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Gedankenjagen, Halluzinationen, Erinnerungslücken...

Alias 746512


ja, stimmt, dass Nebenwirkungen erst nach langer Zeit kommen können. Allerdings glaube ich bei meiner Vorgeschichte nicht daran, dass es am Medikament liegt. Meine ersten psychotischen Symptome hatte ich schon 2012, da nahm ich das Cymbalta noch nicht. Es müssen einige Dinge zusammenkommen, dass mein Hirn mir solche Streiche spielt. I.d.R. ist das Stress verbunden mit leichten bis schwereren Depressionen und daraus resultierendem Schlafmangel.

Einen neuen Termin beim Psychiater hab ich bekommen. Tja, allerdings erst im Januar. Dürfte allerdings mit dem Abilify auf 30 mg rauf (ist abgesprochen) - da ich aber noch bei klarem Verstand bin, lass ich das gut sein, vor allem wegen der Nebenwirkungen.

Schlafhygiene. Naja, da bin ich nicht so vorbidlich. |-o Da ließe sich einiges optimieren. Ich werde mich mal etwas in das Thema einlesen und sehen, was ich davon umsetzen kann :-) Danke für den Hinweis.

Die letzten Tage waren erstaunlicherweise ruhiger. Das irritiert mich schon, weil ich ja nichts geändert habe. Habe allerdings beschlossen, mich schon etwas auf die Umschulung vorzubereiten. Es ist eine kaufmännische Umschulung, die wohl sehr BWL-lastig ist. Jetzt hab ich hier ein schlaues Buch liegen mit 500 Seiten rund um BWL :-D

Außerdem hab ich einen Psychothriller ausgebuddelt, den ich schon lange lesen wollte. :-D

ach ja und gestern hab ich die schriftliche Bestätigung bekommen, dass die Umschulung genehmigt ist, wann sie anfängt und so ein Fragebogen, der mich etwas zum Schmunzeln gebracht hat.

Eine Frage lautet:

Sind Sie:

Raucher [ ]

schwerbehindert [ ]

hm. Schwerbehindert versteh ich ja, allerdings weiß ich nicht, warum die wissen wollen, ob ich Raucher bin ;-D

ok, genug geblubbert.

Danke dass ihr da wart/seid, mir zuhört und hilfreiche Hinweise gebt. @:)

Alias 746512


hallo nochmal,

Die Hallus usw. sind weg. Allerdings denke ich viel über den Sinn des Lebens nach. was mich selber total nervt - Leider komme ich dabei dann immer zum gleichen Schluss: für mich hat das Leben keinen Sinn.

Ich bin nicht depressiv, aber ich frage mich, was der Blödsinn soll, der sich "Leben" nennt. Im Grunde lebe ich nur noch für andere. Aber wie lange soll das so gehen?

Was ist denn am "Leben" so toll? Aufstehen, arbeiten, essen, schlafen und das ganze von vorne. Wenn ich daran denke, dass es noch ein paar Jahrzehnte so laufen soll, könnte ich kotzen. :-X

Ich finde das alles ziemlich sinnlos. ":/

Ich bin momentan nicht depressiv. Ich fühle mich gesund. Lache über schlechte Witze, höre gerne gute Musik, hab eine nette Familie und einen tollen Freund. x:)

aber das alles noch 40-50 Jahre leben? Wozu? Es langweilt mich einfach zzz - selbst dann, wenn ich keine Verpflichtungen hätte, wäre das so.

Ich bin nicht traurig, ich bin nicht verzweifelt. Es ist eher so... "ok, das Leben kenn ich jetzt, jetzt kann was neues kommen" :-)

Warum lebt ihr? Vielleicht helfen mir ja unterschiedliche Sichtweisen weiter.

PSlüsch7biesxt


Über Witze zu lachen bedeutet NICHT dass man nicht depressiv ist!

Menschen mit Suizidgedanken sind immer depressiv.

Such dir Hilfe beim Psychiater.

Du vergisst die vielen netten Dinge des Lebens. Das was das Leben so bunt macht. Konzertbesuche, Reisen, Hobbys, Freunde, die vielen kleinen Glücksmomente des Alltags.

Alias 746512


hallo Plüschbiest @:)

Über Witze zu lachen bedeutet NICHT dass man nicht depressiv ist!

ja, das ist natürlich richtig. Ich hatte allerdings schon mehrere depessive Episoden. Da hatte ich nichts mehr zu lachen.

Jetzt hingegen schon. Ich kann Tränen lachen, weil ein Witz so lustig ist. Ich lache nicht, weil man das halt so macht, sondern weil ich es wirklich witzig finde. :-)

Menschen mit Suizidgedanken sind immer depressiv.

Dachte ich auch, ja. Aber ich fühle mich nicht depressiv. Mein Antrieb ist normal, ich gehe gerne aus dem Haus, habe selten Entscheidungsschwäche, wie ich sie von Depressionen kenne. Ich hadere nicht mit dem Leben. Eigentlich bin ich vollkommen normal. Mal abgesehen von diesen Suizidgedanken halt.

Such dir Hilfe beim Psychiater.

Mit meinem Psychiater hab ich die Vereinbarung, dass ich mit einem meiner Medikamente raufgehen darf, wenn es wieder bergab geht. Ohne erneute Rücksprache. :-) - zusätzlich hab ich mein Notfalmedikament da (Tavor).

Bin also gut versorgt. Ich habe ja gar nicht vor, mich dieses Jahr noch umzubringen. Vielleicht auch nicht nächstes. Oder übernächstes.

Du vergisst die vielen netten Dinge des Lebens. Das was das Leben so bunt macht. Konzertbesuche, Reisen, Hobbys, Freunde, die vielen kleinen Glücksmomente des Alltags.

nein nein, mir ist bewusst, dass es viele tolle Dinge gibt. Ich freue mich, wenn mein Freund mir Blumen oder eine Flasche Hugo mitbringt. Ich habe mich über den ersten Schnee gefreut. Ich freue mich, wenn ich abends gemütlich vor dem Fernseher sitzen kann um Fußball zu gucken. Ich freu mich, wenn ich ein gutes Buch lese.

Aber im Großen und Ganzen bin ich halt gelangweilt vom Leben. Das Leben ist für mich wie ein Hobby, auf das ich nun nach mehr als 30 Jahren keine Lust mehr habe.

Als ich keine Lust mehr hatte, Billard zu spielen, hab ich es nach einigen Jahren einfach sein lassen. Warum muss ich nun am Leben bleiben? Ich hab halt keine Lust mehr drauf.

Das mag vielleicht alles etwas "krank" klingen. Wie eine Pro- und Contra-Liste Tod vs. Leben

Aber anders kann ich es gerade nicht ausdrücken.

mdusicu:s_6x5


1 (völlig unsinniger) Beitrag wurde gelöscht.

fUelis m;argarxita


Liebe Alias,

tut mir Leid, daß es nicht bergauf bei dir geht.

Ich vertrage manche Neuroleptika auch nicht. Bei Paliperidon bekomme ich sofort krasse Nebenwirkungen, bei anderen mit der Zeit. Bei Quetiapin hatte ich auch Unruhezustände und Bewegungsdrang, um das zu unterdrücken bekam ich damals Benzodiazepine. Das ist natürlich auch auf die Dauer nicht ratsam. Nachts bekam ich nach längerer Einnahmezeit (Levomepromazin und Quetiapin) unruhige Beine, dann ist natürlich an Schlaf nicht zu denken. Hast du das nachts?

Vielleicht solltest du ein anderes Neuroleptika ausprobieren. Ich weiß ja nicht, wie dein Psychiater ist, ob er dir entgegen kommt? Bei meinem muß ich dann fast darauf bestehen, daß es Nebenwirkungen sind.

Bei Antidepressiva lassen oft Nebenwirkungen nach, bei Neuroleptika eben nicht. Manchmal verstärken sie sich sogar, so kenne ich es zumindest.

Ich habe keine Lust mehr. Ich bin nicht depressiv, aber am liebsten würd ich all meine Psychopharmaka in den Müll werfen und dann Good-Bye sagen. Wahrscheinlich schwer zu verstehen

Doch, das verstehe ich sogar sehr gut. Wahrscheinlich nimmst du schon länger Medikamente? Mir geht es oftmals auch so, sogar meistens dann, wenn es mir wieder schlechter geht.

Nach und nach schlichen sich Probleme ein, die ich eigentlich nur aus Zeiten kenne, in denen es mir nicht gut geht. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Ekzeme.

Momentan geht es weiter bergab. Krieg keinen Schlaf mehr. Bin körperlich total kaputt, aber ich kann nicht schlafen.

Das kenne ich auch, wenn es mir psychisch schlecht geht.

Ich hatte allerdings schon mehrere depressive Episoden. Da hatte ich nichts mehr zu lachen.

Naja, wahrscheinlich war es damals eine schwere Depression, es gibt ja unterschiedliche Schweregrade.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit und Ekzeme treten auch bei Stress auf. Und durch anhaltenden Stress kann man sehr wohl eine Depression bekommen.

Vielleicht solltest du begleitend eine Psychotherapie machen.

Gute Besserung und liebe Grüße. @:)

Alias 746512


hallöchen felis margarita *:)

tut mir Leid, daß es nicht bergauf bei dir geht.

Ich vertrage manche Neuroleptika auch nicht. Bei Paliperidon bekomme ich sofort krasse Nebenwirkungen, bei anderen mit der Zeit. Bei Quetiapin hatte ich auch Unruhezustände und Bewegungsdrang, um das zu unterdrücken bekam ich damals Benzodiazepine. Das ist natürlich auch auf die Dauer nicht ratsam. Nachts bekam ich nach längerer Einnahmezeit (Levomepromazin und Quetiapin) unruhige Beine, dann ist natürlich an Schlaf nicht zu denken. Hast du das nachts?

Nachts bekam ich lange Quetiapin :)z Mittlerweile nehme ich nur noch Abilify als Neuroleptikum. Gegen Restless legs habe ich Pramipexol bekommen. Allerdings nehme ich das nicht mehr. Dafür hab ich in meinem "alten" Medikamentenvorrat noch Quetiapin Retard gefunden. Das habe ich früher parallel zu Abilify und Cymbalta genommen. Gestern hab ich es ausprobiert und es ist zum durchschlafen einfach wunderbar. Fühle mich heute richtig ausgeschlafen und gut.

War vielleicht eine dumme Idee, das Pramipexol einfach wegzulassen, aber ich habe immer wieder Phasen, in denen ich einfach keine Lust mehr habe, mir alles mögliche einzuwerfen. :=o

Vielleicht solltest du ein anderes Neuroleptika ausprobieren. Ich weiß ja nicht, wie dein Psychiater ist, ob er dir entgegen kommt? Bei meinem muß ich dann fast darauf bestehen, daß es Nebenwirkungen sind.

Bei Antidepressiva lassen oft Nebenwirkungen nach, bei Neuroleptika eben nicht. Manchmal verstärken sie sich sogar, so kenne ich es zumindest.

Mein Psychiater ist da ziemlich offen. Allerdings wirkt das Abilify auch "verstärkend", was mein Antidepressivum angeht. Deswegen trau ich mich da nicht wirklich ran. Mit der Kombination lebe ich ja zumindest noch.

Ich hatte allerdings auch schon Risperidon und eben Quetiapin als Neuroleptika. Das Risp war nebenwirkungstechnisch gut, aber die Wirkung war nicht zufriedenstellend. Naja und das Quetiapin... sagen wir mal so, ich wurde ziemlich rund :_D - das hat mich anfangs nicht so gestört, aber früher oder später kommt eben doch wieder irgendeine Krankheitsphase und dann leidet man doppelt, weil man nicht nur krank sondern jetzt auch noch "fett" ist.

Doch, das verstehe ich sogar sehr gut. Wahrscheinlich nimmst du schon länger Medikamente? Mir geht es oftmals auch so, sogar meistens dann, wenn es mir wieder schlechter geht.

ja, ich bin jetzt 32 und nehme seit 7 Jahren Medikamente %:| - lange macht man sich ja noch Hoffnung, dass es auch mal ohne geht. Aber mittlerweile habe ich akzeptiert, dass ich wohl ohne einfach nicht kann.

Ich "darf" ja mit dem Abilify auf 30 mg hoch lt. Arzt. Aber ich "hebe" mir das immer auf für "schlechte Zeiten", weil das die Höchstdosis ist.

Schlechte Zeiten heisst soviel wie... ich kann nicht garantieren, dass ich die nächsten 4 Wochen überlebe. Momentan kann ich das aber locker. Freue mich auch auf Weihnachten. und Silvester. Und meine Mutter feiert nächstes Wochenende ihren 60. - da freu ich mich auch drauf, weil ich da meine kleine Nichte sehe - und natürlich auch den Rest meiner Familie :-D

Ich hab einfach sowas wie eine latente Todessehnsucht, aber mich hat es schon deutlich schlimmer erwischt.

Naja, wahrscheinlich war es damals eine schwere Depression, es gibt ja unterschiedliche Schweregrade.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit und Ekzeme treten auch bei Stress auf. Und durch anhaltenden Stress kann man sehr wohl eine Depression bekommen.

Vielleicht solltest du begleitend eine Psychotherapie machen.

Gute Besserung und liebe Grüße. @:)

ja, das stimmt, momentan ist der Schweregrad noch okay. Wer weiß, vielleicht bin ich im neuen Jahr wieder "gesund" und ich frage mich, was ich hier von Tod geschrieben habe. Weihnachten ist immer so ein Fest, das ich nicht besonders mag. Und wenns dann draußen so spät hell und so früh dunkel ist.

Psychotherapie. hmhmhmhm... ]:D - ich hab schon 2 Therapien und einen Klinikaufenthalt hinter mir. Ich hab immer alles auf den Tisch gepackt, allerdings bin ich nicht so der "ich weine, wenn mir was nicht taugt"-Mensch. Deswegen wurden die eventuell doch bedeutsamen Dinge zwar in Berichten erwähnt alá "wurde sexuell missbraucht", aber sonst nicht weiter beachtet. Das ist aber okay für mich, weil ich dazu auch emotional keinen "Draht" habe.

Vielen Dank für deine Antwort. :-x

fbelis m7argarxita


War vielleicht eine dumme Idee, das Pramipexol einfach wegzulassen,

Hast du es denn von alleine weggelassen oder war es dein Arzt, der dir dazu riet? Ich bekam kurzfristig auch mal ein 'Parkinsonmedikament' wegen den Restlesslegs, was ja eigentlich nur eine Nebenwirkung von Quetiapin war. Zum Glück hat mein Psychiater es aber schnell wieder abgesetzt und gesagt, daß es keinen Sinn hat. Außerdem habe ich damals, wie du auch, zugenommen.

Ich hab einfach sowas wie eine latente Todessehnsucht, aber mich hat es schon deutlich schlimmer erwischt.

Das spricht aber für eine Depression. Ein Missbrauch ist ein Trauma und höchstwahrscheinlich hast du deshalb die psychische Erkrankung. Du sagst zwar, daß du emotional dazu keinen Draht hast, das heißt aber nicht, daß du es verarbeitet hast. Dazu keinen Draht zu haben, kann ja auch ein Schutzmechanismus sein, um nicht ganz abzustürzen. Hast du eine Traumatherapie gemacht?

Welche Diagnose hast du denn damals in der Klinik bekommen?

Schön, daß du trotz allem, noch Dinge hast (deine Familie), auf die du dich freust. Nutze es aus.

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag. *:)

s?ensiLbelYmWaxnn99


Dazu dann der Schlafmangel

Du benötigst dringend beruhigenden entspannenden Schlaf (und ja, Ähliches was dir am Tage passiert- der Traum- passiert in der Regel während des Schlafes). Und lasse jeglichen Alkohol weg. Bewege dich aktiv mehr und angestrengter (eventuell durch Sport unterstützt), vor allem um die Mittagszeit auch draußen. Eine Tageslichtlampe mit hinreichendem UV-B-Strahlungsanteil könnte hilfreich sein.

Versuche es auch mit autogenem Training, um dich etwas seelisch zu entspannen.

Alias 746512


Du benötigst dringend beruhigenden entspannenden Schlaf (und ja, Ähliches was dir am Tage passiert- der Traum- passiert in der Regel während des Schlafes).

ja, das stimmt. Schlaf war bei mir schon immer das A und O. Wobei ich mich auch immer frage, was Ursache und was Wirkung ist. Fehlender Schlaf Ursache und "Psychisch krank werden" Auswirkung oder umgekehrt?

Schwer herauszufinden, aber der Schlaf lässt sich vorerst mal leichter herbeiführen als seelisches Wohlbefinden. :)z

Für guten Schlaf hab ich im Grunde alles da. Quetiapin und in letzter Not Tavor. :-)

Und lasse jeglichen Alkohol weg. Bewege dich aktiv mehr und angestrengter (eventuell durch Sport unterstützt), vor allem um die Mittagszeit auch draußen. Eine Tageslichtlampe mit hinreichendem UV-B-Strahlungsanteil könnte hilfreich sein.

Alk weglassen ist kein Problem. Na gut. Weihnachten und Silvester könnte ein wenig schwierig werden, da wird schon fast von mir erwartet, dass ich etwas trinke. Erwarten nicht im Sinne von "es trinken alle, also auch du!" sondern eher im Sinne von "wie? DU trinkst doch bei Festen immer was" - aber da das alles im Kreise der Familie passiert, geht das schon.

So ne Tageslichtlampe wollte ich mir tatsächlich schon kaufen! Meine Schwester fand das eher "lustig" und meinte, ich soll doch meinen Ergometer benutzen, der würde mehr bringen bei depressiven Verstimmungen. ;-)

Noch ist mein Antrieb gut, also sollte ich das Teil jetzt auch wirklich wieder nutzen.

Zumindest gehe ich seit ca 3 Wochen täglich spazieren, vielleicht bin ich deswegen noch nicht total "abgekackt"

Versuche es auch mit autogenem Training, um dich etwas seelisch zu entspannen.

danke, Autogenes Training mach ich generell vor dem Schlafen gehen. Das funktioniert auch wunderbar. Nur durchschlafen ist enfach nicht drin mit der Methode.

Ich merke heute allerdings, dass durchschlafen einfach gut ist für mein Seelchen. Mir gehts einfach gut. Steht zwar alles auf wackeligen Beinen, aber mit solchen "Hoch-Tagen" scheint es mir zu gelingen, mich über die blöden Tage zu retten. :)z

Ich danke euch allen, dass ihr mir hier helft. Manches ist ja doch grenzwertig und sicher auch nicht so einfach nachzuvollziehen.

Heute bin ich optimistisch. :)_

Alias 746512


hallo nochmal an euch *:)

noch ein kurzes - und hoffentich letztes - Update.

Soweit ist alles wieder beim alten "Normalzustand". Das einzige, was noch etwas da ist, sind die Erinnerungslücken. Mein Freund hat mir ein kleines Kuscheltier geschenkt, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Am nächsten Tag wusste ich davon nichts mehr. Kann man sich in etwa vorstellen wie einen Filmriss beim Alkohol trinken. Es war einfach weg. Als ich das Stofftier dann da liegen sah, ist mir wieder eingefallen, dass ich es geschenkt bekam. Vorher wusste ich zwar, dass mein Freund mir was geschenkt hatte, aber ich wusste einfach nicht mehr was.

Dafür keine Hallus mehr und keine rennenden Gedanken. :-)

in 5 Wochen beginnt meine Umschulung und ich werd langsam richtig nervös. :[]

Ansonsten... etwas spät aber besser spät als nie: ich wünsche euch ein gutes neues und vor allem gesundes Jahr 2018. @:)

Alias 746512


hatte mich wohl zu früh gefreut. Je kürzer die Dauer bis zur Umschulung wird, desto "bekloppter" werde ich.

Die Halluzinationen machen mich gerade blöd im Kopf. Es sind nur harmlose. Mal klingelt es an der Tür, obwohl keiner da ist (mein Freund ist da, sonst würde ich an Klingelstreiche denken), mein Bett bewegt sich ruckartig, als hätte es sich ein Waschbär da drunter gemütlich gemacht (das Bett bewegt sich in Wirklichkeit nicht), der Fernseher meines Nachbars ist megalaut (obwohl mein Nachbar nicht mal da ist und mein Freund auch nichts hört). Solche Sachen halt.

Kein großer Stress, aber ich habe Angst, dass es schlimmer wird und es dann nicht mehr kontrollierbar ist.

Aber was rede ich. Es kommt, wies kommt.

P>]schbxiest


Falls du keine Neuroleptika nimmst, solltest du jetzt damit anfangen.

Wenn deine, ich nenne sei mal, "Aussetzer" von anderen bemerkt werden,

dann wissen alle sofort Bescheid.

Ich durfte des öfteren schon "Aussetzer" von an Schizophrenie Erkrankten miterleben und es war teilweise sehr unheimlich und gruselig und etwas beängstigend.

Muss man nicht ständig erleben. Es war zwar bekannt dass die Personen psychische Probleme haben,

aber die haben sich natürlich nicht als schizophren geoutet.

Einfach mal die Medikamente absetzen ist nicht immer eine gute Idee.

Alias 746512


danke Plüschbiest.

Ich nehme bereits Neuroleptika, Im Moment 20 mg Abilify (schon lange) und seit ca 4 Wochen zusätzlich wieder 300 Quetiapin Retard.

Bis jetzt hat nur mein Freund davon mitbekommen. Aktuell. Früher als ich mal in so einem Zustand draußen rumgerannt bin, auch andere, gott sei dank mir fremde Personen.

Ich muss das in den Griff kriegen, denn in 3,5 Wochen beginnt meine Umschulung. Die Nervosität ist wahrscheinlich auch der Grund für diese "Aussetzer". Krieg den Kopf einfach nicht dazu, das alles gelassener zu sehen.

In 2 Wochen habe ich einen Termin bei meinem Psychiater. Mal sehen, ob der noch ne Idee hat.

Alias 746512


hallihallohallöle, da bin ich schon wieder.

vorab: Ich weiß nicht genau, warum ich das hier schreibe. Ich erwarte keine Rückmeldungen, aber erfahrungsgemäß hilft es mir, mit jemanden darüber zu reden. Normalerweise muss da mein Partner herhalten, aber es fühlt sich dieses Mal nicht richtig an.

Wer keine Lust auf Geblubber hat, bitte zum nächsten fetten Text scrollen

Ok, ohne drumrumzureden. Das hatten wir hier ja schonmal, das Thema...

Ich will will will nicht mehr leben. Ja, will. Ich kann noch ewig so weiterleben. Ich kann mir abends das Dschungelcamp angucken und darüber lachen, wie dümmlich es ist. Ich kann ne Tüte Chips mampfen und mich freuen, dass sie so gut schmeckt. Ich kann auch Fußball glotzen :)o und das Spiel einfach "genießen".

Klingt gut oder? :-)

Aber mal im Ernst: Für die paar einzelnen Momente weiterleben wollen? Der Tag eines jeden Menschen besteht durchschnittlich aus arbeiten, essen, schlafen. Dafür geht doch die meiste Zeit drauf. Was ist daran nun so lebenswert?

versteht mich nicht falsch. Ich beneide Menschen, die zufrieden sind mit ihrem Leben und gerne leben.

Aber ich finde einfach nichts, wofür es sich lohnt, zu leben. Ich hab jetzt alles schonmal gemacht. Hab studiert, hab gearbeitet, hab gegessen und genug geschlafen.

Ich bin nicht verzweifelt, traurig, wütend oder so wegen meines Lebens. Ich bin nur maximal gelangweilt und könnte kotzen, wenn ich daran denke, dass ich evtl 70 Jahre alt werde.

yes, I can. Ich kann solange leben, bis ich aufgrund einer körperlichen Krankheit oder Altersschwäche ins Gras beiße.

Aber ich habe keine Lust dazu. Meine Medikamente sind für mich eine lebensverlängernde Maßnahme. Als wäre ich fixiert auf einem Krankenbett mit 20 Schläuchen im Hals und sonstwo.

Ja, viel Geschwafel, schließlich lebe ich ja immer noch. ;-) - leider scheint es ein paar Menschen zu geben, denen ich nicht egal bin. Darf ich MICH glücklich machen und dafür 5 andere unglücklich, indem ich mich umbringe? Nur weil diese Menschen einfach noch nicht wissen, dass sie ohne mich wahrscheinlich sogar besser dran wären?

uff, viel geschrieben und es klingt alles ziemlich aggressiv, oder? Ich verstehe das selbst nicht. Das einzige, was mich wütend macht ist, dass ich wegen anderer weiterleben "darf".

Ok, das hier ist vor allem ein Forum, um Hilfe zu bekommen.

Deswegen einfach die Frage in den Raum gestellt: Wie kann euer Alltag mit geschätzt 2 Std. Arbeitsweg, 8 Std. Arbeit, 8 Std. schlafen, 2 Std. Essen/Essen zu bereiten noch lebenswert sein? Woher kommt eure Energie, eure Freude am Leben?

lg

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