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Notdienst gerufen und ist doch nicht schlimm was sie haben.....

X.ir`aixn


Ich hab selbst heute noch abgelaufene Tavor dabei :_D

Hab es schon seit 3 Jahren nicht mehr gebraucht, weil meine Therapie meine Nervenzusammenbrüche sehr gut abgefangen hat. Nichtmal das AD nehm ich noch.

Es ist für mich mehr eine...geistige Stütze in schwierigen Situationen. Ich erinner mich dann, wenn ichs in der Hand hab, dass ich eeeeein- und auuuusatmen muss.

Bei Epilepsie ist das natürlich was andres. Da hilft Ein und Ausatmen ja mal garnicht.

Und wegen einem ähnlichen Bänderriss, wurde ich mal von einem Krankentransport von der Schule abgeholt und zum Notdienst gebracht. Tut echt mies weh und an Auftreten ist dann auch nicht mehr zu denken. Bei mir waren da leider auch meine Eltern grad beide 300km entfernt in einem andren Krankenhaus (mein Vater wollte abends wieder zuhause sein), also blieb nichts andres übrig...

Ich wär bei der Beule auch lieber zum Notdienst...oder beim Rücken...aber bei der Beule KONNTE ich nicht selbst fahren (Sternchen) und beim Rücken brauchten wir Hilfe mich vom Sofa überhaupt runter zu kriegen, da ich vor Schmerzen schrie, wenn man versuchte mich zu bewegen.

Rücken war auf keinen Fall ein Notfall, wir hatten nur leider keine Optionen :/

Deswegen bin ich den Sanis von damals auch sehr dankbar, dass sie trotzdem so lieb zu mir waren.

J3osch]i68


Der Notarzt hat mir etwas um die Anfälle zu unterbrechen gegeben und dann, laut meiner Freunde, wollte ich nach Hause laufen und musste festgehalten werden.

So etwas hatte ich auch schon hinter mir, ich habe dann ein Formular unterzeichnet wo ich auf eigene Verantwortung gehen durfte.

Ich nehme ab jetzt immer eine Beruhigungstablette mit (2Stk.), das ist wohl besser so, falls so etwas nochmal vorkommt. Auch wenn ich nach der Einnahme kein Fahrzeug (auch Fahrrad) führen darf, dafür gibt es ja öffentl. Verkehrsmittel, wenn nicht gerade einer Zeit hat mich nach Hause zu bringen.

Nochmal will ich so etwas nicht mitmachen..

tLaGtua


Vielleicht wäre es auch nicht schlecht nebenher an anderen Strategien zu arbeiten, wie man sich in so einer Situation wieder beruhigen kann. Therapie machen, Entspannungsübungen lernen...

m`nexf


[(...) Bezugnahme auf gelöschte Inhalte]

Und immer nur Beruhigungstabletten einwerfen ist dauerhaft auch keine Lösung, deshalb sehe ich das "immer bei sich haben" kritisch. Manchen mag es helfen, manche drehen dann aber schon direkt wieder am Rad, wenn sie keine Tabletten dabeihaben. Irgendwann muss man auch wieder lernen, dass man auch ohne Beruhigungstabletten nicht dran verendet und es auch wieder ohne weggehen kann/wird.

K]angxa


Das Problem ist jedoch wenn die Alternative zu "immer bei sich haben" die ist, einen RTW zu rufen und sich in die Notaufnahme bringen zu lassen um an Beruhigungsmittel zu kommen, die deutlich schlechtere ist.

Der Patient fühlt sich dann wieder schlecht Behandelt, die Krankenkasse muss 275€ zahlen etc. pp.

mone{f


Natürlich. Aber es gibt ja nicht nur entweder, oder.

Man kann seine Attacken auch einfach durchstehen; denn unmündig, willenlos und gezwungen, den RTW zu rufen, ist man auch während er Panikattacke seines Lebens nicht.

Zumal der TE schreibt, dass "man" den RTW holte - also vermutlich die Eltern zum Telefon gegriffen haben, als ihr Sohn leidend auf ihrem Sofa landete. Die waren selbst bei Verstand, die können künftig sagen: Ende Aus, dafür holen wir keinen RTW.

P*edxdi


Boaaaaaa..........was es alles gibt ":/.... bist Du in Therapie?

Mit meiner Tochter war ich unzählige Male ( und das meine ich wirklich so!)mit dem rtw ins Krankenhaus unterwegs. Immer mit Blaulicht. Bis sie endlich transplantiert wurde HTX . Die sanis müssen aber schon gut psychologisch geschult sein. Bei uns ging es immer gleich um echt lebensgefahr. Ich aber als Mama wurde immer gut versorgt und abgelenkt. Mal hat mir der sani erzählt dass wir gerade geblitzt wurden, manchmal wurde mit schwarzem Humor gefrotzelt. Nie habe ich unfreundliche sanis gehabt. Ich habe Hochachtung und Dankbarkeit.

[...]

Denke bitte daran, dass es Menschen gibt, deren Leben in Gefahr sind. Die können nicht 30 Minuten warten so wie Du!

m5nef


PS: Und ich schrieb ja im Grunde nur, dass es keine Dauerlösung ist. Nicht dass er sich jetzt auf gar keinen Fall mit Tabletten begnügen sollte, sondern stattdessen in die Notaufnahme kriechen soll.

Ebhemayliger NuGtzer (#6154x94)


Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus.

Liverpool

Das denke ich auch.

Allerdings kenne ich auch den Fall, dass die Anruferin (meine Mutter) die Sachlage bei ihrem Notruf sachlich-vernünftig geschildert hatte und es dann hieß, dass das nichts Schlimmes sein könnte bei dem Betroffenen, wenn sie als Angehörige/ehefrau so nüchtern alles beschreiben könnte. (Ich hätte ja gedacht, entscheidend ist, was man inhaltlich sagt, und nicht, dass es auch wichtig ist, möglichst aufgeregt zu klingen. Man ist da ja nicht in einer Oper oder so, sodass auch die "Inszenierung" wichtig ist. %:| ) Immerhin wurde dann ein Rettungswagen geschickt. Die Besatzung wiederum hat den Notarzt nachalarmiert, weil es dummerweise doch "etwas Schlimmes" war. ... Hat alles in allem etwas gedauert, weil sehr ländliche Gegend, und "nichts Schlimmes".

Ich habe daraus mitgenommen, dass man im Zweifel wohl besser mit einer Mischung aus "hysterischer Übertreibung" und Höflich-sachlich-Bleiben fährt als Angehöriger oder Patient.

mwn`exf


Allerdings kenne ich auch den Fall, dass die Anruferin (meine Mutter) die Sachlage bei ihrem Notruf sachlich-vernünftig geschildert hatte und es dann hieß, dass das nichts Schlimmes sein könnte bei dem Betroffenen, wenn sie als Angehörige/ehefrau so nüchtern alles beschreiben könnte. (Ich hätte ja gedacht, entscheidend ist, was man inhaltlich sagt, und nicht, dass es auch wichtig ist, möglichst aufgeregt zu klingen. Man ist da ja nicht in einer Oper oder so, sodass auch die "Inszenierung" wichtig ist. %:| ) Immerhin wurde dann ein Rettungswagen geschickt. Die Besatzung wiederum hat den Notarzt nachalarmiert, weil es dummerweise doch "etwas Schlimmes" war. ... Hat alles in allem etwas gedauert, weil sehr ländliche Gegend, und "nichts Schlimmes".

Den Fall kenne ich auch.

Ehhem2alqiger NutXzer (#61z5x494)


Den Fall kenne ich auch.

mnef

Scheint kein Einzelfall zu sein:

Als Grund dafür, dass er dem späteren Opfer nicht die erwünschte Hilfe schickte, gab der Polizist dessen ruhigen, sachlichen Ton bei dem Notruf an. Deshalb habe er das alles für nicht so ernst gehalten und gar nicht mehr richtig zugehört. Tatsächlich hatte der Jugendliche nicht panisch geklungen.

[[https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ag-augsburg-polizist-wimmelt-notruf-ab-verurteilt-geldstrafe/]]

Das kanns doch nicht sein ... . Müssten die sich nicht eigentlich freuen, wenn der Anrufer gerade nicht panisch ist, sondern ruhig schildern kann, was Sache ist?! ":/ :-(

P{lüsc{hb7iest


Es ist aber die absolute Ausnahme dass die Leute alles so ruhig schildern.

Die von der Rettungsleitstelle denken sich bei solchen Anrufen vermutlich des öfteren mal, dass sie aus Jux und Tollerei angerufen werden.

K"angxa


Müssten die sich nicht eigentlich freuen, wenn der Anrufer gerade nicht panisch ist, sondern ruhig schildern kann, was Sache ist?! ":/ :-(

Offenbar nicht, das ist oft ein Indikator dafür dass es ja nicht so Schlimm sein kann.

Find ich teilweise Fatal denn jeder Mensch reagiert ja anders. Manche Menschen lassen sich was anmerken, andere wiederum sind eher "harte Hunde".

Hab z.b schon erlebt das wenn ein Angehöriger angerufen hat gleich ein Notarzt mitgeschickt wurde, wenn man selber anrief aber nur ein RTW geschickt wurde bei selben Krankheitsbild.

Enh5emaligecr N#utze8r (#615494)


Die von der Rettungsleitstelle denken sich bei solchen Anrufen vermutlich des öfteren mal, dass sie aus Jux und Tollerei angerufen werden.

Plüschbiest

Es soll Leute geben, die gerade weil sie geschockt sind o. ä. sehr ruhig werden. Aber zu dumm - die haben dann eben Pech gehabt. So was ungewöhnliches ist ein sachlicher Notrufer auch wieder nicht - und bei Scherzanrufen werden die Anrufer wohl kaum total emotionslos alles schildern oder? Schon gar nicht, wenn das Teenager sind.

Aber wie gesagt, ich habe daraus für mich gelernt. Die "Hysterischen" bzw. die, die übertreiben, fahren ja besser in dem System.

m,nef


Es ist aber die absolute Ausnahme dass die Leute alles so ruhig schildern.

Die von der Rettungsleitstelle denken sich bei solchen Anrufen vermutlich des öfteren mal, dass sie aus Jux und Tollerei angerufen werden.

Dann müssen die eben dahingehend geschult werden, dass nicht alle Leute merklich ausflippen, sondern auch trotz massiver innerer Anspannung noch soweit die Fassung wahren, zu "funktionieren" und einen Notruf mit der gebotenen Sachlichkeit abzusetzen. :|N

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