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Was tun wenn die eigene Mutter immer ungerechter wird??

aZlexxis72 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

hatte ja schon mal geschrieben das mein Vater vor zwei Jahren verstorben ist. Seit dem wird meine Mutter immer ungerechter. Ich muß dazu sagen das sie schon seit vielen Jahren kein Auto mehr fährt und wir sehr abseits wohnen. Nun meckert sie andauernd rum das sie nirgends mehr hin kommt. Aber meine Meinung ist wenn man wirklich etwas unternehmen möchte findet man immer einen Weg dies auch zu tun. Aber das kriegt sie nicht hin. Lieber beschwert sie sich, aber tut nix dagegen. Jetzt ist aktuell das Problem das sie am Wochenende zu einem Auftritt möchte (Kirchenchor) wo ich selber aber auch keine Zeit habe sie dahin zu fahren weil ich mit meinem Freund was unternehme. Jetzt macht sie mir schon Vorwürfe das ich ja wohl eher als Tochter in der Pflicht bin sie zu fahren als irgend jemand anderes. Bin stinksauer. Und ich unternehme ja schon recht wenig und versuche ja so gut es geht für sie da zu sein. Aber ich muß ja schließlich auch mal was für mich tun...

Hat jemand einen Tip wie ich das für die Zukunft regeln kann ohne selbst dabei zu kurz zu kommen?

Antworten
H{ypexrion


Hat sie keine Freundinnen mit denen sie mal etwas unternimmt?

Ist sie in irgendwelchen Gruppen z.B. Kirchenchor, Strickclub, Kartenclub ect?

B<en;it>aB.


Jibbet das kein Taxis, hat sie keine Menschen aus dem Chor, die sie mitnehmen könnten? Und wie alt ist die Mutter?

Wieviel Kilometer sind das denn?

Ich würde auf emotionale Erpressungen gar nicht eingehen.

PLlüschVbiexst


Hat deine Mutter mal einen Führerschein gemacht?

Dann könnte sie ja Fahrstunden zur Auffrischung nehmen und sich ein Auto zulegen.

Ich kenne einige Frauen die nach dem Tode des Mannes, der sie immer überall hingefahren hat,

nochmal in der Fahrschule waren.

Du als Tochter bist nicht verpflichtet jetzt dauernd zu "springen".

Shhei?la\gh


Hat jemand einen Tip wie ich das für die Zukunft regeln kann ohne selbst dabei zu kurz zu kommen?

Ja. Mach Deiner Mutter schnellstmöglich klar, dass solche Fahrdienste Gefallen sind, und keine Pflichten.

Sie kann freundlich fragen.

Solltest Du Zeit, Kraft und Lust haben, hilfst Du gerne.

Ansonsten nicht.

Ich wäre an Deiner Stelle bereits s e h r befremdet, wäre meine Mutter mir gegenüber so fordernd und patzig aufgetreten. :-/

Du bist nicht für Ihre Freizeitgestaltung verantwortlich. Allenfalls ab und zu (alle paar Wochen?) mal behilflich.

Wenn es für Dich passt.

Lass Dir nicht die Butter vom Brot nehmen!

@:)

aalexxis72


Hallo danke für eure Antworten.Das ist ja das Problem. Sie hat keine Freundinnen. Und um den Führerschein aufzufrischen hat sie keine Nerven mehr. Als mein Vater starb haben ihr einige Hilfe angeboten. Aber sie hat sie nicht angenommen. Ist ja bequemer die Kinder zu fragen. Ich bin auch ziemlich "angepisst" durch ihr Verhalten. Ich habe noch eine Schwester. Die sieht das genauso. Aber unsere Mutter will sich einfach nicht helfen lassen. Lieber rummeckern.

Und sie hat immer die Ausrede das sie wegen unserem behinderten Bruder nicht weg kann. Aber auch da ließe sich eine Lösung finden. Das müßte sie nur wollen.

T9heB`lackW'idow


Meine Mutter ist nach dem Tode meines Vaters auch nicht mehr mit dem Auto unterwegs. Sie ist und bleibt sehr freundlich und deshalb gibt es immer Verwandte, welche sie gerne fahren.

Niemals kommen Vorwürfe, aber da würden auch meine Geschwister/Partner und ich nie mitspielen.

Auch sie hat nur einen sehr begrenzten Freundeskreis und bleibt den Seniorenangeboten lieber fern.

Ich würde mir an deiner Stelle keinen Kopf machen. Dein Leben, deine Entscheidungen. Für ihr Leben und dessen Gestaltung ist sie selber verantwortlich. Und Fahrgemeinschaften gibt es überall - wahrscheinlich will sie nur nicht fragen.

Thimb"a|t(uku


Hat jemand einen Tip wie ich das für die Zukunft regeln kann ohne selbst dabei zu kurz zu kommen?

Lerne nein zu sagen. Du hast überhaupt keine wie auch immer geartete "Pflicht", wie deine Mutter das meint. Du solltest sie mal auf den Pott setzen, wie man so sagt. Wenn du sie mal irgendwo hinfährst, ist das ein wohlwollendes Entgegenkommen, ein Geschenk sozusagen, aber keinerlei Pflichterfüllung. Mach ihr das klar.

wginterso+nne 0x1


Tipp: mal in Ruhe miteinander reden - nicht so auf die Schnelle , kurze Diskussionen , das verpufft oft, sondern eher sich mal einen Abend vorher aausmachen - sagen : du wir müssen mal reden....

Ja und du bist nicht verpflichtet ständig zu springen und du darfst dein eigenes Leben leben.

W{M 20x14


Bevor ich da an deiner Stelle fuchsteufelswild im Dreieck springe, würde ich mich fragen, was meine Mutter denn alles im Leben so für mich getan hat. Und danach entscheiden, ob ich ihr irgendwelche Wünsche abschlage.

Ich meine, es ist nunmal deine Mutter. Natürlich, alles muss man sich auch nicht aufhalsen lassen und man darf auch gerne mal nein sagen. Dennoch würde ich meiner Mutter - auch wenn es vielleicht ein wenig selbstverschuldet ist - in dem Rahmen helfen und Dinge für sie erledigen, um ihr den Alltag so schön wie möglich zu machen. Sie hat ihren Mann verloren, weißt du genau, wie so etwas ist, und wie deine Mutter ihr Leben nun sieht? Weißt du, wie man wird, wenn der eigene Partner nicht mehr da ist?

Nur ein Denkansatz, jede Familie und jede Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist anders.

Wünsche dir, dass du eine für dich akzeptable Lösung findest, mit der du zurecht kommst. @:)

WNM 2s014


Und den Tipp von wintersonne 01 finde ich gut. Nehmt euch mal Zeit für ein Gespräch. Vielleicht merkt deine Mutter gar nicht, was sie da von dir verlangt. Wenn du ihr deine Gedanken dazu jedoch mal in Ruhe und ausführlich erklären kannst, wird es ihr dadurch vielleicht bewusster.

B\enixtaB.


Kinder sind nicht dafür da, ein unerfülltes Leben anzufüllen. Das würde ich der Mutter auch erzählen. Sie sollte ihren Bekannten- und Freundeskreis ausbauen, vielleicht den Führerschein machen, sofern sie den nicht hat.

Mit wieviel Eifer hat sie denn ihre eigene Mutter betüdelt. Hat sie es überhaupt?

PxradaTTeu4fel


Das erinnert mich stark an meine eigene Mutter und das Stichwort heißt hier: Emotionale Erpressung!

Wenn du diese Schlagwörter mal bei Tante Google eingibst, wirst du dazu einiges finden. Ich hab lang gebraucht um das zu verstehen und noch viel viel länger, mein durch meine Mutter erzeugtes schlechtes Gewissen ihr gegenüber wieder los zu werden ;-)

Es gibt da ein paar ganz wichtige Dinge, die du dir verinnerlichen solltest.

1.) Du kannst sie nicht ändern! Du kannst mit ihr reden, ihr Vorschläge machen für ihre Freizeitgestaltung (ihre SELBSTÄNDIGE Freizeitgestaltung :)z ) - was sie daraus macht, bleibt ihr überlassen.

2.) Es ist nicht deine Aufgabe als Tochter, sie zu bespassen, damit sie glücklich ist! Dafür ist allein sie selbst verantwortlich! Sie ist ihres eigenen Glückes Schmied!

3.) Du musst überhaupt kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie jetzt wegen dir nicht zu ihrem Auftritt kommt. Ich habe diesen Satz bewusst so formuliert, finde den Fehler ;-) Du bist Schuld, dass sie nicht zum Auftritt kommt - das sagt dieser Satz aus! Aber genau das ist nicht so! Wenn sie wirklich wollen würde, würde sie Mittel und Wege finden, diesen Auftritt zu besuchen. Also lass dir bloß nicht einreden, dass du jetzt Schuld bist, dass sie ein mieses Wochenende hat ;-)

4.) Deine Mutter hatte ihre schönen Zeiten im Leben, da bin ich sicher! Der Tot deines Vaters ist tragisch und vielleicht ist sie dadurch depressiv, verbittert, oder was auch immer. Das ist verständlich! Aber sie hat in ihrem Leben sicher viele schöne Dinge erlebt, sprich.. ihr Leben gelebt! Jetzt ist leider gerade eine weniger schöne Phase für sie angebrochen, damit kommen Viele nicht klar. Auch verständlich. Aber.. sie hatte ihre schönen Zeiten! Und jetzt bist du eben dran, dein eigenes Leben zu leben und deine Schönen Zeiten zu erleben ;-)

Und wie du schon schreibst.. wer wirklich will, der kann auch was erreichen. Eine Betreuung für den behinderten Bruder würde sich sicher finden und ein Taxi, oder eine Mitfahrgelegenheit oder was auch immer ließe sich mit etwas gutem Willen auch realisieren. Sie will nicht! Sie will jammern! Sie hat niemanden ausser euch und lässt es deshalb an euch aus! Nachvollziehbar, aber ungesund! Wenn sie das aber selbst nicht einsieht und ändert... kannst du nichts machen, ausser deine eigene Einstellung zu dieser Situation zu verändern und es mit anderen Augen zu sehen. Mir hat noch geholfen zu versuchen, es wie ein Aussenstehender zu betrachten! Jeder Fremde hätte meiner Mutter (die genau so ist wie deine in den von dir genannten Punkten) einen Vogel gezeigt! Mich hat das schlechte Gewissen gepackt und ich war sauer, wütend auf sie. Wenn ich es aber mit einer anderen Brille betrachte, nämlich wie ein Aussenstehender, zeige ich ihr einen Vogel, drehe mich gedanklich um und lasse sie zusehen, wie sie klar kommt. Klingt hart, aber .... wie gesagt, jeder ist für sein eigenes Glück selbst verantwortlich :)z

h(ikle{inexs


Wie stellt sich deine Mutter denn eigentlich die Betreuung deines Bruders vor, wenn sie mal "nicht mehr kann/nicht mehr ist"?

Vielleicht kannst du sie so erreichen? Dass er sich dran gewöhnen muss, von anderen betreut zu werden? Manche Menschen, gerade, wenn sie sich "kümmern", lassen sich eher über solche Argumente fangen.

aIlexvis7x2


Sie hat ihn zwar für betreutes Wohnen angemeldet aber da ist noch nix konkret entschieden. Ich habe auch nicht gesagt das ich ihr garnicht mehr helfen möchte. Möchte ein gesundes Mittelmaß finden. Aber sie macht es mir sehr schwer.

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