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Zwangsgedanken! oder: Wenn dein Unterbewusstsein dich hasst!

O5rawc]ulxus


Danke für den Vorschlag... den kreativen Freiraum hatte ich noch gar nicht bedacht... mein Hausarzt ist letztens in Rente gegangen, ich bräuchte auch mal einen neuen... kann man nicht auch ins Krankenhaus damit?

O'raculxus


Ich bin jetzt beim Krankenhaus gewesen, da wurde mir gesagt, dass man eine Krankenkarte und eine Überweisung vom Hausarzt braucht. Und der nächste richtige Psychologe ist weit weg, was dumm ist, weil ich da nicht selber hinkomme.... meine Gedanken habe mich jetzt so weit, dass ich allmählich gar keinen Widerstand mehr leistrn kann. Meine Lebensziele sind weg, mein Kopf sagt mir, dass mein ganzes Leben eine Lüge war und ich nie etwas sinnvolles gemach habe... und deswegen natürlich immer noch nur Moslems und Ungläubige und sonst so ei hanebüchener Schwachsinn. Jetz sagt mir mein Kopf, wie schön doch diese zeit der zwangsgedanken war und das wirklich sinnvoll ist. Das ist der letzte Dreck.

Seit einer Woche das Bild eines dämliche Musikers im Kopf, der verbittert und ohne Selbstbewusstsein war und meinte, er mpsste zum islam konvertieren.... bin am ende

HEyperwion


Und der nächste richtige Psychologe ist weit weg, was dumm ist, weil ich da nicht selber hinkomme.

Was ist mit deinen Ellies? Können die dich nicht hinfahren? ":/

EAleonQor$a


Du kannst dich im Zweifelsfall auch an den sozialpsychiatrischen Dienst wenden; Die sind spezialisiert und können dir zwecks Beratung weiterhelfen.

Für mich liest sich was du schreibst ein bisschen wie Identitätskrise. Hast du es schonmal mit Stoppgedanken versucht?

OhracuZluxs


Ja, hat nur nicht lange geklappt. ... immer kommt es wieder .. ich bin jetzt plötzlich emotional abgestumpft.... Freude für nix mehr... Wir haben kein Auto ":/ aber wo gibt es diesen sozialpsyatrichen Dienst eigentlich? Ich übrigens euch allen, die mir netterweise geantwortet und geholfen haben!

E<leo7no[ra


Der sozialpsychiatrische Dienst ist telefonisch erreichbar. Du könntest deinenFall dort erstmal schildern und dich für weitere Schritte beraten lassen. Jede Stadt/Region hat eine eigene Anlaufstelle.

Telefonnummern und Kontakt findest du im Internet - ich helfe dir auch gerne den für deine Region zuständigen Dienst zu finden. Schreib mir bitte eine PN wenn du Hilfe dabei brauchst.

Hier schonmal eine kleine Hilfe: [[https://www.google.de/search?q=sozialpsychiatrischer+dienst&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b-ab&gfe_rd=cr&dcr=0&ei=1mcHWqbgArTBXsPjtfgM klick]]

C ar7ama;la3 3


Die eigene Identität hängt nicht vom Erzeuger und nicht von anderen Menschen ab. Sie können dir etwas Äußeres mitgeben und dir etwas beibringen, was sie selbst als richtig ansehen. Das, was du in deinen Verstand hinein gibst, wird nur dann zu einem Problem, wenn es an deinem inneren Lebensgefühl vorbeigeht. Mir scheint, dass du nicht mehr fähig bist, du selbst zu sein, weil du glaubst Anteile vom Islam und seinen Ideologin in dir zu tragen. Das ist mit Sicherheit nicht der Fall. Du könntest genauso gut Buddhist, Hinduist ect. sein, wenn die Eltern das gewesen wären. Besser ist es, sich selbst diese Dinge anzusehen und hineinzufühlen, ob davon etwas passt. Passt es nicht, dann kannst du ganz klar deinen eigenen Weg gehen und nur das in deinen Verstand hineingeben, was dein inneres Lebensgefühl unterstützt. Dein Unterbewusstsein macht gar nichts mit dir, sondern es sind deine eigenen Zweifel, die diese Gedanken erzeugen. Und Zweifel lassen einen fürchten, dass man etwas ist, was man gar nicht sein will. Sobald du anfängst, auf dich selbst zu hören, dann zählt nicht das, wo du hergekommen bist, es sei denn es hat dir wirklich geholfen, ein frei denkender und frei entscheidender Mensch zu sein.

Das, was du vor deiner Identitätskrise gewesen bist, dass bist du in Wahrheit, ein offener und lernen wollender Mensch. Alle Religionen und Traditionen haben im Laufe ihres Bestehens, sprichwörtlich Mist gebaut, auch wenn sie mal mehr mal weniger gut dastehen, je nach neu hinzugewonnener Lebenserfahrung. Da muss man sich nicht mit identifizieren. Du bist ein Mensch und kein Moslem und kein sonst was, wenn dein inneres Gefühl dagegen spricht. Menschen lernen immer dazu und reflektieren sich immer wieder neu.

Ich würde das als Chance fürs Leben sehen und lernen mir selbst näher zu kommen, so dass du deine Gedanken, deinen Gefühlen entsprechend frei wählen kannst.

s:eltexnda12


Hallo Oraculus,

ich werde nächsten Monat 44 Jahre alt und leide, mehr oder weniger, seit etwa 17 Jahren an einem Gedanken der mich in Angst und Schrecken versetzt. Es handelt sich dabei um einen aggressiven Zwangsgedanken einer Person gegenüber die ich über alles Liebe. Hin und wieder richtet sich dieser Gedanke auch "gegen" andere Menschen, in erster Linie richtet er sich aber gegen mein geistiges Wohl.

Das erste Mal ist mir dieser Müll in den Kopf geschossen, als ich psychisch durch den Unfalltod meiner Eltern am Boden zerstört war. Er kam in einer Situation in der ich kaum Kraft hatte mich zu wehren. Er war plötzlich da und hat mich in Aufruhr versetzt. Im Prinzip habe ich Angst, das mich der Gedanke zu einem Impuls treibt den ich nicht kontrollieren kann. Dabei bin ich mir sicher das ich nie etwas jemanden antun würde, ich bin zwar temperamentvoll, aber das äussert sich nicht als gewalttätige Form.

Ich bin damals zum Psychiater gegangen und habe auch darüber mit der betreffenden Person, gegen die sich dieser Gedanke richtet, gesprochen. Leider, aus heutiger Sicht, habe ich die Psychotherapie nach einiger Zeit abgebrochen, denn ich fühlte mich schon nach kurzer Zeit viel besser. Im laufe der 17 Jahre (Wahnsinn wie lange das schon her ist) hat sich dieser Gedanke abgeschwächt und war quasi kaum mehr vorhanden. Wenn er hin und wieder kam, hat er mich nicht mehr in Angst versetzt, ich konnte ihn als Blödsinn abtun, als alte überstandene Verletzung. So wie eine Narbe die manchmal juckt.

Leider habe ich in den letzten Jahren wohl alles dafür getan mich psychisch zu destabilisieren. Habe mich selbstständig gemacht und mit Schlafmangel und Unterernährung (gestörtes Essverhalten) einen beruflichen Stress auf mich genommen, den ich so bei anderen selten sehe. Als mir klar wurde das ich so nicht mehr weiter machen will und zurückgeschraubt habe, machte sich die über 10jährige Stresssitaution als psychische Labilität breit und der Gedanke kam wieder.

Was ich Dir gerne mitgeben würde und vielleicht kannst Du ja etwas von meinen Erfahrungen auch für Dich als sinnvoll annehmen.

Ich bin mein grösster Feind, niemand kann mehr von mir erwarten als das was ich von mir Erwarte. Mein Anspruch an mich und mein Umfeld bewegt sich in der Kategorie der Perfektion. Unerbittlich, gnadenlos und hart bin ich mein eigenes Standgericht. Das muss wohl auch der Grund sein warum ich diesen beschissenen Gedanken nicht einfach ziehen lassen kann, wo ich doch im Laufe des Lebens Millionen Gedanken einfach so habe ziehen lassen, aber an dem habe ich mich festgebissen, eben wohl weil ich ihn mir durch meine eigene Härte nicht verzeihen kann. Dabei kam er ungewollt aus dem Nichts.

In meiner Branche bin ich mit dieser Unnachgiebigkeit und Anspruch zu den Besten herangewachsen. Von Mitbewerbern werde ich wahlweise Zeremonienmeister oder Maestro genannt, oder mein Name wird mit dem Zusatz "der Große" bedacht. Finanziell läuft es blendend und man müsste meinen, das mich diese Einstellung nun zu meinem Ziel gebracht hat und jetzt müsste doch das einsetzen, was wir alle uns wünschen; nämlich Zufriedenheit. Ist aber nicht so....

Nichts ist so alt wie der Erfolg von gestern, alles was Du gestern perfekt gemacht hast, wirst Du morgen wieder unter Beweis stellen müssen. Dein hohes Niveau werden andere als Deinen Standard annehmen und sich fragen, wo denn dann Dein Limit sei und werden die Latte immer höher legen und Du wirst versuchen sie dennoch zu überspringen, egal was es Dich kostet. Und es wird Dich sehr viel kosten das bis zur Rente so aufrecht zu erhalten. Und man ist selbst Schuld, weil man seinen Eigenanspruch anderen anerzieht. Klarer; du erziehst anderen durch Deine Leistung an, was Sie von Dir erwarten können und je mehr Du gibst, umso mehr kann man ja offensichtlich erwarten. So steigert sich das dynamisch in Wechselwirkung bis du platt bist und auch noch selbst Schuld dafür.

Ich habe mich mal wieder nicht kurz fassen können und entschuldige mich dafür, möchte mit zwei Zitaten abschliessen die ich für plausibel halte, bei Der Umsetzung aber gescheitert bin.

"Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht der Gescheiterten" Oskar Wilde

"Der größte Feind eines guten Plans ist der Traum von einem perfekten" Clausewitz

Pass auf Dich auf und sei nicht zu hart zu Dir selbst. Beste Grüße

O1ra!culuxs


Hey, Vielen Dank für eure Antworten, aber es ist jetzt noch viel, viel schlimmer als je zuvor: Meine

Empathie ist vollkommen weg und mein Kopf sagt mir die ganze Zeit Sachen über Terroristen und

dass es sinnvoll ist ein Terrorist zu sein.... ich habe solch eine unfassbar schlimme Angst, dass ich

irgendwem etwas antun könnte, dass ich das irgendwann für logisch halten könnte, was mein Kopf

mir da einbläuen will, dass ich gar kein Stück Menschlichkeit mehr in mir haben werde. Terroristen ??? ?

Warum zur Hölle ??? ?? Die gesamte westliche Welt sei ja so schlecht und wenn da etwas ist, das mir

früher nicht gefallen hätte, kommt da irgendwas zum Thema "Ungläubige"!! Ungläubige seien ja

angeblich überall!!!! Ich könnte nur heulen, aber mein Kopf lässt es einfach nicht zu..... Ich hab mir ein

24-Stunden-Silent-Subliminal gemacht, wo den ganzen Tag die Frage "Warum ist das Christentum

meine einzige Religion?" läuft.... ich bete zu Gott, dass das irgendwas helfen wird, danach ist sofort

die Menschlichkeit dran.... Bin ich so ein schlechter Mensch, dass ich nur daran denken könnte, Menschen einfach umzubringen ??? ?? Dass Terroristen angeblich Helden sind ??? ???

Islamisten-Propaganda von innen ist einfach abartig. Ich bin Deutscher, ich bin Christ, ich will Physiker

werden, verdammt nochmal, ich will wieder ein Mensch sein! Ich will wieder Mitgefühl haben und

nicht nur an irgendwelche Wahnvorstellungen wie "Ungläubige" denken, die gar nicht zur Menschheit

dazugehören!!!!!!!! Aber mein innerer Widerstand ist so gering geworden, dass diese Gedanken

mittlerweile mein Leben unter Kontrolle haben.... Ich bin doch kein Terrorist und das Leben ist doch

mehr wert als es einfach für irgendwelche psychische Störungen umzubringen!!! Jesus!!! Ich will

meine Menschlichkeit zurück und meine alte Lebensfreude, wo ist das Leben hin.... Heute läuft das

erste Mal wieder Weihnachtsmann & Co. KG und ich würde es so gerne wieder schauen, ohne an

Terroristen zu denken und ohne dass mein Kopf mein Leben kaputtmacht....

OEracjulus


Was ist, wenn ich das irgendwann akzeptiere und dann irgendwelche Gewalttaten mache ??? ? Dann ist mein Leben komplett vorbei, weil mein Kopf mir das Leben zur Hölle machen wollte..... Jesus....... ist der sozialpsychiatrische Dienst nur kostenpflichtig oder auch kostenlos erreichbar?

OoracuEluxs


Ich bringe mich jetzt um.... ich habe mittlerweile Mitgefühl mit irgendwelchen Terroristen und solchem Dreckspack, Gewaltgedanken und sonst so eine unmenschliche Abart und meine Persönlichkeit ist von meinem Kopf ausgelöscht worden..... die Tatsache, dass sich das Wort "Ungläubige" in meinem Kopf befindet und mein Kopf jeden meiner Freunde und Familie so betitelt, zeigt mir, wie nutzlos unmenschlich ich bin.....Meine Meinung, meine Moral, alles, wofür ich stand, was ich geliebt hab, hat mein Kopf systematisch ausgelöscht (diese F*tze). Mein Kopf hat es geschafft, mein Leben ist kaputt. Und bevor ich auch nur irgendeinem menschen irgendetwas antue, beschütze ich sie vor mir und meinen ekelhaften Gedanken.... Danke für all eure Hilfe, ich war zu doof sie zu nutzen, bitte vergebt mir, ich habe schon jetzt ein schlechtes gewissen wegen meinen lieben Mitmenschen, die ich so sehr geliebt habe, aber es ist besser so,bevor ich ihnen irgendwas antun kann....

ClaraAmaulax 3


Ich denke, du brauchst dringend Hilfe. Alleine kannst du das nicht mehr sortieren.

Du benutzt die Angst und über diese hast du dich selbst umprogrammiert, sozusagen. Früher oder später merkt jeder einmal, dass das möglich ist und man kann lernen es zu verändern. Das, was jetzt ist, annehmen, zu wissen, man kann lernen es zu verändern, das kann schon helfen.

Du kannst lernen Gedanken zu beobachten und dir dann die herauspicken, die dir nützlich sind und die dir gut tun. Die negativen Gedanken kommen dann von alleine, wenn man glaubt, sie haben etwas mit einem zu tun. Deshalb noch einmal, du bist ein Mensch und keiner der irgendeine schädliche Religionsseite braucht. Es ist wichtig, sich den eigenen Ängsten zu stellen und sie selbst zu durchdenken. Aber wie gesagt, ich glaube, du schaffst das im Moment nicht alleine. Hast du denn niemanden mit dem du darüber sprechen kannst?

Auch die Islamisten handeln aus Angst. Denn wer bewusst Gewalt braucht, der will nur eines, seine eigene Angst, übertünchen und loswerden. Und wenn es nur die Angst ist, dass man nicht ins Paradies kommt, weil man einer falschen Religion angehört. Hinter jeder Angst liegt aber auch die Antwort, die alles ins rechte Licht rücken kann.

Frage dich doch einmal was du jetzt bräuchtest, dass es dir besser geht. Die Antwort, die dann auftaucht, diese würde ich weiterverfolgen.

Und wenn du weiter Suizidgedanken hast, dann geh ins Krankenhaus mit einer Person, der du dich anvertrauen kannst und lass dir helfen.

aOnnychenx2


Oraculus, du brauchst überhaupt keine Angst zu haben, dass du das in die Tat umsetzt. Das sind total typische Zwangsgedanken. Wenn du wirklich ein Terrorist wärst, würdest du nicht daran zweifeln und dir nicht den Kopf darüber zerbrechen. Das ist ein ganz typisches Muster, andere haben Angst, pädophil zu sein, den Partner anzugreifen o.ä.

Sicherlich solltest du dich bald in Behandlung begeben, damit es dir wieder besser geht, aber glaub mir, du bist absolut keine Gefhar für irgendjemanden. Ich habe schon sehr lange ZG und hatte auch Angst, etwas Schlimmes zu tun, aber ich habe in der Therapie und durch Bücher gelernt, dass man diese Gedanken niemals umsetzt. Also beruhig dich. Man kann deine Probleme ziemlich gut in den Griff bekommen. Kannst du deine Mutter um Hilfe bitten, zu einem Psychologen zu kommen? Vielleicht auch zu einem Psychiater, der dir etwas verschreibt, was die Angst dämpft. Atme mal ruhig durch. Du bist ein guter Mensch und leidest nur an einer Störung, aber du bist nicht gefährlich.

aUnnc%hen{2


Bei mir war es übrigens sehr schlimm und es ist jetzt sehr viel besser. Nicht weg, aber ich kann gut damit leben, ganz normal arbeiten, mich um die Kinder kümmern, Freunde treffen und bin wieder fröhlich. Ich habe eine lange Therapie und zwei Krankenhausaufenthalte hinter mir, aber jetzt geht es mir wieder gut. Es ist behandelbar. Du nimmst die Gedanken und die Angst, die sie dir machen, viel zu ernst. Ich empfehle dir "Zwanghaft" von David Adams und "Der Kobold im Kopf" von Le Baer. Das kann dir helfen, die Mechanismen zu verstehen. Du bist in der Pubertät, da ist es eh normal, mal depressive Phasen zu haben. Du brauchst jemanden, der deine Gedanken richtig einordnen kann, einen Fachmann. Es betshet aber in der Realität keine Gefahr für irgendjemanden, bitte mach dir das klar.

E1leoLnorxa


@ Orakulus

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