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Blockade durch Verlustängste?

Alias 746864 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

So das Ganze kann etwas durcheinander werden. Ich muss versuchen mich zu sortieren.

Ich hatte in den letzten Tagen ein paar Erlebnisse. So war ich gezwungen über unsere Situation nachzudenken.

Ich habe vor fast acht Jahren meinen Mann kennengelernt, seit drei Jahren glücklich verheiratet. Die letzten zwei Jahre waren Arbeitstechniken extrem stressig. Sowohl privat als auch der Job. Ich wR gezwungen mich mit dem Thema Buchhaltung auseinander zu setzen. Mein Mann hatte versucht sich selbstständig zu machen, was aber nicht funktioniert hat. Ich musste das Ganze dann schriftlich aufarbeiten. Mein Mann kann es wegen lrs nicht.

Zusätzlich habe ich im Job ein paar Aufgaben mehr übernommen, weil eine Kollegin Chemotherapie brauchte. Anfang des Jahres kam dann der yzusammenbruch, ich konnte nicht mehr. Zum Glück haben andere Kollegen die Aufgaben übernehmen können.

Dann hat mein Mann im ersten Jahr unserer Beziehung chron. Leukämie bekommen. Seitdem muss er jeden zweiten Tag eine Tablette schlucken und Gottseidank geht es ihm gut. Da ich aber selber in der Mefizin arbeite weiß ich auch, dass ich immer Angst haben muss, dass ein neuer Schub kommt. Die Wahrscheinlichkeit ist laut Arzt gering, aber ich kann diese Angst nicht abschalten. Er macht sich da selber weniger Gedanken. Er schluckt die Tablette und gut ist.

Die Zeit damals war die Hölle, weil dann auch wieder die Erinnerung an den Tod meiner Mama hochkam. Sie ist damals auch an Krebs gestorben. Ich war damals 18 und stand vor dem Abi.

Jetzt Gatte ich in den letzten zwei Jahren im Bekanntenkreis fünf Personen die an Krebs erkrankten. Zwei davon sind viel zu früh gestorben, die anderen gaben es geschafft bzw. kämpfen noch.

Ich denke immer ich muss stark sein. Mein Mann hat genug Probleme, ich muss ihn nicht auch noch damit belasten.

Noch dazu Hagen wir drei Katzen die mich bzw. Uns sehr stützen. Um einen Kater musste ich vor kurzem auch sehr Angst haben, er hatte eine Vergiftung. Aber er hat es geschafft.

So, jetzt versuche ich zu machen Punkt zu kommen. Ich schaffe es nicht meinen Alltag normal zu bewältigen. Damit meine ich, dass ich es nicht schaffe dem Tag eine Struktur zu geben. Als ich zu Hause ausgezogen bin war es ganz normal, dass ich regelmäßig z.b. Das Bad geputzt hab. Jetzt mach ich es erst, wenn ich es nicht mehr sehen kann. Oder nach dem kochen, hab ich immer die Küche aufgeräumt, ich schaffe es nicht. Obwohl das Ganze so banal ist.

Das sind jetzt nur zwei Beispiele. Ich möchte einfach, dass die alltäglichen Dinge wieder Routine werden.

Wie soll ich dasschaffen ???

Antworten
m`ond+syterne


Du hast im Titel eine bemerkenswerte Theorie zur Diskussion gestellt.

Deshalb will ich mich einmal beteiligen, weil ich ebenfalls betroffen bin.

Also, ja, würde ich sagen, vom Gefühl her könnte es einen Zusammenhang geben zwischen dieser seltsamen Blockade und den Verlustängsten.

Aber so ganz klar ist es mir leider nicht.

Vielleicht kommen wir hier im Austausch einer Antwort näher?

S0hefilagxh


Wie soll ich das schaffen?

Liebe Alias,

für mich klingt das Geschrieben so, dass man vermuten könnte, dass Du dabei bist möglicherweise in eine Depression zu schlittern?

Auf jeden Fall - das ist Dir ja selbst bereits bewusst - schränken Ängste Deinen Alltag ein.

Der einzig sinnvolle Rat ist hier in meinen Augen, Dich in eine passende Psychotherapie zu begeben.

Dein Hausarzt kann Dir hier Hilfestellungen geben, wie Du einen Therapeuten findest bzw. welche therapeutische Richtung sinnvoll wäre.

Alles Gute! @:)

CRaram*a;la x3


Ich denke auch, dass dein Gefühl dich nicht betrügt. Verlustängste hat man automatisch dann, wenn man sein Leben mit anderen teilt und wenn man von ihnen, wie alle anderen Menschen auch, zum Teil abhängig ist. Das kann bereichernd sein, wenn alles gut läuft und jeder mit seinen Ressourcen für andere etwas beitragen kann. Reichen die Ressourcen aber kaum noch für einen selbst, dann steht man vor einem ständig anwachsenden Defizit. Und das Resultat ist Energielosigkeit, Ängste und keinen Antrieb mehr haben.

Ab einem gewissen Alter häufen sich solche Umstände. Du hast schon früh aus nächster Nähe eine Vertrauensperson verloren. Das kann man meist weder ganz verstehen, noch kann man es verdrängen, denn irgendwann ist es wieder ein Thema für einen. Eine Psychotherapie kann helfen, wenn man es schafft, sich den nötigen Zeitraum zu geben.

Unsere Gesellschaft ist eine Funktionsgesellschaft, die dem Einzelnen viel abverlangt, die aber immer noch zu wenig Freiraum lässt, um nicht funktionierende Strukturen aufzufangen. Das Leben verstehen wir nur teilweise, da ist noch einiges an Forschungsarbeit nötig. Aber die eigenen Bedürfnisse, die kann man verstehen lernen und dann kann man schauen, wo man sich einen Freiraum, eine Auszeit in dem jetzt existierenden sozialen Netzwerk aufbauen kann. Was wäre dir denn wichtig im Moment?

Alias 746864


Was ist mir wichtig ???

Sagen wir es mal so. Mir fehlt seit einigen Jahren die Alltagsroutine. Einfach keine normalen Donge wie Putzen saugen, Papierkram regelmäßig zu machen. Sowie man im Job eine gewisse Routine hat diese dann auch im Alltag nutzen. Meine große Frage ist warum ich das nicht schaffe. Diese Blockade im Kopf muss weg. Jetzt muss ich noch a, b, c und d machen. Es sollte automatisch passieren.

Wenn ich über dasGanze nachdenke habe ich glaub ich auch den Tod meiner Mutter nicht richtig. Verkraftet. Am Anfang hab ich ihr Briefe geschrieben und nach einiger Zeit hat es aufgehört.

Ich hatte etwas was mir sehr viel Kraft gegeben hat, die Musik. Musik machen hat mich irgendwie mit Leben erfüllt. Aber irgendwie war ich auch traurig weil sich damals nie ein Mann für mich augenscheinlich interessierte. Irgendwann ist dann mein Mann in mein Leben getreten. Ich war und bin es heute noch. Sehr glücklich einen Menschen gefunden zu haben der Milchbar akzeptiert wie ich bin und mir auch die Zeit bei gewissen Fingen gegeben hat die ich bräuchte.

Ich beschloss dann zu ihm zu ziehen, habe mein Lebrn komplett hinter mir gelassen. Und meine Freunde im gewissen Grad. Die ersten Monate lief auch alles super, dann kam der Knall mit seiner Erkrankung. Auf einmal fühlte ich mich Wiedervereinigung 18. es war die Hölle. Ich musste mich damals noch um meine 5-6 Jahre jüngeren Geschwister kümmern. Ich hatte meine Mama immerhin 18 Jahre, aber die zwei ?

Ich musste wieder stark sein für meinen Mann. Das hatte ihn komplett aus der Bahn geworfen. Er war jemand, der vorher immer 200% gegeben hat. Jetzt war nur noch 10% möglich. Damit kam er lange nicht klar. Irgendwann hatte er es geschafft und das Leben ging wieder seinen gewohnten Gang. Irgendwie war Es auch für mich erledigt, ich habe alles in einer Schublade abgelegt.

Dann kamen die Probleme mit unserem Mieter und somit auch finanzielle Probleme. Einen Anwalt könnten wir uns damals aber nicht leisten.

Dann die versuchte Selbstständigkeit meines Mannes und damit auch wieder finanzielle Probleme und Existenzängste. Hier kamen seine depressiven Phasen dazu, er wollte immer einen Strick. Ich habe es als Geschwätz abgetan, aber unterschwellig war eine Angst dabei. Zeitweise hatte ich Angst ihn alleine zu Hause zu lassen.

Es gab immer extreme Angstphasen, ich habe immer versucht alles zu machen zu funktionieren. Ich habe aber kaum noch an mich gedacht. Und wenn es das banale ist mal aus purer Lust shoppen zu gehen. Ich weiß nicht mehr, wann ich das gemacht gab. Wenn dann immer nur, weil ich etwas brauchte.

Hat sich wegen der ganzen Ängste vielleicht auch mein Asthma verschlimmert?

Viele Fragen auf die ich die Antworten suchen muss. Am Mittwoch gehe ich zum Hausarzt, mal schauen was da rauskommt.

@ mond+Sterne

Darf ich fragen was bei dir genau vorliegt? Wie äußert dich das bei dir?

mBond+Gsterxne


@ Alias

Am liebsten würde ich Dir per PN antworten, weil es viele Dinge gibt, die ich nicht gerne im Forum poste. Aber ich will einmal versuchen zu schreiben, was im Bereich meiner Möglichkeiten liegt.

Also, wie Du hier nachlesen kannst, kann ich noch im Forum posten. Außerdem kann ich noch alles selbstständig machen, was zum Erhalt der Lebensfunktion notwendig ist. D.h. ich gehe einkaufen, esse usw.

Viel mehr mache ich nicht. Ich finde das sehr traurig.

Alias 746864


Ich Schicke dir heute pn

Alias 746864


Ich habe neben meinem Mann Gottseidank unsre drei Katzen und dieMusik die mich noch bei der Stange halten.

Ich bin stolz auf mich, dass ich heute sofort nach dem kochen die Küche aufgeräumt habe. Das blieb bisher bei mir immer fast drei Tage oder länger dann stehen. Irgendwie ging es immer. So banal das alles klingt, aber für mich istves ein großer Schritt

Cqaram3alax 3


Das freut mich für dich, Alias.

Ich bin der Überzeugung, noch einige Lebensbereiche gibt, die wir als Spezies Mensch noch noch nicht ganz erforscht haben. Damit meine ich unter anderem das Geistige, also das Jenseits und überhaupt, wie hier die Zusammenhänge im Bezug zu dem Leben, so wie wir es jetzt erfahren, steht.

Ich halte auch keine Religion, Tradition oder die heutige Wissenschaft für kompetent genug, das hieraus ein ganzes verständliches Bild entsteht. Diese Zusammensetzung aller bisher vorhandenen Teilbereiche steht noch aus, so ist zumindest meine bisherige Erfahrung und auch Meinung.

Was ich damit sagen will, dass dieses Leben, so wie wir es jetzt leben, viele Mängel hat, die wir nicht verstehen können und was uns verständlicherweise zu schaffen macht, wenn es um Tod und um Krankheiten geht und überhaupt, wie man in diesem Ganzen sich seine Freiräume für etwas Freude und Ruhe schaffen kann. Ich glaube, man selbst ist auch erst zufrieden, wenn man das Leben wirklich verstehen kann und solange man es nicht kann, solange helfen einem wie du sagst, Lebensbereiche in denen man das Leben dann wahrnehmen kann, wie bei dir die Musik und deine Katzen.

Wenn man etwas tun will, dann macht man das für sich selbst, weil man diesen oder jenen Gewinn daraus zieht. Eine aufgeräumte Küche hat ihre Vorteile. ;-D Genauso wie andere Sachen auch.

Der Antrieb kommt dann, wenn einen andere Anteile des Lebens nicht dauerhaft runterziehen und belasten. Der Wunsch nach Versorgt sein und nach Sicherheit sind sehr groß in einem. Meine Erfahrung ist, dass man diese wichtigen Aspekte der eigenen Persönlichkeit immer nur teilweise befriedigt bekommt. Das alleine macht schon etwas mit der Psyche. Ich glaube, wenn man sich hier vieles bewusst machen kann, dann kann man auch im Alltag wieder besser funktionieren. Wenn dein Mann vorher 200 Prozent funktioniert hat und dann nur noch 10, dann fällt vieles wieder auf dich zurück. Das ist einem dann zu viel. Zu wissen, dass man es mit jetzigen Mitteln im Moment nicht ändern kann, dass ist ein Punkt, den man akzeptieren kann, um dann in Zukunft nach Lösungen zu suchen, wie man mit den Unsicherheiten im Leben umgehen kann. Aufheben können wir als Spezies Mensch im Moment vieles noch nicht. Aber da sitzen wir alle im gleichen Boot, denke ich.

Alias 746864


Jetzt war ich ja heute beim HA. Sie hat mir erst mal Blut abgenommen um nach Entzündung und unter anderem Vitamin D B12 usw. Zu gucken.

Am Freitag weiß ich mehr.

Mal schauen was der Abend noch bringt.

CDaramxala 3


Das ist schon mal nicht schlecht, mit den Werten. Das kann auch ein Stück weit den Stoffwechsel und die Psyche beeinflussen.

Alias 746864


Ich wollte schon wieder etwas auf den ächzten Tag schieben, aber hat habe es geschafft das heute zu erledigen.

Es tut gut darüber zu schreiben. Das meins Mann das nicht verstehen kann war mir fast klar. Sein Kommentar"von was bist du denn fertig?" Er hat den körperlich anstrengenderen Job, das ist so. Aber der Rest ???

Alias 746864


So, jetzt hab ich gestern meine Blutergebnisse bekommen. Ich habe wohl einen starken Vitamin D Mängel. Ein großer Teil meiner Probleme soll wohl davon kommen ":/

Ich soll das jetzt mal nehmen und gucken wie sich das bei mir auswirkt. Naja mal gucken

Alias 746864


Ich fühle mich etwas besser dank dem Vitamin D, allerdings fällt es mir immer noch sehr schwer gesteckte Ziele durchzuziehen. Ich weiß, dass ich es schaffen muss. Das hat mir heute auch jemand nochmal sehr direkt ins Gesicht gesagt. Sonst geht mein ylebrn den Bach hinunter. Nach diesem Gespräch saß ich wieder da. Wenn ich das nicht schaffe, dann...

Ich muss aus dieser scheiß Spirale raus.

mfond+!skterne


Ja, das ist leichter gesagt als getan...

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