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Platzangst in neuer Wohnung

B{ir)ken'zweig


Ihr wollt mir sagen ich hab einen an der Waffel. Da kann ich auch zum Psychiater der sagt mir das bestimmt auch und ich bekomme noch ein paar nette Pillen dazu.

pillen bekommt man nicht zwingend immer

aber die idee ist vielleicht keine schlechte, um mal die ursachen für deine platzangst zu erforschen?

ich meine, es is ja keine bagatelle mehr, wenn dich das in deinem leben so einschränkt

M[ilch&maxnn76


In meiner letzten Wohnung hab ich über 3 Jahre gewohnt. Es war eine Dachgeschosswohnung, viele Schrägen und eine Deckenhöhe von 2,05 bis 2,15 je nach Zimmer. Da fühlt man sich schon etwas beengt mit 1,80 Körpergröße. ;-D Noch dazu waren es dunkle Holzdecken. Aber ich hab mich tatsächlich dran gewöhnt und die Dunkelheit mit stärkeren Lampen ausgeglichen, was besonders im Winter nötig war.

Einzig eim Sport zuhause war es blöd, Arme heben bedeutete an die Decke stoßen. Trotzdem hab ich mich dann wohl gefühlt.

2,36 ist eine normale Deckenhöhe, und wenn du nicht über 2 Meter groß bist kein praktisches Problem. Ich kann mir auch gut vorstellen dass es andere Umstände sind die fürs Unwohlgefühl sorgen. Die Umstände des Umzugs, eine schwierige Lebensphase oder etwas in der Art.

Trotzdem kann man Dinge kosmetischer Natur machen. Alle Decken sofern nicht der Fall weiß streichen, die Räume insgesamt hell, und viel warmes aber helles Licht das nicht blendet aber die Räume angenehm hell erstrahlen lässt. Entweder mit der Möglichkeit zu dimmen oder zusätzlichen Deckenflutern um es auch mal dunkler haben zu können.

A\iHyan]a01x2


Danke, das mit den Deckenfluter ist eine gute Idee. Bin 1,59 also eher klein. Wie lange hast du gebraucht um dich daran zu gewöhnen?

Mich macht es natürlich fertig dass ich aus der alten Wohnung raus musste weil ich da gern gewohnt hab und fast alles perfekt war aber es wurde zu teuer.

M=y@aare9narxia


Das heißt also ein Mensch darf sich nicht einmal unwohl fühlen weil er lieber in neueren Häusern lebt, nein, das ist dann eine Psychose oder was

Natürlich darfst du dich unwohl fühlen, aber das gibt dir weder Rechts- noch Moralanspruch, auch in solch einem Haus zu leben, wenn du das nicht bezahlen kannst.

Mal ehrlich: Du bist relativ klein. Die 6 cm weniger Deckenhöhe sind objektiv für dich völlig irrelevant. Dein Problem ist ganz anders und nicht an den Wohnraum fixiert. Du instrumentalisierst die neue Wohnsituation, um von ganz anderen psychischen Problemen abzulenken. Da solltest du aktiv werden, anstatt erneut an Umzug zu denken.

MOorw}ena


Vielleicht bringt es was, wenn du Möbel umstellst? Je nachdem, wieviel in einem Raum ist (und natürlich auch, wieviel Dachschrägen usw. wegnehmen) können auch zwei identische Räume komplett anders wirken. Ich bekomme z.B. schnell Beklemmungszustände in Räumen mit zu vielen Dachschrägen, einfach weil die einen so zu erdrücken scheinen.

Wenn du natürlich wieder umziehen willst, dann lohnt es sich nicht, viel in die Wohnung zu investieren. Aber ansonsten kann mit optischen Tricks (Farbe der Wände, Art der Tapete, Fototapete) eventuell auch etwas machen. Oder eben mit dem Verändern von Möbelpositionen. Ich denke, vielleicht hilft Google da - eigentlich müsste es doch online total viele Tipps geben, wie man Räume besser ausnutzen kann.

Ob 6cm viel ausmachen können finde ich schwer zu schätzen und das kommt sicherlich auch auf die Lichtverhältnisse an. Ich weiß, dass ich z.B. Holzdecken (dunkel) als "tiefer" empfinde als Decken, die schlichtweg weiß gestrichen sind, auch wenn beide gleich hoch sind.

S$unflow4exr_73


Ich sehe es wie Koboldine: Es ist nicht Deine Traumwohnung, sondern eine Notlösung. Somit fehlt grundsätzlich der Wohlfühl- & Lustfaktor - und das kann ausreichen, dass man sich unwohl fühlt. Und wie der Mensch häufig tickt, versteift er sich dann auf einen Aspekt. Egal, ob realistischer Grund oder nicht.

Ich halte die 6 cm auch für zu vernachlässigen. Aber nicht den Aspekt, dass Du Dich dort nicht wohlfühlst. Bleibt die wichtige Frage:Bist Du bereit, Dich mit der Wohnnung zu arrangieren und es Dir BEWUSST schön zu machen? Oder bist Du so anti eingestellt, dass da nix mehr dran zu rütteln ist? Wichtige grundsätzliche Frage...

Bzgl. Panik bleibt zu sagen, dass ein Umzug da immer Potenzial für mehr Attacken hat. Neues fremdes Umfeld, was man sich erst erarbeiten muss...

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Das mit der Tapete finde ich eine gute Idee. Mit Möbel umstellen kann ich’s auch probieren, wobei der Schnitt nicht viel Spielraum lässt. Die Decken sind weiß gestrichen und der Boden auch sehr hell , fast weiß.

Bei Dachschrägen kommt es drauf an, ich war mal in einer Ferienwohnung die hatte das Schlafzimmer oben mit Dachschrägen aber das war so eine tolle Atmosphäre dass man sich einfach nur geborgen gefühlt hat, das war unglaublich schön und kuschelig. Hier mal Fotos

[[http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=aa8dc7-1510858190.png]]

[[http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=63c386-1510858253.png]]

Aber eine Wohnung wo überall Schrägen sind find ich schon erdrückend. Im Schlafraum ist es in Ordnung wenn die Fenster groß genug sind.

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@ sunflower

Doch ich möchte schon daran arbeiten mich wohl zu fühlen weil es ja Monate dauern wird bis ich evtl was neues finde. Die Wohnungsnot ist immens deswegen ärgere ich mich über meine Psyche dass ich so reagiere. Alles was ich an Deko kaufe ist ja nichts was ich umsonst kaufe , man nimmt ja alles wieder mit.

Normalerweise fühle ich mich fast sofort heimisch, 2-3 Tage und schon bin ich angekommen. Deswegen wundert es mich auch. Ich hatte auch schonmal eine Einliegerwohnung zur Nordseite ohne Terrasse, es war dunkel und das Bad furchtbar hässlich, ständig Spinnen, dunkle Holzdecke usw. Trotzdem hab ich mich dort nach ein paar Tagen schon heimisch gefühlt und schön dekoriert.

Was ich dazu sagen muss ist dass ich bis letztes Jahr Juli eine Katze hatte, 11 Jahre lang und immer wenn ich umgezogen bin war sie ja mit dabei. Sie ist plötzlich gestorben und ich leide heute noch darunter und bin deshalb auch depressiv. Das ist die erste Wohnung ohne sie, ich weiß nicht ob es daran liegen könnte weil ich war immer dort zuhause wo meine Maus war. Ich hab sie über alles geliebt und nach ihrem Tod auch mit Suizidgedanken gekämpft. Hatte auch versucht mir eine neue Katze zu holen aber nach 4 Tagen wieder zurück gebracht da ich nur meine Maus will.

MporwXenxa


Bei der Wohnung auf den Fotos würde ich persönlich Platzangst bekommen; da spielt es ja keine Rolle, ob die Decke am höchsten Punkt zwei oder funf Meter hoch ist, wenn der höchste Punkt nur in einem Bruchteil des Raumes erreicht wird! Das finde ich schon sehr beklemmend, was ich da auf den Bildern sehe. :-/ Viel zu viel Schräge. Aber so tickt halt jeder anders und fühlt sich eben woanders wohl. Wenn du dich aber bei der starken Schräge wohlgefühlt hast, dann würde ich spontan sagen, dass es wirklich nicht an den paar Zentimetern der Decke liegt.

Persönliche Geschichte: Ich habe bis zum 21sten Lebensjahr bei meinen Eltern gewohnt, war dann ein Jahr im Krankenhaus und bin von da aus in eine Wohnung auf dem Krankenhausgelände gezogen. Als ich die Wohnung besichtigt habe fand ich sie furchtbar. Absolut grausam. Jetzt lebe ich 10 Jahre hier drinnen, sie ist eigentlich total überteuert und alles ist in superschlechtem Zustand (Altbau), aber ich tue mich schwer, eine andere Wohnung zu finden, die ich als so passend empfinde. Und meine Möbel sind alle vom Sperrmüll/aus dem alten Kinderzimmer/zusammengewürfelt (bin schwerbehindert und erwerbsunfähig, habe daher nur Sozialhilfe, da ist nicht viel mit schöner Einrichtung). Gewohnheit macht viel, aber schon ein paar Gardinen und Bilder an den Wänden können helfen.

Es gibt z.B. auch diese "Wandaufkleber", die man einfach auf die weiße Wand klebt und die sich einfach wieder abziehen lassen, wenn man auszieht, ohne der Farbe zu schaden. Da kann man sicher auch alles gemütlicher machen. Oder Bilder/Rahmen, die beleuchtet werden oder wie ein offenes Fenster aussehen und daher alles größer wirken lassen.

S4unflo;wer_7x3


Ich finde die Wohnung von den Fotos bspw. total schnuckelig und würde mich da sofort wohlfühlen! So unterschiedlich kann es sein.

@ Aiyana:

Du merkst selber, dass vermutlich mehrere Faktoren eine Rolle spielen... das Thema Katze finde ich bspw. extrem wichtig, was Deine Psyche angeht! Du erwähnst es erst jetzt und beiläufig, aber es ist die erste Wohnung ohne Katze; die erste, in der Du "richtig" alleine bist. Das macht sich halt irgendwie bemerkbar!

Wie findest Du die Wohnunge (abgesehen von Notlösung und den 6 cm weniger Raumhöhe) denn sonst? Gibt es etwas, was Du magst? Was Du Dir "schönreden" kannst?

Mvilchumanxn76


Puh, wie lang ich gebraucht habe um mich an die extrem niedrige Decke zu gewöhnen? Ich schätze ein paar Monate. Wobei die Zimmerdecke 30 cm über dem Kopf zu haben schon ne andere Dimension ist wie bei dir.

Wenn du die Faktoren wie Tod der Katze, ungewollter Umzug usw. aufzählst dann glaube ich auch dass die Deckenhöhe eher ein kleinerer als ein größerer Teil deines Unwohlgefühls ist. Natürlich kannst du an der Optik deiner Wohnung arbeiten und das bringt sicher was, aber um die Verarbeitung der anderen Punkte solltest du dich auch kümmern. :)_

S`chwzarzx666


Ich würde auch mal an der Sache mit der Katze arbeiten. Du hast den Tod noch nicht verarbeitet und akzeptiert, deshalb kannst du auch noch keine neue Katze haben, aber der Tag wird kommen, dann zieht eine neue Mieze bei dir ein und alles wird wieder besser!

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