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Treue ist von der Natur nicht geplant

Ezhemvaligewr Nutzewr (#w5)86592x) hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben ihr seid mal wieder gefragt :

heute in einer Apotheken - Zeitschrift gelesen dass 40 % der Frauen und 46 % der Männer während einer festen Beziehung schon mal fremd gegangen sind .

Obwohl lt.einer Studie der Uni Mannheim für 90 % der Paare sexuelle Treue an erster Stelle steht.

Gleich danach würden bei 88 % der Frauen und 79 % der Männer Verlässlichkeit zu den mit am meisten gewünschten Partnereigenschaften zählen. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus :

denn die Zahl der Deutschen die in ihrer gegenwärtigen Beziehung schon einmal fremdgegangen sind ist bemerkenswert hoch.

Der Seitensprung sei wohl ein zuverlässiger Seismograf für partnerschaftliche Krisen .

Was meint ihr dazu ?

Über eure Antworten würde ich mich sehr freuen .

Ich mache mal den Anfang und sage ich war in meinen bisherigen Beziehungen immer treu und ich denke ich würde mich eher trennen bevor ich fremd gehen würde .

Da ich dies meinem Partner nicht antun möchte .

Ich hoffe ich kann dies auch einhalten und komme niemals in die Situation meinen Prinzipien untreu zu werden . ;-D :-(

Antworten
F%izzlypduzzly


Ich mache mal den Anfang und sage ich war in meinen bisherigen Beziehungen immer treu und ich denke ich würde mich eher trennen bevor ich fremd gehen würde .

Ja so denke ich auch. Allerding gibt es Gründe, die nicht immer etwas mit Untreue zu tun haben. Ich halte auch nichts von den Umfragen, weil es sich meistens um Fragen handelt die mehr oder weniger simpel beantwortet werden können, mMn.

Gründe für das Fremdgehen sind auch in der jeweiligen Verbindung zu suchen. Der/die Eine braucht wenig Sex, der/die Andere mehr. Hier meine ich z.B. nicht erfüllte Wünsche die sich u. U. über Jahre immer stärker aufbauen, kein eingehen können auf den Partner durch traumatische Erlebnisse oder auch durch körperliche Erkrankungen.

Und ganz schnell und leicht kann es einen selbst erwischen in aussergewöhnlichen (einmaligen) Situationen, wenn

die Chemie stimmt und die Hormone verrückt spielen. Ich bin der Meinung, das hat dann nichts mit der sogenannten Un-Treue zu tun, und meistens haben diese Menschen ein schlechtes Gewissen im nachhinein.

In Krisenzeiten sehe ich hier eher die Unfähigkeit nicht ehrlich miteinander zu kommunizieren. Schuldzuweisungen sind vllt erst mal als Ventil hilfreich um die (berechtigte) Verletzung zu lindern, jedoch sollten sich die jeweiligen Partner selbst ehrlich hinterfragen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Manchmal funktioniert es wieder oder noch besser als vorher, oder man bleibt zusammen weil es bequem oder die beste Variante ist. Und dann kann m. E. auch nicht mehr von Fremdgehen oder Untreue gesprochen werden, wenn dann jeder seine eigenen Wege geht/gehen will.

Notorische FremdgängeRinnen meine ich hier nicht, die sollten nach meinem Empfinden eher keine feste Verbindung eingehen.

h[iergiqbtsfreibxier


Ich glaube nicht, dass Menschen für die Monogamie bestimmt sind, auch wenn niemand das wahrhaben möchte. Ich sehe zu oft den Beweis dafür (auch an mir selbst).

N9ofy


Ich selber weiß dass ich nicht monogam kann, nur eine zeit lang aber nicht auf dauer, was jede meiner beziehungen beweist. Mein jetziger partner weiß das aber und hat sich auf eine offene partnerschaft eingelassen.

b}ecca1ria


Ich trotze mehrfach der Natur:

Obwohl ich eigentlich hetero bin (oder eben pansexuell), bin ich seit 14 Jahren mit einer Frau zusammen, eben weil mir das Zwischenmenschliche wichtiger ist.

Und auch Untreue kommt mit nicht in den Sinn, weil ich den Gedanken an Sex mit Fremden sogar ein wenig eklig finde. Wahrscheinlich bin ich die Ausnahme. Selbst wenn ich jemanden attraktiv finde, gefällt mir der Gedanke an Sex mit der Person überhaupt nicht. Mein Trieb ist aber auch eher niedrig.

E/hemaliiger sNutzer (#q586592x)


Na ja nachdem was ich letztes Jahr erlebt habe würde ich jetzt auch nicht mehr von mir behaupten ich könnte dies mein Leben lang sein . Und lege dafür meine Hand ins Feuer

Obwohl wie schon erwähnt würde ich mich im Fall der Fälle lieber trennen bevor ich hintergehe denn ich möchte auch nicht hintergangen werden

Scolda%nelxle


Also mein Partner und ich sind noch "relativ jung" - zumindest fühlen wir uns noch so ;-) - und für uns ist Treue sehr wichtig. Wir haben dieses Thema gleich zu Beginn unserer Beziehung angesprochen und gemerkt, dass wir beide ähnlich denken. Mir persönlich fällt es auch überhaupt nicht schwer, treu zu sein, das ist für mich irgendwie "selbstverständlich".

Trotzdem würde ich jetzt nicht die Hand ins Feuer legen, dass keiner von uns jemals fremdgeht - wer weiß, was ins 20, 30 Jahren sein wird, wie sich unsere Beziehung noch entwickeln wird? Aber mein persönliches Ideal ist eine monogame Beziehung und würde ich wirklich in Versuchung kommen, dann wüsste ich, dass mit unserer Beziehung etwas nicht stimmt.

T-heBlacBkWimdow


Ich konnte meinem Mann auch treu sein. Weil Treue für mich enorm wichtig ist und ich meinen Partner nicht belügen wollte. Er ist nach 30 Jahren ausgebrochen (einseitig) und als ich es (sehr spät) merkte, hätte ich ihn auch nicht mehr zurück genommen.

Bei mir ist es so, wenn ich einen Partner habe, dann verblassen alle anderen Männer daneben. Sie sind einfach uninteressant.

SQ. waallixsii


Monogamie ist emotionaler Pragmatismus (sich mit Verlustangst und Partnerterritorialität/Besitzdenken nicht auflösend auseinandersetzen zu wollen) und/oder eine Frage der Auslastung. Ich finde das kann man "natürlich" nennen^^

Polygamie könnte rein theoretisch genauso natürlich sein (die entsprechende Emotionalitäten die meist dagegen sprechen weden ja von Kindheit an aktiv vermittelt), sie entspricht aber halt nicht der Konvention und wird dementsprechend solange "unnatürlich" bleiben wie die Menschen lieber den Partner ganz für sich alleine haben wollen und hier und da halt ganz ausversehen mal fremdgehen^^

K/rähe


Der Seitensprung sei wohl ein zuverlässiger Seismograf für partnerschaftliche Krisen

Hat eine Studie das untersucht oder ist das deine persönliche Schlussfolgerung?

s}teppxo25


In solchen Diskussionen findet gewöhnlich eine "positive Auslese" statt - nämlich die "Braven" rücken sich selbstbeweihräuchernd in den Vordergrund. "Ihgittigitt, Sex mit einem anderen Partner, das ist doch eklig" (in Wirklichkeit hat der andere einfach nur andere physische bzw charakterliche Sackratten, als der gegenwärtig zum Zug kommende) Immer wieder amüsant.

Ich kenne diese Auslese auch bei so Diskussionen wie "wie oft habt's Ihr Sex in der Beziehung" - hier kommen dann die "Leistungserbringer" zu deren gebührenden Einsatz. während die zu kurz kommenden dezent scha-WEIGE(r)N.

Efh+emali'ger Nut~zerP (#58x6592)


@ Krähe

das ist bei einer Studie herausgekommen .

@ steppo 25

da ist was dran :)z

Le.va?nPelxt


Für mich ist Treue schon eine Herausforderung - da bin ich ganz ehrlich. Das ist sie aber unabhängig von meinem Partner. Insofern ist es eine reine Güterabwägung: meinen Partner würde es sehr verletzen, wenn ich das Paradigma "Monogamie" missachten würde und es würde die Beziehung beenden oder mindestens gefährden. Ich muss mich also entscheiden: eine Beziehung, die mir wichtig und teuer ist oder die sexuelle Freizügigkeit des Single-Lebens.

Und da ich mit der Beziehung sehr glücklich bin, hadere ich nicht mit der Entscheidung. Aber, wie am Anfang geschrieben, steht die Herausforderung dennoch im Raum: denn ich bin ja ein hormonelles/sexuelles Wesen und dass da auch mal irgendwo eine sexuelle Spannung herrscht, der ich dann aber nicht folgen/nachgeben kann, liegt an meiner Entscheidung. Dass ich mich allerdings in einen anderen verliebe - die Gefahr sehe ich aktuell nicht, da verblassen andere Typen einfach gegen meinen Partner bzw. nehme ich die gar nicht wahr.

N&owrdvi8x4


Ich persönlich hab ja mit dem Argument "das ist von der Natur nicht so vorgesehen" ja so meine Schwierigkeiten. Sicher könnte man aus rein biologischer Sicht argumentieren das es von Vorteil ist wenn der Mann seine Gene weit verteilt oder ähnliches. Genauso könnte man aber auch argumentieren das ich, wenn mir ne vergebene Frau gefällt, ich deren Partner verhauen und mich mit ihr "paaren" darf weil es ja sinnvoll ist das sich bevorzugt die stärkeren Männchen fortpflanzen.

Als Menschen sollte man mittlerweile über den Hormonen und Instinkten stehen und wissen das es keinen "Zwang" gibt fremd zu gehen. Für mich ist sowas eher eine Ausrede dafür das man nicht offen dazu stehen will das der aktuelle Partner im speziellen bzw. Beziehungen im allgemeinen nichts für einen sind.

mynexf


Oha, die Rentner-Bravo ;-D ;-)

Was meint ihr dazu ?

Dass generell dermaßen viele Leute so sehr eine Beziehung wollen, dass sie sie mit Partnern eingehen, die nicht zu ihnen passen. Verlieben kann man sich in viele, nicht jeder davon passt wirklich und schon gar nicht dauerhaft.

Und zu "Treue ist evolutionsbedingt nicht vorgegeben" und ähnlichen Argumenten contra Monogamie:

Mag sein. Evolution ist aber ein Prozess, wonach zu Darwins Zeiten selektiert wurde, muss nicht mehr 1:1 heute so sein.

Und was die Natur vorgegeben hat interessiert den Durchschnittsbürger in den meisten Bereichen mal so absolut gar nicht, sonst säße nicht gefühlt jeder Zweite die meiste Zeit des Tages nur rum und würde der typischen westeuropäischen Ernährungsweise fröhnen (Aufzählung beliebig fortführen). Liegt so gesehen alles nicht in unserer Natur. Nur wenn man fremdgegangen ist oder will, dann fühlt man sich plötzlich wieder seiner Natur ausgeliefert :=o

Und selbst wenn das so sein sollte, dass das Mensch nicht für Monogamie bestimmt ist:

Dann soll er sich nur polygame Beziehungen suchen, als monogame Partner auszuerwählen und die dann massiv zu verletzen.

Mit wem man wann was anfängt ist eine persönliche Entscheidung und ich finde es immer schwach, sich da auf seine Biologie rauszureden.

Wenn man so überzeugt davon ist, dass Monogamie nicht klappen kann, dann soll man es eben bleiben lassen. Dann aber auch die Eier haben, das im Einvernehmen des Partners bzw. aller Partner und Gespielen zu tun.

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