nicht von heute auf morgen weg.

Wenn du ärztliche Hilfe brauchst, um deinen Schock zu überwinden, würde ich zum Hausarzt oder zu einer Psychotherapeutin gehen. Die haben aber oft sehr lange Wartezeiten. Im Grunde musst du da einfach "durch" leider. Es gibt keine Abkürzung.

Zu denken, eine Heilpraktikerin macht jetzt "Ene mene Muh" und dann ist alles wieder wie vorher, halte ich für naiv. Die Angst ist berechtigterweise da, weil deine Psyche leider hat erfahren müssen: Autofahren = Lebensgefahr.

Es dauert seine Zeit, den Kopf wieder vom Gegenteil zu überzeugen.

Berichte mal, wie der Termin bei der Heilpraktikerin lief, bin gespannt. Aber versprich dir nicht zu viel und erwarte nicht, dass die Angst schnell weggeht. Aber wenn du nicht aufgibst, wird sie weggehen, in einiger Zeit.

5 km kriegst du hin! Viel Erfolg. @:)

mJimKixxx


Bin auch gespannt ob's was bringt. Berichte gleich. Ich bin da

_'Pasrv"ati_


@ BeautifulDay89

Angst hat im Strassenverkehr NICHTS verloren. Jeder der mit Angst in ein Auto steigt fährt fahrlässig und darf so nicht am Strassenverkehr teilnehmen! :|N

Das kann man so nicht sagen. Ich bin auch mal 10 Jahre nach der Fahrschule kein Auto gefahren wegen Angstzuständen. Nach einer Therapie beim Therapeuten wurde die Angst aber auch nicht weggezaubert. Man muss trotzdem noch mit der Angst ins Auto steigen und fahren und das so oft wie möglich. Der Therapeut kann einem nur Wege aufzeigen, um die Angst während des Fahrens zu reduzieren. Trotzdem bleibt es einem nicht erspart mit der Angst im Nacken Auto zu fahren, eben um die Angst mit der Zeit zu reduzieren.

Und nein, man handelt nicht zwingend fahrlässig, wenn man mit Angst ins Auto steigt. Es kommt auch darauf an, wie groß die Angst ist. Wenn es dann tatsächlich so weit geht, dass einem schwindelig oder schwarz vor Augen wird, dann muss und sollte man rechts ranfahren. Alles andere wäre tatsächlich fahrlässig. Wenn man jetzt aber "nur" Schweißausbrüche hat und Herzrasen o.ä. dann kann man durchaus weiter fahren.

@ mimixxx

Ich kann mich zwar gut in deine Lage hineinversetzen, weiß aber nicht so recht, was ich dir raten soll... Wahrscheinlich ist es tatsächlich besser, wenn du erst mal nicht fährst und dich erst einmal therapeutisch behandeln lässt.

Kannst du vorübergehend bei jemand anderen mitfahren? Oder könntest du auch mit dem Fahrrad zu deinem Ausbildungsplatz kommen?

J"o)han\na84


Liebe Mimi,

ich kann dich auch gut verstehen. Ich bin immer gern gefahren und recht sorglos, egal bei welcher Witterung. Dann sind wir umgezogen in eine sehr schneereiche Region und im ersten Winter dort hatte ich einen Unfall. Eigentlich keine große Sache, ich habe mich einmal gedreht und bin vor die Mauer gefahren. Der Schaden am Auto waren nur 400 Euro, der Knacks in meiner Psyche aber kam mir vor wie ein unüberwindbarer Berg.

Ich bin dann 2 Jahre bei Schnee überhaupt nicht mehr gefahren. Dann habe ich mich von meinem Freund getrennt und der nächste Winter stand vor der Tür. Da mein Sohn aber irgendwie in die Schule kommen musste, blieb mir keine große Wahl. Anfangs hatte ich wahnsinnig zittrige Knie, hab auch vor Anspannung geweint, aber es wurde besser mit der Zeit. Inzwischen sind wir umgezogen an die Küste und der erste Winter steht mir noch bevor, aber wenn ich den Leuten hier glauben darf, hab ich hier nichts zu befürchten.

Gib dir Zeit, aber stell dich deiner Angst, es wird wirklich besser. Rückblickend betrachtet waren meine 2 Jahre im Winter nicht fahren ganz schön doof, das hat die Angst nicht besser gemacht. Ohne Übung wird die Angst aber auch nicht verschwinden.

Es finden sich im Leben immer wieder Herausforderungen, aber man wächst unheimlich daran, sich ihnen zu stellen. Nur Mut, das wird wieder besser :)^

Vom Heilpraktiker halte ich auch nicht viel, ich fürchte das wird einfach nur teuer und bringt nicht wirklich was, aber wenn man verzweifelt ist, greift man ja nach jedem Strohhalm. :)*

Ich wünsche dir, dass es bald besser wird und du wieder entspannt am Straßenverkehr teilnehmen kannst.

mtiBmixxxx


Also ich soll definitiv weiter diese Strecken fahren, um mich der Angst zu stellen. Ich soll spezielle Übungen im Auto machen dh. Atemübungen und gedanklich versuchen mich abzulenken. Ich hab's eben im Auto ausprobiert, wenn ich es öfter mache wird's bestimmt. Hab für ne kurze Zeit vergessen das ich im Auto bin :-) also ich geh jetzt positiv an die Sache und werde jetzt so oft es wie es nur geht fahren.

mtimixxxx


Die Angst wird wahrscheinlich noch bleiben. Aber wie hier schon einige geschrieben haben soll man sich der Angst stellen und fahren😘 :-)

P6lüscfhbiyest


Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, gleich weiter fahren ist das einzige was dich auf Dauer von deiner Angst befreit. Du könntest dich vielleicht vom verständnisvollen Hausarzt ein paar Tage krank schreiben lassen und die Zeit nutzen, um auf einem Verkehrsübungsplatz einige Runden zu drehen.

Wer ländlich wohnt kommt ohne Auto zu fahren nicht sehr weit und ist später abhängig davon dass ihn immer jemand fährt.

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