» »

Wieso bekommen Neuroleptika eine Arzneimittelzulassung ?

Ehhemalziger UNutzer_ (#6&16263)


In Deinem anderen Faden schreibst Du, dass Du Aggressionen hattest?

Ja, hatte ich, aber die kamen durch Verwirrung.

Hast Du denn randaliert?

Manchmal flog schon mal die Schnabeltasse durchs Zimmer.

Wie lautet die offizielle psychiatrische Diagnose?

Gibt es leider nicht, da sich keiner einigen konnte. Habe aber eine Liste der möglichen Diagnosen und das ist mal ein durcheinander. Von Autismus, zu einer Persönlichkeitsstörung bis hin zu einer hebephrenen Schizophrenie.

EyhemKaliger0 Nutzger (#61x6263)


Die Menschheit ist mindestens genauso Krank mit ihrer destruktiven Verhaltensweise, wie der Psychotiker, der in seinem Überwachungsraum sitzt, nur eben "anders".

Täglich sterben durch Umweltbelastungen mehrere hunderte Spezies aus und es wird einfach weitergemacht, eben weil der Mensch egoistisch und voller Habgier ist. Hauptsache er hat seinen 50" Flatscreen aus dem Discounter und sein 2,50€ Steak aus Massentierhaltung. Wie das produziert wird und was dort für Bedingungen herrschen, das interessiert sie einfach nicht.

Ich bin auch kein Veganer oder Umweltaktivist, aber man kann auch bewusst leben. Fleisch braucht der Mensch nur 1x in der Woche nebst Fisch und das kann dann von einem verantwortungsvollem Metzger kaufen, bei dem man auch weiß, dass das Huhn nicht mit 10.000 anderen in einer kleinen Halle stand. Oder nachhaltig gefangene Fische und nicht das TK Lachsfilet für 1,60€ aus überfischten regionen.

Oder auch die Politischen Verhältnisse in Ländern dieser Welt.

Vor allem der US-Präsident Trump, der richtet mehr schaden in der Welt mit seinem Handeln an, als die, die in der Forensischen Psychiatrie sitzen müssen. Aber es ist eben eine "aktzeptierte" Form der Zerstörung. Dieser Mann hat die direkte Macht über mehr als 6000 Atomsprengköpfe.

Vor allem das mit Nordkorea, Kim Jong Un ist jetzt auch nicht wirklich gesund und Trump schimpft immer über die Kernwaffentests, obwohl sein eigenes Land das halbe Meer (extrem viele Kernwaffentests im Bikini Atoll) und Hiroshima kaputtgebombt hat. Er droht nun auch mit der Zerstörung von Nordkorea und die Menschen finden ihn moralisch vertretbarer als Kim Jong Un, obwohl dieser lediglich provoziert und nach dem Koreakrieg nie irgendwie nen weiteren Krieg angezettelt hat.

Das ist einfach nur sowas von egoistisch und aggressiv. Eine richtige Selbstverständlichkeit und Zerstörungswut.

L_uci3x2


Die reine Dopamintheorie ist seit Jahre überholt. Man weiss, dass es eine Wechselwirkung von mehere Transmitter und Receptoren ist. Zudem gibt es 4 Arten von Dopamin.

Dazu kommt ein ordentliche genetische Anteil dazu.

Du hast vermutlich nur die Belohnungssystem beeinflusst. Das hat wenig bis gar nichts mit Psychosen zu tun.

L2ucqi3x2


Und psychische Störungen und Alkohol ist eine schlechte Idee. Es verstärkt nur.

Besonders mit Medikamente ist es sehr unschlau.

Neuroleptika brauchen eine Weile bis sie völlig abgebaut sind. Wie lang, hängt davon ab, wie lang sie eingenommen wurden. Sind ja Spiegelmedikamenten die in der Leber akkumulieren. Die Spiegel muss sich abbauen. Sind nicht wie selten eingenommene Schmerzmitteln.

Alkohol beeinflusst ordentlich Vasopressin.

EshemValigegr NVutzer #(#616263x)


Ich denke, du bist auf den Alkoholkunsum an Weihnachten aus dem anderen Thema von mir aufmerksam geworden.

Die Neuroleptika sind schon seit einem halben Jahr weg, da sollte denke ich keine spürbar wirkende Konzentration mehr vorhanden sein.

Und bezüglich des Alkohols. Ich bin extrem sparsam damit, halte außer zu feierlichen Anlässen 2-3x im Jahr, wo dann mal ein Sixpack bier oder 4 Gläser Wein getrunken werden eine strikte 0,00 Promille-Grenze ein.

Und eine "psychische Störung" konnte ich durch meine 3 Gläser Wein auch nicht feststellen oder feststellen lassen. War nur etwas angeheitert danach, wie jeder andere auch und saß dann ruhig auf dem Sofa.

Und bezüglich der Diagnose und der Stigmatisierung: Wer nach einem Partner sucht mit diesen Diagnosen und das auch seinem Gegenüber erzählt, der bekommt dann quasi den "Faustschlag ins Gesicht".

Und nochmal zu der Andeutung meines Vorurteils von einem anderen User hier mit dem Essen: Geh mal durch die Stadt und frag, was die Leute von psychisch Kranken in der Psychiatrie denken. Da tun sich Abgründe auf.

Und ein Verschwörungstheoretiker bin ich auch nicht, da ich nichts übertriebenes behaupte, wie UFO's über dem Haus, Alien Entführungen und irgendwelche Mind-Control-Strahlen der Regierung, wo ich dann behaupte, dass der Radiomast die Menschen fernsteuert und so weiter.

Die Psychiaterin meinte damals auch, dass zu viel Geschlechtsverkehr und Gefühle eine starke Psychose auslösen können.

Nichts desto trotz kommen mir die Menschen aus der Psychiatrie unbehandelt oft gesünder vor als mancher Politiker, Firmenbesitzer (vor allem Asien, die ihre Mitarbeiter wie Dreck behandeln) und Superreichen einflussreichen Leute.

E"hemal&iger Nutzerq (#n616263x)


Und eine Frage habe ich noch: Wer von euch hatte selbst schon einmal als Patient einen längeren Psychiatrieaufenthalt ?

Oder wer von euch hatte mal jemanden regelmäßig in einer geschlossenen Station besucht ?

Wie war die Atmosphäre dort ?

Außenstehende und Familienmitglieder können sich nicht wirklich da hineinversetzen oder vorstellen, wie das ist. Vor allem irgendwelche "Profis", die noch nie längere Zeit dort gewesen sind, aber mal ne Doku im Fernsehen drüber gesehen haben.

LaucMi3x2


Ich bin Psychologin. Habe daher einiges gesehen. Ich arbeite demnächst in der Psychiatrie.

rRr2W017


In einem psychotischen Schub bringen die Leute aber nicht nur sich selber, sondern auch ihre Mitmenschen in Lebensgefahr.

NWedla


Ich war 2006 drei Monate lang stationär in der Psychiatrie, bevor ich überhaupt wieder gescheit am Leben teilnehmen konnte. Auch danach war ich nochmal stationär, allerdings nicht so lange. Ich habe dort viel gesehen, allerdings keine Ärzte, die willkürlich irgendwelche Medikamente verordnet hatten. Das hatte schon alles Hand und Fuß. Erst durch die Medikamente ist es mir möglich, mein Leben so zu leben, wie ich das möchte. Es ist einfach kein Vergleich mehr zu früher. Ich werde auch nicht vollgepumpt mit Medikamenten. Es war nicht einfach, das für mich passende zu finden, aber wir haben es gefunden. Ich schreibe bewusst "wir", denn ich hatte ein Mitspracherecht. Schließlich bin ich der Patient und muss damit leben. Dann soll ich mich auch gut damit fühlen. Sobald etwas nicht mehr passt, schauen wir, was wir ändern müssen.

Die Atmosphäre in der Psychiatrie war übrigens recht gut, sonst wäre ich vermutlich eher nicht 3 Monate dort geblieben.

BEatner Wx.


In einem psychotischem Schub bringen die Leute aber nicht nur sich selber, sondern auch ihre Mitmenschen in Lebensgefahr.

Eben.

Manchmal flog schon mal die Schnabeltasse durchs Zimmer

Fremdgefährdung ... Wenn so ein Geschoss jemandem an den Kopf fliegt ...

BQa5t#erV Wx.


Und die Medikamente haben durchaus ihre Daseinsberechtigung.

Früher hat man randalierende, tobende und somit gefährliche Patienten fixiert, eingesperrt - Gummizelle, Zwangsjacke.

Heutzutage werden diese Patienten mit Medikamenten ruhiggestellt. Das ist doch ein Fortschritt.

P5lüschLbiesxt


Ich rage mich schon seit ewigen Zeiten, wieso Kritik an der Psychiatrie und den Medikamenten fast ausschließlich von psychisch Erkrankten kommt.

Wenn es durch Medikamente und Psychiatrieaufenthalte bei jemandem zu "Beeinträchtigungen" kommt,

sollte das ja auch anderen auffallen.

Es kommt aber so gut wie nie vor, dass sich Angehörige, oder Freunde eines psychisch Erkrankten über die Psychiatrie und deren Medikamente beschweren.

r-r20x17


Ich glaube, man wird dem Thema nicht gerecht, wenn man nicht auch einräumt, dass in der Tat einiges schief läuft in der Psychiatrie, den Patienten vor allem emotional und psychologisch zu wenig gegeben wird und in der Tat ein bisschen "Ruhigstellung mit Medikamenten" betrieben wird. Es gibt schon auch Grund für Klagen und Frustration. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

Problem ist ja auch, dass die zugrundeliegenden seelischen Erkrankungen letztlich schwer zu behandeln sind. Vieles passiert auch einfach aus Hilflosigkeit und Überforderung.

Hinweis auf einen Literaturklassiker (der sicher auch ein bisschen veraltet und tendenziös ist)

[[https://www.amazon.de/Mount-Misery-Roman-Samuel-Shem/dp/3426509199]]

Irgendwo in dem Buch steht (mehr oder weniger wortwörtlich) "most of these people didn't really seem sick. They only seem to suffer from a lack of love". Das triffts recht gut, denke ich.

Ich hatte selber schon (vergleichsweise harmlose) Phasen, wo ich von Ärzten Benzos und Antidepressiva verschrieben bekommen hab, aber was ich wirklich gebraucht hätte, wäre jemand, der sich wirklich mit mir beschäftigt.

Bkate r W.


Ich rege mich schon seit ewigen Zeiten, wieso Kritik an der Psychiatrie und den Medikamenten fast ausschließlich von psychisch Erkrankten kommt.

Weil bei diesen Patienten keine Krankheitseinsicht vorliegt, was zu manchem Krankheitsbild dazugehört.

Ich rege mich immer auf, wenn Laien dann auf den Zug "Ich bin vollkommen gesund, und böse Richter haben mich in die Geschlossene gebracht, um mich auszuschalten" aufspringen.

rJr201x7


Ich bin vollkommen gesund, und böse Richter haben mich in die Geschlossene gebracht, um mich auszuschalten

was aber trotzdem manchmal vorkommt.

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH