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Weg von den Antidepressiva

AJdlerx85 hat die Diskussion gestartet


Hallo. Ich leide an Depressionen und einer mal mehr, mal weniger ausgeprägten Sozialphobie. Seit fast 10 Jahren nehme ich nun verschiedenste Antidepressiva, zuletzt Wellbutrin und Cipralex 10mg. In diesen 10 Jahren hat sich in meinem Leben einiges verändert. Ich wollte auch immer etwas ändern, weil ich dachte, dass sich dadurch auch meine Psyche positiv verändert, sei es durch bessere Wohnsituation, Hochzeit, anderen Job....usw

Meine Lebensumstände haben sich also von denen eines einsamen Single gewandelt zu denen eines Hausbesitzers mit Ehefrau und Katze und der Option einer Familiengründung.

Ich denke viele dieser Entscheidungen, die ich gefällt habe, um heute da zu stehen wo ich bin, hatten als Auslöser diese Idee etwas an meinem Umfeld so zu ändern, dass ich gezwungen bin anders zu handeln, denken, leben, als bis dahin - und damit raus aus meinen psychischen Problemen zu kommen.

( Z.B. geliebt zu werden, kreativ sein zu können in den eigenen 4 Wänden, die Möglichkeit neue Menschen, Nachbarn, usw. kennen zu lernen )

Tatsache ist aber leider, ich empfinde zu wenig Liebe, ich habe Angst vor den Nachbarn, ich fühle mich nicht wohl in meinem Haus - meine Gedanken gehen schon wieder in diese Richtung - Umfeld ändern: Frau verlassen :(v , Wohnung mieten, ... davonlaufen... >:(

Das kann und will ich aber auch nicht wirklich machen!

Ich muss endlich mit dem glücklich werden was ich habe, endlich der offene, aktive, glückliche Mensch werden, der ich sein will.

Mit den Antidepressiva schaff ich das nicht, sie blockieren mich, etwas an mir zu ändern, weil sie mich abstumpfen, und mir dabei egal ist, wie es mir geht.

Ich will weg davon...

Wellbutrin sind schon Geschichte, und ich vermisse sie nicht, nun habe ich aber seit einpaar Wochen begonnen die Cipralex zu halbieren und dachte auch lange es funktioniert.

jetzt aber geht es mir schlecht, ich kann schwer einschlafen, bin ununterbrochen müde, mies gelaunt, weinerlich, etc...

Was soll ich nur tun?

:-(

Antworten
S1unf'l!owe;r_7x3


(Erneute) Psychotherapie? Medikamente können eine wertvolle Stütze sein, aber die Leitlinien besagen ziemlich deutlich, dass sie nie nur allein gegeben werden sollen... Alles Gute!

A&dBl|er8x5


Ich bin seit 2 Jahren erfolglos in Gruppentherapie und beginne nun ergänzend eine Einzeltherapie, die ich mir aber gar nicht leisten kann.

Ich hoffe diese Einzeltherapie hilft. Ich war noch nie in Einzeltherapie.

Wenn ich die Medikamente nehme bin ich relativ emotionslos und mir sind Dinge, die ich eigentlich ändern will so egal, dass ich gar nicht darüber sprechen will, bzw. mir diese Vorfälle gar nicht mehr einfallen, die vl. von Relevanz wären.

Andererseits geht es mir momentan so schlecht, dass ich gerne wieder in diese Watte verpackt wäre.

Vielleicht wäre aber eine Therapie in meinem momentanen (quasi Medikamentenlosen) Zustand viel effizienter?

SJunf}lower_>7x3


Wo kommst Du her, dass bzgl. Psychotherapie die Kosten ein Thema sind?

Ansonsten: Ggf. über einen Wechsel des Therapieverfahrens nachdenken... kann manchmal auch daran liegen.

A{dle5r=85


Österreich. Der Therapeut (integrative Gestalttherapie) verlangt 100 Euro/ 50min, davon bekomme ich ca. 20 Euro von der Krankenkasse.

Wenn ich jede Woche eine Sitzung habe kostet mich das immer noch 360 Euro im Monat. Ich verdiene zwar nicht soo schlecht, aber mir bleiben niemals 360 Euro im Monat übrig.

Ich habe heute meine 1. Sitzung (nach dem Erstgespräch) - ich werde mit ihm auch dieses Kostenthema besprechen.

Die Gruppentherapie wird zur Gänze von der Krankenkassa übernommen. Nur leider bringt mir diese Art der Therapie nichts, wenn ich jeden Montag 1,5h anderen Leuten teilnahmslos bei ihren Problemen zuhöre.

%-|

A,dlerh8x5


Ich werde nun im 2-Wochen Rhythmus zur Therapie gehen. Das ist nicht sehr viel, aber mehr kann ich mir nicht leisten.

Die Dosis von Cipralex habe ich nun wieder erhöht, weil es mir wirklich sehr besch... ging/ bzw. immer noch geht. 0 Antrieb, nur schlechte Laune, kein Interesse an irgendwas. Am Wochenende nur am herumliegen, in der Arbeit keine Konzentration, keine Leistung...

Ich wünsche mir Normalität, aber das klappt alles nicht. Ich will allein sein, ich will einfach in Ruhe gelassen werden...

Ich hasse den Gedanken daran, wieder nach der Arbeit nachhause fahren zu müssen...

Vielleicht stellt sich ja bald wieder ein "istmiregal-Gefühl" ein, und ich vegetiere weiter vor mich hin, gehe zur Therapie ohne zu wissen, was mein Problem ist usw...

ich mag nicht mehr...

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