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Schlafprobleme...

m{anukelx2x101 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hab seit ca. 3 Monaten Schlafprobleme.

Um genau zu sein, ich kann meistens einschlafen, wache dann aber 2-3 Stunden später wieder auf und kann dann nicht mehr einschlafen. Ich fang dann immer zum Grübeln an und komme aus dem Gedankenkarusell nicht mehr raus. Ich denke einfach über alles mögliche nach, obwohl ich hundemüde bin.

Die klassichen Schlafregeln / Tipps, sowie Hilfsmittel, wie Baldrian, Neurexan etc. hab ich alle durch - sinnlos.

Am nächsten Tag bin ich verständlicherweise kaum zu gebrauchen.

Ich war damit beim Hausarzt, der mir daraufhin Trittico verschrieben hat.

Davon nehme ich seit 2 Monaten 25 mg vor dem Schlafen gehen. Damit kann ich so gut wie durchschlafen - wache vielleicht einmal Nachts kurz auf um einen Schluck Wasser zu trinken - soweit OK.

Leider ist das Medikament aber auch nicht das Wahre, da ich am nächsten Tag trotzdem hundemüde bin und total fertig aussehe - meine Augenringe möchte ich erst gar nicht kommentieren - sehe aus als wäre ich nur am Saufen, furchtbar.

Jetzt hab ich dazwischen paar mal versucht ohne Trittico zu schlafen.

Es funktioniert nicht! Jedesmal dasselbe Ergebnis! Ich schlaf trotzdem wieder nur 2-3 Stunden und kann dann nicht mehr einschlafen.

Wie kann das sein? Trittico ist doch ein Antidepressivum, was ja länger wirkt. Wie ist es also möglich, dass ich, wenn ich vor dem Schlafen einmal keine Tablette nimm, einfach keinen richtigen Schlaf finde?

Damit hab ich mal den Hausarzt konfrontiert.

Er meinte, dass das gar nicht sein kann und es keine Rolle spielt, wenn man mal 1 oder 2 mal keine Tablette nimmt. Ich soll Trittico noch ein paar Monate nehmen.

Das will ich aber nicht! Ich denke bzw. weiss, dass es danach trotzdem gleich schlecht mit dem Schlafen weitergeht, was ich ja soweit getestet hab.

Ich will doch einfach nur durchschlafen und fit + aktiv sein. Bin zurzeit einfach nur zum Wegwerfen. :(

Hat jemand eine Idee bzw. weiss wohin ich mich noch wenden könnte?

Danke im Voraus.

Antworten
ECulex2


Ich kann von Schlafstörungen auch ein Lied singen. Bei mir sind sie depressionsbedingt, allerdings habe ich deswegen nie Medikamente genommen, kann dazu also nichts sagen.

Aber kann es sein, dass du schon eine gewisse Erwartungshaltung entwickelt hast, dass du ja ohnehin nicht ein-/durchschlafen kannst? Ich kenne das, sobald ich mir, auch nur unbewusst, Druck mache, dass ich jetzt einschlafen muss und es wahrscheinlich wieder nicht klappen wird, klappt es auch nicht. Sobald ich mir sage, dass es mir egal ist, ob und wann ich einschlafe und dann die Zeit mit etwas Entspannendem verbringe, klappt es auch viel besser.

Wurden deine Schilddrüsenwerte mal gecheckt?

Hast du psychische Probleme oder sonstigen Stress, der dich belastet? (Finde es nämlich heftig, dir gleich ein Antidepressivum zu verschreiben.)

Wie sieht dein Verhalten vor dem Schlafengehen aus – bist du am Handy, Computer, Fernseher etc. oder versuchst du, runterzukommen? Ich habe regelrechte Rituale, ohne die ich nicht einschlafen kann – ich muss vor dem ins Bett gehen duschen (oder bestenfalls warm baden), mein Zimmer muss ordentlich und gelüftet sein und im Winter brauche ich eine Wärmflasche. Meistens lese ich dann noch, bis ich so todmüde bin, dass ich nach dem Lichtausmachen direkt einschlafe. Neurexan hilft mir auch, aber das hast du ja schon versucht.

Sagt dir ASMR etwas? Wenn nicht, google mal, das kann auch beim Einschlafen helfen.

Alles Gute :)*

fNelis Ymarjgariqta


Hallo Manuel,

Wie ist es also möglich, dass ich, wenn ich vor dem Schlafen einmal keine Tablette nimm, einfach keinen richtigen Schlaf finde?

Das ist normal. Ich nehme abends auch Trazadon, als ich mal vergessen hatte, das Medikament in der Apotheke zu holen, konnte ich auch nicht schlafen. Es wird ja bei Depressionen mit Ängsten und/oder Schlafstörungen eingesetzt.

Weißt du die Ursache deiner Schlafstörung?

Liebe Grüße

moanu)el21x01


Danke für die raschen Antworten.

@ Eule2

Das mit der Erwartungshaltung kann gut sein, wahrscheinlich unbewusst.

Ich hab versuche mir da keinen Druck zu machen, aber scheinbar klappt das nicht.

Bezüglich Schilddrüsen hab ich noch keinen Check gemacht, werde das eventuell beim Hausarzt mal anklingen lassen.

Bezüglich Stress, psych. Probleme kann ich zurzeit nicht wirklich wahrnehmen.

Der Hausarzt wird wohl vermuten, dass es psychische Ursachen hat.

Hatte mal längere Zeit mehrere verschiedene somatische Beschwerden + chronische Erschöpfung, die im Zeitraum von ca. einem Jahr mit mehreren Antidepressiva Präperaten (verschrieben vom Neurologen) behandelt wurden.

Vorm Schlafgehen, nehme ich auch immer ein warmes Bad.

Das Zimmer wird frisch gelüftet, kein Alkohol, kein Handy oder sonst was stört.

Wie gesagt es geht nicht um das erstmalige Einschlafen, sondern das Problem ist das spätere Aufwachen, grübeln und nicht mehr einschlafen können.

Das mit ASMR muss ich mir noch anschauen - danke.

@ felis margarita

Nimmst du Trazadon permanent?

Ich kenn dir Ursache der Schlafprobleme leider nicht.

Danke.

C\om-ran


Das mit ASMR muss ich mir noch anschauen - danke.

Wenn es gut gemacht ist, ist das eine feine Sache.

Du könntest aber auch direkt eine geeignete Schlafhypnose auf CD oder so kaufen und diese mehrere Tage vor dem Einschlafen hören. Das könnte dein Problem gezielt angehen.

Psyche schließt du selbst ja aus, aber du bist bereits in einer negativen Erwartungshaltung. Daher kommst du aus diesem Teufelskreis nicht heraus. Ebenfalls helfen kann es, das Nicht-Schlafen einfach zu akzeptieren. Dann verschwindet es, weil es seinen Schrecken verliert.

Probier mal ASMR und/oder Selbsthypnose.

f?elis Qmargasrita


grübeln und nicht mehr einschlafen können.

Grübeln hört sich ja schon so an, als ob dir etwas Sorgen macht?

Nimmst du Trazadon permanent?

Ja, schon etwas länger.

s"portfxan


Einschlafprobleme kenne ich auch, habe ich leider seit einigen Jahren mit zu tun. Außerdem unerholsamer Schlaf mein Leben lang. Fand ich ganz normal, müde aufzuwachen ("Langschläfer", "Morgenmuffel"...was man da alles sagt bzw zu hören kriegt). Ich kannte es nicht anders.

Seit ich Medikamente nehme, bin ich erstaunt, wie gut man schlafen kann und wie fit man morgens sein kann. Nachdem pflanzliche Sachen kaum halfen, hatte ich zuerst zwei Jahre lang Mirtazapin 15mg (tetrazyklisches Antidepressivum), dann half es nicht mehr und wir wechselten auf Quetiapin 25mg (atypisches Neuroleptikum). In niedrigster Dosierung wirken beide nur schlaffördernd, aber noch nicht gegen Depressionen oder so. Nach zwei Jahren war auch mit Quetiapin Schluss, weil es nicht mehr wirkte. Versuch zurück auf Mirtazapin - und es hilft wieder. Mal sehen, ob es wieder zwei Jahre werden....

Wie schläfst du denn? Komplett dunkel? Elektrische Geräte, Smartphone usw im Raum? Partnerin oder alleine?

mqanuefl210x1


Danke für Antworten.

Ich werde wohl sowieso nochmal den Hausarzt aufsuchen.

Ich hab in den letzten Monaten auch ca. 7-8 kg abgenommen - hab zurzeit 61kg bei einer Größe von 178 cm.

Vielleicht hängt das irgendwie zusammen.

Euu^lCe72


Ich hab in den letzten Monaten auch ca. 7-8 kg abgenommen

Auch das würde für ein Problem der Schilddrüse sprechen, aber ich will natürlich keine Diagnose stellen. Hausarzt ist also sehr zu empfehlen :)z

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