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Grenze bei Geschwisterstreitigkeiten

rkr20x17


Wo verbiege ich mich?

Die Frage (wie letztlich die ganze Diskussion) ist vollkommen sinnlos denn wenn die These stimmt, beinhaltet es auch, dass Du es hier nicht offen zugeben würdest. Letztlich klingt ziemlich viel von dem was Du schreibst genau wie ich meinte - in die eigene Tasche lügen.

Das kann stimmen, muss aber auch nicht. Mehr kann man dazu gar nicht sagen. Aber alleine Dein fleissiger Rechtfertigungsdrang hier ist schon ein Indiz.

man kann nur meinungen äussern und Anregungen liefern. Du kannst Dir selber aussuchen was Du damit tun willst. Aber Du musst hier niemanden von Deinem Standpunkt überzeugen (glaubt Dir eh keiner..)

E>hemalRigeYr NutWzer c(b#611x899)


Die Frage (wie letztlich die ganze Diskussion) ist vollkommen sinnlos denn wenn die These stimmt, beinhaltet es auch, dass Du es hier nicht offen zugeben würdest.

Das heißt, du hast dir eine These über mich aufgestellt, die du damit belegst, dass ich sie eh nicht zugeben würde, wenn sie stimmen sollte?!

Und am Ende willst du mir einreden, dass mir eh keiner glaubt.

Du hast eine Art an dir, die ich nicht gerade ansprechend finde, um das mal sehr diplomatisch zu sagen.

rTr2A017


das is ja auch dein gutes recht

w\ill#gesun"dsein


nichts mehr gefallen lassen und wegstecken wo man nich wirklich hinter steht. Konaktabbruch kann dann halt die Folge sein.

Das finde ich gut! Ich wollte vorhin was über meinen Umgang mit meinen (Raben)Eltern erzählen, aber wollte mich nicht zum Thema machen. Jetzt schreib ich doch mal ganz kurz was dazu: Ich war bis ca. 20 total Stolz auf das gute Verhältnis zu meiner Mutter und wollte einfach nicht sehen, was sie alles (nicht) getan hat, das mir (nicht) gut tat. Inzwischen fällt es mir manchmal schwer, Kontakt mit ihr zu haben, weil ich auf die andere Seite geandert bin und ihr sehr viel vorwerfe und mich oft immer noch nicht traue, den Schmerz auszudrücken und mir klar zu machen, dass ich das Recht habe, sauer zu sein und auch, manchmal zu leide.

Und irgendwann, wenn ich es aus eigener Kraft geschafft habe, aus dem ganzen Schlamassel ein bisschen schlauer zu werden, kann ich aufhören, sie zu verurteilen und zu idealisieren. Dann kann ich sie so sehen, wie sie ist, mit all den guten und den schlechten Dingen, die sie getan hat.

Du musst hier niemanden von Deinem Standpunkt überzeugen (glaubt Dir eh keiner..)

Woher weißt du, was andere ihm glauben und was nicht? Und falls du Recht hast, halten sich andere vielleicht mit ihrer Ehrlichkeit ein bisschen zurück

man kann nur meinungen äussern und Anregungen liefern.

Denn das kann man aber auch auf eine Weise, die der TE besser annehmen kann... :=o

r{r20x17


stimmt, unliebsame wahrheiten kuschelsanft zu verpacken is nich so mein fall.

ich hab allerdings auch nie behauptet, dass ich mich nicht auch irren könnte.

der/die TE sollte dass alles SACHLICH betrachten und schauen, was zutreffen könnte, und daraus dann intelligente Schlussfolgerungen ziehen. Es geht hier nicht um persönliche Angriffe.

NAapl'es 1x7


Sehr große Streitigkeiten unter Geschwistern hat immer eine Ursache.. Ich bin der Meinung, es sei dass der eine Bruder Geisteskrank ist, dass entweder der belästigte viel zu viel durchgehen lassen hat oder die Eltern immer den Choleriker im Schutz genommen hat.

Auch unter Erwachsene Geschwistern kann ein kompletten Kontaktabbruch die einzige Lösung sein. So ein Kontaktabbruch funktioniert aber nur wenn der belästigte nicht nach eine Weile angekrochen kommt, so auf dem Motto: Du bist doch mein Bruder, ich verzeihe dir. Es gibt Sachen im Leben die nicht einfach so zu verzeihen sind. Insbesonderes wenn das Thema mehrmals besprochen wurde und der belästiger nichts daraus gelernt hat..Wichtig ist es dass die Eltern sich bei Erwachsene Geschwister nicht einmischen.

Ich habe oft erlebt dass man als Bruder/Schwester oder Sohn/Tochter total blind dafür ist, wie scheiße man eigentlich behandelt wird.. Man wird vielleicht von Freundinnen oder Freunde vorsichtig darauf aufmerksam gemacht. Man kriegt als Kind fast eingeprügelt dass Blut dicker als Wasser ist, der größte Unsinn überhaupt, man hat seine Familie zu lieben und zu verzeihen egal ob man selber dadurch unglücklich ist. Kurz gesagt man muss sich alles gefallen lassen. Eine kurze Entschuldigung, wenn überhaupt, dann wird selbst der größte Affront, die schlimmsten Demütigungen und Beleidigungen gekonnt unter den Teppich gekehrt. Hauptsache " La Familia" ist wieder vereint..

Ich habe daraus gelernt, dass Blut nicht immer dicker als Wasser ist und dass man um sich selbst zu schützen den Recht dazu hat, mit der Familie, Bruder oder Schwester abzubrechen.

LU.varnPxelt


Zu Deiner Ausgangsfrage: für mich war es ebenfalls "normal", es ist aber nicht normal. Meine Konstellation war sehr ähnlich: ein drei Jahre älterer Bruder, der mich sowohl körperlich (reintreten, wenn man am Boden liegt, bis mir die Luft wegblieb, ein Knochenbruch, der kein Unfall war..) als auch psychisch terrorisiert hat (und zwar kontinuierlich - außer, er wollte irgendwas bestimmtes von mir oder mich zu einem Zweck benutzen, dann war er kurzzeitig manipulativ und nett). Für mich ging es in meiner "Verabeitung" irgendwann so weit, dass ich mir als Jugendliche geschworen habe, sollte ich irgendwann mal schwanger werden, würde ich das Geschlecht feststellen lassen und einen Jungen sofort abtreiben, weil ich niemals einem folgenden Kind den Terror eines älteren Bruders ausliefern wollte. Die (Ein-)Sicht der Komponente meiner eigenen Eltern fehlte mir da noch. Die haben es auch immer abgetan mit "zum Streiten gehören zwei" oder mir den "Rat" gegeben, ihn einfach "zu ignorieren".

Ich war ihm also meine gesamte Kindheit über ausgeliefert. Und dass sie da nicht einschritten, bestätigte ihn auch noch darin. Als ich dann Abstand bekam (ich zog sehr jung von Zuhause aus) wurde der angerichtete Schaden sehr deutlich: Suizidalität, starke Selbstwert- und Identitätsprobleme usw. Eine Therapie, bei der ich dann mit Anfang 20 landete, half mir, das Ganze aufzuarbeiten, zu verstehen, zu mir selbst zu finden. Und über eine ganze Weile war auch der sehr stark eingeschränkte Kontakt (ein kompletter Kontaktabbruch war es nur über begrenzte Zeiträume) nötig und heilsam, um auch von dieser Enttäuschung und dem Wunsch gegenüber meinen Eltern, sich endlich mal hinter mich zu stellen, mich zu schützen und zu unterstützen loslassen zu können.

Dann ließ auch endlich der tief in mir verwurzelte Hass nach und ich war frei von den immer noch nachwirkenden Tyrannisierungen meines Bruders.

Ephemal]iger Nutz(er (#x611899)


Auch unter Erwachsene Geschwistern kann ein kompletten Kontaktabbruch die einzige Lösung sein.

Das ist derzeit nicht notwendig, aber evtl. werde ich den Kontakt zwischen meinem Bruder und mir irgendwann mal später komplett beenden; das weiß ich nicht genau und entscheide ich zur gegebenen Zeit. Mich stört dieses Empathiedefizit, eben dass er andere Menschen nicht sehen kann, wie sie sind und sie nicht lassen kann, wie sie sind, wenn es nahe Bezugspersonen sind (zB seine Freundinnen, mich, unsere Eltern - nicht mal sein Haustier). Da ist er nicht der Einzige, das scheint mir verbreiteter zu sein.

Kontakt haben wir allerdings auch heutzutage nur minimal und nur auf den Ebenen, auf denen ich den Kontakt positiv finde. Da achte ich aber drauf, inwieweit das jeweils noch passt und es ist einfach, auch diese Ebenen zu kappen.

Meine Grenzen kann er so oder so nicht mehr überschreiten. ... Beachten tut er sie aber nicht aus empathischer Einsicht, sondern weil seine Unkosten dafür zu hoch ausfallen würden. Er muss sich da letztlich nach mir richten, denn Kontakt kann man nicht erzwingen, und er weiß, dass ich im Zweifel weg bin.

Daher klappt das so gesehen zwischen ihm und mir auf einem annehmbaren Level. Man kann sich Respekt erkämpfen und das ist bei einem Menschen mit seinen Mustern auch absolut notwendig, denn er hat keine Grundachtung vor anderen und kann die nicht als eigene Individuen sehen sondern maximal als Erweiterung seiner Selbst.

Mit seinen jeweiligen Freundinnen springt er anders um oder - falls die selbst bestimmte Muster haben - lässt zugleich mit sich umspringen im Gegenzug, aber das müssen er und seine jeweilige Freundin wissen.

dass Blut dicker als Wasser ist

Daran habe ich nie geglaubt, weil mir beim Verhältnis meiner Großeltern mit meinen Eltern gereicht hat als Kind zu sehen, wohin das führt, wenn man sich emotional nicht ausreichend abgrenzen kann und sich "wegen der Familie" verpflichtet fühlt und ausbeuten lässt.

Kurz gesagt man muss sich alles gefallen lassen.

Jein; man kann irgendwann lernen, sich zu wehren. Auch wenn dieser Prozess lange dauern kann. Ich bin froh, das getan zu haben gegenüber meinem Bruder und später gegen meine Eltern und ein paar der Verdrehungen meines Bruders über mich mit meinen Eltern klären zu können und heutzutage ein Verhältnis miteinander zu haben, dass deutlich besser als vorher und für mich ok ist.

Dafür muss ich nicht alles mit ihnen besprechen und klären. Schon gar nicht die Sachen mit dem sexuellen Missbrauch. Denn das hätte mir damals keiner geglaubt (glauben wollen, weil das wohl über die Vorstellung der meisten hinausgeht ohne dass man dafür ein miserables Elternteil sein muss) und ich möchte das auch nicht mit ihnen besprechen heutzutage.

Du musst hier niemanden von Deinem Standpunkt überzeugen (glaubt Dir eh keiner..)

Ich habe nochmal drüber nachgedacht: Du hast damit in gewisser Hinsicht recht. Ich bin es fast gewohnt, dass mich kaum jemand versteht und mir schon gar nicht glaubt, weil das einfach total mit dem Bild bricht, dass ich wohl erstmal vermittele. So richtig daran gewöhnen kann ich mich nicht und mich verletzt das auch heutzutage noch, wenn mir gesagt wird, dass mir eh keiner glaubt, wenn ich über mich erzähle - sehr persönliche Dinge erzähle, die mir nicht leicht fallen zu erzählen.

Die Krönung des Ganzen ist, wenn jemand, der mich weder kennt noch versteht ("mich nicht sehen kann"), mir mit Nachdruck überstülpen will, wie ich (gefälligst) zu sein habe, wie ich fühlen und handeln muss und "wie ich bin".

Ich hinterfrage seit jeher alles Mögliche und ich habe inzwischen darauf gelernt zu achten, welcher Weg und was mir gut tut und was nicht. Bei manchen Dingen, so wie diesem Thread, weiß ich es nicht.

Es war sicher gut, darüber mal zu reden (das zu versuchen), aber ich weiß nicht, ob mir das gut tut, wenn Leute ihre Elternthemen auf mich projiziieren und Muster aufweisen, die mich ungut an meinen Bruder und dessen Verhaltensweisen erinnern. Dieses "ich weiß besser als du, wer du bist, und wenn du das anders siehst, beschimpfe ich dich oder versuche dich kleiner zu machen".

Ich mag mir das nicht mehr antun, denn es tut mir nicht gut auch wenn ich das besser abkann heutzutage. Aber ich möchte meine Energien nicht dafür aufbringen müssen, mich ständig zu erklären und "dagegen" zu halten. Es ist ein Nullsummenspiel.


Euch allen Danke. Ihr habt mir auf die ein oder andere Weise geholfen. *:)

EYhemalipger Nustzer (>#61189x9)


@ L.vanPelt

Meine Konstellation war sehr ähnlich: ein drei Jahre älterer Bruder, der mich sowohl körperlich (reintreten, wenn man am Boden liegt, bis mir die Luft wegblieb, ein Knochenbruch, der kein Unfall war..) als auch psychisch terrorisiert hat (und zwar kontinuierlich - außer, er wollte irgendwas bestimmtes von mir oder mich zu einem Zweck benutzen, dann war er kurzzeitig manipulativ und nett).

Kommt mir sehr bekannt vor.

Die haben es auch immer abgetan mit "zum Streiten gehören zwei" oder mir den "Rat" gegeben, ihn einfach "zu ignorieren".

Meine Eltern haben das auch lange so gehalten. Allerdings waren da auch Unterschiede zwischen meiner Mutter und meinem Vater. Das führt zu weit, das alles zu erklären. Jedenfalls hat meine Mutter das irgendwann (leider mit viel Verzögerung) einigermaßen durchschaut, was da läuft. Mein Bruder hat sie aber wohl als Bedrohung wahrgenommen ab da, und sie umso massiver verbal attackiert, je mehr sie sich für mich eingesetzt hat. Sie hat mit am zweitmeisten abbekommen. Mein Vater spielt da eine unrühmliche Rolle, weil er manchmal offenbar eigene Konflikte mit ihr hatte (auch weil er selbst narzisstisch etwas bedürftig ist aufgrund seiner sehr narzisstischen Mutter) und sie dann halbherzig unterstützt hat, aber gleichzeitig meinen Bruder und dessen Übergriffigkeiten auch ein Stück weit mitbenutzt hat, um eigene Aggressionen auszuleben.

Das ist sehr verpflechtet und ich mag das nicht alles beschreiben. Ich habe das als Kind erkannt irgendwann später und teilweise meine Beobachtungen mit meiner Mutter besprochen. Das hat einges gerettet. Eine Sache, bei der meine "Sensibilität" oder wie man das nennen könnte, nützlich war.

Meine Eltern verstehen sich heutzutage auch besser. Aus verschiedenen Gründen. Sie haben leider von ihren Eltern eigene Muster mitbekommen, aber die laufen nicht mehr so destruktiv innerhalb der Familie. Mein Eindruck ist, dass es ihnen deutlich besser geht - und von den anderen Sachen ab, mögen sie sich tatsächlich sehr.

Ich war ihm also meine gesamte Kindheit über ausgeliefert. Und dass sie da nicht einschritten, bestätigte ihn auch noch darin. Als ich dann Abstand bekam (ich zog sehr jung von Zuhause aus) wurde der angerichtete Schaden sehr deutlich: Suizidalität, starke Selbstwert- und Identitätsprobleme usw. Eine Therapie, bei der ich dann mit Anfang 20 landete, half mir, das Ganze aufzuarbeiten, zu verstehen, zu mir selbst zu finden. Und über eine ganze Weile war auch der sehr stark eingeschränkte Kontakt (ein kompletter Kontaktabbruch war es nur über begrenzte Zeiträume) nötig und heilsam, um auch von dieser Enttäuschung und dem Wunsch gegenüber meinen Eltern, sich endlich mal hinter mich zu stellen, mich zu schützen und zu unterstützen loslassen zu können.

Dann ließ auch endlich der tief in mir verwurzelte Hass nach und ich war frei von den immer noch nachwirkenden Tyrannisierungen meines Bruders.

Klingt mit ein paar Unterschieden ähnlich wie bei mir.

Danke, ich finde das interessant, wie sich das bei dir entwickelt hat.

m~ond+8sterxne


Für mich sind das zwei Welten/Realitäten. Die 1. Welt ist quasi die normale Welt und die 2. Welt ist die Parallewelt mit den Abgründen. Manchmal überschneiden sich beide Welten. Die 2. Welt ist irgendwo auch einfach wieder normal für sich betrachtet. Aber über die 2. Welt redet man nicht mit anderen; sollte das nicht tun.

Ok, dann will ich einmal eine Ausnahme machen und mit Dir über die 2. Welt reden. Denn Dir ist in dieser 2. Welt ein großes Unrecht widerfahren, das man in meinen Augen nicht totschweigen sollte: Dir wurde das Recht auf körperliche Unversehrtheit genommen.

Niemand hat mit Dir darüber geredet. Niemand hat Dich getröstet. Niemand hat etwas dafür getan, das Unrecht wieder gutzumachen. Und niemand hat sich dafür eingesetzt, Dich vor weiterem Unrecht zu beschützen.

Das tut mir leid.

:)_

Loebensh0ungr-igeMaxma


Ich habe jetzt nicht alles nachgelesen, weil ich dir direkt antworten möchte. Werde das bei Gelegenheit nachholen.

Ich wurde von meinem Bruder geschlafen. Grün und blau, nahezu täglich über rund 15 Jahre hinweg. Wir litten als Kinder massiv unter emotionaler Vernachlässigung durch die Eltern. Ich war sein Ventil, um Frust abzubauen. Jeder wusste es; keiner griff ein. Ganz im Gegenteil, es wurde gerechtfertigt und herunter gespielt. Ich gewöhnte mich dran und hielt es für normal bzw nicht so schlimm. Mittlerweile sind wir ein Herz und eine Seele, ich nehme es ihm nichtmal übel - Und dennoch spielt er eine wesentliche Rolle bei meiner Erkrankung.

Folgeschäden sind bei mir vorrangig eine chronifizierte Bulimie und eine Reaktion auf schwere Belastung in Folge von massiver Gewalterfahrung und emotionaler Vernachlässigung. Dadurch habe ich immer wieder psychosomatisch bedingte Symptome bis hin zu wiederkehrenden Kreislaufzusammenbrüchen.

rJr20Y1x7


Ich hab ja so meine Probleme mit der Fokussierung auf die Geschwister als Gewalttäter. Ich denke, die weiteren Angehörigen (in diesen Fällen die Eltern) spielen dabei eigentlich die größere Rolle.

Das, was ein "direkter Aggressor" tut, ist direkte Gewalt und aggressivität und als solche auch relativ leicht zu erkennen und einzuordnen. Was die besagten Angehörigen tun, ist viel subtiler und manipulativer, und irritierend bis hin zu paradox (weil sie ja "eigentlich" ruhig und freundlich sind). Aber wer Gewalt dieser Art miterlebt und als verantwortungsvolles Elternteil da nichts tut oder sogar indirekt begünstigt, macht sich nicht weniger schuldig.

Ich kann es auch verstehen, wenn man mit dem direkten Aggressor wieder Frieden schließt, zumindest wenn dieser halbwegs einsichtig ist, aber wer, als Elternteil, die Verdrehungen lebenslang aufrechterhält, setzt das Missbrauchsmuster letztlich nur fort und das finde ich deutlich weniger leicht verzeihlich.

EWhemaligeEr NutHzer (#&611x899)


Aber wer Gewalt dieser Art miterlebt und als verantwortungsvolles Elternteil da nichts tut oder sogar indirekt begünstigt, macht sich nicht weniger schuldig.

Meine Eltern haben größtenteils bei den Sachen reagiert, die sie miterlebt haben. Sicher nicht optimal wie zB sich fremde Hilfe zu suchen, aber sie haben ihm da dann Grenzen gesetzt in den eindeutigen Fällen bzw. bei den Sachen, die sie mitbekommen haben (da konnte er ja nicht drüber lügen).

Das Problem war doch gerade, dass mein Bruder das meiste gemacht hat, wenn wir alleine waren und die Dinge hinterher verdreht hat - soweit das überhaupt rausgekommen ist - ich habe ja auch selten darüber geredet/vieles nicht angesprochen.

Aber es ist sinnlos, das hier hinzuschreiben, weils eh nicht gelesen und verstanden wird.

E$hemalige{r Nutrz5er (w#611x899)


weils eh nicht gelesen und verstanden wird.

oder gleich verdreht wird:

ja, bin ich. aber was soll so eine antwort? wenn du hier wie gewünscht offene meinugen willst, solltest du dich auch (bzw gerade) mit denen auseinandersetzen die dir nicht gefallen. wenn du nur das hören willst was dir passt kannst du auch ein selbstgespräch führen.

mir wurde selber genau das vorgeworfen was Du beschreibst, bis hin dazu, dass es per se als falsch deklariert wurde, zu versuchen zu verstehen, was da der Fall war.

Aber ich weiss auch welchen Prozess ich selber durchgemacht hab und ich kenne etliche andere "Fälle" die ähnlich zu sein scheinen und es ist ein typisches Muster, dass die Abgrenzung, die wirklich radikale Abgrenzung schwer fällt (weils halt weh tut und man da arg gegen fest sitzende Muster an muss). Und da neigen die Leute dazu, genau sowas zu schreiben wie Du, hab ich selber auch getan, aber das ist letztlich nur ein sich-in-die eigene-Tasche-lügen. Aber wenn man mal wirklich gnadenlos ehrlich zu sich ist merkt man dass da was schief läuft und man sich nach wie vor verbiegt und unterwirft, Dinge stillschweigend hinnimmt die man eigentlich nicht will, weil man genau weiss, es gibt nur "ganz oder gar nicht", verbiegen oder den großen Knall.

Und nun gibts zwei Möglichkeiten - meine Wahrnehmung und Interpretation stimmt, oder halt nicht. Eins von beiden trifft mit Sicherheit zu ;-)

Die Frage (wie letztlich die ganze Diskussion) ist vollkommen sinnlos denn wenn die These stimmt, beinhaltet es auch, dass Du es hier nicht offen zugeben würdest. Letztlich klingt ziemlich viel von dem was Du schreibst genau wie ich meinte - in die eigene Tasche lügen.

Das kann stimmen, muss aber auch nicht. Mehr kann man dazu gar nicht sagen. Aber alleine Dein fleissiger Rechtfertigungsdrang hier ist schon ein Indiz.

man kann nur meinungen äussern und Anregungen liefern. Du kannst Dir selber aussuchen was Du damit tun willst. Aber Du musst hier niemanden von Deinem Standpunkt überzeugen (glaubt Dir eh keiner..)

stimmt, unliebsame wahrheiten kuschelsanft zu verpacken is nich so mein fall.

ich hab allerdings auch nie behauptet, dass ich mich nicht auch irren könnte.

der/die TE sollte dass alles SACHLICH betrachten und schauen, was zutreffen könnte, und daraus dann intelligente Schlussfolgerungen ziehen. Es geht hier nicht um persönliche Angriffe.

Du bist wahrlich gnadenlos ehrlich zu dir und hast deine Sachen so gut aufgearbeitet, dass du deinen Film in meinen Thread trägst und dabei manipulative Techniken und einen Stil anwendest, den ich absolut unangemessen finde.

Das, was du Wahrheit aussprechen nennst, mag deine Wahrheit sein - die meinige und die meiner Lebensgeschichte ist es nicht. Das hat nichts mit "Eltern in Schutz nehmen" zu tun, sondern damit, dass ich anders als von dir behauptet hier nicht lüge und mein Leben besser kenne als du und aufgrund meines Hintergrundes mir Wahrheiten sehr wichtig sind und ich nicht mag, wenn man sie derart zu verdrehen versucht, wie du das hier machst.

Ich weiß, dass es schwierig ist, komplexere Lebenssachverhalte verständlich zu beschreiben und als Leser nachzuvollziehen - und ich weiß auch, dass ich hier relativ unchronologisch geschrieben habe und das ein oder andere oder auch der Gesamtzusammenhang leicht missverständlich rüberkommen kann bzw. gerade am Anfang missverständlich angekommen ist bei vielen. Aber ich denke nicht und wage zu behaupten, dass das keine Rechtfertigung für deine Reaktionen und Beiträge hier ist.

Den Thread hatte ich eröffnet, weil eine Userin mich in einem anderen Thread gefragt hatte zu einem Zeitpunkt, in dem mir vieles sehr präsent war von Früher vor allem mit dem Missbrauch und ich ihr letztlich mehr erzählt habe, als ich selbst gedacht hatte. Das muss wohl losgetreten haben, auch wenn ich da verwirrt war. Das war aber per PN und ok insgesamt.

Mit öffentlichen Threads ist es eine andere Sache, das habe ich hier gemerkt. Man sollte sich das sehr gut aussuchen, mit wem und wo man erstmalig über solche Sachen wie u. a. dass mit dem Missbrauch und den verschiedenartigen Übergriffen spricht. Sätze wie dass einem das eh keiner glauben würde, was man über sich schreibt, sind möglicherweise verhängnisvoll und man kann kein empathisches Umfeld und empathische Reaktionen erwarten. Damit muss man klarkommen. Ebenso mit Mitleidsbekundungen in Smileyform, die auf mich immer etwas seltsam und nicht wirklich nahe wirken, aber vermutlich in den meisten Fällen ehrlich nett gemeint sind. ... Es gibt immer auch die Chance auf Menschen, die sich Zeit nehmen und zuhören und deren Reaktionen auf die ein oder andere Weise hilfreich sind (wirklich hilfreich sind). Das ist bei mir durchaus angekommen und daher nochmals Danke.

Dies ist für mich jedoch nicht der richtige Ort, um darüber zu sprechen. Das habe ich gemerkt. Dafür bin ich nicht stabil genug, um dann zB auf triggernde Verhaltensweisen souverän genug zu reagieren. ... Es ist vermutlich auch schlecht nachvollziehbar, warum ich so empfindlich darauf reagiere, wenn das, was ich (über mein Leben) sage, auf bestimmte Weise infrage gestellt wird. Für mich ist das ein großer Unterschied, ob mir jemand andere Sichtweisen und Deutungen anbietet, belegt meine Sichtweise kritisiert oder ob jemand seine Sichtweise über mein Leben einfach als DIE Wahrheit präsentiert und manipulativ agiert dabei, vor allem, wenn ich widerspreche. Mein Fehler, dass ich mich davon erneut habe manipulieren und zum Schweigen bringen lassen. Es ist schade um das Potential des Threads.

Wer mag, kann hier gerne weiterschreiben.

rJr201x7


_kitsune, was Du mir hier um die Ohren haust ist wirklich eine absolute Frechheit, anders kann man es nicht nennen.

Es wird alleine dadurch schon komplett entkräftet dass ich bei (so gut wie) jedem meiner von Dir gemeintem Beiträge ausdrücklich dazugeschrieben haben dass es mein Eindruck ist, so wie er entsteht durch das Lesen Deiner Beiträge, und dass es natürlich möglich ist, dass ich mich irre.

Ich kann verstehen dass Du Dich getriggert fühlst wenn Du auch nur die geringste Spur von verdrehung und Manipulation witterst (geht mir durchaus nicht anders), aber was Du hier daraus machst ist echt hammerhart und fernab der Realität (und tut Dir selber auch mit Sicherheit nicht gut, wenn Du immer so verfährst). Überlege wirklich Deinen ganzen Faden der Moderation zu melden.

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