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Ist "psychisch krank sein" in Mode?

WSM~ x2014


Ich wünsche niemandem, überhaupt in eine solche Situation zu kommen! Ich hab eine stationäre Therapie hinter mi, litt an Depressionen, stand kurz vor dem Suizid. Und ich habe zum Glück noch den Weg gefunden, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Denn NEIN, es ist keinerlei Modeerscheinung. Ich bin schockiert über den Titel dieses Threads das ist wirklich eine absolute Unverschämtheit.

Ich habe so viele verschiedene Menschen kennengelernt, deren Geschichte mitbekommen und wie es dazu kam, dass sie erkrankt sind. Und ja, es waren sehr viele 18-25 jährige in Therapie. Dennoch würde ich NIEMALS sagen, dass es modern ist, oder sie sich darüber irgendwie profilieren wollten. Jeder Einzelne von Ihnen hat wirklich Schlimmes durchgemacht - und ein ehemaliger Mitpatient hat sich nach der Therapie das Leben genommen.

Von daher bitte ich darum, hier nicht abwertend über dieses Thema zu sprechen. Menschen mit psychischen Krankheiten würden Alles dafür geben, diese gerne eintauschen.

PCerpse:ida


Beim Beobachten - vor allem in diversen Facebook-Gruppen - konnte ich mich diesem Verdacht auch nicht völlig entziehen, dass es gerade für Teenager "in Mode" gekommen sein muss irgendwie psychisch krank zu sein.

Ich denke, das gesellschaftliche Bewusstsein über psychische Erkrankungen ist in den letzten Jahren wesentlich gewachsen.

Natürlich interpretiert der ein oder andere Jugendliche dann zu viel in die eigenen Probleme und diagnostiziert sich selbst Störungen, die so gar nicht vorliegen.

Ich würde es aber nicht zwangsläufig als Modetrend bezeichnen, denn diese Jugendlichen haben meist tatsächlich Probleme, die sie sehr belasten.

Meiner Ansicht nach haben die meisten gängigen psychischen Erkrankungen (z. B. Depression, Angst- und Essstörungen) ihren Ursprung ohnehin in der relativen Sorglosigkeit der westlichen Welt, in der man nicht mehr um das nackte Überleben kämpfen muss.

P3ersxeida


@ WM 2014

Denn NEIN, es ist keinerlei Modeerscheinung. Ich bin schockiert über den Titel dieses Threads das ist wirklich eine absolute Unverschämtheit.

Ich bin durchaus der Meinung, dass psychische Erkrankungen zwangsläufig eine 'Modeerscheinung' der heutigen Zeit sind, eben durch die Umstände, in denen wir leben.

Jeder Einzelne von Ihnen hat wirklich Schlimmes durchgemacht - und ein ehemaliger Mitpatient hat sich nach der Therapie das Leben genommen.

Was ist objektiv wirklich schlimm? Ich traue mir zu behaupten, dass das Leben der meisten Jugendlichen - im Gegensatz zu dem der Menschen früher - ein Klacks ist.

JQessSMlyt]herxin


Was ist objektiv wirklich schlimm? Ich traue mir zu behaupten, dass das Leben der meisten Jugendlichen - im Gegensatz zu dem der Menschen früher - ein Klacks ist.

Und lass mich raten, vorallem im Gegensazt zu deinem Leben.

p4elztiexr86


Meiner Ansicht nach haben die meisten gängigen psychischen Erkrankungen (z. B. Depression, Angst- und Essstörungen) ihren Ursprung ohnehin in der relativen Sorglosigkeit der westlichen Welt, in der man nicht mehr um das nackte Überleben kämpfen muss.

Das sehe ich auch so....

F}iz6zlypxuzzly


Was ist objektiv wirklich schlimm? Ich traue mir zu behaupten, dass das Leben der meisten Jugendlichen - im Gegensatz zu dem der Menschen früher - ein Klacks ist.

Ob früher, heute oder später - für Betroffene ist es mitnichten ein Klacks. Wenn alle so denken würden, wären wir iwann wahrscheinlich beim bewerten - Jugendlichen geht es zu gut - Frauen sind selbst Schuld - Männer haben es ja wirklich schwer - was wollen denn die Alten noch.

So kommt das bei mir an {:( .

Pherse;idxa


@ JessSlytherin

Und lass mich raten, vorallem im Gegensazt zu deinem Leben.

Absolut nicht. Trotz aller Widrigkeiten wurde mir unglaubliches Glück zuteil. Der Großteil meiner Probleme ist ohnehin hausgemacht.


@ Fizzlypuzzly

Ob früher, heute oder später - für Betroffene ist es mitnichten ein Klacks.

Natürlich ist es das nicht - ich kann aus eigener Erfahrung sprechen.

Aber woran liegt das? Meiner Meinung nach 'verweichlicht' die Gesellschaft immer mehr. Anstatt Dankbarkeit zu lehren, wird Menschen gepredigt, wie schlecht es ihnen doch eigentlich geht.

Wenn alle so denken würden, wären wir iwann wahrscheinlich beim bewerten -

Aber Menschen werten doch immer.

Jugendlichen geht es zu gut - Frauen sind selbst Schuld - Männer haben es ja wirklich schwer - was wollen denn die Alten noch.

Ich stimme mit diesen Aussagen überein, auch wenn es dich vielleicht schockieren mag.

Sqilbermosndaug}e


Was ist objektiv wirklich schlimm? Ich traue mir zu behaupten, dass das Leben der meisten Jugendlichen - im Gegensatz zu dem der Menschen früher - ein Klacks ist.

Materiell sicher. Aber gefühlsmäßig ?

mJitte%lgrobpröhxrig


Ich glaube auch, dass viele Dinge durch unser heutiges, relativ unnatürliches Leben verursacht wird - das macht es für die Leute halt auch nicht besser. Wenn jemand Krebs kriegt, weil er sein ganzes Leben an einer starkbefahrenen Straße wohnt, würde man ja auch nicht so argumentieren. Wir sind immer das Produkt unserer Umstände.

Anderseits gibt es auch viele Menschen, denen tatsächlich auch schon früh im Leben Leid angetan wurde und die deswegen als Spätfolge psychische Probleme entwickeln. Das hat halt früher (tm) wenige interessiert, da waren Prügel und Vernachlässigung noch eher alltäglich. Wenn ich mir ansehe, dass nach meinem ganz persönlichen Sample mindestens 50% der Männer meiner Großeltern- und Elterngeneration Alkoholiker sind oder waren, hat s ??? ?ich das früher einfach anderes Bahn gebrochen, aber die psychischen Probleme waren sehr wohl trotzdem da.

PPernseidxa


@ Silbermondauge

Materiell sicher. Aber gefühlsmäßig ?

Nicht nur materiell. Wir haben insgesamt eine ganz andere Lebensqualität.

Gefühle können durch Gedanken beeinflusst werden.

Ich glaube auch, dass viele Dinge durch unser heutiges, relativ unnatürliches Leben verursacht wird - das macht es für die Leute halt auch nicht besser.

Wer die Ursache kennt, kann daran arbeiten. :-)

Fhore4ns'ikxer


Ebenfalls, gesetzt den Fall, dass von mir die Rede ist: Ich glaube mir fehlt einfach die Gabe von mir positiv zu denken oder sowas wie Selbstliebe zu entwickeln. Und wenn ich mir die Gesellschaft anschaue, sehe ich darin auch nichts Erstrebenswertes, dass mir Motivation schenkt mich dahingehend entwickeln zu müssen. Mir erscheint das alles so unglaublich sinnlos. Und je mehr man darüber nachdenkt, desto sinnloser wird es. Und mit "sinnlos" meine ich wörtlich, dass es keinen Sinn für mich ergibt.

Ich habe da eigentlich viel mehr zu allgemeinen Fadenthemen geschrieben und niemandem im Speziellen, aber du hast dich ja immerhin scheints ein Stück weit angesprochen gefühlt.

Man muss die Gesellschaft ja nicht toll finden und kann sich selbst auch in Ablehnung zur Gesellschaft definieren. Das macht sogar jeder irgendwie so, je nachdem, welche Themen ihm da wichtig sind. Bloß reicht's dann ja nicht, Verfehlung an Verfehlung an Verfehlung der Gesellschaft zu reihen, irgendwann muss der Schwenk von der Gesellschaft auf sich selbst zurück führen und der Frage, was will ich eigentlich. "Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt", sagte Ghandi Wenn man das vor dem Sterbebett macht oder sich zumindest bewusst ist, dass man das Leben auch von hinten denken kann, umso besser. Man kann es aber immer nur für sein Leben und nicht für die Leben der anderen. Die Leben der anderen wird man auf dem Sterbebett nämlich auch ganz sicher nicht bereuen.

Das ist so, als hätte die Titanic den Eisberg nicht gerammt und dann stehe ich da unten und bohre Löcher in den Rumpf.

Und was, wenn du die Titanic verpasst hast, willst du deine Löcher dann in die Queen Mary bohren? ":/

aNug2x33


Wie beeinflusst man seine eigenen Gefühle durch Gedanken?

fCelils margoarxita


Wie beeinflusst man seine eigenen Gefühle durch Gedanken?

Sie meint wahrscheinlich positives Denken. Negative Gedanken, durch positive ersetzen. Aber je nach dem, was für eine psychische Störung man hat und wie stark sie ausgeprägt ist, braucht es Zeit und oftmals Anleitung, die man eben in der Psychotherapie erhält.

Manche Menschen wissen gar nicht, warum sie bestimmte Gefühle haben. Ängste, Panik, Essstörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, usw. Viele psychische Störungen haben ihren Ursprung in der Kindheit, das ist fest verankert in der Persönlichkeit und im Empfinden der Betroffenen.

Vor Jahren habe ich mir das Buch, 'sorge dich nicht, lebe', von Dale Carnegie gekauft und dachte, daß ich damit meine Probleme in Griff bekommen würde. Mir hat aber letztendlich eine Psychotherapie und medikamentöse Behandlung geholfen.

eWst[ax1


...hat halt früher (tm) wenige interessiert, da waren Prügel und Vernachlässigung noch eher alltäglich. Wenn ich mir ansehe, dass nach meinem ganz persönlichen Sample mindestens 50% der Männer meiner Großeltern- und Elterngeneration Alkoholiker sind oder waren, hat s ??? ?ich das früher einfach anderes Bahn gebrochen, aber die psychischen Probleme waren sehr wohl trotzdem da.

Heute versuchen die Menschen sich ja ständig zu optimieren, früher sind die Menschen auch nicht ständig ins Fitnessstudio gerannt. Ich war richtig baff als ich mal aus Versehen (wirklich) in diese Sendung "Bachelorette" reingeschaut habe. Diese jungen Männer sahen wirklich alle aus wie Babypuppen- Ken, für mich sahen die alle gleich aus.

Und zur Optimierung gehört wahrscheinlich auch immer leistungsfähiger zu werden und dafür darf man psychisch nicht angeschlagen sein. Und wenn man es doch ist, bricht vermutlich die Welt zusammen. Und dann muss man darüber reden und es bei Facebook mitteilen und dann kann man sich wieder neu definieren und was weiß ich. Es schreibt ja jetzt auch jeder ein Buch, jeder läuft Marathon, jeder hat Burn Out.... ]:D

m9it6telzgrobr6öhrxig


Ich bin mir nicht ganz sicher, inwiefern dein Beitrag eine Antwort auf meinen ist...? ;-D z

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