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Ich wache ständig Nachts in Panik auf

dqe.tmo hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe ein Problem, welches ich bis vor kurzem eher als Spaßig abgetan habe, inzwischen aber macht es mir dann doch ein wenig Sorgen...

Das geht schon seit einigen Monaten so, dass ich fast jede Nacht irgendwann aufwache und mir irgendeine Gefahr einbilde. Mal ist es, dass etwas auf mein Bett stürzt (Flugzeug, Meteor, einfach die Zimmerdecke), mal das etwas auf mich zukommt (Ein Zug, ein Auto, irgendein gefährliches alienähnliches Lebewesen). Jedesmal springe ich in Panik aus dem Bett oder wälze mich auf dem Boden um dieser Gefahr ausweichen zu können. Erst wenn ich den Lichtschalter im Schlafzimmer anschalte merke ich, dass dies nur ein Traum bzw. eine Einbildung war...

Oder auch in der letzten Nacht... Ich wache auf und fange an mein Nachttisch zu treten weil sich dort in meiner Einbildung gerade ein spinnenähnliches Ding eingenistet hat (Eine art Alien). Ich trete also mehrmals mein Nachttisch, springe auf, renne zum Lichtschalter und mache Licht. Erst dann realisieret ich dass dies unmöglich so sein kann...

Es ist jedes mal so, erst wenn ich dass Licht anschalte bemerke ich dass dies falsch ist, nur eine Einbildung. Mein Herz rast, ich bin manchmal Schweißgebadet aber gleichzeitig bekomme ich total gute Laune, lache über mich selbst wegen der Einbildung und finde es sogar Lustig. Danach kann ich dann zufrieden bis zum Morgen durchschlafen...

Also, die Panik ist da, gleichzeitig aber auch die Erleichterung, von daher habe ich es bis jetzt eher als Lustig abgetan, doch von irgendwo her muss das doch kommen bzw. einen Grund haben? Normal ist das ja wohl nicht ":/

MfG

Antworten
JPulTiaT


Schaust Du viele Horrorfilme?

PPlüs0ch~bieSst


[[http://www.onmeda.de/kind/nachtschreck_bei_kindern-nachtschreck-bei-erwachsenen-20539-5.html]]

Das könnte sich bei dir um Pavor Nocturnus, Nachtschreck handeln.

Dazu gabe es hier in diesem Forum schon mehrere Fäden.

CRomrYaxn


Ich hatte auch öfter so Phasen. Eine herabfallende Decke, ein Auto, was mich rammt, oder Spinnen an der Decke.

Die Spinnen kamen tatsächlich wiederholt. Ich war sogar bei Bewusstsein, habe diese Spinnen überall an der Decke gesehen und bei mir gedacht: "Na toll, geht das schon wieder los.". Sie waren real, obwohl ich wusste, dass sie nicht da sind. Ich glaube, dass gerade die Angst davor die Erwartungshaltung triggert, dass so etwas wiederkommt. Also kommt es auch wieder. Bei mir war mit den Spinnen dann endgültig Essig, als ich einfach gleichgültig blieb.

Die Autos, die mich umfahren, wiederholten sich nie. Das kam immer nur sporadisch für eine Nacht, dann mal monatelang gar nichts. Ich bin aber einmal aus dem Bett gesprungen ;-D .

Ldomaxx


Nimmst du Psychopharmaka? Antidepressiva?

Ich hatte mir eingebildet, einen Igel im Schlafzimmer zu haben.

L4uciT32


Sowas ist meistens Stress bedingt.

Daher wären Entspannungsübungen vor das ins Bettgehen sinnvoll. Da muss du ansetzen.

Anleitungen findest du auf YouTube.

An sonsten, überlege wo die Stressquelle sein könnte und versuche sie zu reduzieren.

dWetmxo


Hallo und Sorry dass ich erst jetzt auf die Beiträge antworte...

Also es war nun ne Woche lang weg, dann kam es vorgestern Nacht wieder. Ich habe auch das Gefühl das es immer intensiver wird. Zuletzt trat ich ja mein Nachtschränkchen in der Überzeugung dort würde ein Vieh sitzen... Vorgestern Nacht dann schreckte ich auf und habe mich selbst sarkastisch beglückwünscht weil ich irgendetwas versäumt habe (ich weiss nicht mehr was) und deswegen ganz viele kleine insektenähnliche Kügelchen jetzt über mich und mein Schlafzimmer herfallen. Entsprechend aufgesprungen, mich selbst angemeckert und aus dem Zimmer geflohen. Erst als ich im Badezimmer war startete mein logisches Denken und mir wurde klar dass dies nur wieder ein "Traum" war. Trotzdem brauchte ich diesmal einige Minuten bis ich mich zurück ins Schlafzimmer traute... Ich wusste dass dort nichts ist aber Adrenalin bedingt musste ich erst einmal runter kommen und meine Angst überwinden... Anfangs war es halt witzig irgendwie, inzwischen aber wird es echt belastend :-/

Zum Link bezüglich "Nachtschreck": Dazu werde ich mich mal genauer Schlau machen, vielen Dank!

MfG

d]etmo


Ach und vergessen:

Nein ich nehem keine Psychopharmaka oder Antidepressiva. Ich muss täglich Omeprazol nehmen (1x 20mg) für mein Magenleiden (Reflux), ansonsten trinke ich nicht (nur Kaffee :-p ) und bin Raucher. Das wars....

MMrsMrRs


hallo zusammen,

es gibt noch andere Threads mit dem Thema..bin jetzt zufällig hier gelandet.

Nachtschreck bei Erwachsenen - pavor nocturnus - es gibt sicherlich viele verschiedene Varianten -

Ich kenne das Thema seit meiner Kindheit und im Laufe meiner jetzt über 50 Jahren Lebenszeit sind die Symptome in ihrer Intensität und Häufigkeit immer abzuleiten mit Hirn-Streß-Themen im Alltag ... überfordert..

Für all die jungen Leser hier kann ich nur aus meiner Erfahrung sprechen und für den Fall, dass der ein oder andere Leser Parallelen entdecken sollte:

Die Diagnose Hochsensibilität - also die geringere Filterfähigkeit von Eindrücken im Alltag und damit höherem Streß aufs Hirn im Alltag ausgesetzt und das täglich - viel unbewusst - erklärte mir eines Tages sehr logisch, warum ich in Streßzeiten in der Nacht entsprechend solche Reaktionen habe.

Das war mein erstes Aha-Erlebnis - umdenken und Veränderungen im Umfeld vorgenommen...

Die schlimmste Phase in meinem Leben hatte ich nach einer Krebsdiagnose und den damit natürlich verbundenen Ängsten vor der Zukunft die in fast nächtlichen extremen Panik-Attacken endete..

daran erinnernd denke ich immer, eigentlich bin ich schon hundert Mal gestorben....

Gerettet hat mich letztendlich erstmal die Beschäftigung mit dem Thema Hirn - wie es funktioniert und wie vor allem Streß im Alltag und VOR ALLEM Gedankengewohnheiten - Einfluss auf das komplette Nervensystem dauerhaft haben können.

Ich habe für mich das Thema Meditation -in vor allem täglicher, regelmässiger Dosis und vor allem geführt - als das Tool entdeckt und dieser Nachtschreck besucht mich wenn überhaupt nur noch in sehr sehr seltenen Fällen - ganz abgesehen von vielen anderen sehr positiven Aspekten im Alltag und einer veränderten viel streßfreieren Wahrnehmung von allem um mich herum (ich nenne es gerne meine ganz persönliche im positiven Sinne Gehirnwäsche :-) , die ich da vollzogen habe und die mir mittlerweile den ruhigen und erholsamen Schlaf ermöglicht, den ich heute habe.

Falls Du Parallelen entdeckst und es Dich interessiert, schreib mir gerne eine Pn wenn Du hierzu Empfehlungen möchtest...

GUTEN SCHLAF :-))

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