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Wie allein glücklich?

l\onLesoSmeoUn]e hat die Diskussion gestartet


Hallo med1-Forum!

Ich lese hier seit einiger Zeit anonym mit. Mich beschäftigt seit einer ganzen Weile eine Frage. Kann man ohne soziale Teilhabe in der Gesellschaft und völlig vereinsamt überhaupt glücklich werden? Gibt es da einen Weg?

Antworten
Idna00N3


Na ja, dass es Menschen gibt, die sehr gerne allein sind und die Zeit mit sich selbst auch total genießen können, glaub ich auf jeden Fall ;-)

Einsam in dem Sinn ist aber nicht mehr im normalen und im gesunden Rahmen, denke ich. Es wurde ja schließlich nicht umsonst nachgewiesen, dass der Mensch ein soziales Wesen ist. :)^

Vereinzelt mag es Leute geben, die komplett ohne andere Menschen glücklich vor sich hinleben, der Großteil der Menschheit könnte es aber nicht

f|allen_anxgel_73


klar, das geht gut.

Ich bin einer der wenigen Menschen, die nur alleine glücklich sind!

Das mag andere irritieren, ist aber die Wahrheit.

Menschen bringen mich nur durcheinander, bringen Konfusion ins System. ":/

Ich denke, es gibt eben Eremiten, es gab sie schon immer.

Ich werde immer leicht aggressiv, wenn Leute mir einreden, dass der Mensch ein "soziales Wesen" ist, das Anbindung braucht, um *wasauschimmer* sich "weiterzuentwickeln", voneinander zu lernen, oder so...

ich hab das noch nicht kapiert. Scheinbar.

Aber die meisten sind eben nicht gerne chronisch nur mit sich selbst zusammen.

Das will ich auch tolerieren. {:(

Gebe mir Mühe dabei....

Liebste Grüße! :)*

MAexixcan


Naja, lieber Fragesteller, das hängt ja von jedem einzelnen ab. Also wenn Du so glücklich bist, ist das wohl so in Ordnung. Ich kenne auch Menschen, die es vorziehen allein zu sein, die auch physische Nähe nicht so mögen.

Jx_B


Aufgezwungene Einsamkeit resultiert wohl für die meisten in Unzufriedenheit. Da kann man dann auch nicht viel dran ändern, sondern muss es einfach ertragen.

ldonegsomeFonxe


Danke für die Antworten an euch.

Ja genau, es geht darum dass man in seinem Leben schon immer ohne soziale Kontakte unglücklich alleingelassen ist. Das Leben um einen herum blüht, man selbst von allem ausgeschlossen ist. Also um unfreiwille Vereinsamung die das Leben unglücklich und sinnlos erscheinen lässt. Wenn man das ertragen muss und nicht viel daran ändern kann, wieviel/wiewenig bzw. bis zu welchem Grad kann man daran was ändern? Was ist möglich?

J?_B


Man kann eigentlich nur versuchen sich abzulenken. Viel schlafen, Dinge tun, bei denen keine Gedanken an andere Menschen aufkommen. Und wenn solche Gedanken doch einmal dominieren, dann muss man sie eben aushalten.

Mehr kann man da nicht machen. Eventuell noch Psychopharmaka, die einen abstumpfen lassen.

VGerschw@-prakt%ikexr


lonesomeone 17.10.17 21:28

Kann man ohne soziale Teilhabe in der Gesellschaft und völlig vereinsamt überhaupt glücklich werden? Gibt es da einen Weg?

Definiere "glücklich".

Ein Zustand ohne Wünsche kann wohl erreicht werden durch Meditation. Da diese aber vermutlich ohne menschliche Anleitung nicht erlernbar ist, ist auch dieser Weg verschlossen.

In einer sehr einsamen Zeit hat es mir geholfen, einen Hund aufzunehmen.

NQord<i84


Also um unfreiwille Vereinsamung

Da stehst ja eigentlich schon, wenn so ein "Schicksal" unfreiwillig ist dann wird man damit einfach nicht glücklich, dafür müsste so ein Leben bewusst und freiwillig gewählt sein.

In dem Fall bleibt einem eigentlich nur übrig das man sich bemüht was an seiner Situation zu verändern.

l:onesoxmeone


Mit Schlafen klappt nicht so. Ich hab seit Jahren Schlafstörung. Ablenken funktioniert auch nicht mehr so. Iwie habe ich zu nichts mehr Lust. Nichts interessiert mich mehr. Ständig frage ich mich warum ich dies oder das jetzt noch machen sollte. Alles erscheint sinnlos und so. Ich zwinge mich aber so gut es geht. Buch lesen klappt auch nur noch bestenfalls zwei-drei Seiten am Stück.

Und neja ich habe die ganze Zeit mich bemüht an meiner Situation was zu ändern. Das hat sich dadurch eher noch verschlimmert. Die mir noch verbleibenden Möglichkeiten weichen mitlerweile sehr stark von dem ab was ich möchte. Genauer gesagt sind die das genau Gegenteil von dem was ich wollen würde. Da bleibt nunmal kein Spielraum mehr was zu verbessern an der Lage. Ich kenn jedenfalls keine mehr. Darum stell ich ja die Frage, ob es eine Möglichkeit gibt ohne soziales Umfeld überhaupt ein wenigstens ansatzweise lebbares Leben zu haben.

Dann erweitere ich meine Eingangsfrage, um:

An wen oder wohin könnte man sich anonym wenden der einem da Wege aufzeigen kann? Gibt es Beratungsstellen oder sowas?

Nur vorab Psychotherapeuten sind keine Option. Da habe ich schon viele durch und über Jahre hinweg keine Erfolge gehabt und die Therapien verliefen auch nicht so wie sie sollten.

Vielen Dank

N<ordiA84


Liefen die Therapien bloß nicht wie du wolltest ? Denn ganz ehrlich, es führt kein Weg drum herum wenn du aus der Situation raus willst.

Ich denke aber du bist da viel zu festgefahren, willst dich zu wenig bewegen und zu wenig ändern als das dir da jemand externes helfen könnte. Es muss erstmal der Wille und Antrieb aus dir selbst heraus kommen, dann machen externe Helfer Sinn.

l8onesCombeone


Ich meinte damit die liefen alle nicht so wie eine normale Therapie verlaufen sollten. Normalerweise kann man offen und ehrlich Sorgen und Probleme ansprechen beim Theapeuten und angehen. Mit einer Therapeutin kam ich garnicht zurecht und bei den anderen war die Scham und Angst eben zu groß um das zu können. Ich hatte mich bemüht das Grundproblem wenigsten zu umschreiben. Aber ich kam therapeutisch nicht weiter weshalb Therapien überwiegend von Therapeuten und zwei von mir abgebrochen wurden. Da ist wie so eine Blockade im Kopf. Blöd zu beschreiben. Denk da immer sowas wie das kannst du jetzt nicht sagen, die lacht dich aus oder denkt nur schlimmes von dir oder auch oft sowas wie da hast du kein recht drauf darum zu bitten. War da immer wie gelähmt. Keine Ahnung warum das so ist, aber das ist schon immer so. Das ist eben auch so ein Problem das mir Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit fehlt. Ich bin eben sehr schüchtern und ängstlich Menschen gegen über.

Antrieb und Wille ist ja da. Sonst hätte ich nicht 9 Jahre lang Psychotherapeuten aufgesucht und weil das nix brachte dann im Alleingang Eingriffe machen lassen, weil ich hoffte es löse das Problem. Das ging paar Jahre gut und seit einigen Jahren geht das schleichend bergab. Wie ich sagte hat sich die Lage verschlimmert. Das sagt ja schon wie verzeifelt man sein muss und wie sehr man was ändern will. Allein weiß ich einfach keinen Rat mehr darum frage ich ja.

P#lüsbchbinesxt


im Alleingang Eingriffe machen lassen, weil ich hoffte es löse das Problem

Schönheitsoperationen? ??? ":/

Bist du einer von den "armen Teufeln" die hier im Forum des öfteren mal auftauchen und meinen ihr Äußeres sei Schuld, dass es mit den sozialen Kontakten nicht klappt?

P,l7üschObiexst


Machst du beruflich etwas? Da ist ja immer eine Chance auf soziale Kontakte gegeben.

lboneesoUme8one


Es liegt schon bis zum gewissen Grad am Aussehen. Das Hauptproblem war aber immer die Unfähigkeit auf Menschen zu gehen zu können und sich auf die einzulassen. Es wirkt nach außen eben als wäre man arrogant, eingebildet, hochnäßig und als hielte man sich für was besseres wenn man kommentarlos aus Angst und Unsicherheit das Weite sucht. Das ist eben der Mangel an Selbstwert, Selbstbewusstsein und eben die Angst vor Ablehnung und Verletzung. Das ist das Kernproblem gewesen. Bekam ich nicht gelöst.

Beruflich bin ich momentan nicht tätig. Aber als ich noch einen Job hatte war auch nichts mit sozialen Kontakten. Also Pausengespräche oder so gab es keine. Und recht zeitig fingen einige Kollegen auch mit komischen Bemerkungen an. Angeblich würde ich mich lieber mit meinem Kalanchoe in meinem Büro unterhalten als mit denen. Da war auch nichts wirklich mit Kontakten.

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