» »

Totale Angst vor Gerichtstermin zwecks sorgerecht

A pfelbxauxn hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

Ich muss mal hier alles los werden.

Und zwar bin ich seit 2016 geschieden und meine 2 Kinder leben seit der Trennung 2014 bei mir. Damals wurde entschieden das ich und mein ex Mann das gemeinsame Sorgerecht behalten. Jetzt habe ich aber erneut einzelne sorgerechtsanteile eingeklagt. Und zwar die Gesundheitsfürsorge, schulische Angelegenheiten und vorerst ein Umgangsausschluss für meine große, weil sie nach jedem papawochenende aggressiv nach Hause kam, so dass sie mittlerweile eine emotionale Störung des Kindesalter, Störung des sozialverhaltend aufweist. Die ambulante therapeutin, wo meine große seit 2 Jahren ist, es muss erst ein umgangsverbot zum Vater her, die tagesklinik, wo meine Tochter jetzt 9 Wochen war, die wird nächste Woche entlassen. Meint nachdem diese Woche die Diagnosen der ambulanten therapeutin bestätigt worden sind, es liegt nicht an dem Umgang sondern an einem Kommunikationsproblem zwischen mir und meinem ex. Es werden sogar die Empfehlungen der ambulanten therapeutin nicht berücksichtigt, aber die große wird ab Oktober wieder zu der alten therapeutin gehen. Es liegen dem Gericht auch schon 3 Stellungnahmen der ambulanten therapeutin vor. Meine große ist 9 und hat selbst in der Klinik mehrmals erwähnt das sie Angst habe vor ihrem Vater, das er sie nur von a nach b reicht und ständig trinkt, 1 sogar so viel das er nicht mehr in der lage war mit dem kind vom ungesicherten weiher nach hause zu fahren.und das sie wenn überhaupt nur 1 mal im Monat zum Papa will. Nun wurde auch eine verfahrensbeiständin gestellt. Auch diese ist der Meinung der Kontakt zum Vater ist nicht der auslöser, sondern das Kommunikationsproblem und lässt die 2 Jahre lange Arbeit und Aussagen der ambulanten therapeutin außer acht. Der Vater ist auch nie Anwesend, weder in der Schule noch Kindergarten bei Elternsprechtagen,noch bei den krankenhausaufenthalt der Tochter, damals hatte er meinen Sohn alle zwei Wochen mit starker obstruktiver Bronchitis nachhause gebracht, so das ich alle 2 Wochen bis nachts im Klinikum gesessen habe, so das der kleine seit dez 2015 nur noch einen Stundenweisen Kontakt zugesprochen wurde, was der Vater nicht wahrnimmt. Der kleine dadurch auch erhebliche fehlzeiten im kindergarten hatte.Er hat diverse Male keine Zustimmung erteilt, z.b Aufnahme in eine Klinik weil meine große damals mit einer fast Blutvergiftung, nach dem papawochenende nach hause kam, und intravenös mit antibiotika behandelt werden musste 3 tage, bei der hodenverdrehung von kleinen, auch keine zustimmung, er brachte mir meine Tochter auch schon mit einer Nierenbeckenentzündung nach Hause. Er macht einfach nichts. Und vom Unterhalt, da kommt auch nichts.

Nun habe ich echt Bammel, das ich dennoch die Kinder raus rücken muss und dadurch sich 1 die Situation meiner Tochter verschlechtern würde und mein Sohn dann wieder alle 2 Wochen krank heim kommt und das geht ja nicht, der kleine wird nächstes Jahr auch eingeschult. Und durch den alkoholkonsum, ist er auch nicht gerade das Vorbild. Wieviel wert legt denn eine Richterin darauf wert was die verfahrensbeiständin sagt, denn meine Tochter muss auch nächste Woche mit zur Verhandlung und sie ist erst 9 und psychisch total zerrissen. Ich habe echt Sorge und Angst wie das weiter gehen soll. Und die ambulante therapeutin meiner großen, wo sie ja wieder ab Oktober wieder hin geht, wird auch weiterhin den Umgang ausschließen lassen. Vielleicht kennt ja jemand so eine Situation und kann mir Ratschläge geben ??? ??

LG apfelbaun

Antworten
kGarilma78


Hi,

würde dir ja gerne sagen das sich das nach dem Gerichtstermin alles erledigen wird - aber das wird es nicht!

Meine Erfahrung ist hier recht eindeutig: auch wenn der Vater noch so viel Quatsch macht, du musst es schaffen mit ihm normal umzugehen um den Kindern den Druck zu nehmen. Ich habe genau das lange nicht geschafft. Solange ich meinem Ex gegenüber negativ eingestellt war war die Situation für meine Jungs sehr schwer. Ab dem Tag ab dem ich ihn so sehen konnte wie er ist - psychisch krank - wurde alles besser.

Meine Jungs durften ihn von da an anrufen wann immer sie wollten, sie durften spontan Verabredungen mit ihm ausmachen und haben das auch getan. Bedingungen gab es, mein Ex war leider oft wegen seiner Krankheit nicht in der Lage sich vernünftig zu kümmern. Die Kinder hatten also sehr früh ein Handy dabei, damit ich wusste wo ich sie im Notfall holen kann. Ich habe aufgehört meinem Ex Vorwürfe zu machen wenn er es mal wieder verbockt hat. Wenn er Mist gemacht hat habe ich den Jungs gesagt das ihr Vater einfach eine Krankheit hat, das er deshalb anders reagiert, aber das das total ok ist.

Meine Kinder haben sich angefangen zu entspannen. Es ging nicht so schnell wie ich es gerne gesehen hätte, aber nach ein paar Monaten wurden sie lockererer. Mein Ex und ich sind keine Freunde, aber wir können entspannt miteinander sprechen. Wir können gemeinsam mit den Kindern Essen gehen - auch mit neuen Partnern. Dabei gibt es dann keine komische Stimmung mehr. Das hat gedauert, das geht nur wenn ihr beide es wollt - und ihr braucht Mediation mit dem Ziel gemeinsam Eltern zu sein.

Mein Ex hat dann irgendwann die Kinder losgelassen. Seiner Meinung nach ist mein zweiter Mann ein deutlich besserer Papa, er hat die Kinder zur Adoption freigegeben und mein Mann hat sie auch adoptiert.

Die Kinder haben Kontakt zum leiblichen Vater, inzwischen stimmen sie das selbst mit ihm ab, ich muss nur noch schauen ob ich Zeit hab sie zum Bahnhof zu bringen. Sie sind 12 und 11 und sehr selbstständig. Sie sind nicht mehr zerrissen zwischen uns als Eltern, sie haben eine Familie die vielleicht etwas ungewöhnlich ist. Die Jungs gehen entspannt damit um, es gibt Papa A. und Papa B. und das erzählen sich auch ganz selbstverständlich.

Solange ihr euch vor Gerichten streitet und so lange ihr darum kämpft "wer Recht hat" sind eure Kinder immer dazwischen. Ja, wenn er säuft muss eine kreative Lösung her - aber da gibt es z.B. begleiteten Umgang, oder ein Handy mit dem das Kind dich anruft wenn er anfängt zu trinken.

Eure Kinder müssen aushalten euch beide zu lieben aber gleichzeitig zu spüren das ihr euch streitet/ hasst. Das ist ein absolut zerstörerisches Gefühl. Das lässt einen an sich selbst zweifeln. Der Horror für Kinder nennt sich Loyalitätskonflikt. Und dieser Konflikt schaden den Kindern. Ich habe in 10 Jahren nur wenige Menschen erlebt die kapiert haben wie man den Kindern wirklich hilft, leider.

Vor Gericht gab es kein einziges mal eine "Lösung" die den Kindern Stress genommen hätte. Beim JA wusste keiner wie damit umgehen. Da kam dann auch die Idee mit Umgangsausschluss. Das haben wir dann auch ein halbes Jahr gelebt - die schlechteste Idee die ich mitgemacht habe. Unser Großer ist psychisch in ein volles Loch gefallen, wir waren mit ihm in der KJP. Der Kleine hat angefangen eine Essstörung zu entwickeln. Als ich gemerkt hab das es so nicht besser wird habe ich angefangen umzudenken. Die Jungs haben seit langem keinen Psychologen mehr gesehen. Aber ich gehe zu einem, gemeinsam mit meinem Mann, in Kontakt mit meinem Ex und seiner Lebensgefährtin. Damit wir Unstimmigkeiten gleich beseitigen können.

Wenn du also eine Lösung suchst, dann musst du bei dir anfangen. Das ist hart, aber das kannst du schaffen.

Akzeptiere er ist der Vater, er hat Macken, er macht manches falsch, er ist unzuverlässig, aber er bleibt Vater. Und die Kinder lieben ihn, auch wenn sie vielleicht Angst davor haben ihn zu lieben, auch wenn sie ihn vielleicht nicht immer sehen wollen. Die Kinder brauchen einen geschützten Rahmen um ihn zu sehen, sie sind ein Teil von dir und ein Teil von ihm. Sie brauchen euch Beide. Und sie brauchen das Gefühl das es in Ordnung ist euch beide zu lieben. Sie müssen wissen das ihr kein Paar mehr seit - aber das ihr beide immer Eltern bleibt, und sie müssen wissen das das für euch beide Ok ist!

LG

Karima

Nmapl8es 1x7


Warum sind deiner Kinder bei ein Therapeut? Liegt es an den Umgang mit deren Vater, oder liegt es an den familiären Stress zwischen dir und deinem Ex?

Wie viel trinkt dein Mann? Wenn er ein Alkoholproblem hat, was Du Ja andeutest, wird es schwer für ihn sein, den gemeinsamen Sorgerecht zu behalten.

Du schreibst dass deiner Tochter nach Papa Besuch eine Nieren-Becken Entzündung hätte. Eine Nieren-Becken Entzündung entwickelt sich aber nicht über eine WE. Es handelt sich fast immer um eine verschleppte Blasenentzündung.

Ich will damit sagen, dass ich verstehe dass Du dein Ex nicht magst, es ist aber nicht der richtige Weg, wenn Du mit aller Macht versuchst deine Kinder es auch so zu vermitteln. Weiß deine Kinder dass Du so viel Stress mit deren Papa hast?

Ich verstehe dass Du Angst hast. Ich denke aber ganz objektiv gesehen, dass es deine Kinder besser gehen würde, wenn Du versuchen würdest, ein ruhigeres Verhältnis zu deinem Ex zu bekommen, auch wenn es schwer ist.. Gilt natürlich nur, wenn dein Mann kein Alkoholiker ist. Betrunken zu sein, wenn er die Kinder hat, geht überhaupt nicht. Wenn dass der Fall ist, wird ihn sowie so der Sorgerecht entzogen.

Was sagen deine Kinder eigentlich dazu? Du schreibst ja dass eine von deine Kinder nur 1 Mal im Monat zu Papa möchte. Wenn dein Kind so einer Angst hat, warum dann doch 1 Mal im Monat?

Ich möchte jetzt nicht dein Beitrag zerlegen, aber einiges verstehe ich halt nicht.

N}aple1sx 17


Ich habe jetzt viele von deine Beiträge kurz gelesen. Du hast ja jahrelang mit Angst zu tun gehabt. Jetzt macht dir den ganzen Stress um das Sorgerecht natürlich noch mehr fertig.

Du kannst nur Daumen drücken. Ich denke dass es sehr schwer ist als Außenstehende den Durchblick hier zu bekommen.

A.pfelrbaun


Hallo Naples,

Also die antworten zu deinen Fragen:

Warum sind deiner Kinder bei ein Therapeut?  Nur die große ist seit 2 Jahren in Therapie.

 Liegt es an den Umgang mit deren Vater, oder liegt es an den familiären Stress zwischen dir und deinem Ex? Die ambulante therapeutin hat es festgestellt das die große jedes mal nach den Besuchswochenenden von ihrem Vater sehr instabil zurück kommt und sie selbst äußerte von dem Alkoholkonsum und von mangelnder Versorgung. Und sowas macht mich sauer. Denn Alkohol geht garnicht, das war auch der Trennungsgrund. Er selbst enttäuscht die Kinder immer wieder aufs neue.

Ich war mit der großen noch am Freitag Vormittag bei einer Untersuchung wo sie kerngesund war, auch der Urin war ohne Befund. Und dann kam sie zwei Tage später mit einer Nierenbeckenentzündung zurück, laut Ärztin kann sich sowas bei Kindern binnen von 24 Stunden entwickeln. Den Stress bekommen sie nicht mit. Denn wenn er die große immer abgeholt hat, konnten wir sogar einen Kaffee gemeinsam trinken. Das einzige ist, mein ex geht ständig meinen Lebenspartner an. Ich habe mit meinem ex abgeschlossen und am Anfang lief es auf der Elternebene ziemlich gut, das bestätigte damals auch die Gutachterin.

Ich habe immer die Kontakte zum Vater gefördert und alles getan damit die große überhaupt zu ihm geht.

Nur seit einem jahr kommt die große immer zum Teil depressiv und immer aggressiv nachhause. Das äußert sich sogar in der Schule sodass sie fast alle ihre Freunde verloren hat.

Egal wann man mit ihm das Gespräch sucht er blockt alles ab und leugnet alles. Nur das tut meiner großen nicht gut. Ich weiß wie man sich fühlt wenn man als Kind immer nur betrunkene Eltern sehen muss. Er besitzt auch ein aggressionspotenzial.

Den kleinen darf er eh nur noch stundenweise Sehen, weil er ihn mir ständig krank zurück brachte. Und ich jeden 2 sonntag in die akut behandlung ins klinikum fahren musste.

Und selbst ihre ambulante therapeutin sagt es ist besser wenn der Umgang ausgesetzt wird. Denn der kleine hat gar keine Probleme damit das er nicht zu seinem Vater darf. Aber er sagt seinem Vater immer wieder hol mich doch zum spielen. Aber nein das will mein ex nicht, den stundenweisen umgang

NUaplTes 17


Wenn alles so ist wie Du es beschreibst, muss Du bestimmt keine Angst haben vor den Gerichtstermin.

Tja, dass mit aggressionspotential wegen zu viel Alkohol im Elternheim, ist leider oft so. Jetzt wohnst Du ja Gott sei Dank nicht mehr mit deinem Ex zusammen. Ich kenne eine Familie wo der Vater sehr viel getrunken hat und die Mutter hat immer nur geschwiegen. Beide Söhne sind jetzt erwachsen und haben beide sehr große Probleme mit Aggressionen.. Leider trinken beide Söhne jetzt auch viel zu viel.

Ich wünsche Dir alles gute. @:)

Aepwfe-lbaun


Ja ich musste es auch jahrelang mit anschauen als Kind. Und nun dann mit 16 ausgezogen. Ich selbst trinke nicht und habe mir immer geschworen, ich werde nie so wie meine eltern. Genau deshalb will ich ja das wenn überhaupt nur begleiteter Umgang statt findet. Meine Tochter erzählt es mir immer wieder das er viel trinkt Und sie dann Angst bekommt. Ich habe das Gefühl das beachtet die verfahrensbeiständin nicht. Z.b meine Tochter hätte Kommunion dieses Jahr, sie hat ihren Vater gebeten keinen Alkohol zu trinken, aus Angst das dann Streit von ihm aus eskalieren könnte, auch ich habe ihm gesagt, kein Alkohol. Doch er hat es trotzdem gemacht und am Ende vom Tag war sie enttäuscht das ihr eigener Vater sich nicht an den Wunsch von der Tochter gehalten hat.

Ich finde es auch schwierig ihm den alkoholkonsum nachzuweisen wenn meine Tochter da ist, denn bis auf die Aussagen von meiner Tochter habe ich ja nichts. Und wenn ich dabei wäre, dann würde er sich logischerweise zusammenreißen, weil er weiß das ich Beweisfotos machen würde

t$inYka


Karima

Dein Beitrag ist super! Ich denke, wenn Apfelbaun sich den gut durchliest, dann kann sie daraus viel auf ihre eigene Situation übertragen. Und genau das werden die Gutachter damit meinen, dass die Situation zwischen den Eltern geklärt werden muss und nicht auf dem Rücken der Kinder, so wie es gerade gemacht wird.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH