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Emetophobie - bin ich betroffen? Die Symptome

Jcoh[nC9rossaixnt hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

heute möchte ich eine Verständnisfrage an (im Idealfall) euch stellen.

Seit nunmehr gut 5 Monaten, also fast einem halben Jahr, leide ich unter einer ungeklärten Nausea (Übelkeit). Dieses hat "damals" begonnen, als ich mit meiner Familie zusammen saß. Wir haben zusammen gegrillt und bereits beim dritten oder vierten Bissen, wurde mir plötzlich wirklich übel, allerdings eher unterschwellig. Ich nahm noch ein paar Bissen und bei einer anschließenden Zigarette merkte ich dann, dass mir wirklich RICHTIG! schlecht ist. Ich ging zur Toilette und war wirklich ganz kurz davor mich zu erbrechen. Da ich im generellen schon immer einen heftigen Ekel dagegen habe, versuchte ich natürlich stets das Ganze so zu unterdrücken, dass es eben nicht passiert! Seit diesem Tag war mir immer mal wieder übel, die Abstände dazwischen wurden allerdings immer kleiner, heute ist es so, dass mir wirklich jeden! Tag übel ist. Die Intensität, die variiert zwar, ABER!, es schränkt meine Lebensqualität ganz eindeutig ziemlich ein. Logisch, wer geht schon freiwillig raus, wenn ihm übel ist?

Nun stellen sich ein paar Fragen:

1. Leidet der Emetophobiker unter einer ständigen Übelkeit?

2. Ist der Emetophobiker in der Lage seine Übelkeit so zu kontrollieren, dass es eben nicht zum erbrechen kommt - oder ist das nicht vielmehr eine chemische Reaktion die einfach gesteuert wird und nicht abgewehrt werden kann.

3. Ist die Emetophobie eine tatsächliche Angst vor dem Erbrechen oder vielmehr eine getriggerte Angst durch "nicht verdaute" Ereignisse aus der Vergangenheit?

4. Wie äußert sich die Panikattacke eines Emetophobikers?

Ich verzichte jetzt mal vorab absichtlich auf bereits vorliegende Diagnosen, damit ihr ohne Vorbehalt auf diese Fragen eingehen könnt.

Ich freue mich von euch zu hören.

Antworten
BEirkeanzwexig


also bei mir war es so, daß ich halt diese angst vorm erbrechen hatte. mir war nicht schlecht.

aber ich hatte angst vor lebensmitteln, die salmonellen enthalten könnten un die fantasie dabei wurde immer größer

ich hatte angst vor zu viel sonne, wegen sonnenstich, vor karussel, vor essen in kneipen. ich konnte nich mehr auseinanderhalten, ob lebensmittel gut oder schlecht sind.

all das lese ich bei dir nicht. permanente übelkeit kann auch vonner "harmlosen" magenschleimhautentzündung kommen. würd ich mal untersuchen lassen.

"harmlos" deshalb, weil die besser zu behandeln ist, als ne emetophobie

JVoh{nCrosns.ainxt


all das lese ich bei dir nicht. permanente übelkeit kann auch vonner "harmlosen" magenschleimhautentzündung kommen. würd ich mal untersuchen lassen.

Hallo Birkenzweig, danke für deine Antwort.

Genau aus dem Grund habe ich entsprechende Befunde weggelassen.

Körperlich wurde folgendes gemacht:

- Magenspiegelung (ohne Befund)

- Ultraschall (ohne Befund)

- Blutwerte (ohne Befund)

- Urinuntersuchung (ohne Befund)

- Abdomen des Oberbauchs (ohne Befund)

- Stuhluntersuchung generell und auf helicopacter und Pilzbefall (ohne Befund)

Ich entdecke mich bei 2 Symptomatiken eines "Emo's" wieder:

- Betrete ich Räumlichkeiten suche ich sofort instinktiv nach einer Möglichkeit mich zu übergeben, falls es denn soweit sein sollte

- Ich beschäftige mich viel mit dem Thema, es muss nur jemand etwas blass sein, sofort denke ich "Oh nein, wenns dem nicht gut geht.."

BMirk0enzwexig


okay... ja, das sind die anfänge. ich hab anfangs auch immer zugesehen, daß ich irgendwo ein klo in der nähe hab, falls es mich überfällt...

du solltest dir n therapeuten suchen, bevor es sich manifestiert. "es kotzt mich an"- das leben.. das hat ursachen. die seele sucht sich ein ventil

JNohnCtrosdsajinxt


Mit dem Unterschied, dass ich tatsächlich Übelkeit empfinde.

Ich glaube nur persönlich NICHT! an eine psychische Ursache meiner Übelkeit! Wäre das eine Begleiterscheinung der Emetophobie könnte ich das allerdings etwas eher greifen, bei mir ist in den letzten Jahren auch viel passiert. Therapie fange ich am 12.01 an.

Dennoch würde ich mich freuen wenn weitere Leute auf meine Fragen eingehen könnten.

Wie hast du selbst das Ganze besiegt? Denn du schreibst in der Vergangenheitsform.

f'elis m.ar|gari/ta


Ich glaube nur persönlich NICHT! an eine psychische Ursache meiner Übelkeit.

Warum glaubst du nicht daran? Wenn es dir psychisch gut geht, kann ich das verstehen.

War aber in letzter Zeit wirklich alles gut? Vor allem, vor der Zeit, als es mit der Übelkeit anfing?

SJchm_ett3erl7ing4x2


zu Frage 1:

Das kann man so pauschal nicht beantworten: Während einige Emetophobiker nur an ihre Phobie denken, wenn ihnen wirklich schlecht ist, denken andere ständig daran, so dass ihnen dann auch wirklich oft übel ist. Das ist dann aber eher eine Übelkeit, die von der Psyche kommt. Da kommt es sehr auf den Schweregrad der Erkrankung an.

zu Frage 2: Wenn einem wirklich so schlecht ist, dass man sich übergeben muss, wird man dies nicht unterdrücken können. Wenn der Körper was loswerden will, wird er sich schon durchsetzen. :-D Im Grunde ist Erbrechen ja eine wichtige Funktion, um den Körper vor Vergiftungen zu schützen.

zu Frage 3: Emetophobie hat viel mit "nicht-loslassen-können" und Kontrollverlust zu tun. Wie du ganz richtig sagst, stecken andere Ängste und Probleme dahinter. Wenn diese erfolgreich aufgearbeitet werden, müsste meiner Meinung nach auch die Emetophobie verschwinden.

zu Frage 4: Das hängt sehr vom Schweregrad der Erkrankung ab: Es gibt Leute, die sich vor Angst sich übergeben zu müssen, nicht mehr aus dem Haus trauen und auch nichts mehr essen wollen und können. Andere nehmen prophylaktisch Antiemetika, damit bloß keine Übelkeit auftritt. Und andere haben nur dann heftige Panikattacken, wenn ihnen wirklich schlecht ist, weil sie eine Magen-Darm-Grippe oder eine Gastritis haben - die aber sonst symptomfrei sind, wenn es ihnen körperlich gut geht. Da gibt es so viele verschiedene Formen und Schweregrade, so dass man Emetophobiker nicht alle über einen Kamm scheren kann.

BVirkennJzweig


Ich glaube nur persönlich NICHT! an eine psychische Ursache meiner Übelkeit!

na du bist ja n witzbold ;-D

du schließt emetophobie nicht aus, was eine psychische sache ist, aber psychische ursache schließt du aus?

weißte, wenn dir übel is, is das symptom schon vorhanden, das bildest du dir nicht ein.

nur ist die ursache eben keine körperliche, sondern deine seele rebelliert

J&ohnCYrosJsaixnt


Warum glaubst du nicht daran?

Weil ich kein Mensch bin, der meint zu wissen, wie sich psychischer Druck und Stress auf seinen Körper auswirkt. Ich neige dann eher zu Alkoholkonsum und einem starken Ablenkungsverhalten, ich esse dann sehr ungesund und bin mit meinen Gedanken dann doch bei den Situationen die mich sehr beschäftigen.

Diese Situationen gab es natürlich. Ich halte körperliche Symptome für körperlich!

Wenn es dir psychisch gut geht, kann ich das verstehen.

Jein. Bewusst geht es mir psychisch nicht schlecht, mal mit Ausnahme der Übelkeit die mich selbstverständlich massiv einschränkt.

Vor allem, vor der Zeit, als es mit der Übelkeit anfing?

Nein, das war es nicht, aber wie bereits erwähnt, eigentlich weiß ich wie ich damit umgehe. War noch nie jemand, der anfällig für psychische Probleme ist. Kann man das so sagen? ":/

Das kann man so pauschal nicht beantworten: Während einige Emetophobiker nur an ihre Phobie denken, wenn ihnen wirklich schlecht ist, denken andere ständig daran, so dass ihnen dann auch wirklich oft übel ist. Das ist dann aber eher eine Übelkeit, die von der Psyche kommt. Da kommt es sehr auf den Schweregrad der Erkrankung an.

Danach sollte ich eine "schwere" Form der Erkrankung haben. Begleitend müsste ich dann aber auch regelrechte Panikattacken bekommen, wenn ich aus dem Haus gehe, was nicht so ist! Genau das ist es eben an angeblichen psychischen Erkrankungen, sie sind nicht logisch und daher für mich einfach nicht greifbar.

Emetophobie hat viel mit "nicht-loslassen-können" und Kontrollverlust zu tun. Wie du ganz richtig sagst, stecken andere Ängste und Probleme dahinter. Wenn diese erfolgreich aufgearbeitet werden, müsste meiner Meinung nach auch die Emetophobie verschwinden.

Es gibt eine Geschichte aus meiner Vergangenheit, die noch heute weh tut. Die habe ich aber vergraben, wenn ich heute daran denke, bzw Erinnerungen durch Fotos etc. kommen, dann schlägt mein Herz gerne schon mal etwas schneller und ich merke das es weh tut. Das ist aber eine völlig normale Reaktion, wie sie von vielen Menschen tagtäglich durchlebt wird.

Da gibt es so viele verschiedene Formen und Schweregrade, so dass man Emetophobiker nicht alle über einen Kamm scheren kann.

Und das ist eben das Problem an der Sache! Es ist nicht logisch für mich, quasi keine "WENN" -> "DANN" Funktion, sondern eher eine "WENN", "DANN", "VLLT", "EVT, "LINKS, "ODER", "RECHTS" Funktion. Mag sein, dass psychische Krankheiten keine Logik besitzen aber so kann ich sie auch einfach nicht greifen!

Nicht etwa weil ich ein Problem hätte mir eine psychische Erkrankung einzugestehen, sondern einfach weil man si nicht klar definieren kann.

JmohKnCroAssVaint


du schließt emetophobie nicht aus, was eine psychische sache ist, aber psychische ursache schließt du aus?

Wie bereits beschrieben muss die Übelkeit ja nicht auf Grund der Emetophobie zu Stande kommen.

B7irkeqnzwe4ig


Wie bereits beschrieben muss die Übelkeit ja nicht auf Grund der Emetophobie zu Stande kommen.

es muss ich emetophobie sein, aber wenn das hier alles nix gebracht hat:

- Magenspiegelung (ohne Befund)

- Ultraschall (ohne Befund)

- Blutwerte (ohne Befund)

- Urinuntersuchung (ohne Befund)

- Abdomen des Oberbauchs (ohne Befund)

- Stuhluntersuchung generell und auf helicopacter und Pilzbefall (ohne Befund)

wird es psychosomatisch sein.

ergo, und da shast du glaub ich nicht verstanden:

die übelkeit ist real, nicht eingebildet. aber die ursache ist nicht körperlich, sondern psychisch

War noch nie jemand, der anfällig für psychische Probleme ist. Kann man das so sagen? ":/

klar kann man das so sagen, das heißt aber nicht, daß es niemals anfangen wird

JAovhnCrWossainxt


Ich habe jetzt gerade das Gefühl, als wäre mein Magen entzündet. Das klingt jetzt komisch, es sind keine Bauchschmerzen, es fühlt sich nur "heiß" an, komisch zu beschreiben. Muss auch ständig aufstoßen, nicht sauer, aber könnte dann durchaus auch eine akute Gastritis sein. Welche die Symptome verstärkt aber da sie schon länger bestehen sicherlich nicht der Auslöser sind.

Oochot0onia


Hat sich dein Gewichtsverlust denn weiter verstärkt? Was genau ißt du so am Tag, kann das wirklich eine derartig starke Gewichtsabnahme verursachen. Auch wenn deine Übelkeit durch Angst ausgelöst wird (was überhaupt nicht selten ist), erklärt das keien Gewichtsabnahme bei normalem Essverhalten.

Daher die Frage was du so am Tag ißt?

Hast du noch weitere Symptome? Schwäche, niedriger Blutdruck?

J ohnCrzossainxt


Hat sich dein Gewichtsverlust denn weiter verstärkt? Was genau ißt du so am Tag, kann das wirklich eine derartig starke Gewichtsabnahme verursachen. Auch wenn deine Übelkeit durch Angst ausgelöst wird (was überhaupt nicht selten ist), erklärt das keien Gewichtsabnahme bei normalem Essverhalten.

Die Frage kann ich leider mit "Ja, absolut" beantworten. Ich zwinge mich zuletzt regelmäßig zu essen. Aber es ist wenig, sehr wenig! Gestern habe ich bspw. nur 2 Brote, ein halbes mageres Schnitzel und einen Löffel mit Bratkartoffeln gegessen. Und etwas Süßkram, hatte ich plötzlich mal wieder Heißhunger drauf.

Früher sahen meine Essgewohnheiten so aus:

Zum Fühstück 2 Crossaints. Zweites Frühstück 1-2 belegte Brötchen, Mittags essen gegangen (gute Portion), Nachmittags gerne mal ein Stück Kuchen, Gebäck, was auch immer, zu Hause dann gerne nochmal gekocht und eine sehr gute Portion davon gegessen. Über den Abend verteilt gerne mal Chips oder Süßigkeiten.

Heute bin ich froh, wenn ich 3 x täglich etwas zu mir nehme. Manchmal habe ich extremen Hunger, dann esse ich auch, Freitag Abend zum Beispiel eine ganze Auflaufform Nudelauflauf (sehr kleine Form :) 11/2 - 2 Portionen) aber manchmal verbietet mir die Übelkeit einfach irgendwas zu essen. Je nachdem wie stark sie ist, zwinge ich mich dazu oder eben nicht.

Also die Gewichtsabnahme ist absolut gar kein Mysterium, da mein Essverhalten alles ist, nur nicht normal.

O%choto8nia


Und Blutdruck und Schwächegefühl? Wie sieht deine Hautfarbe aus?

Ich frage, wiel ich Richtung Morbus Addison denke, ist zwar selten, kommt aber vor. Wurden eigentlich Blutwerte abgenommen? Elektrolyte? Die wären dann nicht ok bei MA.

Wenn du es jetzt so beschreibst, klingt es als hättest du vorher sehr viel gegessen und nun eher wenig, wenn das was du oben schreibst wirklich alles von einem Tag ist.

Stagniert denn der Gewichtsverlust nun langsam? Warst/ Bist du übergewichtig? Dann verliert man natürlich schneller an Gewicht. Ich finde es trotzdem etwas viel was du an Gewicht verloren hast, wenn du aber 130 Kilo gewogen hast, kann es natürlich sein.

Angst kann starke Übelkeit verursachen, das kenne ich auch gut. Es gig mir ein Jahr lang ähnlich und da war eine Angststörung die Ursache. Gewicht hab ich nicht abgenommen, durch Magenprobleme allerdings schon.

Das Problem ist nun, dass man sich auch mehr auf den Körper konzentriert wenn man sich Gedanken machen. Da kommt einem plötzlich jeden normale Körperfunktion setsam vor. Das kann ein unguter Kreislauf werden.

Aber wie gesagt das muss nicht sein, hast du ein Muster bei der Übekeit feststellen können?

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