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Ängste gegenüber Frauen – VT hat nicht geholfen

mPariasachwcindxelts


Jaja, irgendwie kommt mir das alles einbisschen bekannt vor... Mein bester Freund hat ähnliche Probleme mit den Frauen wie du.

Du hast offensichtlich schon mehr zurückweisungen erfahren als anderes. Scheinst also nicht gerade in der Liga der ultimativen Herzensbrechern zu spielen. Du gehörst zu den Männer, die einfach viel mehr Versuche brauchen, bis es endlich mal klappt, aber diese Mehrversuche birgen wieder das Risiko der Zurückweisung und das tut immer weh.

Du magst nicht mehr verletzt werden (auch irgendwo verständlich) und baust dir immer mehr und mehr ein kurdes Bild zusammen (viel auch auf der Verstandsebene), dass dich davor schützen soll statt einfach zu sagen; "Ja, verdammtnochmal, diese Rückschläge taten weh und ich möchte nicht wieder so verletzt werden und doch möchte ich endlich mal eine liebe Frau an meiner Seite wissen."

Es ist dir lieber, dich als empathievollen Mann, der die Frauen ja nur vor sich schützen will, zu sehen, als den verletzten und entäuschten Mann zu sein, der du eigentlich bist. Das Problem damit ist halt nur, dass du dich dem Problem so nur noch mehr entfernst und alles viel komplizierter machst und du dir und einer möglichen Beziehung damit noch mehr im Weg stehst...

Sychüch^ter(ner8x9


Jetzt habe ich doch mal in den #metoo-Thread hier reingeschaut (keine gute Idee, ich weiß). Wenn es wirklich so ist, wie dort behauptet wird, und sexuelle Belästigung mehr oder weniger an jeder Straßenecke passiert (wovon ich persönlich noch nie etwas mitgekriegt habe und worüber vorher auch praktisch nie gesprochen wurde), gebietet es dann nicht allein der Anstand, sich als Mann durch möglichst asexuelles Auftreten davon abzugrenzen?

mJarias+chwPindeOlts


Meine Fresse, hör auf dich in etwas hineinzusteigern!! Ja, viele Frauen haben schon sexuelle Belästigung erfahren. Aber das ist die Ausnahme und nicht die Regel und du wirst ja wohl noch genug intelligent sein, zwischen einem begrabschen am Po/ derben Sprüche und einer harmlosen Anmache unterscheiden zu können oder?!

Aber ja, gib dich asexuell. In dem Glauben wirst du nie mehr eine Frau ansprechen müssen und du bist vor weiteren Zurückweisungen und Verletzungen geschützt. (denn das ist DEIN Problem und nichts anderes!)

S+c,hücEhteErnexr89


Offensichtlich bin ich nicht der einzige Mann, der sich neuerdings umso mehr verunsichert fühlt. Ja, es kann sein, dass ich da "ein Rad ab" habe (sonst würde ich mich nicht in Therapie begeben wollen), aber ich mache mir solche Gedanken ja nicht aus Langeweile.

Ja, der Unterschied zwischen Ansprechen und Begrapschen ist mir klar. Aber wenn man Interesse wecken will, muss man zu irgendeinem Zeitpunkt mal eine Grenze überschreiten, und gerade als Flirt-unerfahrener Mann fühle ich mich nicht sicher genug darin, zu beurteilen, wie weit ich im Einzelfall gehen soll, und wo die Belästigung beginnt.

m~aCriascNhwind3elxts


Wenn du so unsicher bist, dann ist das Schlüsselwort Fragen. "Darf ich dich einladen" "darf ich den Arm um dich legen" "darf ich dich küssen" ect... Damit läufst du definitiv nicht Gefahr, eine Frau zu belästigen.

S6chücKhter=ner89


Ja, Kennenlernen ohne Risiko wäre toll... Und es hätte letztes Mal auch fast geklappt.

Wir haben uns online kennengelernt und hatten nahezu keine gemeinsamen Bekannten. Bei den ersten Treffen haben wir nur geredet, und irgendwann, als wir in der Fußgängerzone auf einer Bank saßen, habe ich sie vorsichtig berührt. Vor jedem weiteren Schritt habe ich tatsächlich explizit nachgefragt. Irgendwann habe ich ihr angeboten, bei mir zu übernachten. Ich hatte eine 1,40m breite Luftmatratze besorgt und sie neben mein Bett gestellt, sodass wir zunächst in getrennten Betten lagen. Nach ein paar Minuten habe ich gefragt, ob ich zu ihr kommen darf. In der Nacht haben wir uns zum ersten Mal geküsst.

Der Haken an der Sache: Es hat eben nicht funktioniert. Dass sie überhaupt so viel Geduld hatte, schreibe ich der Tatsache zu, dass sie noch wesentlich verklemmter war als ich, und das war zumindest einer der Gründe, warum das mit der Beziehung nicht geklappt hat.

Nachgefragt, ob ich meinen Arm um sie legen darf, habe ich nicht, denn das wäre sogar mir zu blöd gewesen. Mal ehrlich, wie kommt das denn bitte rüber? Durch so eine Frage offenbart der Mann doch sofort, dass etwas mit ihm nicht stimmt.

m+ariaOschw[indeqltxs


Der Haken an der Sache: Es hat eben nicht funktioniert.

Mal funktionierts, mal nicht. So ist das eben. Wie gesagt, ich vermute du gehörst zu den Männern, die einfach mehr Versuche brauchen, bis sich die Richtige findet. Darauf musst du dich wohl etwas einstellen.

Aber was sagst du zu dem Punkt, dass du durch diese vielen Zurückweisungen und Fehlschläge verletzt fühlst? Stimmt denn diese ANnahme von mir?

Nachgefragt, ob ich meinen Arm um sie legen darf, habe ich nicht, denn das wäre sogar mir zu blöd gewesen. Mal ehrlich, wie kommt das denn bitte rüber? Durch so eine Frage offenbart der Mann doch sofort, dass etwas mit ihm nicht stimmt

Zuviel Nachfragen ist sicher verkehrt, aber wenn es um die ersten Annäherungsversuche geht, sicher auch nicht falsch oder bekloppt. Dieses, man weiss sofort was zu tun ist, ist doch eine völlig überhöhte Vorstellung und läuft auch nur in Hollywoodstreifen immer so reibungslos ab. Im übrigen habe ich das selber auch schon gemacht und bei einem schüchteren Mann gefragt, ob ich mich zu ihm kuscheln darf. ;-)

F9anztiK3


Hallo,

Aber wenn man Interesse wecken will, muss man zu irgendeinem Zeitpunkt mal eine Grenze überschreiten, und gerade als Flirt-unerfahrener Mann fühle ich mich nicht sicher genug darin, zu beurteilen, wie weit ich im Einzelfall gehen soll, und wo die Belästigung beginnt.

Heißt "müssen", sich einem (von außen kommenden) Zwang zu beugen, so kann der Zeitpunkt, an dem gehandelt werden könnte, von einer Absprache abhängig sein. Eigentlich bedeutet das, innerlich bin ich unsicher, ob "jetzt" der "richtige" Moment ist.

"Allein" der Anstand - das heißt, die "gute Sitte" (Gebräuche, Gewohnheit, Grundsätze) stehen dabei alleine. Was ist aber mit den Gefühlen, die damit in Verbindung stehen? Wo sind die zu diesem Zeitpunkt?

Ich führe in meinem Kopf eine Art "Sündenregister", gegenüber welchen Frauen ich mich meiner Ansicht nach bereits inkorrekt verhalten habe. Je länger das wird, desto mehr wächst in mir die Überzeugung, dass ich jegliche Form der Annäherung gegenüber Frauen unterlassen sollte.

Hast Du denn auch ein positives "Register" - so zum Ausgleich - oder überwiegt dieser beschriebene negative Bewertungs-Automatismus?

Weil ich Angst davor habe, dass ich genau in dem Moment, in dem ich aufhöre, meine Sexualität zu verbergen, einen Fehler mache und dann zu der Sorte Mann gehöre, die mein schlechtes Männerbild prägt.

Es scheint mir, das ist nicht "Dein" schlechtes Männerbild, sondern ein fremdes, das irgendwann übernommen wurde. Sexualität gehört zum Mensch-sein. Fehler machen, geschenkt. Würden "wir" keine Fehler machen, dann könnten wir nur noch funktionieren. Wären wir dann aber (noch)in der Lage, zu lernen? ":/

Vielleicht spielt Dir da (unangemessener) Perfektionismus einen Streich?

Interessanterweise fallen mir freundschaftliche Kontakte zu Frauen relativ leicht, aber ich zwinge mich auch hier zur Zurückhaltung, um nicht in den Verdacht unlauterer Absichten zu geraten.

Du wirst nur zu einem geringen Anteil Einfluss auf die Meinungsbildung anderer Menschen nehmen können. Wie diese anderen dann selber geprägt sind, weisst Du bis dahin ebenfalls nicht. Konkreter gesagt machst Du dich bereits VOR einem möglichen Kontakt abhängig von einer Komponente, die Du kaum beeinflussen kannst und versuchst, diesen Frauen die Entscheidung vorweg zu nehmen, Dich so zu sehen, wie Du wirklich bist. Sie könnten sich auch manipuliert fühlen, schon einmal daran gedacht? Von "außen" betrachtet sendest Du nämlich auch Signale aus, die Dir selber entgehen (siehe z.B. das "Johari Fenster").

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Johari-Fenster]]

Wenn nicht von vornherein klar ist, dass es nur um Freundschaft geht, spreche ich eine Frau ja deshalb an, weil ich sie irgendwie attraktiv finde; wenn man das zu Ende denkt, landet man irgendwann zwangsläufig bei Sex.

Wenn...Du dieses Wort "man" durch "ich" ersetzt, kommst du dem Sachverhalt näher. Durch man stülpst Du auch anderen Deine Denk-Regeln über. Das hat in Wirklichkeit mehr mit Dir zu tun, als mit dem, was Du über andere denkst.

Zwar versuche ich deshalb üblicherweise, meine Absichten erst mal zu verbergen und sie als Mensch kennenzulernen, aber besonders zielführend ist die Strategie nicht ("Friendzone"), und irgendwie ist es ja auch unehrlich.

Warum nicht im JETZT leben und die Situation so nehmen, wie sie ist, wie Du gerade empfindest (und das in-die-Zukunft-gerichtete-Denken loslassen), Dich auf die Gefühlsebene konzentrieren?

MDaerxad


sehr guter, passender Beitrag, FantiK3. :)=

SRchü/chte6rnedr8x9


Aber was sagst du zu dem Punkt, dass du durch diese vielen Zurückweisungen und Fehlschläge verletzt fühlst? Stimmt denn diese ANnahme von mir?

Natürlich sind Zurückweisungen nicht schön, aber ich denke, sie erklären nicht, warum ich mich schuldig fühle. Ich wünschte, ich könnte einfach jeder der Frauen auf meiner "Liste" als ein "Schmerzensgeld" von 100€ zahlen, und die Sache wäre damit abgegolten.

Zuviel Nachfragen ist sicher verkehrt, aber wenn es um die ersten Annäherungsversuche geht, sicher auch nicht falsch oder bekloppt. Dieses, man weiss sofort was zu tun ist, ist doch eine völlig überhöhte Vorstellung und läuft auch nur in Hollywoodstreifen immer so reibungslos ab. Im übrigen habe ich das selber auch schon gemacht und bei einem schüchteren Mann gefragt, ob ich mich zu ihm kuscheln darf. ;-)

Ich habe mir in meinem Fall gedacht, dass der potentielle "Schaden" durch eine unvermittelte Berührung an der Schulter nicht wesentlich größer ist als der, der entsteht, wenn ich nachfrage, und sie ablehnt.

Tatsächlich gibt es eine Frau, die ich auch gerne mal fragen würde, ob ich mit ihr kuscheln darf. |-o Aber diese Frage verbiete ich mir ganz klar.

d$anaxe87


Du nimmst dich schon ganz schön wichtig oder? Um soviel "Schuld" auf dich laden zu können, wie du meinst auf dich geladen zu haben, muss man nämlich ganz schön viel Macht über die anderen haben. Sonst geht das gar nicht.

S,chaüchternXer89


Naja, zumindest heißt es ja immer, Männer seien in Machtpositionen, und sexuelles Fehlverhalten gehe mit dem Missbrauch dieser Machtpositionen einher... Wirklich verstanden habe ich das aber ehrlich gesagt bis heute nicht.

M0aerrxad


Ich denke auch, Du nimmst Dich zu wichtig, die Frauen werden das längst vergessen haben.

mYari.aschwin'dexlts


Natürlich sind Zurückweisungen nicht schön, aber ich denke, sie erklären nicht, warum ich mich schuldig fühle. Ich wünschte, ich könnte einfach jeder der Frauen auf meiner "Liste" als ein "Schmerzensgeld" von 100€ zahlen, und die Sache wäre damit abgegolten

Naja, ich kannte dieses Gefühl früher auch. Da hat man einem seine Liebe gestanden (wie auch immer) und der hat dankend abgelehnt. Als junge Frau fühlte ich mich danach auch immer etwas schuldig und ich habe um den Typen dann einen grooossen Bogen gemacht. Das hat sich aber mit dem Alter und auch mit den positiven Erfahrungen gelegt. Wie alt bist du, wenn ich fragen darf.

Schlussendlich war dieses Schuldgefühl nur eine Erweiterung/Unterdrückung der Entäuschung und des verletzt seins. Am liebsten hätte ich es auch Rückgänig gemacht, "wie konnte ich nur so dumm sein zu glauben dass der mich mag" "der spielt in einer anderen Liga als ich" "bestimmt muss er sich dumme Sprüche von seinen kollegen anhören, weil ich auf ihn stehe"ect... schlussendlich hat der Typ wahrscheindlich keine Sekunde weiter darüber nachgedacht. Aber ich habe mich gequält und sogar doppelt bestraft. Völlig sinnlos, oder? Also kurz gesagt; diese Art von Schuld kann man auch als Frau empfinden. Sie entsteht, wenn das selbstwertgefühl eben noch nicht so sonderlich stabil ist.

Ich kann dir nur raten, weiter dein Glück zu versuchen und nicht alles zu zerdenken. Früher oder später klappt es ganz bestimmt und du wirst an diese Zeit zurückdenken und denken "meine Güte, habe ich mich da angestellt."

Viel Glück und Erfolg auf deiner Suche. :-)

Sschüchpternxer89


Naja, ich kannte dieses Gefühl früher auch. Da hat man einem seine Liebe gestanden (wie auch immer) und der hat dankend abgelehnt. Als junge Frau fühlte ich mich danach auch immer etwas schuldig und ich habe um den Typen dann einen grooossen Bogen gemacht. Das hat sich aber mit dem Alter und auch mit den positiven Erfahrungen gelegt. Wie alt bist du, wenn ich fragen darf.

Das mit dem Bogen mache ich üblicherweise auch... Man sagt ja immer, es falle Männern schwer, ein "Nein" zu akzeptieren, und sie würden immer wieder auf die Frau zugehen, in der Hoffnung, es könnte irgendwann klappen – was dann als Belästigung zu werten ist. Dem möchte ich "demonstrativ" entgegenwirken.

Ich bin 28 Jahre alt.

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