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Psychischer Druck vor der Arbeit zu hoch?

SEoph\ielinxdner hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe community,

Ich bin 16 und bedienen neben der Schule größere Feste (Weihnachtsfeiern, Musikfeiern, Wiesenfeste usw..) Meine Mutter hat den Job für mich und meine Freundin organisiert. Anfangs machte alles noch Spaß, jetzt halte ich es vor psychischen Druck fast nicht mehr aus.

Ich musste drei Tage hintereinander 11 Stunden arbeiten mit einmal 15 minuten Pause. Mir wurde nichts erklärt, alles ( Schnapssorten, jeweilige Gläser, Abspülplan) sollte man sofort können.

Oft wurde man blöd angemacht, weil man etwas nicht wusste. Ich fühl mich wie eine Versagerin, meine Eltern sagen sowas ist das normale Arbeitsleben. Ich kann meistens vorher nicht schlafen, wenn ich arbeiten muss, weil ich so unglaublich Angst davor hab. Meistens fangen die Feste Abend an d.h ich arbeite dann bis 3-4 Uhr Nachts. Wenn ich sage ich will nicht mehr fühle ich mich wie ein "Weichei" immerhin müssen es andere Leute auch jeden Tag machen. Meine Eltern meinen ich soll auch mal was durchziehen, aber was soll ich machen, wenn ich vorher schon 1 Woche nicht mehr schlafen kann?

Antworten
SHchQwarz6366


Deine Eltern zwingen dich zum arbeiten? Da wäre das Jugendamt die erste Anlaufstelle.

Pulüs0chbxiest


Niemand kann dich zu diesem Job zwingen.

Wenn dir das zu stressig ist, dann geh Zeitungen rumbringen oder ähnliches.

Wie schaffst du es den als Schülerin 3! Tage hintereinander jobben zu gehen?

11 Stunden sind sowieso zu viel. Du solltest deinen Eltern erklären dass das laut Jugenarbeitsschutzgesetz verboten ist.

[[https://www.arbeitsschutzgesetz.org/jarbschg/arbeitszeit/]]

Gira:ógra-xn


Bist du dir sicher, dass die Arbeitsbedingungen für dich als 16-jährige so überhaupt erlaubt sind? In welchem Land lebst du denn?

Im Internet habe ich auf die Schnelle folgende Info gefunden:

Jugend­arbeits­schutz­gesetz

[...]

Jugendliche (15 bis 17 Jahre)

Für Jugendliche, die arbeiten wollen, sind die Einschränkungen nicht ganz so krass. Prinzipiell darfst du dann bis zu 8 Stunden täglich und in der Woche maximal 40 Stunden arbeiten. Allerdings aufpassen: Wenn du zwar vom Alter her "Jugendlicher" bist, aber noch zur Schule gehen musst (Schulpflicht!), dann gilt für dich grundsätzlich der Abschnitt "Kinder" – allerdings mit der Ausnahme, dass du pro Jahr 4 Wochen in den Schulferien arbeiten darfst. Auch du benötigst eine Ein­ver­ständnis­erklä­rung eines Erziehungs­berechtigten.

Ansonsten gilt für Jugendliche, dass sie nur zwischen 6 Uhr morgens und 20 Uhr abends beschäftigt werden dürfen. Eine Ausnahme, wenn du schon 16 bist: Dun darfst im Gaststätten­gewerbe bis 22 Uhr und in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr arbeiten.

Samstags und sonntags gilt generell ein Arbeitsverbot. Ausnahmen sind aber an Samstagen möglich z.B. in Krankenhäusern, in "offenen Verkaufsstellen" (Bäckerei, Supermarkt, Kiosk etc.), im Gaststätten­gewerbe, beim Sport und in Reparatur­werkstätten. An Sonntagen ist per Gesetz eigentlich nur die Arbeit im Gaststätten­gewerbe und in Krankenhäusern als Ausnahme zu nennen.

Jugendliche dürfen nicht in Bereichen arbeiten, die gefährlich sind. Darunter fallen sittliche Gefahren, Lärm, gefährliche Stoffe, außergewöhnliche Hitze oder Kälte oder generell Arbeiten, die mit Unfallgefahren verbunden sind, denen sich Jugendliche nicht bewusst sind oder diese nicht einschätzen können.

[[https://schuelerjobs.de/ratgeber/detail/jugendarbeitsschutzgesetz.html]]

KDongo-O_txto


Ich fühl mich wie eine Versagerin, meine Eltern sagen sowas ist das normale Arbeitsleben.

Nein, das ist nicht das normale Arbeitsleben. Es ist absolut nicht OK von Deinen Eltern, Dir zu sagen, Du sollst das durchziehen. Als Student habe ich auch einige seltsame Jobs gemacht, auch mal deutlich mehr als 8h gearbeitet - aber da stimmte dann auch das Arbeitsklima und/oder es war zeitlich begrenzt. Bei Dir scheint beides nicht der Fall zu sein.

Alles Gute!

d_ie_nkaZsewxeise


Warum arbeitest du denn überhaupt? Wofür brauchst du das Geld? Als Schülerin steht dir Kost und Logis von deinen Eltern und ein angemessenes Taschengeld zu. Das sollte reichen.

Oder sacken deine Eltern das Geld ein?

Ansprechpartner ist das Jugendamt. Vielleicht kannst du dich auch an den Beratungslehrer an eurer Schule wenden, dort findest du sicher Hilfe.

P2u;rplzelixke


Ich habe zwar mit 16 die Ausbildung angefangen, aber mein AG hat penibel darauf geachtet, dass ich nicht mehr als 8 Stunden am Tag arbeite, da das dann sonst nicht mehr legal gewesen wäre. Ich durfte erst mit 18 anfangen richtig Überstunden aufzubauen.

Also was deine Eltern mit dir betreiben ist Kinderarbeit. Ganz einfach.

Das Arbeitsleben fängt NACH der Schule an.

Es ist aber Gang und Gäbe, dass Schüler, die sich etwas zusammensparen wollen, ggf. Ferienjobs ausüben. Aber selbst diese sind in der Regel zeitlich begrenzt. Und da arbeitet kein Schüler 3 Tage hintereinander 11 Stunden am Stück. Das tue selbst ich nicht, weil man nicht länger als 10 Std. am Tag arbeiten darf.

Darfst du wenigstens das Geld behalten oder musst du das abgeben?

PCurpl5elike


Ja, andere Leute gehen auch jeden tag arbeiten. Aber die haben in der Regel erst mal die Schule abgeschlossen und mit hinzu, wie schon geschrieben, arbeitet keine von denen durchgehend 11 Stunden am Tag.

M1issbMarwixe


Bitte lass dir von deinen Eltern nicht einreden das ist normal.

Ich kenne das. Satz von meinen "Stell dich nicht so an, Lehrjahre sind keine Herrenjahre." "Das haben 1000 vor dir schon geschafft" , "Du musst endlich mal bei was bleiben"

Sie haben mich total verunsichert damit.

Wie oft bin ich weinend und zitternd zur Ausbildung gegangen.

ABER: Das ist NICHT das normale Arbeitsleben. Deine Gesundheit ist das Wichtigste.

Eltern nehmen oft nicht ernst was wirklich abgeht. So wars bei mir.

Meine tun das bis heute nicht.

Was zählt ist deine Meinung.

DIieKXrumexmi


am 8.11., als du noch 17 warst (?) hast du geschrieben, dass du einen Wurnbefall hast. Damit solltest du nicht in der Gastronomie arbeiten.

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