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Ängste gegenüber Frauen – VT hat nicht geholfen

dXanbae87


Naja, zumindest heißt es ja immer, Männer seien in Machtpositionen, und sexuelles Fehlverhalten gehe mit dem Missbrauch dieser Machtpositionen einher... Wirklich verstanden habe ich das aber ehrlich gesagt bis heute nicht.

Na, nicht alle Männer sind generell in einer Machtposition oder bist du Lehrkraft (kannst Noten geben), Vorgesetzter (kannst Karriere ruinieren) oder nutzt eine eventuelle körperliche Überlegenheit aus um der Frau deinen Willen aufzuzwingen?

Männer befinden sich, prozentual gesehen, weit häufiger in diesen Machtpositionen und scheinen sie auch häufiger auszunutzen. Nicht nur Frauen gegenüber sondern generell Untergebenen gegenüber, wie man im Falle von Spacey sehen konnte. Das scheint etwas mit dem Bild des Mannes als starker Macher zu tun zu haben, der echte Kerl nimmt sich halt was er will und macht deshalb Karriere und so. In einer gewissen Weise werden also in unserer Gesellschaft die rücksichtslosen Arschkrampen unter den Männern bevorzugt.

Mädchen wird ein anderes Verhalten nahe gelegt, dass Frauenbild ist ein weit kommunikativeres, eher auf ausgleich bedachtes. Eine Frau die sich so verhält wie die Männer in ihrer Position kommt damit negativ an. (In Bezug auf Politikerinnen gibt es da interessante Untersuchungen und Beobachtungen von diesen Coaches, die sie inzwischen alle haben um ihre Aussenwirkung zu optimieren.) Sie hat also weit weniger Gelegenheit und Anreiz sich so daneben zu verhalten wie die männlichen Kollegen. Was nicht bedeutet, dass es das nicht gibt, aber es wird halt eher auf sozialer Ebene abgestraft.

Männer sind also nicht per se böser als Frauen oder per se unbeherrschter oder mächtiger. Es kommt auf die Situation an und da solltest du doch leicht herausfinden können ob du gerade in einer Machtposition bist oder nicht.

m`a?riascGhwin^del"ts


Man sagt ja immer, es falle Männern schwer, ein "Nein" zu akzeptieren, und sie würden immer wieder auf die Frau zugehen, in der Hoffnung, es könnte irgendwann klappen – was dann als Belästigung zu werten ist.

Du musst mal aufhören auf dieses man zu hören ;-)

Ja das gibt es tatsächlich... und zwar immer wieder auf Partys wenn Typen sturz betrunken sind. Das ist dann wirklich unangenehm...

Ansonsten musst du dir auch da keine Sorgen machen...

Aber eben, ich vermute hinter deinen vordergürundigen Sorgen andere Probleme und solange du immer nur diese Sorge vorschiebst, kommst du nicht an die Wurzel des Problems und wirst noch lange damit rumeiern.

Ich wiederhole mich. Nim erstmal an, dass DU (und nicht die Frauen) in erster Linie verletzt bist ab all den Zurückweisungen. Das DU daran Schaden nimst, das es DU bist, der leidet und das DU dich eigentlich schützen willst und nicht die Frauen. An diesen Kern musst du erst mal kommen. Schaffst du das nicht, nützen hier alle Aufmunterungen und Gegenansichten, die dir die User mitteilen, nichts. Und wenn du das nicht kannst, dann such dir wirklich nochnals therapeutische Hilfe.

SPchüchJterYner8x9


@ danae87

Lehrer im engeren Sinne bin ich nicht, aber ich stehe als Uni-Mitarbeiter durchaus manchmal an der Tafel und gebe auch manchmal Noten/Punkte auf schriftliche Leistungen. Dabei die professionelle Distanz einzuhalten, ist für mich absolut selbstverständlich. Auch bin ich mir ziemlich sicher, dass ich die Bewertung der Abgaben nicht vom Geschlecht oder von anderen persönlichen Merkmalen abhängig mache. (Dass ich mich bei guten Studenten manchmal freue oder auch enttäuscht bin, wenn sie meine persönlichen Erwartungen erfüllen oder nicht erfüllen, ist davon unbenommen.)

Meine Probleme mit Frauen konzentrieren sich wirklich rein auf den persönlichen Bereich. An der Uni halte ich wie gesagt professionelle Distanz. Möglicherweise ist die bei mir größer als bei anderen Leuten, aber ansonsten hatte ich dort nie Probleme mit Frauen.

doanaeg87


Dann nutzt du doch deine Machtposition nirgendwo aus und gut. Weinstein hat seine ausgenutzt in dem er Karrieren vernichtet hat, wenn die Frauen nicht mitgespielt haben oder es gar wagten ihn anzuzeigen. Wenn man dann Angebote unterbreitet und mit solchen Folgen bei einem "nein" droht, dann ist das Machtmissbrauch.

Aber um all das geht es nicht bei dir. Das ist so ein verqueres überlegenheitsdenken in Bezug auf Männer, gepaart mit Ablehnung. Schräg schräg, aber sicher nicht untherapierbar. ;-)

S:chüch-ternerx89


Ich halte mich nicht für überlegen gegenüber Frauen – im Gegenteil. Mir scheint nur, dass das Schadenspotential, was von männlicher Sexualität ausgeht, sehr hoch ist.

ARltersa$ckx56


@ Schüchterner89

Vielleicht solltest du hier mal weiterlesen:

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/151714/]]

MfG

Jiohn6CrMossaiKnxt


Wurde schon einmal die Thematik erörtert, ob du selbst jemand bist, der sich Sex wünscht, oder ist das für dich ein Thema, welches eine sehr niedere - vielleicht sogar gar keine Rolle spielt? Vielleicht bist du asexuell und transportierst dieses Gefühl in eine für dich völlig falsche Form der Auffassung von männlicher Sexualität?

Traue keinem Forum, in welchem sich jeder als Frau ausgeben kann, nur um sich an Reaktionen der Anderen aufzugeilen. Traue den Menschen die die Erfahrung "im Feld" machen. Entschuldigt die Wortwahl. Glaub mir bitte und verinnerliche folgenden Gedankengang: Eine emotional gesunde Frau will Sex und zwar mit demjenigen der das Ganze zu respektieren weiß und sich seiner eigenen Sexualität ebenso bewusst ist!

Was genau bedeutet für dich verwerfliche Sexualität im Detail? Die Absicht des Ansprechens? Ekelst du dich selbst vor Intimität? Ist dein aufgebautes Mindset vielleicht auch einfach nur ein simpler Schutz, da dir in weiter Vergangenheit etwas passiert ist, was dich sehr verletzt hat?

Ich kann dir versichern, dass es so unzählig viele Formen der Sexualität gibt, dass Sexualität nur eines ist: Total individuell aber nicht verwerflich. Verwerflich wird es in dem Moment, wo etwas mit keinerlei Respekt oder verbotenen Dingen zugeht.

Ich selbst habe in meiner vergangenen Beziehung die Swinger Welt entdeckt, gemeinsam mit meiner Ex. Für uns beide war es eine Art und Weise sich sexuell "auszuleben" die wir beide mehr als nur genossen haben. Sagte ich bereits, dass Sexualität sehr individuell ist?

Eine Therapie wird dir nicht viel bringen wenn du dich weigerst deine angenommene - für dich wahre - aber in Wahrheit um Meilen entfernte Realität abzulegen, bzw. zu erneuern. Eine gute Psychologin, ein guter Psychologe wird auch nicht dein Problem "keine Frauen in Absicht anzusprechen" behandeln sondern setzt beim eigentlichen Problem an. Nämlich dir. Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte damit nicht sagen, dass du ein Problem bist, um Gottes Willen. Aber man wird zusammen mit dir an dir arbeiten, dein Selbstwertgefühl steigern, deine Gedanken sortieren und nicht zuletzt besitzt du so eine ganz andere Ausstrahlung auf deine Außenwelt. Es ist wie im Verkauf, dein Kunde wird nie kaufen wenn du selbst nicht zu 100% hinter dem Produkt stehst. Eine emotional gesunde Frau wird sich umdrehen und gehen, wenn sie merkt, dass du nicht zu dir selbst stehst.

Ich selbst hatte wahrhaftige Probleme mit Frauen, mit meinem Selbstwertgefühl, ich war ständig nur der "gute Freund". Dann aber habe ich eine Welt kennengelernt, die mein ganzes Leben komplett auf den Kopf gestellt hat. Ich habe hart an mir gearbeitet. Heute sieht mich keine Frau die ich "haben will" als guten Freund weil ich eben das tue, was eine Frau die mich interessiert verdient hat. Nämlich zu meiner Sexualität zu stehen. Alles andere werte ich eher als unhöfliches Verhalten gegenüber einer Dame, oder warum meinst du, dass sie sich stundenlang damit beschäftigt hat was sie anzieht, wie sie sich schminkt, wie sie ihre Haare trägt?

Du musst für dich selbst entscheiden, wo das Problem dahinter steckt. Ist es eine Form der asexualität? Dann ist dem so und du solltest dazu stehen. Sind es Ängste aus der Vergangenheit? Dann arbeite an dir. (Wie kann ich dir gerne schildern). Und verinnerliche den kursiven Text.

Das Wichtigste aber, setz dich nicht unter Druck!

Alles Gute und frohe Festtage!

S$chüDchterxner89


Nein, also asexuell bin ich nicht, und negative Erfahrungen aus der Vergangenheit habe ich auch nicht.

Vielmehr gehe ich davon aus, dass es sich bei jeder Art des Ansprechens, die im entferntesten Sinne eine sexuelle Absicht erkennen lässt, um sexuelle Belästigung handelt. Auf eine Frau zuzugehen und ihr zu sagen, dass ich sie sympathisch finde, ist für mich schon undenkbar.

J5ohn=Cros|saint


Das ist interessant. Für eine "Belästigung" herrscht eine notwendige Voraussetzung. Nämlich die, dass es vom "Opfer" auch als beeinträchtigend oder schädigend wahrgenommen wird. Das heißt, du gehst von vornherein davon aus, dass dein Verhalten (in diesem Fall das Ansprechen) schädigend für andere Personen ist, bzw. von diesen so wahrgenommen wird. Du projizierst deine Gedanken dabei auf andere und vergisst dabei völlig, dass wir alle einzigartig und individuell sind. Und ja, höchstwahrscheinlich reagiert die Frau, die am Abend 150 plumpe Anmachsprüche bekommt, eher genervt auf ein "Hallo". Denn für sie stellt das Ganze eine belastende Situation dar. Allerdings hast du es den 150 Vollpfosten vor dir zu verdanken, dass sie so denkt. Allerdings ist das so weit von sexueller Belästigung entfernt wie ich von der Milchstraße.

Es ist eine ganz normale und bei weitem hochgradig intelligente Mechanik eines jeden Gehirns. Das Großhirn als solches würde höchstwahrscheinlich anders handeln, wäre dort nicht das limbische System. Dieses kontrolliert die "Emotionen" und sendet Botschaften an das Gehirn. Wirst du nun 150 x plump angequatscht sendet das limbische System immer wieder die gleichen Informationen ans Großhirn. Dieses denkt sich "Oh, das wird wohl häufiger gebraucht" und baut Brüchen zwischen den erforderlichen Transmittern.

Ähnlich ist das Ganze bei dir. Du bist so gefestigt in deiner Gedankenstruktur, dass längst Brücken gebaut wurden, die man nicht einfach so einreißt indem dir jemand in einem Forum sagt "Deine Sorge oder sogar Angst ist völlig unbegründet und realitätsfern". Es bedarf professioneller Begleitung, diese Verbindungen aufzulösen und neue Brücken entstehen zu lassen.

Du musst nur für dich akzeptieren, dass dein Gedankengang nicht der Richtige sein kann. Denn wie gesagt, sonst hilft dir auch keine Therapie etwas.

J"a{kem +Greexn


Hallo Schüchterner,

ich springe mal rein um dir zu sagen, dass ich deine Gefühle sehr gut verstehen kann und in ähnlicher Form selbst erlebe. Der Unterschied ist vielleicht, dass ich für mich dem Ursprung dieser Gefühle schon etwas mehr auf die Spur gekommen bin und ich mit diesen Gefühlen einigermaßen gut umgehen kann.

Ich kann dir auch versichern, dass es noch deutlich mehr Männer gibt, die diese Gefühle teilen. Mehr oder weniger intensiv. Und ich glaube auch, dass es sich um ein Problem unserer Generation handelt (ich befinde mich im selben Alter wie du) und es in den nächsten Jahren meiner Meinung nach mehr und mehr aufkommen wird.

Der Verursacher ist die in den letzten Jahren herangeführte sexuelle offene Aufarbeitung sexuellen Fehlverhaltens vorallem gegenüber Frauen (was absolut wichtig und notwendig war und woraus letztendlich alle profitieren werden). Das bedeutet aber auch, dass die Beziehung- und sexuellen Rollen von allen Menschen heftig durcheinander gewirbelt wurden/werden und jeder wieder versuchen muss seinen Platz zu finden und sich richtig einzuordnen.

Es ist aber noch ein langer Weg und was in der Gesellschaft im Umgang mit Sexualität noch alles so schiefläuft ist noch lange nicht diskutiert/geklärt. Ich würde sogar sagen der größte Teil nicht. Aber der Anfang ist gemacht und das finde ich schonmal gut.

Mir haben sehr geholfen die Bücher von Anne Stirling Hastings, einer amerikanischen Psychologin mit Schwerpunkt Sexualtherapie. Gibt es leider nur in Englisch und leider auch nicht mehr alle Bücher so leicht zu bekommen. Aber du kannst ja mal auf Amazon schauen, falls es sich interessiert.

Ich wünsche dir alles Gute auf einem (aus meiner Sicht) schwierigen Weg und hoffe du nimmst es dir nicht zu sehr zu Herzen, dass andere manchmal viel Unverständis für deine Gefühle haben können.

SjchüchtsernJer89


Also, natürlich unterstelle ich nicht, dass eine Frau für ihr Leben traumatisiert ist, nur weil ich sie anspreche. Es gehört für mich vielmehr zu den Dingen, die man einfach nicht tun sollte: Wenn ich einer Frau Papierkügelchen an den Kopf werfe, verletze ich sie damit auch nicht, aber ich gehe ihr auf die Nerven, und sie wird mein Verhalten missbilligen, sowie anderen erzählen, dass ich ein komischer Typ bin.

kGris6kexlvin


Wenn du einen Menschen respektvoll ansprichst, wieso sollte dein Gegenüber das missbilligen? Wenn du auf einen normale Frage oder einen Gruß eine patzige Antwort bekommst, dann stimmt mit dem anderen was nicht, und das ist nicht dein Problem. Schulterzucken und Weitergehen.

Sicher gibt es das auch, dass Frauen schon körpersprachlich zeigen, dass sie ihre Ruhe haben wollen. Ich habe aber den Eindruck, dass bei dir ein paar Regler verstellt sind, so dass du grundsätzlich davon ausgehst, dass eine Frau auf dich negativ reagiert. Mit dieser unbewussten Vorannahme wird das nichts.

Tipp: Achte auf deinen "internen Dialog", also wenn du in einer Situation mit einer Frau bist, was sagst du dann zu dir selbst? Achte auf den Tonfall, den du dir selbst gegenüber anschlägst. Wenn der negativ ist, unterbinde diese "innere Stimme" oder besser, ersetze negatives durch positive Glaubenssätze.

Es ist o.k., Fehler zu machen. Man kann aus Fehlern lernen. Der Wert deiner Person bleibt gleich.

SuchüPchterjner8x9


Es ist nicht so, dass ich generell nicht mit Frauen reden könnte... Ich meine, gleich zu Anfang des Studiums habe ich eine Studentin angesprochen: "Suchst du noch jemanden für die Übungsaufgaben?" – "Ja." – "Wollen wir zusammen abgeben?" – "Ja, gern." Hätte sie "nein" gesagt, hätte ich mir halt jemand anderen gesucht. Hätte sie eine uneindeutige Antwort gegeben, dann hätte ich noch mal nachgefragt (evtl. mit dem Ziel, sie zu überzeugen), bis sie sich entschieden hätte.

In Situationen, in denen ich mir selbst eine "sexuelle Motivation" unterstelle (d.h. wenn ich sie in nicht rein freundschaftlicher Weise näher kennenlernen will), verbiete ich mir all das. Eine Frau aus heiterem Himmel anzusprechen kommt für mich grundsätzlich nicht in Frage; spreche ich sie doch an, taste ich mich erst mal langsam vor, damit die sexuelle Motivation nicht offensichtlich wird. Jede Antwort, die sich von einem enthusiastischen "ja" unterscheidet, werte ich als "nein", und ich verbiete mir jede weitere Nachfrage – stattdessen verordne ich mir, auf absehbare Zeit deutlichen Abstand von ihr zu halten, und ich fühle mich ihr gegenüber schuldig.

J,_xB


Na wenn wir mal ganz ehrlich sind, bist du doch einfach nur ein Feigling. Und da braucht es weder eine Therapie, noch eine riesenlage Diskussion und es liegt auch kein psychisches Problem vor, denn letztlich ist es nur eine Entscheidung, die du treffen musst: Willst du über deinen Schatten springen, oder ist es dir das nicht wert? Option 1 und dein Problem ist gelöst, Option 2 und du lebst einfach so weiter wie bisher. Ist doch eigentlich ganz einfach, oder nicht?

S7chürchte)rner8)9


Dass ich ein Feigling bin, stimmt, aber ich denke trotzdem, dass ich therapeutische Unterstützung brauche. Der Grund: Ich bin ja schon mehrmals über meinen Schatten gesprungen und habe Frauen angesprochen, und ich hatte auch schon mal etwas, was mal ansatzweise Beziehung nennen könnte, aber leider ist es dadurch nicht besser geworden. Anstatt das positive zu sehen, fühle ich mich jedes Mal hinterher noch schuldiger als zuvor.

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