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Ich war Pädophil

phedonVymous hat die Diskussion gestartet


Dieser Thread soll allen Pädophilen Mut machen. Vielleicht kann ich mit meiner Geschichte ja was bewegen.

Viel zu meinem Hintergrund möchte ich nicht erzählen, da ich verständlicherweise Anonym bleiben möchte.

Es fing alles in der Jugend an. Sexuell hab ich mich nicht "normal" entwickelt. Die erste Auffälligkeit war ein Windelfetisch, der bereits vor der Pubertät begonnen hat. Merkte irgendwann, dass das sexuelle interesse an Gleichaltrigen nicht gewachsen ist sondern mit zunehmenden Alter abgenommen hat. Ich merkte, dass das Interesse an Kindern geblieben ist (Tendenz liegt auf Jungs aber auch Mädchen gehörten in die "Zielgruppe" [ca. 10-12 Jahre]). Desweiteren entwickelte sich eine sadistische Neigung, die bis ins Erwachsenenalter zunehmend an intensität gewonnen hat. Die Inhalte der sexuellen Fantasien waren abgrundtief böse. Es gibt wenig Horrorfilme die auch nur annähernd an die Bosartigkeit rankommen. Und das schlimmste: Die Fantasien haben sich verselbstständigt und ich fand das auch noch toll auf einer sexuellen Ebene, wo alles an negativen Gefühlen und Gewissen wie ausgelöscht sind. Nachdem die Erregung vorbei war waren die Erinnerungen an diese Gedanken aber quälend. Ich wusste, dass das nicht ewig so weitergehen konnte aber ich habs lange verdrängt.

Irgendwann kam ich an einen Punkt wo ich dachte die Kontrolle zu verlieren und ich Angst bekam illegale Handlungen zu begehen. Das war vor 5 Jahren. Ich wurde depressiv aber ging da knallhart rational ran und kam auf drei Optionen:

1) Suizid

2) Chirurgische Kastration

3) Chemische Kastration

1. hatte ich zu dem Zeitpunkt noch ausgeschlossen, 2. war schwer und riskant umzusetzen also blieb 3. Ich meldete mich beim Projekt "Kein Täter werden". Das war die wahrscheinlich schwerwiegenste aber beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Nach der Schilderung der Situation per E-Mail bekam ich ganz schnell einen Termin. Nach nur wenigen Wochen oder Monaten kamen wir dann zum Ergebnis, dass Testosteronblocker (Androcur) erstmal das beste wäre. Also hab ich die Tabletten geschluckt und über Wochen wurde mein Testosteronspiegel immer geringer. Hat das was gebracht? Nicht wirklich viel... Also haben wir dann was härteres probiert (Salvacyl). Es war erfolgreich. Die Fantasien gingen weg aber mein Testosteronwert lag fast auf dem Nullpunkt. Die Depressionen wurden stärker und die Nebenwirkungen gingen los. Es folgten monatelanges ausprobieren von verschiedenen Psychopharmaka um das Leben irgendwie erträglich zu machen. Das führte zu immer gravierenderen Nebenwirkungen. Ich war aber trotzdem froh das gemacht zu haben! Es gab auch gute Tage und mein Privatleben war einigermaßen stabil. Ich würde es definitiv wieder tun. Gut für die Forschung war das auch. Meine Ärztin hat mir auch mal erzählt, dass sie über mich Vorträge auf Ärzteveranstaltungen gehalten hat. Kleiner Trost...

Meine Depressionen wurden Zeitweise so schlimm, dass ich mir das Leben nehmen wollte. Beide male kam ich in die Psychiatrie. Die wussten da von den Neigungen aber konnten das nicht behandeln und haben mich quasi wieder aus der Psychiatrie rausgedrängt, weil man mir bei dem Projekt besser helfen kann. Ich wurde zwar kurzfristig stabilisiert aber wirklich verbessert hat das meine Situation nicht. Meine Psychiaterin beim Projekt hat dann das Salvacyl abgesetzt. Das Testosteron kam wieder. Zeitweise fühlte ich mich wieder gut aber auch die Fantasien kamen wieder nach einigen Monaten. Ich bin wieder abgestürzt und kam dazu auch noch Epilepsie (ob das durch die ganzen Medikamente kam ist unklar). Als die Fantasien unerträglich wurden hab ich dann wieder Salvacyl bekommen. Nach einigen Monaten war ich die Fantasien wieder los aber mein Gesundheitszustand war auf einem Katastrophalen Niveau. Krankenhäuser wurden zum Alltag. Wirklich verstanden hat meine Situation kaum einer der Ärzte. Ich war aber auch nicht immer offen. Meine Ärztin beim Projekt "Kein Täter werden" hat es aber verstanden und denke ich alles getan was sie konnte. Ich machte mir natürlich Gedanken über die Zukunft. Ohne Testosteron würde ich irgendwann Osteoporose bekommen. Und mit Epilepsie würde ich sehr früh ein Pflegefall werden oder sogar sterben. Und ich konnte niemanden was sagen. Kack Situation! Ende letzten Jahres wollte ich mich dann wieder umbringen. Dieses mal hatte ich mir im Darknet Anleitungen für einen gelungenden Suizid gekauft, gelesen und mich über Beschaffungswege der nötigen Substanzen schlau gemacht und auch gefunden. Ich hatte genug Bitcoins und war sehr nah dran mir das Zeug zu bestellen.

Anfang des Jahres hatte ich eine Idee wie ich meine Krankheiten mit einem anderen Medikament behandeln kann (Das werde ich hier Bewusst nicht nennen und ich möchte nicht, dass das hier genannt wird, wenn jemand drauf kommen sollte). Da dachte ich noch garnicht an die Pädophilie. Es ging um meine anderen Krankheitsbilder. Ich schlug es vor aber es stieß erst auf Ablehnung. Ich hab meine Ärztin dann aber überzeugen können und ich bekam es... Es schlug besser an als alles was ich bisher bekommen hab. Meine gesamten "Nebenwirkungen" und neurologischen Symptome wurden stark reduziert bis ausgelöscht. Das Leben wurde erträglich.

An dieser Stelle wird es verrückt. Ich wollte wissen, was passiert, wenn ich das Medikament weiter nehme aber das Testosteron wiederkommt. Das Medikament hat zwar keine testosteronhemmenden oder libidoreduzierenden Eigenschaften aber andere interessante Effekte wo ich mir dachte, dass man sie nutzen kann. Zum einen, dass meine Körperwahrnehmung viel intensiver wird aber gleichzeitig zwanghafte Gedanken gelockert werden... Wir haben das Salvacyl wieder abgesetzt.

Die Sexualität kam langsam wieder aber ich merkte ziemlich schnell, dass was anders war. Die Gedanken haben sich nicht mehr so extrem aufgedrängt. Durch das intensivierte Körpergefühl habe ich meine Sexualität neu entdecken können und habe alles an Gedanken mit Kindern konsequent gemieden. Das ging nicht immer aber immer besser. Meinen Windelfetisch nutze ich als harmlose Alternativsexualität, die in Kombination mit dem neuen Medikament mehr als ausreichend befriedigend ist. Bei der Masturbation denke ich nicht an Kinder sondern konzentriere mich voll auf das Körpergefühl. Ich bin an einen Punkt angekommen, wo die pädophilen Gedanken nahezu keine Relevanz mehr haben und ich mir absolut sicher bin, dass ich so in Zukunft absolut garnichts tun werde! Man könnte jetzt diskutieren ob ich per Definition geheilt bin oder nicht aber es fühlt sich so an. Nebenwirkungen hat das Medikament schon (Heißhunger,Konzentrationsprobleme,Mundtrockenheit,Müdigkeit) aber verglichen mit dem ganzen Kram aus der Vergangenheit nehm ich das gerne in Kauf. Ich bin damit jedenfalls wesentlich alltagstauglicher als früher. Das bestätigt mir mein gesamtes Umfeld ausnahmslos.

Ich habe mir die letzte Zeit Videos auf Youtube von Pädophilen angesehen, die in eine Falle gelockt und zur Rede gestellt werden. Ich empfinde dabei eine unglaubliche Genugtuung und gleichzeitig starkes Mitleid, da ich es auf emotionaler Ebene verstehen kann wie es dazu kam... Ich weiß wie es ist, wenn dein Kopf ein Fantasiegebilde erstellt, wovon du ganz genau weißt dass es falsch ist aber deine Emotionen dir genau das Gegenteil sagen. Ich weiß wie es ist wenn die positiven sexuellen Gefühle jegliches Gewissen auslöschen. Ich kenne den Kampf und es Macht mich traurig, dass so viele Menschen den Kampf verlieren.

Und jetzt stellt euch alle mal vor dieser Verlauf wäre tatsächlich reproduzierbar... Bin ich zu optimistisch? Bin ich jetzt durchgeknallt? Alles nur ein riesiger Placeboeffekt? Oder doch nichts ungewöhnliches? Was denkt ihr?

Antworten
M^onisxti


Durchgeknallt bist Du ganz sicher nicht. Du hast meine Hochachtung - nicht nur, weil Du vieles geschafft hast, sondern auch weil Du anscheinend sehr bald versucht hast, für Dich Lösungen zu finden.

Ob der von Dir geschilderte Verlauf reproduzierbar ist, kann Dir möglicherweise derjenige sagen, der Dir das neue Medikament schließlich verordnet hat. Auf jeden Fall wäre ein Erfahrungsbericht beim Projekt "Nicht Täter werden" sehr sinnvoll. Allerdings, und das ist meine Erfahrung, wirken Medikamente (bei Dir wohl ein Psychotherapeutikum) nicht bei allen gleich, teils sogar paradox oder auch anders als im Beipackzettel beschrieben. Evtl. solltest Du Dich auch an die Herstellerfirma wenden und die an Dir festzustellende Wirkung beschreiben. Möglicherweise provoziert dies auch weitere Studien.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir von Herzen, dass es Dir weiterhin besser geht bzw. der Erfolg anhält! :)*

gpoinxg


hallo pedonymous,

du hast da eine sehr bewegende lebensgeschichte sehr offen und sehr ehrlich niedergeschrieben. ich denke, mit diesem schritt kannst du wirklich anderen betroffenen mut und hoffnung geben. was mich noch interessiert: wieso musstest du selbst auf die idee mit dem neuen medi kommen? ist doch eigentlich sache der ärzte. ist es denn sichergestellt, dass das medikament kein suchtpotenzial hat?

Bin ich zu optimistisch? Bin ich jetzt durchgeknallt? Alles nur ein riesiger Placeboeffekt?

an einen placboeffekt glaube ich nicht. dafür sind die veränderungen und wirkungen einfach zu eklatant.

und ob es anderen betroffenen helfen kann, wird die zeit zeigen. da du ja in dem projekt "kein täter werden" bist, werden sicherlich versuche mit anderen betroffenen gestartet werden. es bleibt dann ja nicht auf dieses zweierverhältnis zwischen arzt und patient beschränkt - zumal, wie du schreibst – die nebenwirkungen überschaubar sind.

pqedony(mouxs


wieso musstest du selbst auf die idee mit dem neuen medi kommen?

Weil das ein Medikament ist wo man das so nie Erwartet hätte. Eigentlich müsste es bekannt sein... Ist es aber nicht. Das ist das verrückteste an der ganzen Geschichte. Ich kann mir nämlich eigentlich nicht vorstellen, dass ich der erste Mensch bin der darauf gekommen ist.

ist doch eigentlich sache der ärzte. ist es denn sichergestellt, dass das medikament kein suchtpotenzial hat?

Das körperliche Suchtpotential wird als gering eingestuft. Ich denke aber unter der Berücksichtigung der so drastisch verbesserten Lebensqualität, dass das psychische Suchtpotential enorm ist.

g*oiGnxg


denke aber unter der Berücksichtigung der so drastisch verbesserten Lebensqualität, dass das psychische Suchtpotential enorm ist.

da gebe ich dir recht. es würde wohl eine hohe psychische belastung darstellen, sich vorzustellen, dass du auf es verzichten muss. ich hoffe die verfügbarkeit ist jetzt einigermaßen gesichert.

Cjo2mran


Und jetzt stellt euch alle mal vor dieser Verlauf wäre tatsächlich reproduzierbar... Bin ich zu optimistisch? Bin ich jetzt durchgeknallt? Alles nur ein riesiger Placeboeffekt? Oder doch nichts ungewöhnliches? Was denkt ihr?

Ich würde mir mangels Kenntnis in dieser Materie keine Meinung bilden wollen. Dazu weiß ich zu wenig über diese Neigung. Menschen sind sehr unterschiedlich und sprechen auf unterschiedliche Dinge an. Nicht jede Neigung muss ausgelebt werden. Es gibt Menschen, die ihre Sexualität nie ausleben können, ohne dass sie sich diese mit Gewalt holen. Es gibt aber "normale" Heteros, die sich diesbezüglich nicht in Griff haben und sich mit Gewalt holen, was sie möchten. Möglicherweise ist auch bei Pädophilen die Bandbreite genauso groß. Der eine lebt damit ein ganzes Leben und setzt es nicht in die Tat um. Bei anderen wird der Wunsch übermächtig und die Grenze überschritten. Ob die Verhältnisse genauso sind wie bei anderen Neigungen? Ich weiß es nicht.

Auch was Verlangen und Suchtpotenzial angeht (auch eine sexuelle Neigung ist letztendlich eine stärker oder schwächer ausgeprägte Sucht, denn oft kommen wir mit dem Entzug nicht klar) gibt es unterschiedliche Menschen. Wer es einmal auslebt, hat eine deutlich höhere Rückfallquote. In deinem Fall wäre das Ausleben eine Gefahr für die Gesellschaft und nicht mit einer Zigarette oder einem Bier zuviel zu vergleichen. Aber auch beim Drogenentzug werden verschiedene Mittel angewandt, die unterschiedlich wirken. Und vielleicht auch nur die Disziplin des Betroffenen unterstützen, ohne die es ohnehin nicht geht.

Daher ist es sehr schwer, dies zu beurteilen. Eine einzelne Beobachtung genügt keinen wissenschaftlichen Ansprüchen. Aber es ist gut, dass es bei dir so funktioniert - wenngleich eine Einnahme möglicherweise Nebenwirkungen hat, dauerhaft erfolgen muss oder sich die Wirkung mit der Zeit abnutzt und du die Dosis erhöhen musst. Aber vielleicht ist es das wert, dass du deine Erfahrung bei entsprechenden Anlaufstellen einfach mal diskutierst und so vielleicht aus einer zufälligen Entdeckung tatsächlich einen Lösungsansatz bietest, der in der Forschung verfeinert werden kann. Ich wäre auch ohne Kontakt zu Betroffenen interessiert zu erfahren, wie es weitergeht.

m{usQicusx_65


Habe einen Beitrag (ggfs. vorübergehend) gelöscht.

1ch0rxn


Hallo,

danke für deine Offenbarung. Ich möchte aber festhalten, dass deine Probleme mit einer Pädophilie als solches nichts zu tun haben. Auch Menschen die eine andere sexuelle Identität haben, die nicht auf Kinder ausgerichtet ist, mitunter solche Probleme kennen.

Pädophilie ist nicht heilbar und ist auch keine Krankheit. Das sagen selbst renommierte Wissenschaftler mittlerweile. Die Pädophilie sagt erstmal nichts über jemanden aus. Das Wesen der Menschen ist anderweitig geprägt. Ich will sagen wer ein Arschloch ist wird sich auch entsprechend verhalten, da ist es egal ob man Hetero, Homo, Pädo oder gar Zoo ist.

Du kannst also Menschen eine Hilfe sein die ähnliche Probleme haben. Mit einer Pädophilie hat das aber nichts zu tun.

Liebe Grüße

1h0rn

pbedon#ymouKs


Also ich hab die Diagnose "Pädophilie" von Spezialisten schon vor Jahren bekommen. Worin genau soll sich meine Störung von der "echten" Pädophilie unterscheiden?

Ich sehe diesen Wiederspruch auch. Auf der einen Seite weiß ich selber, dass Pädophilie unheilbar ist. Auf der anderen Seite sehe ich meinen Fall... Wenn mir irgendjemand diesen Wiederspruch aufklären kann dann her mit der Erklärung. Den nächsten Termin bei meiner Psychiaterin hab ich erst nächsten Monat wieder.

1uh0rIn


"Ich war Pädophil" ist wohl das was mich da am meisten getriggert hat.

Sadistische Gedanken haben nichts mit einer sexuellen Präferenz gemein. Beides ist getrennt von einander zu betrachten.

Dein Fall ist "deiner" und mag wohl Menschen ansprechen denen es ähnlich geht. Und das ist OK. Ich möchte aber anmerken das dieser, der deine, Fall nicht für alle Pädophilen bzw. Menschen mit sadistischen Gedanken exemplarisch ist.

Primär geht es mir aber auch darum das Pädophil sein nicht heisst dass man auf jeden Fall eine Therapie braucht um sich "kontrollieren" zu können. Pädophile sind im Grunde stinknormale Menschen, wie jeder andere auch.

Gruß

p~edNonyxmous


Ja. Ich habe den Sadismus nicht klar von der Pädophilie getrennt. Es liegt bei mir beides vor.

Mir ist völlig klar, dass ich da kein Allheilmittel für Pädophilie gefunden habe aber vielleicht ist das ja ein Ansatz, der anderen noch helfen kann.

M5axq-SuRH


Hallo pedonymus

Danke für deine Geschichte hier geschildert hast!

Ich sehe das ganz ähnlich wie 1h0rn, dass ich da mehrere sich überlagernde Problemfelder sehe, von denen einige besser geworden sind. Ich kenne das aus der Selbsthilfe, dass sadistische Fantasien oft für Betroffene sehr belastend sind. Und die einzige Aussicht "Damit musst du dich halt akzeptieren lernen" ist nicht für jeden akzeptabel.

Mich würde sehr interessieren was für ein Medikament das war, was dann die Besserung brachte. Darf man denn fragen, warum du es nicht sagen magst, oder würde das auch schon mehr verraten als dir lieb ist?

pUed#onymNous


dazu kann ich zur Zeit nichts sagen.

I[chwiCll'esändxern


Als erstes möchte ich mich recht herzlich bedanken für den Mut und ihre Aufgeschlossenheit. Ich kenne das Gefühl ganz gut da ich selbst unter diesem Gedanken leide und mir über Jahrzehnte hinweg vorgemacht habe es alleine in den Griff zu bekommen. Im Jahr 2015 wurde ich erwischt da ich auch Medien bezogen habe welche sexuelle Handlungen mit Kindern zeigen. Ich wurde rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe von 3 Jahren verurteilt und dachte dass dies genug wäre um ein für allemal den Schalter umzulegen und die Neigung auszu löschen. Meine Bewährungsauflage beinhaltet einen Bewährungshelfer sowie eine Therapie welcher ich gerne regelmäßig nachkomme. Trotz der Tatsache bereits verurteilt worden zu sein und dem Wissen dass es falsch ist ist es mir nicht gelungen sauber zu bleiben und ich habe abermals Medien dieser Art bezogen. Ich möchte in aller Deutlichkeit betonen dass ich niemals einem Kind nur ein Haar krümmen könnte trotz alledem sind die Fantasien und die Tatsache Medien bezogen zu haben quälend. Ich wünschte ich würde wissen woher diese Gedanken ruhen und wie man sie loswerden kann denn eigentlich bin ich vom Grunde meines Herzens ein guter Mensch. Bis zum Tag an dem ich das erste Mal erwischt wurde hatte ich weder eine Vorstrafe wegen Körperverletzung noch wurde ich jemals in irgendeiner Weise auffällig im Bezug auf Drogen oder öffentlichen Ärgernisses. Ich hatte Freunde einen guten Job und die Menschen konnten sich auf mich verlassen. Ich habe es geschafft zu Rauchen aufzuhören und von heute auf morgen nach mehr als 20 Jahren keinen Tropfen Alkohol mehr zu trinken. Wieso gelingt es mir einfach nicht auch das abzuschütteln das ist die Frage die ich mir immer wieder stelle. Der Großteil der Gesellschaft neigt dazu jene Menschen zu verurteilen und missachten als pädophil gelten ohne daran zu denken wie quälend eine solche Erkrankung für den Betroffenen ist. Pädophile sind keine Monster sondern fühlen sich leider Gottes zur falschen Altersklasse hingezogen. Ebenso wissen Pädophile wie ich ganz genau das es falsch ist und die meisten tun alles dafür um eine positive Veränderung herbeizuführen. Persönlich würde ich alles dafür tun um morgen aufzuwachen ohne jemals wieder solche Gedanken haben zu müssen. Ich werde weiter kämpfen um dieses Ziel zu erreichen denn ich bin es den Kindern schuldig die es nicht verdient haben so dargestellt von Menschen betrachtet zu werden. Sollten noch mehr Menschen dieses Problem haben würde ich mich sehr freuen persönlich in einen Austausch zu treten um die Thematik noch besser zu diskutieren. Vielleicht kann es ja auch helfen mit Menschen darüber sprechen zu können die auch nachempfinden können wie belastend diese Störung ist.

P]lüs}chbixest


Pädophilie ist keine Sucht! Es ist eine Veranlagung.

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