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Ist "psychisch krank sein" in Mode?

MNireFyxa


Ich würde behaupten, dass das Thema psychische Erkrankung einfach sehr stark enttabuisiert wurde in den letzten 2 Jahrzehnten. Wer ging denn vor circa 20 Jahren zur Psychotherapie? Ich war zwar vor 20 Jahren noch im Kindesalter, kann mich aber kaum daran erinnern dass das in irgendeiner Art und Weise Thema war. Natürlich gab es Psychotherapie und Menschen gingen auch hin, aber das Wissen um Psychotherapie, Psychologie und psychische Erkrankungen war nicht sehr weit verbreitet und wer zur Psychotherapie hinging oder in der Psychiatrie war, hatte halt einfach "einen an der Klatsche" oder "eine Schraube locker". Heutzutage sind die Menschen viel besser aufgeklärt, wissen aus welchen Gründen Menschen in Therapie gehen. Fast jeder kennt jemanden mindestens aus dem Bekannten- oder Familienkreis der einmal psychisch erkrankt und/oder in Psychotherapie war. Und sei es nur wegen "Burnout".

Natürlich führt das auch dazu, dass es die Aufmerkamskeitsheischer gibt. Mir persönlich ist das auch schon aufgefallen, da gibt es vor allem die Menschen die vielleicht irgendwie irgendwo an etwas zu knabbern haben und das in allen Details ausbreiten und sich jede Aufmerksamkeit suchen die sie darüber bekommen können. Häufig sind es die die ganz besonders leiden, die sich überhaupt nicht trauen sich zu öffnen oder irgendwas von ihrem Leid nach außen hin zu zeigen, auch nicht nahen Bezugspersonen, was häufig dazu führt, dass genau diese Menschen keine Hilfe bekommen.

8-(

Alles hat seine Vor- und Nachteile.

e!sata1


...nur habe ich das Gefühl, dass Empathie nicht die Stärke aller Menschen ist - auch nicht die, der Mehrheit. Denn wenn das so wäre, wäre unsere Welt nicht so, wie sie ist. Ich empfinde Empathie wie einen lästigen Klotz am Bein. Und dann auch immer diese Heuchelei überall, dass Werte wie Empathie oder Solidarität etwas Gutes sind ... ja, wo genau?

Die Frage ist, ob die Menschen ohne Empathie wirklich glücklicher sind? Ich weiß es nicht ???

Manchmal kommt ja auch etwas zurück, wenn man wirklich ehrlich empathisch ist und dem anderen etwas Gutes will.

Menschen die völlig ohne Empathie sind kenne ich jetzt auch nicht so viele, könnte aber auch daran liegen das ich auf die keinen Bock habe :-/ .

Heute läuft doch jeder wegen dem kleinsten Mist zum Psychiater und Therapeuten, anstatt sich mal ein wenig zusammenzureißen und Herr seiner Gefühle zu werden. Die wirklich Kranken haben dabei das nachsehen, denn denen werden die Plätze geklaut.

Es gab mal eine Studie, leider habe ich die gerade nicht gefunden. Da wurde festgestellt das ältere Menschen stärkere Probleme haben und nicht zur Therapie gehen und jüngere Menschen mit leichten Problemen schon eine Therapie beanspruchen.

P=ongo


@ silbermondauge

Es ist leider so, das die meisten Ärzte von der Pharmaindustrie gebauchklatscht werden. Die Pharmavertreter geben sich doch die Klinke in die Hand. Fortbildungen werden von Pharmafirmen gesponsert, und da wird der Arzt schon in die richtigen Bahnen gelenkt. Nicht alle Ärzte sind so...zum Glück. Es gibt zum Beispiel auch Ärzte, die gewollt keine Pharmavertreter zur Türe rein lassen, eben, um unabhängig zu bleiben.

Ich weiss nicht, ob du dieses Video schon kennst...es gibt noch zig andere:

[[https://www.youtube.com/watch?v=YuQ21ZWCLwc]]

und das hier, was du hier sagst:

Zugegeben dass manche Leute wegen einem "Furz" in die Klinik fahren das stimmt. Aber dazu würde eher passen "ist es Mode, wegen jedem *** ins KH zu fahren ?"

das kann ich genauso beja'en......

Grüße *:)

P4ongo


@ Mireya

Natürlich führt das auch dazu, dass es die Aufmerkamskeitsheischer gibt. Mir persönlich ist das auch schon aufgefallen, da gibt es vor allem die Menschen die vielleicht irgendwie irgendwo an etwas zu knabbern haben und das in allen Details ausbreiten und sich jede Aufmerksamkeit suchen die sie darüber bekommen können. Häufig sind es die die ganz besonders leiden, die sich überhaupt nicht trauen sich zu öffnen oder irgendwas von ihrem Leid nach außen hin zu zeigen,

Das erinnert mich an die Geschichte mit der Glutenunverträglichkeit, unter der ja auch mittlerweile die halbe Menschheit glaubt zu leiden %-| %-|

Jeder quersitzende Furz ist gleich eine Unverträglichkeit, das Resultat: Man kann sich Aufmerksamkeit erheischen wenn man sagt:" Oh, nein danke...ich darf doch nix mit Gluten drinne essen :°( , ich bin doch krank und hab diese Glutenunverträglichkeit... zzz , !" und dann noch die entsprechende Leidensmiene, und schon ist dir das Mitleid einiger anderen sicher ;-D

Streicheleinheiten für die Seele.

Aber die Leute, die eine echte Glutenunverträglichkeit haben, auch Zöliakie genannt, und das ist nur 1%...jawohl..1% der Bevölkerung,die sind wirklich echt richtig krank, aber die machen nicht so einen Bohei dadraus..haben sie gar nicht nötig. Für diese betroffenen Personen ist dieses:" Ach mir ist es heute nicht so im Bauch , wird wieder mal das Gluten sein... %-| " eine Ohrfeige schlechthin.

Auch hier: Die Regale sind voll von diesen "frei von" Produkten, und jeder glaubt, er müße den Scheiss kaufen, ob er nun eine echte Unverträglichkeit hat oder nicht. Wen freuts? Richtig, die Lebensmittelindustrie, die dieses Zeug zum vielfach höheren Preis verkauft, die Kasse klingelt, man hat ja die halbe Menschheit verrückt gemacht durch gezielte Werbung.

e]stxa1


Jeder quersitzende Furz ist gleich eine Unverträglichkeit, das Resultat: Man kann sich Aufmerksamkeit erheischen wenn man sagt:" Oh, nein danke...ich darf doch nix mit Gluten drinne essen :°( , ich bin doch krank und hab diese Glutenunverträglichkeit... zzz

Für sowas bekommt man Aufmerksamkeit? Ich hätte gedacht, da wird eher dezent mit den Augen gerollt :-D .

Ich stimme Dir voll zu. Möchte aber trotzdem anmerken ;-) , das es bei Gluten auch eine Glutensensitivität gibt, damit kann man Gluten verzerren, aber nicht zuviele...

P'o_ngo


@ Esta

Hey esta :-)

Ja, vermzutlich ist es eher ein Augenrollen....bei mir auch ;-) ..aber selbst das ist ja ne Form von Aufmerksamkeit ;-D

das mit der Glutensensitivität..ja..aber, wer sagt schon von sich:"Ich hab nur ne Sensitivität"....nenene, da muss schon die volle packung, die Unverträglichkeit herhalten.....hört sich schlimmer an.. :-p ]:D

In diesem Sinne *:)

fWelis matrgxarita


Aber die Leute, die eine echte Glutenunverträglichkeit haben, auch Zöliakie genannt, und das ist nur 1%...jawohl..1% der Bevölkerung,die sind wirklich echt richtig krank, aber die machen nicht so einen Bohei dadraus..haben sie gar nicht nötig. Für diese betroffenen Personen ist dieses:" Ach mir ist es heute nicht so im Bauch , wird wieder mal das Gluten sein

So, so, das wusste ich gar nicht. Du bist aber sehr gut informiert. Kannst du uns Mal die Quelle verlinken?

Gyrauye! SGocke


Aber ist es nicht so, dass ein Psychologe oder Psychotherapeut praktisch bei jedem etwas finden würde, der sich bei ihm einer Diagnose stellt? Gibt es eigentlich so etwas wie den psychisch vollkommen gesunden Menschen? Und kann es sein, dass es heutzutage neue Erkenntnisse und veränderte Ansprüche bezüglich der psychischen Gesundheit gibt, die einen Trend zur Pathologisierung begründen? ":/

PHongo


@ Graue Socke

der Hauptgrund zur Pathologisierung ist Geld. Ganz einfach.

Es gibt in der Medizin einen Spruch:" Wer noch gesund ist, ist einfach noch nicht gut und lange genug untersucht ;-D "

PjonBg,o


@ felis margerita

Guck mal hier....... ;-D

[[https://www.youtube.com/watch?v=yWELKQC4U_M]]

:_D 8-)

fmelisa ma!rgarita


YouTube schaue ich mir nicht an, Links von wissenschaftlichen Studien aber schon.

Piongxo


Das you tube video unterstreicht nur die drei Links , die ich verlinkt habe.

Aber, hier in diesem Faden geht es ja nicht um das Gluten...sondern um psychische Erkrankungen, deswegen mwerde ich jetzt dazu nix mehr schreiben um den faden nicht weiter mit Nebenschauplätzen zu stören.

Die Links habe ich dir ja geliefert...felice 8-)

Guten Rutsch!

K/nuf'felstxern


An Zöliakie leiden tatsächlich sehr wenige Menschen. Da ist der Darm entzündet. Eigentlich ist das viel unangenehmer, als eine reine Unverträglichkeit. Die Produkte, die man für diese Zielgruppe im Laden findet, dürfte trotzdem ein Vielfaches übersteigen. Es gibt in jedem kleinen Supermarkt eine Ecke für gluten- und laktosefreie Lebensmittel. Es ist halt auch schick geworden sowas zu kaufen - vor allem für "Öko-Bio-Veganer" ... ich möchte das keinesfalls verurteilen, sondern denke, dass es lediglich ein Versuch ist in dieser übervölkerten Welt eine Identität zu erhaschen. Jeder möchte auf seine Weise etwas besonderes sein.

Ich finde das nur für mich so absurd. Versuche ich doch jeden Tag normal zu sein und wünsche es mir so sehnlichst. Ich habe das Gefühl in jeder Beziehung immer eine extra Wurst zu brauchen. Und das nervt so unheimlich, nur kann ich nicht anders sein. Ich hasse diese ganze Oberflächlichkeit. Überall wird nur plakativ etwas verhandelt, ausgeführt ... und auf der Suche nach Echtheit wird man täglich irgendwie enttäuscht. Vielleicht bin ich auch nur zu dämlich ... das wird mir ja fortwährend nahegelegt ...

fSeluis mmargDarita


Es gibt in jedem kleinen Supermarkt eine Ecke für gluten- und laktosefreie Lebensmittel. Es ist halt auch schick geworden sowas zu kaufen - vor allem für "Öko-Bio-Veganer"

Das hat mit vegan nichts zu tun. Laktosefreie Milch zum Beispiel ist nicht vegan. Veganer nehmen keine Milchprodukte zu sich. Außerdem essen Veganer, wenn sie sich gesund ernähren, Vollkornprodukte. Die meisten Mehlsorten enthalten Gluten.

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