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#MeToo - Eine Schattenseite?

UBtax45 hat die Diskussion gestartet


Mir stellt ich wieder und wieder folgende Frage: Wie viele Frauen gibt es, die, in welcher Art und Weiße, auch Betroffene sexueller Übergriffe waren, das Thema aber für sich gut abschließen konnten. Jetzt kommen aber durch die Medien und Co. Fälle an die Öffentlichkeit, die teils Jahrzehnte zurückliegen (mir geht es hier um Vorfälle wie "Hand auf's Knie).

Ich mag mir nicht anmaßen, pauschal über die Schwere eines Übergriffes zu urteilen. Das ist klar subjektiv und unmöglich. Nur sehe ich eine große Gefahr, dass viele Wunden wieder aufgerissen werden. Und frage mich, für welchen Zweck...

eine meiner Wunden ist "aufgerissen", und ich ärgere mich sehr darüber

Was meint Ihr?

Antworten
dQoMomhixde


Jaja... das ist schon ein komisches Ding. Nun führt die Metoo-Debatte zu einem Gesetz welches ich wohl unter die Top10 der beklopptesten Gesetze ever setzen würde:

[[https://www.focus.de/politik/ausland/schweden-neues-gesetz-gegen-vergewaltigung-schreibt-genehmigung-fuer-sex-vor_id_8013626.html Clicky]]

D.h. jeder Sex ohne schriftliche Einwilligung ist eine Vergewaltigung. Schweden ist echt am Ende...

eFstaJ1


Nur sehe ich eine große Gefahr, dass viele Wunden wieder aufgerissen werden. Und frage mich, für welchen Zweck...

Die Wunde wäre vielleicht auch bei anderer Gelegenheit wieder aufgerissen. Und der Zweck könnte sein das Du es bearbeitest und damit abschließt.

D.h. jeder Sex ohne schriftliche Einwilligung ist eine Vergewaltigung. Schweden ist echt am Ende...

Ob es dadurch weniger Vergewaltigungen gibt? In Zukunft müssen die Vergewaltiger die Frauen erst noch zur schriftlichen Einwilligung zwingen. ]:D

E#he]maluiger Nutz#er (g#6154x94)


das Thema aber für sich gut abschließen konnten.(...)Nur sehe ich eine große Gefahr, dass viele Wunden wieder aufgerissen werden.

Das widerspricht sich imho. Wenn man mit etwas abgeschlossen hat, wird das nicht durch eine öffentliche Debatte wieder aufgerissen, wage ich zu behaupten. Zumal man die Debatte nicht mitverfolgen muss, wenn man nicht möchte.

d}oo[mhLide


Ich bin schon gespannt wie das ablaufen soll. Schriftlich, quasi als Blankovollmacht oder zeitlich befristet oder was? Was passiert aber wenn die Tante sagt "ja ich will jetzt sex" und dann vergewaltigt der Kerl die Tante nach Strich und Faden? Das wirkt ja dann unglaubwürdig wenn sie vorher ihre Einwilligung gibt. Ich sehe nicht dass das irgendein Problem löst aber dutzende neue schafft...

Was man alles für einen Bullshit bekommt wenn man Links / Grün regiert wird ist echt abenteuerlich. Das wird denen noch richtig um die Ohren fliegen - davon bin ich überzeugt.

EWhemalig5e_r Nutzmer (#6|15494x)


Edit:

Ich finde das an sich gut, dass Betroffene von sexuellen Übergriffen darüber in der Öffentlichkeit reden dürfen ohne niedergebrüllt zu werden. Wenn ich mir die Diskussionen um metoo anschaue, habe ich mitunter den Eindruck, so einigen wäre es am liebsten, wenn man als betroffener Mensch für immer die Klappe hält und sich schon gar nicht mit anderen Betroffenen zusammentut und gar Erwartungen bzw. Forderungen stellt.

F0i$zz(lypmuzzlxy


doomhide

Ja ich betrachte das als ziemlich bescheuert, um dir eine Antwort zu geben.

Ich finde es allerdings nicht fair, in diesem Thread einen Nebenschauplatz zu eröffnen, mMn.

d]oomh"idxe


Wieso? Das wurde doch erst nach der Metoo-Debatte ins Leben gerufen. Ich glaube kaum dass jemand diesen Quatsch in ein Gesetz geschissen hätte wenn das nicht so präsent gewesen wäre.

e^inFor=enusexr


Ich denke schon, dass es gut möglich ist, dass bei solchen Debatten bei vielen Betroffenen alte Wunden wieder aufreißen, aber ich halte das für ein hinnehmbares Risiko, so hart das klingt. Es geht immerhin darum, weitere Fälle in Zukunft zu verhindern zu versuchen, und ein Bewusstsein bei den potentiellen Tätern zu schaffen, und ich glaube dass damit mehr Gutes als Schlechtes bewirkt wird. Es gibt natürlich das Risiko, dass vereinzelt alte Wunden aufreißen, aber ich denke trotzdem, dass es insgesamt eine positive gesellschaftliche Entwicklung sein könnte (wenn es nicht völlig missbraucht würde, um Politik zu oder gegen gänzlich andere Themen zu machen, das ist dann tatsächlich scheiße und unnötiges Leid für alle).

Zum Gesetzesentwurf (nicht ganz ernst gemeint): Ich würde in Schweden ab jetzt einfach immer behaupten, ich sei gar kein Mann, sondern genderfluid, und hätte mich zu dem Zeitpunkt des Aktes als Frau gesehen, also gibt es keinen Mann der zum Erarbeiten eines schriftlichen Vertrages gezwungen wäre ;-D

FpizzlyOpuzxzly


Uta

(mir geht es hier um Vorfälle wie "Hand auf's Knie).

Nur sehe ich eine große Gefahr, dass viele Wunden wieder aufgerissen werden.

Iwie widerspricht sich das für mich. Wegen Vorfälle - wie Hand aufs Knie - dürften m. E. keine großen Wunden aufgerissen werden.

Wenn Du dich darüber ärgerst, dann habe ich den Eindruck das Du dieses Thema für dich noch nicht abgeschlossen hast. Ich frage mich dann auch, warum Du in diesem Thraed schreibst: Was meint ihr?

Nun, Du siehst die Gefahr, das viele Wunden aufgerissen werden. Aber es sind doch bei dir Wunden aufgerissen worden, bei mir nicht.

Magst Du das mal ein bischen genauer erläutern? Schließlich hast Du deinen Thread unter Psychologie eingestellt. Und in diesen Fäden fallen meine Fragen und Antworten anders aus als allgemein.

UUta4x5


Vielleicht ist auch das Abschließen bei dem anders, so wie die Wunden.

Ich glaube von mir sagen zu können, dass ich das Erlebte verarbeitet und abgeschlossen habe. Trotzdem bleibt ja eine Wunde eine Wunder, oder? Wie gut verheilt sie auch sein mag. Da sehe ich also keinen Widerspruch.

Mit dem Beispiel "Hand aufs Knie" wollte ich zeigen, was für Arten von Übergriffen teils durch MeToo wieder aufgerollt werden. Dass es gut und wichtig ist, Vergewaltigungen und anderer schlimmste übergriffe aufzuarbeiten, steht außer Frage. Drum mein Beispiel...

F'izz{lypuzxzly


Ja ok, nur noch die Frage, warum unter Psychologie und nicht im Cafe?

Dann hätte ich doomhide nicht erst angesprochen. Als Faden im Cafe wäre ich nie auf die Idee gekommen ihm die Antwort - s. weiter oben - zu geben.

U@ta4x5


Ich finde es gut, dass Du ihn angesprochen hast, und bin deiner Meinung.

Warum nicht hier unter Psychologie? Ist es nicht ein bisschen zu ernstes Thema für "Cafe"? Und das überhaupt wichtig? ":/

F*izzl+yp-uzzl<y


Warum nicht hier unter Psychologie?

Weil ich davon ausgehe, das dort gepostete Threads immer etwas mit eigenen Problemen zu tun haben, die man versucht durch Fragen und Antworten der UserInnen verändern zu können.

Ist es nicht ein bisschen zu ernstes Thema für "Cafe"?

Das ist immer ein ernst zu nehmendes Thema, aber eben allgemein gehalten - so sehe ich es jedenfalls.

Aber ist jetzt für mich klar.

F7izzl&ypuzxzly


@ doomhide

Sorry @:)

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