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Lebenskrise

d$anny<1992 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin neu hier im Forum und nicht sicher, ob dieser Thread der richtige für dieses Thema ist.

Folgende Situation:

Eine gute Freundin von mir (17 Jahre) macht zurzeit eine Ausbildung und lebt noch bei ihren Eltern. Seit ein paar Monaten

beobachte ich, wie ihr Verhalten sich negativ verändert hat. Vor ein paar Wochen gestand sie mir ihre Selbstmordabsichten und das doch alles keinen Sinn mehr für sie hätte. Ich redete ihr das natürlich immer aus, mache mir seitdem jedoch große Sorgen.

Sie ist oft bei mir zu Zeiten an denen sie eigentlich in der Berufsschule sein müsste. Heute war es dann ganz schlimm, als sie mir von der Schule aus schrieb, dass sie nicht mehr will. Ich bin sofort zur Schule gefahren und habe sie mit zu mir genommen. ich weiß, dass sie sich ohnehin für heute abgemeldet hätte und so ist sie wenigstens nicht alleine. Auf dem Weg nach Hause ist sie im Auto in Tränen ausgebrochen mit den Worten "fahr mich bitte nicht nach Hause" und ihr stand die Panik ins Gesicht geschrieben. Ich habe schon länger den Verdacht, dass es etwas mit ihren Eltern zu tun hat. Das hat sich dann leider auch bewahrheitet und sie schilderte mir die familiäre Situation. Ihr Vater sei in der Vergangenheit des öfteren Gewalttätig gewesen und übt permanent eine art physische Gewalt auf sie aus. Die Mutter scheint mit der Situation überfordert zu sein, und bereits resigniert zu haben. Sie würde sich lieber umbringen als weiter bei ihren Eltern zu sein. Sie hat mir gegenüber ihre Absichten auch sehr genau konkretisiert. Am liebsten hätte ich sie direkt ins Krankenhaus gefahren und dort alles weitere veranlasst. Dagegen hat sie sich jedoch strikt geweigert. Ich habe sie noch nie so erlebt wie heute, das war ein totaler Nervenzusammenbruch. Ihr konnte sie dann vorhin jedoch überreden sich helfen zu lassen, und eventuell eine Beratungsstelle für solche Krisen mit mir zusammen aufzusuchen. Sie möchte unter allen Umständen raus aus der Situation. Sie hat mir auch gesagt, dass sie Angst vor ihrem Vater hätte wenn er herausfinden würde, dass sie sich Hilfe sucht. Teilweise wurde sie auch schon eingesperrt. Da ist für mich dann eine Grenze überschritten, an dem man eigentlich sogar die Polizei einschalten müsste.

Nun bin ich mit der Situation auch ein wenig überfordert, aber sie hat sonst niemanden der sie unterstützen könnte.

Was würdet ihr uns nun als erstes raten? Welche Stellen sind dafür zuständig die man kontaktieren könnte?

Grüße

Antworten
N/ord2i8x4


Rein aus sachlicher Sicht Polizei und Jugendamt, ggf. auch direkt mal zum Hausarzt um ne Überweisung in ne entsprechende Klinik vorzubereiten. Da führt in meinen Augen garkein Weg drum rum, sie muss erstmal aus der Situation raus und da könnte eine Klinik für die ersten Wochen eine gute Station sein. In der Zeit sollte man halt schauen das sie in nem betreuten Wohnen o.ä. unterkommt bis sie 18 ist.

m%ond+soterxne


Da sie noch minderjährig ist, würde ich sagen, zunächst einmal sind ihre Erziehungsberechtigten für sie zuständig.

K{o5ng3o-Ottxo


Da sie noch minderjährig ist, würde ich sagen, zunächst einmal sind ihre Erziehungsberechtigten für sie zuständig.

Die scheinen in diesem Fall ja leider das Problem zu sein.

Wer ist denn jetzt der korrekte Ansprechpartner, der ggf. auch eine Schutzfunktion übernehmen kann? Bei der Polizei würde Aussage gegen Aussage stehen, beim Jugendamt wohl auch. Wenn danny1992 sie jetzt bei sich aufnimmt, macht er sich im schlimmsten Fall wegen Entführung strafbar (sie ist ja noch minderjährig).

Weiß jemand, wer da der korrekte Ansprechpartner ist und die Freundin ggf. auch vor dem Zugriff der Eltern schützen kann?

mAond+ sterEne


Nun bin ich mit der Situation auch ein wenig überfordert, aber sie hat sonst niemanden der sie unterstützen könnte.

Was würdet ihr uns nun als erstes raten? Welche Stellen sind dafür zuständig die man kontaktieren könnte?

Ich würde zunächst einmal von meiner eigenen Überforderung ausgehen.

Im Idealfall könnte ich ihr sagen, dass es so ist, dass es mich "ein wenig" überfordert.

Nur ehrlich gesagt würde mir das vermutlich sehr schwer fallen. Zum einen, weil es ein Eingeständnis von Schwäche ist. Außerdem würde sie sich dann vermutlich alleingelassen fühlen, was es noch schlimmer machen könnte.

Wie gefällt Dir dieser Ansatz? Zu idealistisch?

gLoinxg


te, toll, dass du deiner freundin hilfst

vielleicht wendet ihr euch an die caritas. da gibt es auch eine online beratung:

[[https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/u25/suizidpraevention]]

ansonsten google mal nach suizid & beratung. da findest du mehrere anlaufstellen. vielleicht können die dir auch anlaufstellen in deiner nähe nennen. dann gibt es natürlich die telefonseelsorge. die helfen auch weiter.

s_e7nsi`bEelmaxnn99


Ihr Vater sei in der Vergangenheit des öfteren Gewalttätig gewesen und übt permanent eine art physische Gewalt

Heißt: Der Vater ist kriminell und gehört dafür zur Verantwortung gezogen und deine Freundin muss vor ihrem Vater geschützt werden. Eine Aufgabe für Polizei, Justiz und Jugendamt. Jugendliche, die unter häuslicher Gewalt leben mussten können betreutes Wohnen, geschützt vor dem Verbrecher, beanspruchen.

EHhemalig:er Nutzetr (#5865"9x2)


Erst mal ein großes Lob an dich daß du für deine Bekannte da warst als sie so dringend jemand gebraucht hat .

Ich denke da sie noch minderjährig ist sollte ihr erster Weg zum Jugendamt sein denn nach Hause sollte sie auf keinen Fall mehr zurück müssen nicht dass sie sich zuletzt doch noch etwas antut

Hoffentlich reagiert das Jugendamt richtig und schickt sie nicht mehr zurück wer weiß schon was ihr dort nach dem Ganzen passieren könnte.

Schön dass es noch Menschen wie dich gibt die nicht einfach weg sehen .

Ich hoffe dem Mädchen kann geholfen werden und sie kann ihre schlimmen Erlebnisse irgendwann verarbeiten .

Alles Gute wünsche ich ihr ! :)*

d7acnny1x992


Danke für die Antworten an alle! :)^

In der Nähe gibt es tatsächlich eine Caritas Einrichtung die wir morgen zusammen aufsuchen werden.

Dort wird man hoffentlich alles nötige veranlassen.

Gruß

kzlein%er_draVchensxtern


Nachdem deine Freundin ja schon bald volljährig ist, wäre es wahrscheinlich das Beste, dass sie erst einmal in ein betreutes Wohnen geht.

Da ist die Caritas schon mal kein schlechter Anlaufpunkt, die können euch auf jeden Fall weiter vermitteln.

Und Hut ab, dass du sie so unterstützt! :)^

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