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Panikattacke, Hyperventilation, Übelkeit wegen ZA Termin

OerangeYnbauxm3000 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vielleicht hat jemand meinen Beitrag im Zahnarzt Forum gelesen.

Ich habe eine sehr stark ausgeprägte Phobie, die mir bescheinigte, dass ein Zahn Abdruck nur unter Vollnarkose möglich ist.

Nun habe ich einen weiteren Termin, der nicht unter Vollnarkose zu machen ist. Ich esse nichts mehr bzw. 1-2 Bissen, zittere, hyperventiliere. Bin am Ende. Ich möchte diesen Termin packen, aber ich kann wegen der Übelkeit nicht mal mehr aus dem Haus.

Folgendes habe ich versucht:

- Ablenkung

- Mir eine Belohnung versucht auszudenken (mit fällt keine ein)

Folgendes sage ich mir immer wieder:

- Reiß dich endlich zusammen, du bist erwachsen

- Es geht doch bald vorbei

- Deine Psychiaterin ist im gleichen Haus, zur Not gehst du zu ihr

- Bald hast du wieder schöne Zähne und kannst lachen, ohne dir die Hand vor das Gesicht zu halten

All das hilft nicht. Ich nehme Beruhigungsmittel ein, auch die helfen nicht. (Vielleicht deshalb, weil ich sie in dieser höheren Dosis nicht mehr nahm.

Ich möchte den Termin schaffen, sehe aber mehr als Dunkelschwarz. Ohne diesen Termin werde ich hässlich bleiben.

Als ich erfuhr, was gemacht wird, habe ich wie ein Kind angefangen zu weinen und zu zittern. Ich hasse meine Phobie und bekomme sie nicht in den Griff.

Was kann ich noch versuchen? Ich kann jetzt schon nicht mehr und der Termin ist erst am 24.

Danke für jeden gut gemeinten Rat

Antworten
OCrQanZgenbYaum3O000


Den anderen Thread habe ich als Doppelpost gemeldet.

Mir geht es sehr schlecht, kämpfe dagegen an, mich zu übergeben. (Emetophobie) Und bin kurz davor, den Termin abzusagen. Jetzt habe ich drei ZA Termine geschafft, darunter einer unter Vollnarkose. Wenn ich aber Absage, bleibe ich entstellt und ist nicht gut für meine Psyche, den Rest vom Leben so herumzulaufen.

Ich schaffe es einfach nicht. Sch... Phobie. Ich wollte doch nur normal aussehen, werde mich wohl damit abfnden müssen, dass die Termine umsonst waren und ich ein Monster bleiben werde.

Kann nicht mehr.

EhllaPrMopxella


Hast Du jemanden, der Dich begleiten kann, Dich sprichwörtlich an die Hand nimmt... wo ist die Familie, Freunde... bei so einer starken Phobie wäre familiäre Unterstützung wirklich wünschenswert.

Was ich Dir aber sagen kann... Jammern und Selbstmitleid helfen Dir garantiert nicht, ebenso Vorwürfe an Dich selbst.

Ich würde es mit Augen zu und durch versuchen, aber ich habe auch keine Angsterkrankung, zum ZA geh trotzdem nicht gern.

Kannst Du Deine Therapeutin anrufen, gibt es eine Notfallkette ?

l}upuxs86


vor was hast du denn genau Angst?

Fsizz\lypu3zzxly


Ich habe eine sehr stark ausgeprägte Phobie, die mir bescheinigte, dass ein Zahn Abdruck nur unter Vollnarkose möglich ist.

Also ich habe im Moment echt ein Problem meine Antwort so zu geben, ohne dich zu verletzen. Ich schreibe jetzt mal direkt meine Meinung/Fragen.

Wie lange hast Du diese Phobie und wie hast Du das Thema bisher in den Gesprächen mit der Therapeutin bearbeitet? Oder ist das kein Thema mehr, weil Du ja durch eine Bescheinigung Anspruch auf eine Vollnarkose hast? Das kann auf Dauer nicht funktionieren, da manches eben unter Vollnarkose nicht möglich ist. Das Du in deiner Panik hier Unterstützung suchst kann ich nachvollziehen. Manchen Usern helfen auch die gegebenen Informationen.

Bei dir sehe ich das allerdings nicht, da Du das weitere Prozedere in seiner - für dich - schlimmsten Form beschreibst und Du dich schon entstellt siehst und für alle Zeiten ein Monster bleiben musst. Verstehst Du was ich dir sagen will? Wer ausser Du kann es denn ändern - wenn nicht Du? Ich nehme dir ab das Du nicht mehr kannst. Diese Gedankenspirale nach unten kann nur dazu führen.

Verändern kannst nur Du es, wenn Du gedanklich anfängst danach zu streben, was Du kannst/können willst. Dazu gehört mMn die Entfernung der Bescheinigung, damit Du mit kompetenter psychologischer Unterstützung lernen kannst, dich auf zukünftige Behandlungen einzustellen.

Du könntest doch z.B. deine Psychologin darum bitten, dich zu diesen Terminen zu begleiten. Hast Du sie darauf schon mal angesprochen? Denn letztendlich ist es doch egal, wie eure gemeinsame Stunde gestaltet wird.

OIrangxenMbauum30x00


Ich danke euch.

Mein Hauptproblem ist meine Emetophobie (Angst vor erbrechen). Sie schränkt mein Leben stark ein. Seit Jahren versuchen verschiede Ärzte, eine Lösung zu finden. Konfrontationstherapie, alles natürlich die Schadstoffe müssen aus dem Körper usw.

Als Kind bekam ich einen Abdruck wegen einer Zahnspange. Ich hatte keine Angst, bis ich Würgereiz bei den Abdrücken bekam. Seitdem ist es sehr schlimm.

Ich verstehe nur die ZA Hilfen nicht. Die eine erzählt, es wird mit Papier, ähnlich wie Pergamentpapier gemacht, dann habe ich erfahren, dass es ähnlich wie ein Abdruck ist. Mit erwärmten Wachs. Da ist mir hier schon so übel, dass ich nicht aus dem Haus kann (jetzt sowieso nicht, wegen Grippe).

Klar ist es leicht gesagt, ich kann es ändern, nicht mehr als Monster herumlaufen zu müssen. Aber wenn ich es nicht schaffe? Natürlich weiß ich, dass es an mir liegt, ob alles besser wird oder eben nicht. Doch ich weiß, wenn ich dieses Knetzeug sehe, dann bin ich weg oder mache den Mund auf, beiße ein paar Sekunden rein und dann raus damit. (War bei den Abdrücken auch so).

Ich bekomme schon Beruhigungsmittel, aber ja, ich könnte meine Psychiaterin fragen, was ich machen könnte, sie ist schließlich im selben Haus.

Mein Gott, ich möchte normal leben, ohne Angst. Ich beneide die Menschen, die keine Phobie haben. Denn nur Phobiker verstehen andere Phobiker. Hineinversetzen können sie sich nicht.

Ich habe Angst, weiter so herumlaufen zu müssen und ich habe Angst vor diesem Termin.

Meine Mutter wäre da und würde auch mitgehen, sie ist Rentnerin und hat die Zeit. Ich schäme mich so sehr und möchte es durchstehen, irgendwie. Aber wie? Mit dieser starken Phobie? Wenn es doch nur diese Art Pergamentpapier wäre.

DXieKrhuexmi


ok, du hast Angst vor dem Würgreiz. wie geht es dir bei dem Gedanken, dass man den Würgreflex ausschalten könnte? ich hatte mehrere Magenspiegelungen, da bekommt man ja einen Schlauch in die Speiseröhre und natürlich aktiviert das den Würgreiz. deshalb wird der Rachen mit einem Spray betäubt,

F0izztlyp:uzzly


Ich verstehe nur die ZA Hilfen nicht. Die eine erzählt, es wird mit Papier, ähnlich wie Pergamentpapier gemacht, dann habe ich erfahren, dass es ähnlich wie ein Abdruck ist. Mit erwärmten Wachs.

Mit meistens einem kleinen blauen Papierstreifen prüft man nach dem Einsetzen von Zahnersatz oder gelegten Füllungen, ob der Aufbiss stimmt. Und dieser wird nur auf die untere Zahreihe gelegt auf die Du mehrmals kurz beissen musst. Nennt man auch schnattern.

Das was Du - mit erwärmten Wachs - meinst, nennt man Bissnahme. Ist im Grunde nichts anderes als das mit dem Papier. Auch hier kommt das Wachs nur auf die Zahnreihe, wobei Du einmal zubeissen musst. Also in beiden Fällen ohne Löffel mit Abdrucknahme.

Du kannst vor deinem nächsten Termin aber auch üben, dich auf die Atmung zu konzentrieren. Das Procedere könnte in etwa so ablaufen. Du kaust mehrere Kaugummis durch und legst sie dann auf deine untere Zahreihe, beisst zu und hältst den Mund geschlossen. Dann fängst Du sofort an nur durch die Nase zu atmen und bleibst dabei, erst recht beim ZA. Sollte sich in Zukunft ein Würgereiz einstellen wollen, atmest Du weiter durch die Nase und schnaufst dabei laut und vernehmlich. Auch wenn Du schneller schnaufst/schnaufen musst - es ist möglich alles ohne Würgereiz durchzustehen. Und wenn die Behandlung es zulässt, kannst Du auch den Kopf etwas heben. Auch das kannst Du vorher mit dem ZA besprechen. Vllt kann die Kopfstütze gleich zu Beginn anders eingestellt werden. Und wenn das gleich auf Anhieb klappt - indem Du richtig zubeisst - ist das vllt eine Sache von 1 - 2 Minuten.

Und wenn die Behandlung es zulässt, kannst Du auch die Zunge etwas nach hinten ziehen und nach oben anlegen - auch das kannst Du üben.

TginBch{enx6


Ich weiss ganz genau was du meinst. Mir ging es ähnlich. Mein Zahnarzt hat ne grössere Form benutzt und die knetmasse quoll nur so raus.. Ich hab dann gesagt das ich im Hals sehr empfindlich bin und die bitte vorsichtiger sein sollen. Dann hat er eine kleinere Form genommen und es war wirklich besser. Ich hasse das auch wie blöd. Dann lieber Spritze und bohren als 1x einen Abdruck.

OZrangen>baum3d00x0


Danke euch allen.

Tinchen6 genauso ist es. Schmerzen wären mir egal bzw. würde ich hinnehmen, da wo es keine Schmerzen gibt, drehe ich rund.

DieKruemi, ich werde mal nachfragen, ob ich das Spray haben kann. Wie fühlt sich das an, wie nach einer Spritze wie betäubt?

Fizzlypuzzly, dir möchte ich besonders für deine ausführliche Antwort danken. 1-2 Minuten hört sich an wie nichts. Schaut man auf die Uhr, ist es eine gefühlte Ewigkeit. Auf dem Youtube Video ist die Masse so dick, dass es den Gaumen sehr ausfüllt und ich habe Angst, dass da zuviel dran ist und der Würgereiz kommt. Dazu kommt noch, dass ich gelesen habe, dass diese Methode alles andere als gut/sicher ist und die Prothese am Ende doch nicht aufeinander passt. Deshalb frage ich mich zusätzlich. Weshalb soll ich mir das antun, wenn es sowieso keinen Sinn macht?

Ich sehe schon, dass ich absagen werde, hoffe jedoch, dass ich es durchstehe.

Rva_up>enp$ilz


Servus,

In diesem Fall würde ich Dir empfehlen zu einem Zahnarzt zu gehen, der mit Hypnose arbeitet.

Oder du gehst im Vornherein zu einem therapeutischen Hypnotiseur. Was auch ganz gut hilft ist das NLP (Neurolinguistisches Programmieren).

SWunfloSwerx_73


Der grundlegendere Problemaspekt ist Dein Katastrophisieren. Du machst Dir so einen extremen Druck ("Monster bleiben" etc.), dass Du gar nicht mehr rational Deine Ängste hinterfragen kannst. Gleiches gilt für die Selbstabwertung à la "Zusammenreißen". Du HAST das Problem aber und dagegen arbeiten hilft nicht, sondern nur DAMIT.

Ich bin selber extrem würgreizempfindlich. Zahnarzt ist schwierig und ich brauche dort viel Ruhe, Vorsichtbeim Hantieren im Mund, viel Betäubung (nicht wg. Schmerz, sondern weil dann Berührungen von Geräten nicht so bemerkt werden). Neulich brauchte ich 2x eine Stimmband-Untersuchung. Beim ersten Arzt war es schwierig: Erst wollt er durch den Mund, dann Nase aber mit extrem viel Betäubungsspray, was mich sehr in die Würgreizspirale gebracht hat. Der nächste Doc nach OP hat mich abgelenkt und Ruckzuck, beim Unterhalten, war die Untersuchung ohne Betäubung und Würgen überstanden.

Man muss sich halt konkrete Dinge überlegen, das Problem auch in Ruhe mit dem Arzt besprechen. Meine Faustregel in den schlimmsten Zahnarzt-Zeiten war: Es muss NICHTS gemacht werden. Kommen Tagesform abwarten - und weitersehen. Allein dadurch ging der Druck so zurück, dass alles ganz okay lief. Es wird für mich nie toll sein, aber es geht. Musik auf den Ohren, Atemtechniken, Üben zu Hause,...

Oer]anXgenbAaum?30P0x0


Atemtechniken übe ich auch zuhause und stecke mir die flache Hand in den Mund. Geht eine zeitlang gut, dann ist vorbei.

Das ich so schlimm denke, hat mir mal einer meiner Psychologen beigebracht. Man soll immer mit dem schlimmsten rechnen, wenn es dann nicht passiert, umso besser. Wenn es passiert, ist man darauf vorbereitet. Das habe ich wohl zu sehr verinnerlicht. Leider bietet die ZÄ kein Lachgas mehr an. Das wäre die Lösung gewesen, weil ich benebelt wäre, und dennoch mitarbeiten könnte.

Raupenpilz. Die Praxis kann ich nun wohl nicht mehr wechseln, weil der Abdruck schon gemacht wurde und eben nur noch die Bissnahme fehlt. Zudem müsste ich Hypnose selbst bezahlen und das könnte teuer werden und es ist auch nicht sicher, ob es bei mir wirken würde. Was ist NLP?

F7izzlypuSzzlxy


Atemtechniken übe ich auch zuhause und stecke mir die flache Hand in den Mund. Geht eine zeitlang gut, dann ist vorbei.

Man o man, wer hat dir denn dazu geraten bei Atemübungen die flache Hand in den Mund zu stecken? Wie kommst Du nur darauf das miteinander zu verknüpfen? Iwie habe ich den Eindruck Du brauchst das.

Ich hätte mir in deinem Interesse eher gewünscht das Du vernünftige Atemübungen vollziehst. Hast Du dich diesbezüglich auch mal mit deiner Therapetin unterhalten? Das könnt ihr auch in der gemeinsamen Stunde angehen. Und was man sich an falschen Dingen antrainiert hat, kann man sich auch wieder abtrainieren.

O7range4nbanum30x00


Ich wollte es simulieren, was mich erwartet. Dieses dicke Wachs im Mund und nebenbei muss ich durch die Nase atmen, ohne zu hyperventilieren. Ich wollte mir damit beweisen, dass es auch ohne Brechreiz geht. Es klappt nicht einmal eine Minute. Kindern wurde auch geraten, bei einem Abdruck entweder den Abdrucklöffel mit nach Hause zu nehmen oder einen Esslöffel in den Mund zu geben, damit sie sich an das Gefühl gewöhnen. Und nein, ich brauche das nicht, kann kaum noch Essen, bin schwach, Phobie eben.

Was würdest du mir raten, damit ich nicht vom Stuhl flüchte und ich das zu Hause üben kann. War wohl der falsche Weg. Möchte einfach mit dem Gefühl hingehen, dass es nicht so schlimm ist. Am Ende ist es auch wer weiß was.

- Nach der Narkose wurde meiner Begleitung mitgeteilt, es wird mit einer Art Pergamentpapier gemacht. Dies erzählte die Helferin

- Auf dem Zettel steht neben dem Termin "Bissnahme durch Bissschiene" was auch immer das bedeutet. Dachte, Bissschienen sind nur für diejenigen, die im Schlaf mit den Zähnen knirschen.

- Die Dame von der Rezeption rief mich an und meinte, es wird mit erwärmtem Wachs gemacht.

Drei unterschiedliche Techniken für den gleichen Tag. Wobei ich die 3. Art am realistischsten finde, da sie wohl Rücksprache mit der ZA genommen hat. Andererseits war die Helferin mit dem Papier bei der OP mit dabei. %:|

Wie gerne würde ich am Dienstag schreiben: Alles gut überstanden. Ich wünsche es mir so sehr.

Meine Psychiaterin kennt meine Oralphobie, die eigentlich von der Emetophobie kommt. Atemtechniken haben wir noch nicht ausprobiert, auf die Idee kam ich nicht und jetzt ist sie bis Anfang November im Urlaub.

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