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Wer hat Erfahrungen mit Haustieren bei psychischen Problemen ?

bvike1r87 hat die Diskussion gestartet


Haustiere, z.Bsp Hunde, sollen ja positiven Einfluss auf die menschliche Psyche haben.

Hat jemand damit Erfahrung ? Wie hat es euch geholfen ? Welches Haustier würdet ihr empfehlen ?

Bei welcher Erkrankung ? ( ...natürlich ist ein Haustier kein Ersatz für den Arzt/Therapie, und auch das Umfeld für das Tier muss natürlich stimmen ).

Antworten
nzemxue


Ich habe zwar keine psychischen Probleme....aber Katzen...... ]:D

Die beiden Raketen sind eher stressig als beruhigend X-\ :=o ich habe immer so ein Glück.....

Ne aber im Ernst....ich bin viele Jahre lang hier bei uns im Tierheim ein-und ausgegangen....erst ein bisschen zum helfen, dann hab ich immer im Katzenhaus rumgehangen und mich entspannt....ich kann nur sagen....egal, wie gestresst oder genervt ich war.....es hat mich immer sehr beruhigt und "runtergebracht"...war gerade auch nach meinem damaligen stressigen Job sehr angenehm..... :)=

Wenn man aber psychische Probleme hat, sollte man gewährleisten, dass man diese auch versorgen kann....

n(emxue


PS: Ich mag auch Hunde (ich liebe generell alle Tiere ;-D ) aber die meisten Hundchen mögen mich enttäuschenderweise nicht besonders @:)

M6et>teMaxrie


Ich habe zwei Katzen und in meiner depressivsten Phase waren die der einzige Grund, warum ich morgens aus dem Bett gekrochen bin. Sie hatten Hunger und mussten gefüttert werden, außerdem war das Katzenklo sauber zu machen.

Und wenn die beiden zum Schmusen kommen und schnurren, ist das für mich immer eine Geste der Zuneigung und ich fühle mich weniger einsam, wenn es mir schlechtgeht.

gnalaxMyGs


Habe mir am Ende einer schweren depressiven Episode Ratten geholt. Weil in der Wohnung Hunde oder Katzen nicht möglich gewesen wären. Auch wäre da auch sehr viel mehr Arbeit damit verbunden gewesen. Wobei ich Hunde auch ganz gut finde, da man gezwungen ist raus zu gehen, was sehr viel helfen kann während einer Depression. Auf der anderen Seite hätte ich mich während einer schweren Depression nicht genügend um einen Hund kümmern können, weil ich dann nicht mehr aus dem Bett gekommen bin.

Meine Ratten waren zwar nicht die klassischen Therapietiere, aber sie waren einfach immer süß, es war schön ihnen zuzusehen wie sie den Käfig komplett umräumen, wie sie es im Freilauf schaffen die Möbel in ihre Einzelteile zu zerlegen. Das Schöne war einfach, dass es immer was gab was mich zum Lachen gebracht hat, es gab immer sehr schöne und ruhige Momente (wenn 4 Ratten auf einem Haufen liegen und eine der vieren ein Geschirrtuch so über den Rattenhaufen gezogen hat wie eine Decke usw). Und eine der Ratten war so kuschelig, dass ich jederzeit mit ihr kuscheln konnte, wenn ich wollte. Sie stand immer, wenn ich von der Uni kam, schon am Gitter und hat gewartet, dass sie wieder zu mir raus darf und saß dann teilweise stundenlang bei mir auf der Schulter, am Schoß, in der Sweater-Tasche, während ich gelernt habe. Und ich hatte während meinen Depressionen immer ziemliche Ängste, insbesondere die Angst alleine zu sein. Die war auch in der leeren Wohnung dann kein Problem mehr, weil ich durch die Ratten nie das Gefühl hatte alleine zu sein. Und von der Pflege war das alles in einem Maß in dem ich das trotz Depression auch alleine noch geschafft habe. Ich würde es vermutlich wieder so machen, kann es prinzipiell schon empfehlen. Aber man muss halt überlegen wieviel Energie man für ein Tier noch aufbringen kann. Einen Hund der dreimal täglich raus muss, insbesondere Rassen die sehr viel Bewegung brauchen, können einem halt sehr viel abverlangen, wenn es einem eh nicht gut geht. Auf der anderen Seite ist ein Hund für viele Menschen vermutlich das Haustier zu dem sie die engste Bindung aufbauen können. Für viele Menschen hat ein Aquarium eine sehr beruhigende Wirkung. Finde ich auch schön, hatte selber früher eines. Aber in einer schlechten Phase hatte ich halt auch immer das Bedürfnis nach Nähe - Fische kann man halt schlecht aus dem Aquarium nehmen und streicheln ;-D

Ich denke, dass es da keine pauschale Antwort gibt, jeder muss wissen wie es einem geht, wie viel Verantwortung man in schlechten Phasen übernehmen kann und was man braucht (Ruhe, Aufmunterung, Kuscheln, "Ansprache",...).

P$-scMhbiWest


Bei mittelschwerer Depression können Haustiere eine gute Hilfe sein.

Bei einer schweren Depression oder Schizophrenie würde ich davon abraten.

Allerdings sollte man sich die Tiere nur anschaffen, wenn man Tiere auch wirklich mag.

Ansonsten bringt das alles nichts.

cMrieciharlixe


In der Verwandtschaft war ein Hund bei einer Frau mit psychischer Erkrankung.

Auch an guten Tagen hat sie es nicht geschafft morgens mit dem Hund rauszugehen,

der Arme musste oft bis weit nach Mittag einhalten. Rausgehen an sich war auch nicht so....

an schlechten Tagen gar nicht, an guten ab und zu. Wir haben das Tier zu uns genommen.

L+uc/i3x2


Habe selber keine psychische Erkrankung, aber meinem Sohn hatte einer Angst- und Panikstörung.

Wir hatten 2 Haushasen (stubenrein). Er hat sich sehr gern zu ihr auf dem Boden hingelegt. Ich fand es auch abends sehr entspannt.

Meiner beste Freund nicht. Er hatte sich ausgesperrt und musste auf meinem Sofa schlafen. Das war aber der Lieblingsplatz einer unserer Hasen. Sie hat ihm wiederholt den ganzen Nacht angegriffen. Die gleiche hat sich immer auf meine Schuhe gelegt. Ich dürfte nicht gehen. Sonst hat sie gebissen. Musste ein paar immer hochstellen. Bin auch öfters mit ihr Bus gefahren. Fand sie hochspannend und guckte begeistert aus dem Fenster. Käfig oder Transport Box hatte ich nicht. Brauchte ich nicht. Sie ist mir auf der Strasse oder im Park mir einfach hinterher gelaufen. Man muss halt auf Hünde achten und hochnehmen.

Fand es gut. Hände oder Katzen darf man hier nicht haben. Hasen aber schon. Man kann sie genauso halten wie Katzen. Man kriegt sie sehr schnell stubenrein. Sie lassen sich wie Hunde trainieren.

Da sie Fluchttiere sind, macht es sie nichts aus, in eine Wohnung gehalten zu sein. Hauptsache sie kriegen viel Bewegung.

Haltung in der Wohnung finde ich bei Katzen nicht artgerecht. Sie sind Jagttiere und brauchen Auslauf.

b[lueVtig0er


Ich wollte immer schon eine Katze haben, es ging aber nie, weil mein Bruder schwer allergisch ist. Nach meinem Suizid-Versuch haben mich alle, einschließlich meiner Therapeutin, in dem Wunsch bestärkt mir jetzt tatsächlich eine Katze zu holen. Und es war die beste Entscheidung meines Lebens.

Ich fühle mich niemals einsam in meiner Wohnung.

Sie zwingt mich, in der Früh um sieben aufzustehen, auch wenn ich viel lieber liegen bleiben würde und das Gefühl habe, gar nicht die Kraft zu haben aufzustehen.

Oft merkt sie schon bevor ich es selber merke, dass es mir nicht gut geht.

Es ist wahnsinnig entspannend, wenn sie auf meinem Schoss sitzt / liegt und schnurrt.

Sie bringt mich wieder runter, wenn ich in der Nacht Panikattacken habe, indem sie sich ganz fest an mich schmiegt.

Wenn ich wieder einmal Suizidgedanken habe, brauche ich nur sie anzusehen und sie sind wie fortgeblasen - wenn ich mich umbringe, müsste sie wieder zurück ins Tierheim, das kann ich ihr nicht antun.

Und ich könnte noch vieles mehr aufzählen....

Wichtig ist aber, dass Tiere kein Therapie-Ersatz sind! Aber sie können ein guter Begleiter sein. Und es muss unbedingt sichergestellt sein, dass die Tiere ordentlich versorgt werden (Futter, sauberes Katzenklo, genügend Auslauf für den Hund etc.)!

b\ikeNr87


VIELEN Dank für eure ausführlichen Antworten. Ich selber wäre zwar eher Hundefreund , aber die Beiträge über Katzen waren auch sehr interessant. Ich hatte wegen meiner Tochter gefragt die aufgrund von mehrfachem Mobbing eine temporäre psychotische Störung bekam. Sie geht wieder arbeiten ist aber nicht mehr so fröhlich wie früher. Sie wollte früher schon mal gerne Ratten ; Liebe galaxys : gibt es da keine Geruchsprobleme ?

Bisher war, obwohl früher schon alle in der Familie ein Tier gerne wollten, eine Tierhaltung nicht möglich da meine zweite Tochter leider starke Allergikerin ist, inzwischen wohnt diese aber in einer Studenten WG. Jetzt wäre das möglich und zusätzlich wäre eben da auch noch der gesundheitlich Aspekt. Aber ganz egal was für ein Haustier mal bei uns bzw. bei der Tochter sein wird, es gehört natürlich dazu sich vorher genauestens über die Bedürfnisse des Tieres zu informieren selbstverständlich soll es ihm gutgehen.

L0u<cix32


Ich weiss nicht wie es bei bei Ratten ist, aber bei viele Nagertiere riechen die männliche Tiere etwas strenger als die weiblichen.

Bei Frettchen ist die Unterschied ganz extrem. Die männlichen riechen abartig streng. Sie beissen auch gern.

Allerdings muss man etwas auf das Geschlecht achten.

2 unsere Hasen waren weiblich und 1 kastrierte männliche - das geht. 2 männliche Hasen kann richtig schiefgehen - sie kämpfen.

Unsere Meerschweine waren alle männlich. Bei Weibchen gibt es die Gefahr, dass sie kämpfen.

Hase + Meerschwein in einem Käfig: sollte man nicht machen. Sie kommunizieren sehr verscheiden. Eine Kopfstellung bei ein Meerschwein bedeutet Zuneigung. Die gleiche Stellung bei ein Hase Angriff.

Hasen haben sehr starke Beine. Sie können ein Meerschwein das Genick brechen.

Nagertiere darf man auf gar keinem Fall alleine halten (In Österreich ist es sogar illegal). Man sollte sie gleichzeitig anschaffen, sonst gibt es Revierkämpfe.

Meerschweine sind auch gut. Unsere waren sehr zahm. Ich nahm sie öfters im Park damit sie auf der Wiese rumlaufen und frische Gras essen könnten. Sie sind nie weggelaufen. Man müsste nur der Transport Box öffnen und pfeiffen. Sie hatten in die Wohnung auch Freilauf aber nur 1 ist rumgelaufen. Und hat die Hasenfutter im Nebenzimmer gegessen. Eins davon kam mit eine die Hasen gut klar. Sind immer zusammen rumgelaufen. Allerdings hat das Meerschwein die Hasen nicht essen lassen. Lag auf die Hasenfutter und hat zugebissen (daher die getrennte Räume zum Füttern - hat nichts gebracht. Er hatte 0 Angst nachts durch die Wohnung zu dackeln).

Nachteil nichtängstliche Meerschwein: er kommt ans Bett im Nebenzimmer und man wird durch pfeiffen um 3 Uhr morgens aus dem Bett geschmissen, wenn er Hunger auf etwas anders als was er in der Schüssel hat. Das Pfeiffen hört erst auf, wenn er kriegt was er will.

gial^axyxs


Ratten an sich riechen nicht so stark. Ein Hund hat da einen vergleichsweise sehr starken Eigengeruch. Und der Geruch von Ratten ist an sich auch nicht unangenehm, zumindest für mich. Es ist ein ganz eigener beinahe süßlicher Geruch, den man aber nur riecht, wenn man tatsächlich an der Ratte riecht ;-D weil sie einem zB übers Gesicht klettern. Hatte aber bisher immer nur Weibchen, kann sein, dass Männchen tatsächlich stärker riechen.

Beim Käfig ist das aber schon ganz was anders. Sicher, dort wo sie ihr Geschäft verrichten, dort riecht es nach einiger Zeit. Ein paar meiner Ratten konnte ich angewöhnen, dass sie nur in eine Ecke machen. Dann reicht es, wenn man täglich nur kurz die Klo-Ecke reinigt. Wenn man ein Kisterl drinnen hat, dann geht das wirklich schnell. Und wenn man dann den kompletten Käfig wöchentlich reinigt, dann hat man nie Geruchsprobleme. Man sollte nur aufpassen, dass man nicht mit Käfigdeo oder Reinigungsmitteln den Geruch vollkommen entfernen will. Das ist nicht gesund für die Ratten und sie werden daraufhin den kompletten Käfig sehr schnell von oben bis unten markieren, bis er wieder nach ihnen riecht. Das riecht dann stärker, als der Käfig vorher gerochen hat. Also regelmäßige Reinigung ohne den Eigengeruch der Ratten jedes mal komplett zu entfernen, dann hat man auch kein Geruchsproblem durch Ratten. Aber das gilt nicht nur für Ratten sondern für alle Nager - da kann es sogar noch schlimmer werden, wenn man sie nicht so gut an ein Klo-Kistchen gewöhnen kann.

Das einzige was unangenehm sein kann bei Ratten ist, dass sie gerne alles und jeden markieren. Man kann es ihnen aber ganz gut abgewöhnen, dass sie Personen markieren. Aber Ratten sind sonst sehr saubere Tiere, die putzen sich ständig. Vor dem Essen, nach dem Essen, vor dem Schlafen, nach dem Aufwachen, nachdem sie andere Ratten geputzt haben, putzen geht eigentlich immer ;-D

P_lüsc)hbixest


Ein Freund von mir hatte Mäuse und die männlichen rochen ihn zu sehr.

Mir ist das egal, ich rieche nicht so gut.. ;-D

nveverqtahelesxs


Für mich sind die besten Therapeuten Pferde. Mit einem sensiblen Lebewesen, was so viel stärker ist, gemeinsam ein Team werden und Sport machen, gemeinsam in der Natur und an der frischen Luft entspannen, die Verpflichtung, das Tier versorgen zu müssen und aus dem Haus zu gehen, wie auch der Kontakt zu den anderen Stall Menschen haben mir auch in den schwersten Zeiten immer am besten geholfen.

Da ich mir selber bisher nie ein Pferd leisten konnte, habe ich immer Reitbeteiligungen oder Pflegepferde gehabt.

Als ich während meiner Studienzeit auch kein Pferd hatte, meine Wohnung für ein Haustier allerdings ungeeignet war, bin ich wöchentlich ins Tierheim und mit den Hunden spazieren gegangen. Das hat auch gut getan.

Nun haben wir zwei Katzen und sie sind auch ein schöner Ausgleich. x:)

a}nfangm&itfreudxe


ich hatte in meiner kindheit und jugend auch mal eine schwere zeit. mir haben da definitiv katzen geholfen. die viecher merkten immer, wenn es mir nicht gut ging und kamen dann zu mir und kuschelten und waren einfach "da", ohne mit einem reden zu wollen, wie eltern, lehrer, psychologen und so weiter. ;-)

kann dir also auch nur dazu raten, haustiere als therapiehilfe einzusetzen. die sind da echt top. bei der frage, welches haustier am besten hilft, muss jeder für sich selbst entscheiden denke ich. es hängt ja auch immer ein stück weit vom charakter des jw. tieres ab und auch schlicht und einfach, ob man das tier überhaupt mag. wenn deine tochter schon immer mit ratten liebäugelt, wäre es eher kontraproduktiv, ihr eine katze zu schenken. als freigängerin bringt die dann ggf. auch mal kleine ratten mit und frisst die vor euren augen und das ist dann für rattenfreunde nicht so unbedingt das gelbe vom ei. ;-)

da würde ich dann eher dazu raten, mal zu gucken welche haltungsbedingungen ratten brauchen und ob ihr das bieten könnt und dann eben ratten kaufen.

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