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Ängste gegenüber Frauen – VT hat nicht geholfen

MFaer.axd


Weil er alle über einen Kamm schert, er sieht sich nichtmal selbst als Individuum.

SYchü chterneHr/89


Weil ich Angst davor habe, dass ich genau in dem Moment, in dem ich aufhöre, meine Sexualität zu verbergen, einen Fehler mache und dann zu der Sorte Mann gehöre, die mein schlechtes Männerbild prägt.

dwan:ae8x7


Aber man gehört doch nicht wegen einer Fehleinschätzung dazu, sondern durch eine Grundhaltung die durch Respektlosigkeit Frauen geprägt wird.

S3chüchatexrner89


Leider betreibe ich an der Stelle maßlose Überkompensation. Meiner Überzeugung nach sind Fehler im Verhalten gegenüber Frauen nicht zulässig. Ich führe in meinem Kopf eine Art "Sündenregister", gegenüber welchen Frauen ich mich meiner Ansicht nach bereits inkorrekt verhalten habe. Je länger das wird, desto mehr wächst in mir die Überzeugung, dass ich jegliche Form der Annäherung gegenüber Frauen unterlassen sollte.

Dass Frauen es auch mal aushalten, wenn man sie ungeschickt anspricht, und sie einem das auch nicht ein Leben lang nachtragen, will in meinen Kopf bisher nicht rein.

daanFae8x7


Gilt das auch in anderen bereichen? Also brechen die auch zusammen wenn du ihnen völlig unabsichtlich auf die Füße trittst? Oder ihnen einen Parkplatz wegschnappst, die vordrängelst oder einfach nur nicht mitschneidest, dass es nett wäre sie mit ihrem einen Päckchen Kaugummi vorzulassen?

Wenn ja, solltest du vielleicht eher an dem Punkt mal dein Frauenbild angucken. wieso hälst du Frauen für so empfindlich und wehrlos? Weshalb nimmst du an, dass sie besonders zarte und zerbrechliche Wesen sind, mit denen man nicht normal kommunizieren kann?

Wenn nein, dann geht es offenbar nur um Sexualität und nicht um Rollenklischees im Ganzen.

Spchüc hter+ner8x9


Ich denke, es ist eine Kombination aus beidem. Mir fällt es grundsätzlich schwer, dass ich mir Fehler eingestehe, und gegenüber Frauen ganz besonders. Teilweise kommt das wohl daher, dass ich gegenüber Frauen mehr Empathie habe als gegenüber Männern – was andererseits ein Grund sein mag, warum ich mich mit Frauen leichter anfreunde.

Eine Liste "unentschuldbarer Sünden" habe ich allerdings nur bzgl. (vermeintlichen) sexuellen Fehlverhaltens. Da steht z.B. drauf, dass ich mal einer Frau, mit der ich mich getroffen habe, den Arm auf die Schulter gelegt habe, und sie darauf nicht so positiv wie erhofft reagiert hat. Im Prinzip weiß ich, dass das Kleinigkeiten sind, und die Frauen selbst das niemals auch nur annähernd als Belästigung werten würden, aber mein "Dogma" sagt, dass es nicht in Ordnung war, und sich derartige Situationen nicht wiederholen dürfen.

d7anaex87


Ich glaub da wirst du tief graben müssen, weil da so ein seltsames Geschlechterbild auf beiden Seiten zugrunde liegt. Sehr ambivalent.

mWariaschwcindelts


Also ich melde mich hier auch mal zu Wort.

1. Ich persönlich und auch andere Frauen in meinem Umfeld fühlen sich geschmeichelt, wenn ein Mann Interesse zeigt, auch dann, wenn man selber kein Interesse an diesem Mann hat. Auch etwas ungeschickte Anmache haben da ihren Charm und meist tut das für das eigene Selbstwertgefühl auch gut. Es ist auch ok, wenn Frau merkt, dass ein Mann sie sexuell attraktiv findet. Solange du keiner ungefragt an den Po fasst oder so extrem derbe Sprüche wie "Boah hast du nen geilen Hintern. Dich würde ich ja gerne mal von hinten nehmen" rauslässt, ist das alles völlig in Ordnung und tut, wie gesagt, auch gut :-)

2. Wie hier schon erwähnt wurde, hast du schon ein extremes Bild von Männlein und Weiblein. Männer sind nur sexgesteuerte Idioten und Fauen totale Mimosen. Es gibt zwar solche Menschen, die in diese Schublade passen, aber der Normalfall ist das sicher nicht.

3. Diese Metoo Sache halte ich mitlerweile auch für problematisch. Es ist zwar gut, dass über sexuelle Übergriffe geredet wird aber mitlerweile wird das von den Medien mehr als Klickbringer missbraucht als das es dem eigentlichen Thema gerecht wird. Sexuelle Belästigungen gibt es, aber auch umgekehrt. Also auch Frauen die Männern an den Hintern ungefragt fassen. So gesehen gibt es eben auf beiden Seiten sexuelle Säue, die den nötigen Respekt anderen gegenüber nicht haben.

Aber noch wichtiger scheint mir die Tatsache zu sein, dass in meinem Leben 99,99% der Männer anständig und nett zu mir waren und auch die, die Interesse an mir zeigten.

m@ari{aEschw;indelts


Teilweise kommt das wohl daher, dass ich gegenüber Frauen mehr Empathie habe als gegenüber Männern

Naja, bei dem verkorksten Bild das du von Frauen hast, bezweifle ich, dass du da wirklich mehr Empathie für Frauen hast...

SZchü!cht2ernxer89


Ich glaub da wirst du tief graben müssen, weil da so ein seltsames Geschlechterbild auf beiden Seiten zugrunde liegt. Sehr ambivalent.

Ja, deshalb frage ich, wie ich das angehen soll. Ich habe jetzt für nächstes Jahr ein Gespräch mit meiner bisherigen Verhaltenstherapeutin vereinbart und werde das Thema gezielt ansprechen.

Naja, bei dem verkorksten Bild das du von Frauen hast, bezweifle ich, dass du da wirklich mehr Empathie für Frauen hast...

Sondern? Wie gesagt, wenn einmal geklärt ist, dass abseits von Freundschaft nichts läuft, komme ich mit Frauen sehr gut klar.

E4llaPrEopellxa


Eine Liste "unentschuldbarer Sünden" habe ich allerdings nur bzgl. (vermeintlichen) sexuellen Fehlverhaltens.

Ich vermute jetzt einfach mal ins Blaue hinein ein konservatives und streng religiöses Elternhaus/Erziehung, diese Einstellung fällt ja nicht über Nacht vom Baum .. was steht denn alles auf dieser Liste.. das würde mich interessieren.

Allein dieser Satz klingt für mich nach einer total ungesunden und überzogen verklemmten Einstellung zu Sexualität im Allgemeinen, Sex ist schmutzig, böse und auf jeden Fall ist Sex zum Spass eine Sünde und wer ihn praktiziert kommt in die Hölle oder ins Fegefeuer oder in noch Schlimmeres.

M~a^exrad


Die Metoo Sache hat mit dem hier im Grunde gar nichts zu tun und es wird verdammt nochmal an der Zeit, dass Frauen es anprangern, wenn Männer sich wie die letzten A.... benehmen.

Das wiederum hat aber nichts mit dem Fragesteller zu tun, der Frauen offensichtlich für zu dumm hält um zu differenzieren. ER ist kein Gewaltverbrecher, meint aber eine Frau könne das von ihm denken. Seine Begründung: Siehe den Satz zuvor!

Er befindet sich in einer Schleife, die ihn einengt, die ihn selbst vor sich falsch darstellt und die ein beschränktes Weltbild hat. Das zu ändern liegt an ihm, dazu wird er Hilfe benötigen, die dieses Forum hier nicht leisten kann.

Maria, wir können hier noch so differenziert alles ausführen, er ist sich dennoch sicher, dass wir dies nur aus Höflichkeit tun und im Heimlichen denken, dass alle Männer Schweine sind. Da ist keine Diskussion möglich, wenn die Aussagen der User/innen nicht ernst genommen werden.

Dass dies ganze sicherlich nicht bös gemeint ist von ihm ist klar, es ist eben offensichtlich krankhaftes Denken. Und so endet dann auch meine Schleife hier wieder bei der professionellen Hilfe. @:)

d'anaxe87


Ich finde es gut, besprich das mit deiner Therapeutin. Das ist ja so ein interessantes Bild vom starken und robusten Mann, der aber gleichzeitig total lüstern und böse ist und der Frau, die irgendwie heilig ist, aber leider zu schwach und zu empfindlich um ganz normale Äußerungen im menschlichen Miteinander zugemutet zu bekommen.

Da ist beides irgendwie destruktiv, Männer- wie Frauenbild.

m~ariDasc%hKwind\elts


Sondern? Wie gesagt, wenn einmal geklärt ist, dass abseits von Freundschaft nichts läuft, komme ich mit Frauen sehr gut klar.

Dies hat auch wieder so einen verallgemeinerten Charakter. "Eigentlich komme ich mit Frauen gut aus" Ja, aber auch nicht mit allen, oder? Ich glaube da hast du zt wirklich festgefahrene glaubenssätze drin, die so nicht einfach zu lösen sein werden...

maerad

Das wiederum hat aber nichts mit dem Fragesteller zu tun,

Naja er hat das mit dem Metoo hier selber ein paar Mal erwähnt und gesagt, dass ihn das nun noch nehr verunsichert. Dachte ich spreche das auch mal an.

Maria, wir können hier noch so differenziert alles ausführen, er ist sich dennoch sicher, dass wir dies nur aus Höflichkeit tun und im Heimlichen denken, dass alle Männer Schweine sind. Da ist keine Diskussion möglich, wenn die Aussagen der User/innen nicht ernst genommen werden.

Da hast du wohl recht.

S}cEhüch{terne\r89


Ich vermute jetzt einfach mal ins Blaue hinein ein konservatives und streng religiöses Elternhaus/Erziehung, diese Einstellung fällt ja nicht über Nacht vom Baum .. was steht denn alles auf dieser Liste.. das würde mich interessieren.

Nein, interessanterweise ist das nicht der Fall. Meine Mutter ist zwar etwas religiös, aber nicht konservativ, und mein Vater auch nicht. Tatsächlich hat meine Mutter mich in meiner Jugend sogar ermutigt, auf Mädchen zuzugehen, aber ich konnte damit wenig anfangen. Mir fällt in meinem Umfeld niemand ein, der Sexualität verteufeln würde.

Hier die Zusammenfassung meiner Liste:

1. Ich habe den (nicht explizit rein freundschaftlich motivierten) Kontakt zu Frauen gesucht, obwohl sie einen Freund hatten (von dem ich nicht wusste).

2. Ich habe den Kontakt zu Frauen gesucht, obwohl ich mir aufgrund der anfänglichen Reaktion hätte erschließen können, dass sie nicht interessiert sind.

3. Ich habe bei Treffen (Dates?) mit Frauen Körperkontakt gesucht (Hand auf die Schulter, an sie heranrücken), auf den die positive Reaktion ausblieb.

4. In der Beziehung zu meiner Ex-Freundin war ich stets derjenige, von dem die Initiative ausging. Regelmäßiger Kontakt und regelmäßige Treffen waren mir wichtig, und ich wollte auch körperlich zumindest in langsamen Schritten irgendwie vorankommen (wenngleich wir von Sex noch sehr weit entfernt waren). Ich glaube, ich habe sie zuletzt damit ziemlich in die Ecke gedrängt.

Über den Sinn oder Unsinn von #metoo möchte ich hier nicht diskutieren... Allerdings bin ich halt sehr empfänglich dafür, wenn männliche Sexualität in den Medien als problematisch dargestellt wird, und ich beziehe es dann sehr schnell auf mich. Zum Vergleich: Meine Mutter hatte vor einiger Zeit Angst davor, ich könnte Krebs haben – was vollkommen unbegründet war. Dann gab es eine ARD-Themenwoche zu dem Thema, und danach war sie geradezu überzeugt davon, ich hätte Krebs, auch wenn es weiterhin keinerlei Anhaltspunkt dafür gab.

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