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Therapeuten finden

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Natürlich würde ich mich selbst besser fühle wenn es mir besser ginge. Deswegen frage ich ja hier auch nach Lösungen. Aber wenn es einem tatsächlich so schwer gemacht wird ...

Ich erkenne tatsächlich dein Problem nicht. Ein paar Therapeuten raussuchen, anrufen und auf die Warteliste setzen lassen. Wenn du Glück hast kommst du in einigen Wochen unter. Dann gehst du zum Erstgespräch und schaust ob es passt. Wenn nicht, weiterschauen. Hab ich auch schon gemacht.

Das musst du dir schon wert sein.

H6anxca


Hallo Atomic,

die Wartezeiten für einen Therapieplatz sind tatsächlich viel zu lang.

Wäre ich an deiner Stelle, würde ich die 5 Probestunden bei verschiedenen Therapeuten in Anspruch nehmen, welche von der Kasse bezahlt werden.

Zum Teil habe ich auch erlebt, dass die erste Kennenlernstunde kostenlos ist.

Diese erste Stunde bekommt man in der Regel sehr zeitnah. Es ist doch logisch, dass man nicht 1-2 Jahre auf einen Platz wartet, bevor man überhaupt weiß, ob der Therapeut für dich sympathisch ist.

Nach der Probestunde entscheidet man erst, ob man überhaupt mit dem Therapeuten zusammenarbeiten kann und will. Dafür ist das Gefühl nötig, dass man dem Therapeuten vertrauen kann.

Er wird dir in dieser ersten Stunde auch erklären, wie er arbeitet.

Wenn alles passt, lässt du dich auf die Warteliste setzen.

Du solltest dich auch mal über die verschiedenen Therapieformen informieren:

[[https://www.therapie.de/psyche/info/index/therapie/einleitung/]]

Die Therapieformen sind dort beschrieben und du kannst nach Gefühl entscheiden, was dir evtl. liegt.

Da du mit der Gesprächstherapie offenbar nicht klargekommen bist, würde ich dir raten, dir mal die Hypnosetherapie anzuschauen.

Während du auf der Warteliste bist, könntest du doch eine privat bezahlte Therapie machen.

Ich habe mehrmals eine Therapie selbst bezahlt, obwohl ich nicht so vermögend war.

Man macht halt so viele Stunden, wie man es sich leisten kann.

Bei diesen Therapeuten ist die Wartezeit nicht so lang.

H)arnxca


Es ist doch schon lange bekannt, dass es sowohl Psychosomatische als auch Physiosomatische Erkrankungen gibt. Denn etwas wie "B12", Schilddrüse, ... das weiß ich doch als Laie alles nicht. Ich habe vielleicht eine grobe Ahnung das es so etwas gibt. Aber weiß ich was außer B12 und Schilddrüse noch alles möglich ist ...? Genau DAS erwarte ich doch von den Fachleuten.

Atomic, ich würde zweigleisig fahren.

Du schreibst hier ja schon ein paar Jahre über deine Probleme.

Ich glaube nicht, dass deine Probleme eine körperliche Ursache haben.

Dir fehlt es auffällig an der psychischen Widerstandsfähigkeit (Resilienz).

Zur Resilienz gehört die Fähigkeit, auf die eigenen Ressourcen zugreifen zu können und eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung. Die ist bei dir eigentlich fast bei null.

Damit bist du nicht allein. Sehr vielen Menschen fehlt das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit.

Dadurch fühlen sie sich dem Leben oder Schicksal ausgeliefert.

Leider lernt man so wichtige Dinge nicht in der Schule.

Eine Therapie würde ich darum auf jeden Fall machen, du hast noch viele Lebensjahrzehnte vor dir, die du selbstbestimmt leben kannst.

Aber ich würde mir auch einen guten Hausarzt suchen, der mal untersucht, ob noch körperliche Ursachen zusätzlich vorhanden sind.

A3toqmic1X980


Dir fehlt es auffällig an der psychischen Widerstandsfähigkeit (Resilienz).

Zur Resilienz gehört die Fähigkeit, auf die eigenen Ressourcen zugreifen zu können und eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung. Die ist bei dir eigentlich fast bei null.

Klingt gut, aber ich kann mir das noch nicht komplett übersetzen. Also ich bin nicht doof, ich verstehe schon den Sinn deiner Worte. Aber hast du dazu konkrete Beispiele ?

Mein erstes Problem ist, dass ich überhaupt nicht die Kraft finde mich jetzt mal bei mehreren Therapeuten für eine Probestunde anzumelden, dann dort hin, jedem der Therapeuten dann meine "Geschichte" erzählen ... und und und.

Alleine dabei habe ich schon Angst wieder nicht genau benennen zu können was mein Problem ist. Dann erzähle ich jedem Arzt vermutlich etwas anderes. Somit wird es überhaupt nicht vergleichbar welcher Therapeut nun der beste wäre usw. Das sind für mich schon alles riesen Hürden. Dann parallel dazu einen Hausarzt suchen (wie und nach welchen Kriterien soll ich das wiederum machen?). Ich weiß, es klingt vermutlich immer so als wenn ich gar nicht wirklich wollen würde. Aber so ist es nicht. Es fällt mir nur extrem schwer ... Auf Grund meiner Erfahrungen sehe ich halt überall Hürden und Hindernisse. Das ist vermutlich einfach eine sehr ungünstige Kombination meiner Persönlichkeit (wenig emotional, eher rational, Perfektionist gepaart mit wenig Willenskraft und geringem Selbstvertrauen; wobei ich Beruflich sehr zielstrebig arbeite und das äußerst erfolgreich und großes Vertrauen meiner Vorgesetzten genieße).

HFanxca


Ich versuche mal einen Vergleich.

Die Resilienz ist sozusagen das Immunsystem der Seele.

Über das körperliche Immunsystem gibt es mittlerweile sehr viel Wissen.

Man weiß, welche Dinge das Immunsystem stark machen.

Zum Beispiel eine gesunde Ernährung, Bewegung, ein positives Lebensgefühl und ein Vertrauen in die Selbstheilungskräfte.

Sagen wir mal, es geht ein Magen-Darm-Virus um.

Manche trifft es ganz heftig und sie brauchen lange, um wieder auf die Beine zu kommen. Oder sie fangen sich jedes Jahr zweimal eine Magen-Darm-Grippe ein.

Ich zum Beispiel werde davon meistens komplett verschont, selbst wenn meine Kinder das Virus hatten, stecke ich mich nicht an.

Wenn ich in 10 Jahren mal eine Magen-Darm-Infektion hatte, hat sie meistens einen Tag gedauert und dann war ich wieder gesund.

Nun zum seelischen Immunsystem.

Wir alle erleben Krisen mit dem Partner, Verlust der Arbeit, Krankheit, finanzielle Sorgen, usw.

Genauso wie bei Krankheiten ist niemand davor geschützt.

Wie häufig und wie stark einen Menschen solche Schicksalsschläge treffen, hängt sehr stark vom seelischen Immunsystem ab. Davon hängt es auch ab, wie schnell jemand danach wieder auf die Füße kommt.

Was du erlebt hast, erleben sehr viele Menschen.

Nach einer Krise ist es also entscheidend, wie gut du dein seelisches Immunsystem trainiert hast, wie fit es ist.

Dafür gibt es auch eine ganz praktische Anleitung, genauso wie beim körperlichen Immunsystem.

Es kümmern sich nur so wenige darum.

A]tdomicx1980


Dafür gibt es auch eine ganz praktische Anleitung, genauso wie beim körperlichen Immunsystem.

Anleitung ?

Hwancxa


1 Definition Resilienz

Als Resilienz bezeichnet man die ressourcenabhängige und individuell unterschiedliche Fähigkeit, krisenhafte Lebensumstände ohne gesundheitliche Einbußen physischer oder psychischer Art zu bewältigen.

2 Modelle

Während frühere Definitionen sich auf eine statische inhärente Persönlichkeitseigenschaft berufen, knüpfen neuere Modelle an die Vorstellung einer veränderbaren Konstellation interner (Eigenschaften, Bewältigungsverhalten) und externer (ökonomisch, sozial) Ressourcen.

[[http://flexikon.doccheck.com/de/Resilienz]]

In der Medizin gibt es auch die Erforschung von Gesundheit.

1 Definition

Die Salutogenese (Gesundwerdung) ist ein auf den Medizinsoziologen Aaron-Antonovsky (1923-1994) zurückgehendes Resilienz-Modell, das die kognitiven Bewältigungsstrategien zur Abwendung von Gesundheitsrisiken betont.

Antonovsky stellte in diesem Zusammenhang drei Fragen:

"Wie und warum werden Menschen krank und wie bleiben sie trotz vieler potentiell gesundheitsgefährdender Einflüsse gesund?"

"Wie entsteht Gesundheit und wie wird sie gewahrt?"

"Was ist das Besondere an Menschen, die trotz extremer Belastung nicht krank werden?"

[[http://flexikon.doccheck.com/de/Salutogenese]]

Es wird also davon ausgegangen, dass sowohl die körperliche als auch die seelische bzw. psychische Gesundheit in der Hand des Menschen liegt. Und die Fähigkeit zur Gesunderhaltung ist erlernbar.

HWancxa


Ja, es gibt Anleitungen.

Mal zum Einstieg:

[[https://www.palverlag.de/lebenshilfe-abc/resilienz.html]]

Was du brauchst, ist natürlich ein auf dich zugeschnittenes Training.

Das kann man auch in einer Therapie erlernen.

. Auf Grund meiner Erfahrungen sehe ich halt überall Hürden und Hindernisse. Das ist vermutlich einfach eine sehr ungünstige Kombination meiner Persönlichkeit (wenig emotional, eher rational, Perfektionist gepaart mit wenig Willenskraft und geringem Selbstvertrauen;

Atomic, wir alle kennen Hindernisse und Hürden im Leben.

Deine Persönlichkeit steht dir aber nicht im Weg, um dich weiterzuentwickeln.

Ich bin auch eher rational.

Ein geringes Selbstvertrauen lässt sich total verbessern.

Deine fehlende Willenskraft liegt an deinem begrenzten Denken.

Ich halte dich eher nicht für krankhaft depressiv, aber ich bin kein Mediziner, habe anderweitig beruflich damit zu tun. Deine depressive Stimmung ist Ausdruck deiner Hilflosigkeit.

Du bist aber intelligent und kannst dein Denken erweitern - da bin ich mir sicher.

HPa3nca


Mein erstes Problem ist, dass ich überhaupt nicht die Kraft finde mich jetzt mal bei mehreren Therapeuten für eine Probestunde anzumelden, dann dort hin, jedem der Therapeuten dann meine "Geschichte" erzählen ... und und und.

Atomic du bist (noch) gefangen in deiner Hilflosigkeit.

Es ist völlig egal, ob man glaubt, etwas zu können oder ob man glaubt, etwas nicht zu können.

Man behält immer Recht.

Mach doch einfach einen Anfang und such dir einen Therapeuten. Vielleicht ist es schon der passende Therapeut.

Alleine dabei habe ich schon Angst wieder nicht genau benennen zu können was mein Problem ist. Dann erzähle ich jedem Arzt vermutlich etwas anderes. Somit wird es überhaupt nicht vergleichbar welcher Therapeut nun der beste wäre usw. Das sind für mich schon alles riesen Hürden.

Du kannst deine Probleme sehr gut benennen. Ruf einfach mal deine Themen hier auf und schreibe dir von jedem Thema 1-2 Kernsätze auf. Die kannst du dann vorlesen.

Ein guter Therapeut stellt dann auch die richtigen Fragen, so dass ihr die Probleme weiter aufdecken könnt.

Du musst gar nicht viele Therapeuten vergleichen. Es ist nur wichtig, dass du einen findest, dem du vertrauen kannst. Eine Schweigepflicht haben alle. Es geht um dein persönliches Vertrauen.

Ich würde an deiner Stelle notfalls auch einen Therapeuten selbst bezahlen, bevor du ewig auf einen Platz wartest.

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