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Ist "psychisch krank sein" in Mode?

tSatuxa


Soll das jetzt ein Rundumschlag auf alle sein, denen es nach eigenem Empfinden nicht so schlecht geht, wie einem selbst?

Ich vermute für Knuffelstern ist das des Pudels Kern. Sie ist vielleicht irgendwie in einer imaginären Konkurrenz zu anderen Menschen mit psychischen Erkrankungen und kommt irgendwie zu kurz. Sie schreibt, dass sie für andere da ist und selbst keine Empathie zurückbekommt.

Ihr habt natürlich alle Recht, die Strategie ist sch*.

Knuffelstern hat hier irgendwo anders geschrieben, dass sie an einer Verbitterungsstörung leidet. Da passt dieses Denkmuster schon ins Bild und es ist vielleicht Ausdruck ihrer Problematik.

SPunf`low{er_x73


@ Shakesbier:

Ich beobachte diese Gruppen durchaus auch - aber das fällt in den Bereich einer best. Persönlichkeitsstörung, wo man sich halt darüber definiert. Die Krankheit gab es schon immer, nur nach außen wird es jetzt offener gezeigt. Der Hilferuf dahinter ist derselbe. Auch "Aufmerksamkeitsritzer" haben ein Problem.

@ mittelgrobröhrig:

Was fällt denn da alles darunter? Ich meine mich zu erinnern, dass es bei Männern generell mehr Extremausprägungen von vielem gibt, also mehr Genies, aber auch mehr Psychopathen. Reinv om Gefühl her hätte ich da doch deutlich mehr Männer vermutet; oder fällt das eher unter Persönlichkeitstypus als unter Krankheit?

Depression, Angsterkrankungen, Zwangserkrankungen, Essstörungen,... Also alle sog. "Achse 1"-Störungen. Achse 2 sind dann die Persönlichkeitsstörungen; da gibt es starke Unterschiede zwischen den einzelnen Diagnosen. Borderline und histrionische Persönlichkeitsstörungen ist eher Frauensache; Narzissmus und antisoziale Persönlichkeitsstörung findet man eher bei Männern. Ich gebe zu, dass ich diesen Aspet bei der pauschalen Aussage bzgl. Häufigkeiten unterschlagen habe. Aber die Diagnosen auf der Achse 1 sind halt das, was man landläufig eher als "Krankheit" bezeichnet.

Der Unterschied ist, dass Frauen häufiger stiller leiden, länger funktionieren - aber eher Hilfe holen. Die Männer warten ab, bis es gar nicht mehr geht, dann schlagen sie aber häfig sehr heftig auf. Und: Bei Frauen gibt es deutlich mehr SelbstmordVERSUCHE. Bei Männern weniger, dafür häufiger "erfolgreiche" Versuche, sprich tatsächliche Suizide. Männer wählen dabei auch eher "harte" Mittel; Frauen eher Methoden, die noch umkehrbar sind.

Aber das ist ein ziemlich umfassendes Thema für sich.

Mal einige Links, auf die Schnelle:

1. [[https://www.aerzteblatt.de/archiv/134430/Psychische-Erkrankungen-Hohes-Aufkommen-niedrige-Behandlungsrate]]

2. [[https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&ved=0ahUKEwjh7Zrek6_YAhXBI1AKHXy9BxoQFgg-MAM&url=http%3A%2F%2Fwww.bfr.bund.de%2Fcm%2F343%2Fpsychische-gesundheit-in-der-bevoelkerung-aktuelle-daten-und-hintergruende.pdf&usg=AOvVaw1iOafM2WJSLtMDwEPVzm0Z]]

3. [[https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=0ahUKEwjh7Zrek6_YAhXBI1AKHXy9BxoQFggyMAE&url=http%3A%2F%2Fpsychiatrie.uniklinikum-leipzig.de%2Fred_tools%2Fdl_document.php%3FPHPSESSID%3Dpb797a38v2n2fkh4on38amoc13%26id%3D27&usg=AOvVaw0m9R74TAQjST20BvdXiiiW]]

Achtung, z.T. sehr wissenschaftlich! Es wird aber deutlich, wie viele Faktoren man berücksichtigen muss bei der Analyse von steigenden Krankheitszahlen, geschlechtsspezifischen Unterschieden,...

maittellgxrobxröhrig


Danke dir! @:) Wissenschaftlich stört gar nicht, im Gegenteil.

Eihemaliger ?Nutzer {(#T60o482x3)


Ich rede zwar mit Worten, die jeder versteht, aber offensichtlich ergibt sich aus dem Gefüge bei vielen etwas anderes, als das, was ich verstehe.

Keine Ahnung, wieso mich kaum jemand versteht. Ich sagte ja, ich bin nicht kompatibel. Anders. Da kann ich tausend Mal etwas anders erklären und am Ende verstehen es nur paar Leute. Jedenfalls entsprechen die hier geäußerten Vermutungen nicht ansatzweise dem, was ich versuche zu vermitteln.

Schade.

S'unfljowe\r_7x3


Statt jetzt zu resignieren und die Überzeugung anders zu sein, bestätigt zu sehen, könntest Du ja versuchen, genauer zu erklären, worum es Dir dann geht...

H_asenrAeicxh


Xirain:

Vielen dieser jungen menschen könnte geholfen werden, indem man ihnen zeigt sich bestätigung selbst zu verschaffen durch Tätigkeiten, die SIE zufrieden machen. Indem man ihnen zeigt, dass sie ruhig anders sein dürfen und hobbies haben dürfen, die andre in dem alter doof finden. Indem man ihnem beibringt für sich einzustehen.

Wie wahr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Auch ich finde es - wie einige andere hier auch - sehr schade, dass Du Dich hier zurückziehen willst.

Diese Aussage von Dir, die ich hier gerade zitiert habe, trifft auch voll auf mich zu!

Ich war damals in der falschen Schule (mit dem falschen Profil) und hatte auch keine Unterstützung in meinen geheimen Sehnsüchten (Musik zu machen, vielleicht sogar beruflich)

Ich hätte damals jemanden gebraucht, der mich in meinen damals mir gar nicht recht bewussten Fähigkeiten fördert und bestärkt......

Andererseits kann ich Dich aber auch verstehen, wenn Du Dich aus diesem faden zurückziehen willst. Aus Selbstschutz. Kann ich gut verstehen und nachvollziehen.

Jedenfalls möchte ich Dir ein dickes DANKE sagen für Deine wertvollen Beiträge hier.

@:) *:)

tbagtua


Jedenfalls entsprechen die hier geäußerten Vermutungen nicht ansatzweise dem, was ich versuche zu vermitteln.

Ich habe versucht zu verstehen, was dich bewegt. Deine Antwort ist allerdings mager.

Du hättest etwas differenzierter antworten können. So werde ich irgendwie pauschal abgemeiert.

Am Ende kann zumindest ich dich nicht verstehen, weil du dich missinterpretiert fühlst aber nicht weiter erklärst, inwiefern.

Schade

Ja, schade.

Hnasen?reixch


Knuffelstern:

Hier mal ein Link - das Gebet von Franz von Assisi:

[[http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=4435]]

Warum ich Dir das schicke? - Ich wandle da mal ein paar Passagen ab:

Wir wollen geliebt werden - und lieben selbst so wenig.

Wir wollen versanden werden - und verstehen selbst so wenig.

Und jetzt ein paar Zitate von Dir:

Das mag schon sehr subjektiv sein, aber in dem Alter hätte es mir schlichtweg an Lebenszeit gefehlt, um "richtig" depressiv zu werden oder gar suizidal.

Ich dachte immer, dass gerade stigmatisierte Menschen mit gutem Beispiel voran gehen und genau dies bei anderen nicht tun. Aber Irren ist ja menschlich ...

weil ich mit meinen Vorstellungen zu Solidarität und Empathie ziemlich allein dastehe.

dass vor allem Teenager mit ihrem "Emo-Style" Aufmerksamkeit erregen wollen.

...weil ich von anderen erwarte, dass sie empathisch sind.

Ich hab hier mal einiges herausgegriffen - um Dir zu verdeutlichen - das gerade das, was Du von anderen erwartest, Empathie, Verständnis usw gerade das lassen Deine Beiträge hier schmerzlich vermissen.

Du regst Dich über Jugendliche auf, die ihrem - vermeintlichen "Emo-Style" frönen - Du weißt es aber NICHT mit Sicherheit, Du kennst diese Menschen nicht und unterstellst ihnen Effekt-Hascherei.

Mit deinen Zitaten und Äußerungen tust Du auch sehr vielen Menschen aus diesem Forum weh, die wirklich - in ihrer Jugend - schlimmste Depressionen hatten.

Und das:

Ich bin damals viel in die Natur gefahren und habe mir oft gewünscht ein Vogel zu sein, der einfach wegfliegen kann. Und das wünsche ich mir heute auch noch. Ich habe auf diesem Planeten irgendwie nichts verloren ... und jedem, dem ich meine Geschichte erzähle ist ihr irgendwann überdrüssig und irgendwann lernt man leise zu sein.

tut mir aus ganzem Herzen leid für Dich - aber das darf nicht dazu führen, dass Du anderen, die ebenfalls Depressionen haben oder hatten - auch in jungen Jahren, ihre Probleme absprichst und so tust, als seist NUR Du selbst betroffen.............

Und wenn Du mit FB und Co nicht klar kommst, so lass es doch, lass es einfach stehen - und fang an, im realen Leben Deine Mitmenschen zu verstehen. Dann wirst Du auch ganz bestimmt Empathie von anderen ernten.

Und ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass auch Du das Leben wieder lieben lernen kannst, dass Du Menschen findest, denen Du Dich anvertrauen kannst und Du Dich wirklich verstanden fühlst.

Das wünsche ich Dir aus ganzem Herzen. Vielleicht auch ein erfüllendes Hobby, womit Du anderen Freude machen kannst, die Malerei und die Musik kann dabei eine sehr große Hilfe sein - eigene Erfahrung. :)*

EHleo]noxra


Habe leider noch nicht alles gelesen, finde den Faden aber sehr interessant und werde das nachholen.

Zur Eingangsfrage: Das es dir gerade auf FB auffällt kann einen recht 'simplen' Zusammenhang haben.

Habe schon häufiger gelesen und gehört das die sozialen Netzwerke depressive Stimmungen durchaus auslösen und/oder verstärken können. Undzwar dadurch das jeder maßgeblich die Schokoladenseite seines Lebens und seiner Persönlichkeit darauf präsentiert.

Nun kann es natürlich sein das diejenigen die sich auf Facebook zu ihren Sorgen äußern in dem Moment akut davon getriggert sind; Also, erst kurz zuvor genau damit konfrontiert waren.

Das Jugendliche es da heute etwas schwerer haben und schneller an sich zweifeln, kann ich mir auch gut vorstellen. Dr. Google, der ganz furchtbare viele Selbsttests abrufen lässt, macht es da nicht besser.

Probleme simulieren werden die Wenigsten. Was mir eher Sorge macht ist, dass sich diese natürlich wesentlich schneller festsetzen und potenzieren können, wenn man sie selbst patologisiert.

Das können 'wir Erwachsene' ja auch ganz gut.

t[aht_uxa


Zu der allgemeinen Frage noch mal:

Ich habe mich, als ich Teenie war, völlig geschämt für meine "Verrücktheit".

Da gab es eben keine Emos, keine Szene in der eine solche Abweichung von der Norm, akzeptiert war. Ich habe meine Verzweiflung so gut versteckt, wie es ging, habe (ohne viel Erfolg) versucht dazuzugehören. Diese Isolation war noch mal eine zusätzliche Belastung.

Das ist vll. ein positiver Effekt von social media in diesem Kontext, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen merken, dass sie nicht allein sind.

EIhemalXigXer YNutDzer G(#6$0I4823)


Gut, wie erkläre ich das jetzt ...

Zunächst: Ob man sich selbst die Jacke anzieht, habe ich anhand meiner Inhalte nicht zu bestimmen. Ich bin nur verantwortlich für das, was da steht, nicht für das, was ein anderer versteht. Etwas, dass man interpretiert und annimmt als Diskussionsgegenstand zu erheben erachte ich, nach wie vor, als bedenklich ... aber gut. Ich stehe dann hinterher nur in der Pflicht eben solche Spekulationen zu rechtfertigen ... ist eigentlich unfair!

Ich kann mich nirgends entsinnen alle psychisch kranken Teenager als Simulanten bezeichnet zu haben. Es wird mir zwar vorgeworfen, nur habe ich das nie getan. Ich kann mich aber gut entsinnen exemplarisch etwas angegeben zu haben. Und ich kann mich auch entsinnen, dass ich es nirgends als allgemein gültig definiert habe. Exemplarisch heißt - für, die, die es nicht wissen, dass es ein willkürliches Beispiel darstellt. Ich könnte täglich solche Beispiele posten. Für manche scheint es eben ein Grund zu sein suizidal zu werden, wenn der Freund 4h Playstation spielt und sich nicht meldet ... ich kann das nicht beurteilen.

Ich weiß nur, dass es unter diesen Kriterien immer schwieriger werden wird Leute zu identifizieren, die real Hilfe benötigen. Ich will auch niemanden absprechen, dass jemand mit seinem Husten in die Notaufnahme geht - nur muss ihm dann bewusst sein, dass er im Zweifelsfall einem Herzinfarkt die Behandlungszeit stiehlt und jemand stirbt. Und für meine Begriffe bedeutet Empathie, dass man denen den Vortritt lässt, die an gravierenden Problemen leiden und die Fähigkeit besitzt genau dies zu erkennen.

Empathie heißt ja genau die Fähigkeit seine eigenen Bedürfnisse in den Kontext zu anderen zu stellen. Und immer nur darauf zu bestehen, dass ICH wichtig bin und meine Probleme zuerst behandelt werden, ist reiner Egoismus. Gelebte Empathie ist für mich eine Gruppendynamik, wo ich sowas nicht erklären muss, sondern die Leute selbst erkennen, welche Relevanz eine professionelle Behandlung hat. In der heutigen Gesellschaft ist aber sich jeder selbst der nächste - ob das im Verkehr oder auf im Beruf ist - die Leute kümmert es einen Dreck, was der andere fühlt und möchte.

Ich habe massive Probleme auf Grund meiner Empathie. Das ist eher Fluch als Segen und wenn mir jemand vorwirft, ich wüsste nicht, "wie das geht", hat schlichtweg davon nichts verstanden, sorry. Ich suche über all nach Tutorials ala "Wie werde ich ein Arschloch" ... ich empfinde es als extrem belastend hilfsbereit zu sein und andere zu verstehen, das Bedürfnis zu habe mich darum zu kümmern und Menschen etwas Gutes tun zu wollen. Zum Schluss ist man nämlich immer das Arschloch, dass mit seiner Scheiße allein klar kommen muss.

t>atuxa


Du liegst mit deiner Idee, was Empathie angeht weit über den eigentlichen Begriff hinaus. Empathie bedeutet schlicht mitfühlen können.

[[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Empathie Wiki Empathie]]

Anderen den Vortritt zu lassen, wie du schreibst, beinhaltet viel mehr.

Da steckt drin, einen Mangel anzunehmen. (ich trete zurück, weil es nicht genug für alle gibt) und es steckt drin eine Wertung zu machen (mir geht es nicht so schlecht wie dem anderen, dessen Problem ust dringlicher)

Ich stimme mit dir überein, dass man Empathie braucht um eine solche Entscheidung zu treffen.

Sinnvoll finde ich es dennoch nicht. Wenn es um die Frage geht, wer zuerst medizinische oder psychologische Hilfe bekommt, finde ich das Fachleute eine Wertung treffen sollen.

Das tun sie auch zumindest gelegentlich, zumindest meiner Erfahrung nach.

Knuffelstern, du kannst andere Menschen nicht verändern...niemand kann das.

Bei dir kannst du ansetzen. Nicht indem du ein "Arschloch wirst" :-/ ... nimm dich wichtig und mache dir klar, dass du wichtig und wertvoll bist, und dass du Hilfe verdient hast.

Deine Art von Empathie und helfen wollen funktioniert nicht, wenn du dich selber im Regen stehen lässen, wer sich selbst nicht liebt, kann auch andere Menschen nicht lieben. Du musst für dich sorgen, zumindest einen kleinen Impuls in diese Richtung braucht es, damit andere für dich sorgen können.

Was die Teenager angeht: es ist sooo typisch für diese Altersphase, dass alles was passiert hochdramatisch ist und Kleinigkeiten eine ungeheure Bedeutung haben. Die sind durch das Hormonchaos ungeheuer labilisiert. Und wenn ein nichtiger Anlass zu Suizidalität führt, kann es auch gut sein, dass es nur der Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Ich stimme dir auch zu, dass es sehr schwer ist die Dramaqueens und special snowflakes von denen zu unterscheiden, die in schlimmer Not sind. Ich würde aber eher riskieren, jemandem Unterstützung zukommen zu lassen, der seine Probleme aufbläst, als jemand im Stich zu lassen, der wirklich in existentieller Not ist. Ich bin froh, dass es heute mehr Hilfe für Jugendliche in Not gibt...ich bin als Kind mit meinen Hilferufen dermaßen abgebügelt worden und ich hätte es fast nicht überlebt. :°(

b|lueo heroxn


Zwei Dinge:

Ich stehe dann hinterher nur in der Pflicht eben solche Spekulationen zu rechtfertigen ... ist eigentlich unfair!

Nicht nur der Empfänger bestimmt die Botschaft, auch der Sender. Es gibt zwei Arten darauf zu reagieren: Du kannst es unfair finden, dass wir so reagieren. Du könntest es aber auch richtig stellen und sagen: hey Leute, tut mir leid, dass ich das bei euch ausgelöst habe, das war nicht meine Absicht, weil ich habe es soundso gemeint". Führt zu völlig unterschiedlichen Reaktionen bei den Empfängern.

Empathie heißt ja genau die Fähigkeit seine eigenen Bedürfnisse in den Kontext zu anderen zu stellen.

Empathie bedeutet nach meinem Verständnis erstmal mit dem anderen mitzufühlen. In diesem Kontext komme ich erst mal gar nicht vor und schon gar nicht meine Bedürfnisse. Das ist dann die Handlungsentscheidung, die ich treffe, wenn ich versuche auf mein Gefühl zu reagieren. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du das Problem, dass du deine Bedürfnisse zurückstellst, um für andere da zu sein, gleichzeitig aber niemand das für dich tut. Ich denke nicht, dass du ein Arschloch werden musst, damit es dir besser geht. Aber vielleicht könntest du bevor du reagierst kurz überlegen, ob du das gerade wirklich möchtest und leisten kannst, bevor du reflexartig reagierst. Ich denke es wäre eher sinnvoll zu lernen, sich auf gesunde Weise abzugrenzen, bzw. mit sich selbst genauso empathisch zu sein, wie mit anderen...

Das Problem ist m.E. wenn man weit über seine Grenzen hilfsbereit ist und sich gefühlt aufopfert, und wenn man nicht mehr kann, darauf wartet, dass andere genauso sind. Hilfsbereitschaft mit Erwartung gekoppelt ist aber schwierig. Und führt schnell zu Frustration und Verbitterung. Wenn du es leisten kannst, sei hilfsbereit für dich, weil du es magst, weil du die Welt anders machen willst. Aber nicht, damit andere dir gegenüber das gleiche tun, das wird nicht funktionieren. Wenn du diese Erwartung nicht hast, dann kann es plötzlich passieren, dass jemand dich überrascht. Wenn man allerdings die Erwartung oder die Verbitterung ausstrahlt, spüren das viele Menschen und ziehen sich zurück. Zumindest geht das mir so, obwohl ich jemand bin, der immer gerne hilft.

Zum eigentlichen Thema: Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein ausgeglichener teen nicht gleich am Rad dreht, wenn der Freund mal keine Zeit hat und nach meiner Erfahrung gibt es viele, mit ernsthaften Problemen. Natürlich kann die Pubertät für manche auch das Alter für Weltschmerz und Dramatik sein. Das ist aber kein neues Phänomen. Es steht uns aber m.E. nicht zu, zu urteilen, ob es bei diesem zutrifft, bei jenem aber nicht. Und schon gar nicht anhand eines Facebook-Eintrages. Darüber urteilen, wie andere sich zu fühlen haben oder nicht ist für mich übrigens das Gegenteil von Empathie.

W+ahterXlix2


Es kommt ja niemand auf die Welt und ist von Grund auf depressiv oder lebensmüde.

Äh, doch, auch das kommt vor. Das sind z.B. die Fälle, die aus komplett organischen Gründen depressiv sind und z.B. Medikamente benötigen. Andererseits kann man durchaus auch mit 12 oder so schon so viel Scheiße erlebt haben, dass man depressiv oder anderweitig psychisch krank ist. Was denkst du wie viele Grundschulkinder es gibt, die tatsächlich nen echten "Dachschaden" haben (und nicht nur "Mode-ADHS")... ? Also wenn man weiß, dass die Eltern der Kinder Drogen nehmen oder wie die Kinder aufgewachsen sind (z.B. Flucht, Leben im kriminellen Milieu...) kommt man gar nicht auf die Idee, die psychischen Auffälligkeiten nicht ernst zu nehmen. Natürlich entstehen die, es ist eher selten wenn nicht...

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