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Wie die Zeit bis zur Klinik überbrücken? Wer hilft mir danach?

AYngel5icCupcaxke hat die Diskussion gestartet


(Urspr. Titel: "Was tun bis Klinik? Was danach?")


Aloha :3

Wie ich hier schon öfter beschrieben habe leide ich an psychosomatischer Übelkeit, Schwindel, Panikattacken, Angstzuständen, Borderline, PTBS und wie die Ärzte das nicht noch alles betieteln wollen.

Habe mich jetzt endlich aufgerafft in eine Klinik zu gehen. Aber das dauert ja noch (laut eines Telefonats letzten Mittwoch) 3 Wochen ugf. Ich weiß aber nicht, was ich bis dahin noch mit mir anfangen soll. Mein Leben ist so ein auf und ab. Mal habe ich Tage da ist alles okay, ich kann lachen und mich über mein Leben freuen. Andere Tage sind so das mir den ganzen Tag kotzübel ist. Dann gibt es wieder Tage, da bin ich unglaublich unrhig, bekomme dann Angst, werde wahnsinnig hibbelig und habe das Gefühl ab und an dass ich richtig aggressiv werde, schreien möchte oder auf gut deutsch die Wohnung kurz und klein schlagen möchte um den Druck zu lösen.

Früher habe ich mich dann immer ziemlich stark geritzt, was ich seit 2 Jahren (seit dem ich meinen Freund habe) abgelegt habe - keine Option also.

Was könntet ihr mir also empfehlen diese Zeit zu überbrücken und mit mir selbst klar zu kommen?

Würde ja gerne Sport machen, aber die Übelkeit in Kombi mit der Angst lässt mich einfach nicht, deshalb müssen Spaziergänge reichen. Hab auch einfach nicht die Kondition bzw. Ausdauer z.B. joggen zu gehen. Dafür sind Momentan 40 KG zuviel auf meinen Rippen. Haben uns in einem Fitnessstudio angemeldet... das hat auch so viel spaß gemacht (hatte 15 Kilo abgenommen) und dann kam die Übelkeit - plötzlich. Am 15- Juni dieses jahres.

Was danach?

Ich meine, dass ich einen Therapeuthen brauche habe ich mitlerweile auch eingesehen. ABER.... die haben ja alle eine Wartezeit von 7-12 Monaten und dann ist es nicht der/die Richtige? urgh....

Wie macht ihr das bzw. habt das gemacht?

lg. Dina

Antworten
PAlüsNchbixest


Nimmst du Medikamente ein?

ich habe mit Nux Vomica gute Erfahrungen gemacht, um die Übelkeit zu bekämpfen.

Frag doch einfach mal deinen Arzt, was er davon hält.

Lies doch mal hier oben im Forum den Thread bezüglich Skills.

Da findest du sicher gute Anregungen was du machen kannst, wenn der Druck zu stark wird.

BoenitxaB.


Wie hast Du denn bislang den Tag verbracht? So könntest Du es doch 3 Wochen weitermachen.

Und geh raus, wenn Jogging nicht geht, geht aber Walking. In einer Klinik wirst Du das auch machen müssen, allein schon deshalb, weil Bewegung im Gehirn positive Veränderungen macht. Das ist wissenschaftlich erwiesen.

Nux vomica hilft schon bei Übelkeit, aber eher, wenn man sich überessen hat.

Anarcardium hat die Leitsymptome gereizt, unbeherrscht, aber auch ängstlich depressiv, sorgenvoll, unentschlossen

Oder Hyoscyamus, Leitsymptome Übererregtheit,, psychische Ereignisse, Folgen von Emotionen

Gegen Schwindel hilft Vertigoheel, der kann ja auch Übelkeit machen.

Abnge2licCu+pcakxe


Ob ich Medikamente nehme?

Das würde ich eher mit nein beantworten. Am anfang der Übelkeit hab ich MCP ausprobiert. Dann Iberogast und Vomex. MCP hat mir nicht geholfen, Vomex hat ziemliche Nebenwirkungen ausgelöst auch wenn es teilweise geholfen hat. Iberogast nehme ich zwischen durch immer noch so ne halbe Stunde ca. vor'm Essen wenn es Mal wieder schlimm ist.

Antidepressiva ebenfalls nicht. Bin ja noch nicht in psychischer Behandlung und ich weigere mich einfach zu einem Doktor zu gehen der mich 10 Minuten kennt und mir dann Medikament XY verschreibt, das ging bei mir schon Mal ziemlich nach hinten los, dass es mir noch schlechter ging, ich sensibler war, Suizidale Gedanken hatte die vorher kaum da waren. Opipramol zum beispiel hat mich meist eher traurig gemacht und noch depressiver.

Ich will jetzt auch nicht einfach irgendwas ausprobien an Mittelchen, selbst wenn sie nur pflanzlich sind, weil ich mich damit einfach nicht gut genug auskenne. Da würde ich dann mit den Leuten in der Klinik drüber schreiben.

Wie die Tage bisher verbracht?

Na ja, wenn es ging bin ich raus gegangen, aber immer mit meinem Freund zusammen sobald er zuhause war. Das kommt ja immer Abends bei mir und im dunkeln allein raus? Neee...lieber nicht. Allgemein habe ich angst alleine raus zu gehen.

Es gab aber schon Abende, da hat eben das auch nicht geholfen bzw. nur leicht. Zum Glück habe ich keine Probleme mit dem einschlafen, außer eben die Übelkeit ist zu stark.

Habs auch mit progessiver Muskelentspannung & Autogenem Training über Youtube versucht. Wenn es nicht so schlimm war, war ich danach entspannter und ziemlich gut drauf, was aber eher selten der Fall war. Ansonsten hatte ich das Gefühl in der Zeit noch nervöser zu werden, mich nicht auf das gesprochenen einlassen zu könne. Selbst das Augen schließen ging nicht gut. Dann kommen Gedanken und Bilder.

Die Skills schaue ich mir Mal genauer an. Dachte bisher das wäre nur dafür da, wenn man sich ritzt. Durfte da schon welche kennen lernen bei einem Missglückten Klinikaufenthalt vor 8 Jahren. Die Pfleger waren damals aber so super, dass sie mir wenigstens davon ein wenig was mit gegeben haben.

Ich habe nur einfach das Gefühl, dass ich da alleine nicht mehr raus komme. Mich nicht motivieren kann und mich ständig einsam fühle. Ich meine mein Freund ist immer für mich da, ich kann ihm alles erzählen, selbst die ekelhaftesten Gedanken die ich habe aber dann kommt der Moment wo ich ihn nicht an mich ran lassen kann (?).

Tut mir leid, dass ich ein wenig rumnökel, aber es hilft schon ein wenig es einfach rauszulassen und auch Mal ein wenig selbstmitleidig zu sein.

PJlüsxchbiesxt


Es ist bei Antidepressiva normal, dass sich Anfangs die Symptome verschlechtern.

Wenn es nach spätestens 4 Wochen nicht besser wird, sollte man über etwas anderes nachdenken.

AKn.geYlicCJupcxake


Das ist ja toll wenn das bei allen Antidepressiva so ist. Kann mir nicht Vorstellen, dass das so sein soll (muss). Wenn ich mir vorstelle eine wirklich suizid gefährdete Person die tut sich doch direkt was an. Macht mein Gefühl für diese Medikamente nur noch besser.... na ja zum Glück haben die in der Klinik gesagt das nicht jeder Medis braucht %-|

Wie siehts denn mit Therapeuthen aus?

Hat da noch jemand Erfahrungsberichte?

Lriexn


Da die antriebssteigernde Wirkung vor der stimmungsaufhellenden Wirkung auftritt ist die Suizidgefahr zu Beginn der Therapie meistens stark erhöht.

Das bezieht sich nur auf antriebssteigernde AD, die man Früh einnimmt.

Die ersten 2 Wochen (mindestens) ist es oft normal, dass die Nebenwirkungen massiv sind.

Das bezieht sich auf jegliche ADs.

Bei beruhigenden ADs, die man Abends nimmt, ist es normal am Anfang sehr müde zu sein.

A_ng\e_lic*Cupc%axke


Okay, dann weiß ich ja, was auf mich zu kommt. Dann ist es ja gut, dass ich in eine Klinik gehe wo ich quasi betreuung dabei habe und wenns schlimm wird jemanden habe der mir helfen kann.

Freue mich schon richtig auf die Klinik und setze große Hoffnung in den Aufenthalt :)

Das danach macht mir immer noch Kopfzerbrechen %:|

WnM 2M01x4


Darf man fragen, wo du herkommst?

Bei uns im Ruhrgebiet sind die Wartezeiten bei Therapeuten außerhalb der Großstädte (also in den Nachbarstädten wie Mülheim, Oberhausen, Herne, Witten, etc.) deutlich kürzer als in den Ruhrmetropolen Bochum, Duisburg, Essen oder Dortmund.

Vielleicht kannst du auch ein paar Kilometer ausweichen und dir dadurch Wartezeit ersparen.

Für die Zeit nach der stationären Therapie könnte dir eine Tagesklinik für den Übergang helfen. So vergeht auch die Zeit bis du einen ambulanten Therapeuten gefunden hast, schneller. Darüber kannst du im KH mit den entsprechenden Mitarbeitern des Sozialdienstes sprechen.

Wenn du es bis zum offiziellen Beginn der Therapie zu Hause nicht schaffst, kannst du dich aber auch jederzeit in die "Geschlossene" einweisen lassen. Es ist wichtig, dass du das weißt. Auch wenn es vielleicht die letzte Lösung für dich ist, so ist es immerhin eine Möglichkeit, bevor du eine Dummheit begehst, weil du sonst nirgendwo Hilfe bekommst.

Wünsche dir viel Kraft. Die Einsicht in eine Klinik zu gehen ist ein toller erster Schritt. Damit wird es jetzt aufwärts gehen. Halte durch, auch wenn die Therapie (insbesondere zu Beginn) anstrengend wird. :°_

A^ngelic:Cupczake


Ich komme aus Paderborn. Hier gibt es gefühlt für jeden Arzt (das sagen die auch selbst) zu wenige, egal ob Gastroenterologen, Haus- oder Frauenärzte.... urgh... X-\

Mobil bin ich leider nicht wirklich. Habe kein Auto und kann meinen Freund nicht immer bitten mich zu fahren, der studiert und muss in die Uni! Da ich momentan arbeitslos bin habe ich auch kaum Geld über für öffentliche Verkehrsmittel. Der Buss durch die Stadt geht da noch aber die 150 € für nen Zugticket nach Bielefeld zB. ist dann wieder nicht drin.

Hab jetzt fast alle therapeuthischen Praxen durch (teilweise mit mehr als einem Therapeuthen drin)

14 Praxen

6 komm ich noch nicht Mal auf die Warteliste weil voll

1 sagte direkt "nicht mein Gebiet"

3 hab ich noch nicht erreicht

1 meldet sich heute bei mir, komme dann auf die Warteliste

1 bin ich auf der Warteliste mit 1 Jahr dauer ca.

1 bin ich auf der Warteliste mit 3/4 Jahr dauer

1 bin ich auf der Warteliste 3-4 Monate bis zum ersten Termin und 6-8 Monate bis zur eigentlichen Therapie

irgendwie kein so gutes Ergebnis. Vielleicht ist die letzte aus der Liste ja aber genau meine Psychologin und ich hab glück! ":/

Gab auch gestern einen kleinen Rückschlag.

Hab ja vor ca .2 Wochen in der Klinik angerufen. Da hieß es es sind noch 3 Leute vor ihnen und es könnte noch so 3 Wochen dauern.

Hab gestern nochmal angerufen, weil ich einfach nochmal wissen wollte wie der Stand ist. Da hieß es dann "es sind nicht mehr viele vor Ihnen", "kann Ihnen nicht sagen wie lange noch." Als ich fragte, ob es diesen Monat noch klappen würde meinte die Dame wieder, dass sie es mir nicht sagen könne. Wollte dann natürlich nicht weiter nachbohren, auch wenn sie an sich sehr nett am Telefon war :°(

Aber... auf jeden Fall danke an dich WM 2014 für die netten Worte! Es tut gut sowas von außen zu hören @:)

AFng-elicCuupcaxke


Solangsam möchte ich wirklich heulen :-(

Hab gerade nochmal angerufen, jetzt heisst es plötzlich wieder, dass 5 Leute vor mir sind (die Dame mit der ich das erste Mal telefoniert habe vor ca. 4 Wochen meinte es wären nur 3 vor mir) auf der Warteliste.

Jetzt heisst es, dann erst im Januar... vielleicht aber früher weil viele nicht über Weihnachten wollen und so weiter...

Ich meine ich weiß, ich muss selbst an mir arbeiten und so aber das nimmt einem doch schon irgendwie immer wieder die hoffnung und macht mich richtig traurig.... wenn ich dann das nächste Mal anrufe heisst es dann " ne also so ein halbes Jahr dauert es noch."

Das ist einfach so grausam, dass man keine direkte Hilfe bekommt. Außer natürlich man geht auf die Geschlossene. Therapeuten bekommt man ja auch nicht... oh man... das setzt mich in ein richtiges Tief gerade...

M9onxsti


Da rate ich Dir, wesentlich lästiger zu sein. Oft genug springen Leute kurz vor dem Klinikaufenthalt ab, andere brechen den Aufenthalt ab oder müssen vorzeitig gehen, weil sie z.B. alkoholisiert waren. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass Du relativ kurzfristig einen Platz bekommst.

Ich habe schon 4 solcher Klinikaufenthalte (2x Psychosomatik, 2x Reha wg. anderer Geschichten), und immer war es so, dass ich kurzfristiger als geplant einreisen konnte. Vor der letzten Reha im August/September kam an einem Freitagnachmittag der Anruf, mit der Mitteilung, dass ich am Montag kommen könne - fast 3 Wochen vor dem offiziellen Termin.

Viel Glück!

Aknge7licC5upxcake


Ich weiß nicht, ich rufe ja alle 2 Wochen da an und sage ich kann sofort und gerne auch über Weihnachten, kein Problem, aber ich will auch nicht zu nervig sein.

Vielleicht ist es dumm aber ich denke, dass ich dann vielleicht einfach abgewiesen werden könnte oder das die denken dass ich verrückt (also noch verrückter) bin und irgend eine Zwangsstörung habe und deshalb nerve oder sonstiges. Ich weiß, völliger unsinn aber geht halt nicht weg der Gedanke :-(

ich wünschte mir die würden nen ungefähren Termin sagen als Beispiel 1-14 Dezember aber selbst das geht ja nicht. Die sagen ja leider alle unterschiedliche Dinge.

M:o8nsqti


Das Problem ist leider, dass es auch Patienten gibt, die sehr kurzfristig eingeschoben werden müssen. Es sind meist solche, die direkt aus psychiatrischen Kliniken kommen. Deshalb können sich Wartelisten plötzlich verändern. Nichtsdestotrotz verliere bitte den Mut nicht und bleib' hartnäckig (lästig!!!). Meinetwegen gib denen zu verstehen, dass es echt dringend ist, weil es Dir von Tag zu Tag dreckiger geht und Du nicht willst, dass plötzlich der Gedanke an so etwas wie Suizid im Raum steht. Notfalls greife auf den Hausarzt oder einen anderen Arzt Deines Vertrauens zurück, der dann dafür sorgt, dass Du so früh wie möglich in die Klinik gehen kannst. Anscheinend ist es immer noch ein Unterschied, ob Patient XY oder aber Frau/Herr Dr. XY anruft und auf einen frühestmöglichen Termin drängt ... :(v

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