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Treue ist von der Natur nicht geplant

m[nexf


Ich persönlich hab ja mit dem Argument "das ist von der Natur nicht so vorgesehen" ja so meine Schwierigkeiten. Sicher könnte man aus rein biologischer Sicht argumentieren das es von Vorteil ist wenn der Mann seine Gene weit verteilt oder ähnliches.

Dann müsste man sich aber konsequenterweise auch fortpflanzen und für alle seine dutzenden Kinder sorgen

V/erwudn2dexrt


Der Seitensprung sei wohl ein zuverlässiger Seismograf für partnerschaftliche Krisen .

Wenn es in der Apothekenzeitschrift steht, muss es wohl stimmen. Ich wage da nicht zu widersprechen! |-o

Äh ??? und was ist, wenn dieser zuverlässige Seismograph nicht ausschlägt und der Scheidungsrichter bemüht wird, nicht weil der Partner betrügt, sondern vielleicht säuft oder anderes?

Meine Frau kann mich nicht betrügen. Ich habe ihr ausdrücklich gesagt, dass sei Sex haben kann mit wem sie will. Das ist für mich kein Kriterium für eine (gute) Beziehung. Fremdgehen kann sie - betrügen kann sie mich nicht!

Mit dem Argument, dass etwas von der Natur vorgesehen sei, wurde schon sehr viel Schindluder getrieben.

Vor einiger Zeit war Homosexualität "wider die Natur". Homosexuelle Menschen starben deswegen sogar im KZ. Zu anderen Zeiten war es naturgegeben, dass die Frau zuständig war für die drei K (Kinder, Küche, Kirche). Unanständig, die Frau, die berufstätig arbeiten wollte, auch Abtreibung wird immer wieder bekämpft, mit dem Argument, es sei gegen die Natur usw. Wir sehen, mit dieser Begründung muss man äusserst vorsichtig sein. Wenn mir gar nichts einfällt, dann kann ich damit alles begründen oder verhindern.

Szven]ja 8x7


Ich persönlich hab ja mit dem Argument "das ist von der Natur nicht so vorgesehen" ja so meine Schwierigkeiten. Sicher könnte man aus rein biologischer Sicht argumentieren das es von Vorteil ist wenn der Mann seine Gene weit verteilt oder ähnliches.

Dann müsste man sich aber konsequenterweise auch fortpflanzen und für alle seine dutzenden Kinder sorgen

Ich habe noch keinem Menschen Treue in diesem Sinn versprochen und erwarte auch von keinem, daß er sie mir verspricht. Sex kann heute mit dem schön sein und morgen mit dem oder auch mit zweien gleichzeitig. Und eine vertrauensvolle Basis entsteht dadurch, daß man im Bett auch offen über seine Erfahrungen mit und seine Gefühle zu anderen spricht und nicht, wenn man sich gegenseitig belügt und betrügt. Kommt das nämlich raus, ist das Vertrauensverhältnis im Eimer.

Von der Natur her ist es tatsächlich so, daß Männer ihren Samen auf ihre Freundinnen verteilen und Frauen ihn sich von ihren Freunden sammeln wollen. Natürlich sollte man das nicht so unkontrolliert umsetzen. Dafür gibt es ja heute Gott sei Dank Verhütungsmittel, die die alte Moral entbehrlich machen.

Was war denn früher? Da durften Männer und Frauen sich nur 1:1 lieben und mussten das noch durch eine Ehe krönen. Und was war das Resultat? Ein Ehepaar setzte Dutzende von Kindern in die Welt, die dann zwar alle die gleiche Abstammung hatten, aber es fehlte dann oftmals das Geld dafür, sie am Fressen zu halten. Wünscht sich im Ernst jemand diese Zeit zurück?

Ich habe sogar einen Freund, der ein Kind mit einer anderen hat. Ja und? Ich bin froh, dass er den Treffer damals nicht bei mir gelandet hat. So hatte sie nämlich die Doppelbelastung mit Kind und Studium und nicht ich. :-D Die "andere" ist auch für mich eine gute Freundin und das Kind liebe ich, als wäre es meine eigene Tochter. Warum auch nicht?

SYvenjxa 87


Schade daß man hier seine Beiträge nicht editieren kann. Noch eine Ergänzung:

Man muß den Begriff "Familie" neu definieren (d.h. er ist bereits definiert): Familie bedeutet das Zusammenleben indestens eines Elternteils mit mindestens einem Kind. Er ist also nicht an den Begriff "Ehe" geknüpft. Und diese Dinge sollte man auch streng auseinanderhalten.

LG Svenja

snenJsibel@mann9x9


Die Realität sieht jedoch ganz anders aus :

Ein großer Teil der Menschen sind Schwätzer, bei denen Wort und Tat weit auseinandergehen.

Ich habe niemals ewige Treue geschworen, dennoch bin ich treu und zuverlässig (seit üer 33 Jahren)- und es hat nur einen Grund: Liebe. Ich liebe meine Frau sosehr, dass ich das Bedürfnis nach anderen Frauen nicht besonders stark verspüre. Ich habe Monogamie nicht geplant oder als Ziel gesetzt, ich lebe sie einfach nur. Wer nicht monogam leben will oder kann, ist dessen Sache- nur große Versprechungen diesbezüglich halte ich für unnötig.

m+nef


Wünscht sich im Ernst jemand diese Zeit zurück?

So war das doch nicht gemeint. Das zeigt nur, dass diese Erklärung damals wie heute Unsinn war. Wer mit der Begründung, aus Reproduktionsgründen dazu veranlagt zu sein, seinen Samen überall zu verteilen, argumentiert, argumentiert nur eben unsinnig aus o.g. Grund.

Und auch sonst hast du glaube ich viel falsch aufgefasst oder gegen dich bezogen. z.B. das:

Ich habe sogar einen Freund, der ein Kind mit einer anderen hat. Ja und?

Ja, ja und? Wer hat anderes behauptet?

VXer7wund~ert


Ein Ehepaar setzte Dutzende von Kindern in die Welt,

Dutzende !! (Plural!) Dutzende, das bedeutet: 24 - 36 oder mehr Kinder! Nun mach' mal halblang! Selbst in äusserst fruchtbaren Zeiten dürfte das die sehr grosse Ausnahme gewesen sein. Ich habe mal alte Abstammungsbücher meiner Grosseltern durchgesehen. Meist war nach 2 - 4 Kindern Schluss. Auch in Zeiten vor der Pille wussten die Leute schon, wie man keine Kinder macht.

.

"Ich habe meiner Frau die ewige Treue vesprochen! Aber man kann sich doch mal versprechen." ]:D ]:D

Lz.`van+Pexlt


Was war denn früher? Da durften Männer und Frauen sich nur 1:1 lieben und mussten das noch durch eine Ehe krönen. Und was war das Resultat? Ein Ehepaar setzte Dutzende von Kindern in die Welt, die dann zwar alle die gleiche Abstammung hatten, aber es fehlte dann oftmals das Geld dafür, sie am Fressen zu halten. Wünscht sich im Ernst jemand diese Zeit zurück?

Das eine hat doch nun wirklich nichts mit dem anderen zutun - und wer sagt denn, dass da dann wirklich alle Kinder die gleiche Abstammung hatten? ;-)

Zu anderen Zeiten gab es andere Zwänge - auch jenseits der kirchlichen Moral und diese ist auch heute noch weit verbreitet - ist ja nun nicht so, als würden sich nicht auch noch heute Menschen für die Ehe entscheiden und sich Treue schwören. Abweichende Lebensmodelle sind nur heute akzeptierter und die Ehe als persönliche Absicherung und Absicherung der Kinder nicht mehr in der Stärke notwendig.

Womöglich war in der von Dir beschriebenen Zeit ein "Ehebruch" eben nicht das Aus, weil die Ehe anderen Zwecken diente, als ein romantisches und/oder monogames Ideal zu zelebrieren und man hat es eher akzeptiert/ignoriert - weil Trennung dann auch nicht so einfach war.

Nochmal zum Eingangsbeitrag: es ist ja gar nicht klar bei den angegeben Zahlen, ob sich die Frage auf "jemals" oder die aktuelle Beziehung bezieht, und womöglich ist ebenso wenig differenziert, dass einige "untreu" im Sinne von Sex mit jemandem ausserhalb der Partnerschaft angeben, aber eben sowieso ein Beziehungsmodell leben, wo unbedingte Monogamie gar nicht von den Partnern gefordert wird. Daraus also abzuleiten, (nahezu) jede Partnerschaft ist von Seitensprüngen betroffen nur keiner gibt es zu und dann wiederum eine biologische Begründung heranzuziehen, halte ich beides für sehr gewagt.

r<r2#017


Was meint ihr dazu ?

ich stimme dem zu

mSond+`sterDnxe


Ich hoffe ich kann dies auch einhalten und komme niemals in die Situation meinen Prinzipien untreu zu werden . ;-D :-(

Was ist, wenn Deinem Partner Deine Prinzipen nicht gefallen? Würdest Du Dich dann auch gegen seinen Willen trennen?

A'nd2ifmreak


Man kann sich Treue versprechen oder auch nicht. Was ist, wenn die sexuelle Ansichten zu weit auseinander liegen? Kommt es dann nicht oft zum Fremdgehen? Haten Mann oder Frau dann nicht einen Seitensprung oder eine Affäre? Wenn ich mich durchs Forum hier lese, komme ich zu dem Entschluss, dass in dem Fall viele dazu bereit wären oder sich lieber trennen, um sich ihre Sehnsüchte zu erfüllen. Es sind übrigens auch sehr viele Frauen, die fremdgehen, nicht nur Männer!

yEes9sesnmexee


Meine Freundin und ich sind jetzt über 50. Wir wissen was wir wollen. Sexuell und im Leben. Wir können uns auch nicht fremdgehen. Sie darf sich gerne sexuell ausleben (ich auch). Die einzige Regel. Wir machen alles zusammen. Aber auch die kann aufgelöst werden, wenn gewünscht, also falls es hinderlich ist. ;-D Aber nur im Konsens.

Fremdgehen definiere ich, mit in Gedanken an jemandem hängen und öfters heimlich treffen. Wenn meine Freundin aber sagt sie würde gerne mal mit dem oder dem. Oder es mir hinterher sagt ist es für mich OK.

Wir sind uns unserer Endlichkeit bewusst. Wir lieben uns und wollen zusammen alt werden.

Aber wir wollen auch in diesem Leben, das nur eine Einbahnstraße ist, nicht verzichten. Warum auch? Weil die oft verbohrte und kleingeistige Gesellschaft das so fordert? Oder die Kirche, diese Schwätzerverein?

ylessessne'ee


Noch nachgelegt. Wir sind ja zusammen gekommen eben weil es sexuell auch gut passt. Natürlich hat jeder so seine Fantasien. Oder Dinge die man mal ausprobieren möchte. Wir versagen es und nicht. Wir lassen den anderen dann das eben mit anderen ausprobieren wenn zB ich das nicht mag. Aber wir versagen es und nicht gegenseitig. Deswegen braucht keiner "Fremdgehen". Wir leben sozusgen halboffen. ICh glaube eben auch nicht das jeder mongam ist. Manche ja, wenn es passt und mancht nicht. Ist wie hell und dunkel. Jedes alleine kann nicht existieren.

MSissHLilly2W0x17


Gut, dann oute ich mich mal als Untreue Tomate

Ich wurde in vergangenenen Beziehungen betrogen, und habe auch 2 meiner Ex-Partner betrogen.

Und ich muss zustimmen, das es ein Ausdruck davon ist das die Beziehung gewaltig in Schieflage ist. Zumindest war das bei mir beide Male so.

Natürlich hätte ich trotzdem Treu bleiben können, natürlich war es keine meiner Sternstunden fremd zu gehen. Aber nichts desto trotz, es war wie es war und ich habe damit längst meinen Frieden gemacht.

Beide Beziehungen beendete ich sehr kurz nach dem Seitensprung.

Die Beziehung in der ich betrogen wurde lief nachdem alles aufgeflogen war mit einer kurzen Unterbrechung noch 2 Jahre weiter, ich hatte mit dem Verzeihen eigentlich nicht so arge Probleme.

In meiner jetzigen Beziehung ist ein Seitensprung kein Thema mehr. Ich habe mich vor einigen Jahren recht intensiv mit mir selbst, meinen Wünschen usw. beschäftigt und dabei fest gestellt das ich nicht monogam veranlangt bin.

Deshalb habe ich mir einen Partner gesucht der das genau so sieht und so leben wir unsere Sexualität gemeinsam oder auch manchmal getrennt voneinander auch mit Anderen aus.

RQaupRen>pilz


Servus,

Es ist immer gut , wenn man sich Fragen selbst beantworten kann. Ich finde, dass es kein Anzeichen für eine partnerschaftliche Krise ist, wenn der Partner fremd geht. Dieser Fakt kann die eigene Beziehung sogar stärken. Im allgemeinen ist es so, dass der Mensch bis zwei Jahre verliebt ist und nachher die Liebe beginnt. Nach vier Jahren ist es dann aber auch so weit, dass unserer innere Kodex (die Gene sind gemeint) uns verleiten nach einem anderen Partner Ausschau zu halten. Da heisst es eben standhaft zu bleiben, oder sich zu trennen.

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