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Keine Lust mehr ...

AUBCU0x1


Ist das bei dir nur bei Müdigkeit? ...

Vielleicht ist das einfach dieser komische Biorhythmus, über den wir uns mal unterhalten haben.

Ja und Nein. Es hängt auch mit meinem speziellen Biorhytmus zusammen. Ab und zu habe ich Tage wo ich komisch reizbar bin. Das ist eigentlich die Ausnahme bei mir. Wenn ich mittlerweile merke das es so ein Tag ist passe ich auf das ich die Stimmung nicht ernst nehme und denke mir, an dem Tag ruhig bleiben. Nicht handeln oder sich für etwas entschließen auf Grund der Stimmung. Das ist aber nicht das was Du in dem Faden meinst denke ich.

Dann gibt es noch: "Keine Lust auf nichts". Das sind auch kraftlose Tage.

Ich meine, das ich übrigens nicht depressiv bin. Das "Keine Lust mehr" wie ich es verstehe in dem Faden ist keine depressive Stimmung meiner Meinung nach.

Von mir kenne ich das einmal so, dass es wirklich einfach davon kommt, dass meine Energiereserven (körperlich/geistig) leer sind und dann reicht es auch einfach, eine Pause zu machen und ist spätestens mit einmal Schlafen wieder weg.

So in etwa meine ich das. "Keine Lust mehr". Erschöpfte Energiereserven. Das ist aber immer noch ein bischen anders wie wenn man todmüde ist. Wenn ich so nachdenke würde ich es so formulieren: Es ist die Last die auf einem liegt die gemeint ist. Die man normalerweise nicht spürt. Man spürt so eine Last nur wenn sie von einem abfällt, das da etwas belastendes war (Die Erleichterung). Das ist es glaube ich was Du meinst mit Deinem Faden. Wenn das in einem Moment hochkommt oder spürbar wird, wo man sehr erschöpft ist dann hat man diese Endzeitgefühl: "Ich habe einfach keine Lust mehr ..."

vIampx28


Leben hat nichts mit Lust zutun...wir wurden ungefragt in diese kalte Welt gesetzt und nun müssen wir schauen wie wir zurechtkommen. Ich sehe das mehr als eine Verpflichtung an, tägliche harte Arbeit immer und ständig perfekt zu funktionieren. Da verliert man ganz gerne auch die Lust am Leben. Ist alles normal, solange die Unlust nicht dein täglicher Begleiter wird. Dann wird es kritisch...aber auch dann heißt es: Aufstehen, weiter funktionieren und immer schön lächeln. ;-D

EjhemalZig]er Nutuzer (#R605677x)


@ Planetenwind

Ich kenne dieses Gefühl auch gut, aber ich weiss bei mir was es auslöst: irgendetwas läuft dann im meinem Leben nicht so, wie es mich glücklich macht/ausfüllt/gefällt oder sowas in der Art. Und ich weiss dann auch jedes mal was es ist, nur das Problem zu lösen ist nicht immer so einfach.

Oh du weißt immer, was dir dann fehlt?! (Woher weißt du das?) Das ist schon mal ein großer Vorteil - auch wenn das natürlich noch nicht die Umsetzung der Lösung ist, aber das hilft dir bestimmt beim Finden der Lösung oder?

@ rr2017

Man muss sich auch mal klarmachen - also aller Wahrscheinlichkeit nach sind wir Menschen evolutionär entstandene Maschinen, ein Gen-Code, mit dem übergeordneten Ziel, den Code weiterzugeben. Um nichts anderes dreht sich alles dasein im Endeffekt. Von daher sind Konzepte wie "Lust und Zukunftsperspektive und Erfolg" nichts anderes als Mittel zu diesem Zweck.

Mag sein, dass sich naturwissenschaftlich bzw. biologisch betrachtet alles um die Arterhaltung dreht - mir ist das sehr egal. Es gibt eh zu viele Menschen auf dieser Erde. Da wäre ganz gut, wenn die Art ein bisschen dezimiert wird.

ich empfinde das Leben letztlich als nicht lösbares Dilemma und alles Religion und Philosophie sind nur Versuche, irgendwie damit umzugehen.

Dilemma wegen dieser Fortpflanzungssache? Man kann sich ja auch nichts aus dem von dir beschriebenen "Prinzip des Daseins" im Sinne von Fortpflanzung/Arterhaltung machen ohne deshalb gleich damit zu hadern. Bei dir gibt es so wie du es beschreibst nur ein (unglückliches) "Drinnen" oder "Draußen" sein im Prinzip.

Ich sehe es so, dass man automatisch durch seine Existenz an einem irgendwie gearteten "Prinzip des Daseins" teilnimmt - durch pure Anwesenheit/weil man lebt. Man ist m. E. automatisch Teil davon, egal ob man will oder nicht. Z. B. ist jeder dem Sterben unterworfen als eine "Regel" des Daseinsprinzips. Bzgl. des Sterbens und des Todes finde ich das sogar angenehm irgendwie, dass man wieder Teil eines Ganzen wird bzw. "der Umwelt um sich herum", indem man verwest und von Bakterien etc. zersetzt wird. => "von Asche zu Asche, von Staub zu Staub" - eines der wenigen Sachen, die ich im Christentum trotz aller Antipathie sinnig finde.

Es ist für Epikur nicht möglich, lustvoll zu leben, ohne dass man klug, schön und gerecht lebt. Gegenüber den "unvernünftigen" Begierden stehen "vernünftige" Begierden – Begierden, die unserer Natur entsprechen, dementsprechend keinen Schaden nach sich ziehen und leicht zu erreichen sind. Ein Mensch mit einem gemäßigten Verlangen, welches nur auf das Notwendigste gerichtet ist, wird dauerhaft die höchste Lust erfahren.

Oh ein vernünftiger Idealist ... aber so ganz Unrecht hat er nicht.

@ ABC01

Ja und Nein. Es hängt auch mit meinem speziellen Biorhytmus zusammen. Ab und zu habe ich Tage wo ich komisch reizbar bin. Das ist eigentlich die Ausnahme bei mir. Wenn ich mittlerweile merke das es so ein Tag ist passe ich auf das ich die Stimmung nicht ernst nehme und denke mir, an dem Tag ruhig bleiben. Nicht handeln oder sich für etwas entschließen auf Grund der Stimmung. Das ist aber nicht das was Du in dem Faden meinst denke ich.

Nein, ist sie nicht. Aber ich finde das trotzdem interessant, was du darüber geschrieben hast. ;-)

Hast du eine Idee, welche Ursachen diese komisch gereizte Stimmung bei dir hat?

(Ich kenne das bei starker Müdigkeit, zu lange unter Menschen sein oder wenn man etwas tun muss, das man eigentlich nicht tun möchte, oder evtl. bei Stress (wenn man es z. B. eilig hat und andere Mitmenschen im Weg stehen).)

Ich meine, das ich übrigens nicht depressiv bin. Das "Keine Lust mehr" wie ich es verstehe in dem Faden ist keine depressive Stimmung meiner Meinung nach.

Mich würde generell mal interessieren, wo auf der Skala von "gesund" bis "Depression" der Graubereich anfängt (z. B. gibt es ja die Einordnung "depressive Verstimmung", die nicht mit einer Depression gleichzusetzen ist meines Wissens nach, aber wirklich gesund wäre die "nur" depressive Verstimmung glaube ich auch nicht - aber ich weiß es nicht.)

Für mich finde ich das schwierig einzuschätzen, wo die Schwelle anfängt. Das kann ich bei mir nicht einschätzen bzw. könnte die Antwort jedesmal anders ausfallen. Eine "richtige" Depression habe ich aber nicht, das denke ich auch. Wie man diese "keine Lust"-Stimmung bewerten sollte, weiß ich nicht. Ein bisschen negativ ist diese Stimmung durchaus, aber könnte auch sein, dass sie ganz normal ist (und verbreitet).

Wenn ich so nachdenke würde ich es so formulieren: Es ist die Last die auf einem liegt die gemeint ist. Die man normalerweise nicht spürt. Man spürt so eine Last nur wenn sie von einem abfällt, das da etwas belastendes war (Die Erleichterung). Das ist es glaube ich was Du meinst mit Deinem Faden. Wenn das in einem Moment hochkommt oder spürbar wird, wo man sehr erschöpft ist dann hat man diese Endzeitgefühl: "Ich habe einfach keine Lust mehr ..."

Leider lässt sich eine bestimmte Stimmung nicht konservieren, sodass man sie auch Tage später in Ruhe analysieren kann. Das, was ich eingangs beschrieben habe, ist z. B. jetzt wieder so weit weg. Ich meine, dass es noch ein bisschen anders war (bei mir) als die "keine Lust"-Stimmung aufgrund von Müdigkeit/Erschöpfung; irgendwas mit einem resignativen Element (Gefühl der Sinnlosigkeit). Aber es ist auch nicht so wichtig.

Was du beschreibst, kenne ich aber so oder so auch. Bei mir geht dem idR eine (kurze) Phase der inneren "Überdrehtheit" voraus. Das passiert manchmal, wenn ich zu wenig schlafe und viel arbeite und insofern viel "funktionieren und mich zusammenreißen" muss und dann Feierabend habe. Die "Überdrehtheit" ist so eine komische Mischung aus "guter Laune", Müdigkeit und "keinen Bock mehr" [mich weiter zusammenzureißen?] - obwohl ich den "keine Lust"-Impuls da nicht auslebe, obwohl ich den dafür passenden "Stimmungsmix" hätte. Es wäre einfach sehr unvernünftig und nicht wirklich in meinem Sinne. So wie man sich auch nicht Kokain o. ä. reinzieht, nur weil man den passenden "Scheißegal" & "sensation seeking"-Stimmungsmix dafür hat. Ich glaube das ist bei mir einfach eine Art abrupte Form von emotionalen Stressabbau, die da innerlich abläuft. Aber ich weiß nicht genau, was mein Körper bzw. meine Gefühlswelt da macht.

@ vamp28

Leben hat nichts mit Lust zutun...wir wurden ungefragt in diese kalte Welt gesetzt und nun müssen wir schauen wie wir zurechtkommen. Ich sehe das mehr als eine Verpflichtung an, tägliche harte Arbeit immer und ständig perfekt zu funktionieren. Da verliert man ganz gerne auch die Lust am Leben.

Ist alles normal, solange die Unlust nicht dein täglicher Begleiter wird. Dann wird es kritisch...aber auch dann heißt es: Aufstehen, weiter funktionieren und immer schön lächeln. ;-D

Du arbeitest hoffentlich nicht in der Krisenintervention. ;-D ;-) ... Sorry, aber das klingt ja schon beim Lesen völlig trostlos und steigert die Lebenslust ungemein.

Mir ist es zwar sehr wichtig, zu funktionieren und mein Leben im Griff zu haben und Perfektionismus kenne leider auch, ebenso wie Masken aufsetzen aus verschiedenen Gründen, aber wenn das alles im Leben wäre, würde ich mich ohne zu zögern in perfekter Ausführung und meinetwegen auch lächelnd aus selbigem befördern.

Aber ich stimme dir insoweit zu, dass man (manchmal) einfach funktionieren und weitermachen sollte statt sich mit Sinnfragen aufzuhalten. Quasi so wie es ASP in ihrem Song "Panik" singen:

"Lauf! Schau dich nicht um!

Frag nicht wohin und nicht warum!

Flieh! Und bleib nicht stehn!

Es muss das Rad sich weiterdrehn!"

mKond+sSterxne


Es würde mir insofern helfen, wenn ihr mir sagt, ob ihr dieses Empfinden von euch selbst kennt?

Den Gedanken habe ich zumindest auch.

Vom Empfinden her würde ich sagen, es ist resignativ. Ob es jetzt dasselbe Empfinden wie bei Dir ist, da bin ich mir nicht sicher.

Im übrigen geht es mir ähnlich wie rr2017, dass ich mich frage, wozu sollte ich denn Lust haben? (und ich meine sie nicht philosophisch, sondern persönlich)

Diese Frage hat für mich persönlich keinen Sinn, weil ich nichts machen will, wozu ich Lust habe.

Ich würde lieber etwas Sinnvolles machen. und auch das ist nicht philosophisch, sondern persönlich gemeint.

rVr2B017


Ne, ich mein nicht nur das Fortpflanzungsgedöns. Auch alles andere.

(man könnte sich natürlich fragen, wie das Verfassen z.B. dieses Beitrags in das Schema "Selbsterhalt und Fortpflanzug" einzuordnen wäre. Inwiefern hilft er mir dabei?)

r6r20;17


Und was ist sinnvoll?

Eahemal\iger NCutzer z(#605K677x)


@ mond+sterne

Im übrigen geht es mir ähnlich wie rr2017, dass ich mich frage, wozu sollte ich denn Lust haben? (und ich meine sie nicht philosophisch, sondern persönlich)

Lust zu etwas haben könnte ich auch umschreiben mit intrinisch motiviert sein, etwas zu tun.

Hast du nichts, was dich intrinisch motiviert bzw. wozu du einfach Lust hast? Ein paar Tätigkeiten müsste es bei dir geben:

Diese Frage hat für mich persönlich keinen Sinn, weil ich nichts machen will, wozu ich Lust habe.

Eigentlich kenne ich es nur so, dass der eigene Wille hand in hand mit der intrinsischen Motivation geht. Die Tätigkeit ist (deshalb) für einen selbst sinnvoll aus sich selbst heraus. Aber das ist bei dir wohl anders.

EEhemalGiger Nut"zer (#0605677x)


@ rr2017

Und was ist sinnvoll?

Alles, was sich so anfühlt für einen selbst bzw. alles, was man als sinnvoll empfindet.

r%r201x7


mond+sterne hat halt Lust dazu, etwas sinnvolles zu tun ;-)

m@ond+s>ternxe


Ja, könnte man so sagen. :-)

Hast du nichts, was dich intrinisch motiviert bzw. wozu du einfach Lust hast?

Es mangelt mir an intrinsischer Motivation. Und das ist etwas, woran ich arbeite. D.h. ich versuche, Tätigkeiten zu kultivieren, denen ich aus einer intrinsischen Motivation heraus nachgehe.

Lust haben ist für mich nochmal etwas anderes. Dabei denke ich eher an Freizeitvergnügen. Wenn ich keine Lust mehr habe, in den Freizeitpark zu gehen, dann finde ich das ok.

Deshalb tendiere ich eher dazu, diesen Gedanken als Blödsinn abzutun. Wenn es etwas gibt, was ich mache, weil ich es sinnvoll finde, hätte es sich für mich erledigt.

Alles, was sich so anfühlt für einen selbst bzw. alles, was man als sinnvoll empfindet.

Ja, ganz genau, das meine ich mit Sinn, und ich bin froh, dass wir damit aus dieser philosophischen Nummer raus sind.

puuh.

rpr20x17


Der "Witz" ist ja auch - man kann endlos darüber diskutieren und philosophieren, aber irgendwas muss man ja tun (jeder tut ja ständig irgendwas, und sei es schlafen oder Löcher in die Luft gucken), von daher wird unabhängig vom Resultat des Philosophierens irgendwas getan werden, was spontan-affektiv als spaßig oder sinnvoll empfunden wird.

Ich sehe das Ziel der philosophischen Hinterfragung weniger in der Auswahl der Handlungen, sondern in der Einstellung zu diesen. Man kann ja auch wenn man alles sinnlos findet, immer noch das gleiche tun als wäre das nicht so (in der Regel wird man auch mehr ider weniger das gleiche tun), aber eine etwas entspanntere, distanziertere Einstellung dazu haben. Einfach sich selber und auch alles andere nicht ganz so arg wichtig nehmen.

AHBC#0x1


@ _Polarfuchs_

Hast du eine Idee, welche Ursachen diese komisch gereizte Stimmung bei dir hat?

Nein, nicht direkt. Es kommt nicht oft vor. An so einem Tag darf man nicht nach seiner Laune handeln. Da macht man etwas kaputt. Vermutlich kommen da zwei Faktoren zusammen, wie Biorhytmus und eine Art von erschöpften Reserven.

(Ich kenne das bei starker Müdigkeit, zu lange unter Menschen sein oder wenn man etwas tun muss, das man eigentlich nicht tun möchte, oder evtl. bei Stress (wenn man es z. B. eilig hat und andere Mitmenschen im Weg stehen).)

Das kenne ich auch. Wenn sich etwas hinzieht und ich habe starken Hunger oder bin Müde. Das ist es aber nicht was ich mit einem leicht reizbarem Tag meine. Der beginnt schon Morgens so nachdem ich in der Arbeit angetreten bin. Da bin ich einfach empfindlich an so einem Tag. Da braucht es keine stärkeren Gründe.

Mich würde generell mal interessieren, wo auf der Skala von "gesund" bis "Depression" der Graubereich anfängt (z. B. gibt es ja die Einordnung "depressive Verstimmung", die nicht mit einer Depression gleichzusetzen

Depression ist für mich ein Zustand der (etwas) länger anhält. Früher hatte ich auch eine Zeit wo mal so eine Phase mit dabei war. Von daher kann ich mir das schon vorstellen. Ich neige aber nicht besonders zur Depression. Depressive Verstimmung könnte ich mir vorstellen, dass es mit einer Erschöpfung zusammenhängen kann.

Wie man diese "keine Lust"-Stimmung bewerten sollte, weiß ich nicht.

Man kann sich an etwas abessen. Mit Zwiebel Leberkäse ist mir das einmal passiert. Eine gute Metzgerei. Ich habe dort eine Zeitlang öfters gegessen. Ich weiss nicht was mir an dem letzten Leberkäse nicht gut getan hat. Ich konnte danach keinen mehr bestellen. Ein inneres Abwehr- Gefühl wie wenn man sich daran abgegessen hätte. Das war aber bestimmt nicht der Grund. So ähnlich das man etwas nicht mehr packen oder anpacken kann kenne ich dieses "keine Lust" Stimmung.

Ich meine, dass es noch ein bisschen anders war (bei mir) als die "keine Lust"-Stimmung aufgrund von Müdigkeit/Erschöpfung; irgendwas mit einem resignativen Element (Gefühl der Sinnlosigkeit).

Das kann gut sein. Da meine ich, z.B. die Last die man trägt, das es einem manchmal gewußt wird und man weiss das sich das nicht groß verändern wird und noch viel Kraft kosten wird.

Bei mir geht dem idR eine (kurze) Phase der inneren "Überdrehtheit" voraus. Das passiert manchmal, wenn ich zu wenig schlafe und viel arbeite und insofern viel "funktionieren und mich zusammenreißen" muss und dann Feierabend habe. Die "Überdrehtheit" ist so eine komische Mischung aus "guter Laune", Müdigkeit und "keinen Bock mehr" [mich weiter zusammenzureißen?] - obwohl ich den "keine Lust"-Impuls da nicht auslebe, obwohl ich den dafür passenden "Stimmungsmix" hätte. Es wäre einfach sehr unvernünftig und nicht wirklich in meinem Sinne. So wie man sich auch nicht Kokain o. ä. reinzieht, nur weil man den passenden "Scheißegal" & "sensation seeking"-Stimmungsmix dafür hat. Ich glaube das ist bei mir einfach eine Art abrupte Form von emotionalen Stressabbau, die da innerlich abläuft. Aber ich weiß nicht genau, was mein Körper bzw. meine Gefühlswelt da macht.

Interessant. Kann ich für mich jetzt nicht 1:1 so zuordnen. Überdrehtheit kenne ich vielleicht so wie ein Überfunktion der Schilddrüse. Eine innere Unruhe. Habe ich schon mal erwähnt in einem anderen Faden. Ich springe dann ehr von einem Thema zum anderen und kann nichts richtig anpacken oder mich auf etwas fokusieren. Das ist dann ein energieloser Tag bis es wieder nachlässt. Ehr abends zu.

Da fällt mir noch ein, wenn ich eine anstengende längere Arbeit mache habe und bin ziemlich erschöpft. Zum Schluss, kurz vor es fertig ist, merke ich dann das es nicht passt und ich es noch einmal von vorne machen muss. Dann kommt dieses "Keine Lust mehr" (Habe es satt) Gefühl bei mir. Ich muss dann echt eine Nacht darüber schlafen.

k7lein;_schblumpfxine


Ich kenne diese "keine Lust Stimmung" auch.

Depressionen habe ich nicht. Glaube auch nicht mal welche gehabt zu haben. Aber leicht depressive Phasen haben doch bestimmt die meisten Menschen mal? Also Zeiten in denen es irgendwie nicht läuft und man insgesamt unzufrieden ist und sich fragt, was das alles soll und wozu man eigentlich lebt, wenn man die meiste Zeit mit Kram verbringt der eher so mittelmäßig ist.

Hatte ich zumindest auch schon. Finde das recht undramatisch. Ich meine, so rein sachlich betrachtet ist der Mehrwert des Seins gegenüber des Nicht-Seins ja nur dann gegeben, wenn das Sein irgendwie zu einem möglichst hohen Prozentteil Spaß macht. Oder?

Wenn man merkt, dass der Spaßfaktor zu gering wird, kann man ja was ändern. Manchmal ist das nicht so simpel heraus zu finden was man eigentlich wie ändern könnte. Aber das ist ja mal ein Ansatz das dann heraus zu finden.

Keine Lust hab ich aber trotzdem immer noch manchmal. Vor allem morgens um 6. Ich liebe meinen Job und arbeite auch problemlos und motiviert 12-14 Stunden. Aber morgens um 6 hab ich nie Lust. :=o

r[r201x7


der Mehrwert des Seins gegenüber des Nicht-Seins

das ist eine schöne philosophische Formulierung ;-)

Ich glaub aber, man wägt das nicht so ab. Letztlich hat man eine tief sitzende Angst vorm nicht-sein, die einen auf Trab hält. Normalerweise hinterfragt man nicht, was das alles soll.

P,lapnetenjwixnd


_Polarfuchs_

Oh du weißt immer, was dir dann fehlt?! (Woher weißt du das?)

Keine Ahnung, ich weiss es einfach. Ich kenne mich ja selbst am besten, weiss was aktuell vorgefallen ist z.B. Oder überhaupt auch länger zurückliegende Dinge, die mich belasten. Ich bin ein starker Kopfmensch, immer am Nachdenken und über Dinge Philosophieren. Ich merk doch wenn mich was belastet. Das merke ich immer sofort, wenn das auslösende Ereignis stattgefunden hat.

Das ist schon mal ein großer Vorteil - auch wenn das natürlich noch nicht die Umsetzung der Lösung ist, aber das hilft dir bestimmt beim Finden der Lösung oder?

Hmmmm. Ja und Nein. Wenn es etwas lösbares ist, ja dann auf jeden Fall. Aber es gibt auch oft Dinge, die nicht einfach so lösbar sind. Wenn mich z.B. ein zurückliegendes Ereignis belastet. Das Ereignis kann man nicht rückgängig machen und auch die Auswirkungen nicht immer. Da hilft nur sich damit zu arrangieren und es halt zu verarbeiten - das klappt auch meist gut, aber dennoch kann ich mich an dieses Ereignis erinnern und wenn ich mal darüber nachdenke (weil mich etwas daran erinnernt hat oder weil meine Gedanken halt dahin abgedriftet sind), kommt es vor, dass entsprechende Gefühle doch wieder hoch kommen. Oder anderes Beispiel: wenn die Lösung des Problems andere Probleme mit sich bringen würde. Und beide Wege (Problem bestehen lassen oder lösen) falsch sind. :-|

Für mich ist es leicht Probleme zu erkennen, aber sie zu lösen ist nicht immer einfach.

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